AT146636B - Verfahren, um die Gerinnungsfähigkeit von Blut beim Zusatz von Elektrolyten zu erhöhen. - Google Patents
Verfahren, um die Gerinnungsfähigkeit von Blut beim Zusatz von Elektrolyten zu erhöhen.Info
- Publication number
- AT146636B AT146636B AT146636DA AT146636B AT 146636 B AT146636 B AT 146636B AT 146636D A AT146636D A AT 146636DA AT 146636 B AT146636 B AT 146636B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- blood
- added
- electrolytes
- increase
- clot
- Prior art date
Links
Landscapes
- Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)
- Peptides Or Proteins (AREA)
- Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren, um die Gerinnungsfähigkeit von Blut beim Zusatz von Elektrolyten zu erhöhen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung der Gerinnungsfähigkeit von Blut. Das neue Verfahren erlaubt es, reversibles, d. h. noch lösliches Eiweiss, aus Blut zu gewinnen. Das neue Verfahren hat auf der andern Seite Bedeutung bei der Gewinnung von Serum, da es die Ausbeute an Serum bei seiner Gewinnung aus Blut erhöht und durch die Förderung der Gerinnungsfähigkeit des Blutes den Herstellungsprozess von Serum beschleunigt.
Das Verfahren beruht darauf, dass man Blut mit Pektinen bei Gegenwart von Elektrolyten sensibilisiert. Es ist für die Durchführung des neuen Verfahrens gleichgültig, wann die Sensibilisierung des Blutes durchgeführt wird, sie muss nur erfolgen, bevor Bluteiweiss im irreversiblen Zustand daraus sich abgeschieden hat. So kann man das Blut in vivo oder in vitro sensibilisieren. Der Begriff Sensibilisierung wird hier im physikalischen Sinne gebraucht, so wie er der Kolloid-Chemie geläufig ist (vgl.
J. Reitstötter, Zeitschrift für Immunitätsforschung, 31, 507,1920). Unter Sensibilisierung versteht man die Steigerung der Empfindlichkeit des Kolloides in Bezug auf seine Koagulierbarkeit durch Elektrolyte.
Das neue Verfahren beruht darauf, die hydrophilen Kolloide des Blutes durch Zusatz von Pektinen hydrophober zu machen, also zu sensibilisieren, wodurch sie durch zugesetzte Elektrolyte leichter koaguliert werden. Während die z. B. in der Milch vorhandenen Ca"-Ionen ausreichen, die Koagulation der Eiweisskörper bei Gegenwart von Pektinen herbeizuführen, müssen zur Koagulation des Blutes fällende Ionen zugesetzt werden. Besonders gut wirksam haben sich organische Säuren, wie z. B. Milchsäure, Weinsäure, Zitronensäure usw., erwiesen. Die zugesetzten Pektine verändern auch das Gefüge des Blutgerinsels in dem Sinne, dass der Plasmakuchen weitgehendst wieder löslich ist. Das ausgeflockte Fibrin fällt somit in einem reversiblen Zustand an. Es ist in Elektrolytlösungen, z. B.
Ringerlösung od. dgl., ohne weiteres wieder löslich. Dabei ist die Menge Serum grösser als bei der üblichen Gerinnung.
Die Wirkung des Pektins beruht auch hier auf der Tatsache, dass es den Eiweisskomplex des Blutes direkt erfasst, indem es ihn aus der Emulsion lockert und die Eiweissmoleküle zusammenrafft, die so dem Angriff des Gerinnungsfaktors besonders zugänglich gemacht werden. Dabei wird unter normal günstigen Umständen auch das in kleinsten Molekülen in dem Blut enthaltene Eiweiss miterfasst und in die Gerinnung einbezogen, anstatt wie bisher verlorenzugehen. Diese Tatsache führt zu einer erhöhten Gewinnung von Trockensubstanz aus den Ansätzen und damit zu einer echten Mehrausbeute.
Ausführungsbeispiele :
1. Zu 1l aus der vena cava inferior frisch gewonnenem Pferdeblut werden 10-50 cm3 einer 10%igen Pektinlösung hinzugefügt und verrührt. Sodann koaguliert man mit 50 cm3 n/10 Milchsäure.
Es rahmt sofort das Fibrin auf und kann vom abgeschiedenen Serum mühelos, beispielsweise durch Zentrifugieren, abgetrennt werden. Die Ausbeute an Serum beträgt hiebei 900-950 g. Das aufgerahmte Fibrin ist in Ringerscher Lösung wieder glatt zu einem Eiweissol löslich.
2. Einer Kuh werden intravenös 50-100cm3 einer Lösung zwischen 0'1-10% Pektin in isotonischer Salzlösung injiziert. Zapft man nun von diesem so behandelten Tier wieder wie im Beispiel 1 Blut aus einer Vene ab, so gerinnt dieses praktisch sofort. Das aufgerahmte Eiweiss ist in konzentrierten Elektrolytlösungen glatt löslich.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren, um die Gerinnungsfähigkeit von Blut beim Zusatz von Elektrolyten zu erhöhen, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Blute Pektine zusetzt.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- 2. Ausbildung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Fällung des mit Pektinen versetzten Blutes organische Oxy-Säuren als Elektrolyten verwendet werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT146636T | 1935-04-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT146636B true AT146636B (de) | 1936-07-25 |
Family
ID=3644186
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT146636D AT146636B (de) | 1935-04-16 | 1935-04-16 | Verfahren, um die Gerinnungsfähigkeit von Blut beim Zusatz von Elektrolyten zu erhöhen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT146636B (de) |
-
1935
- 1935-04-16 AT AT146636D patent/AT146636B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE811983C (de) | Verfahren zur Herstellung von Faeden oder Fasern aus tierischen oder pflanzlichen Proteinen | |
| AT146636B (de) | Verfahren, um die Gerinnungsfähigkeit von Blut beim Zusatz von Elektrolyten zu erhöhen. | |
| DE662409C (de) | Verfahren zur Erhoehung der Gerinnungsfaehigkeit von tierischem Blut | |
| DE2413194A1 (de) | Verfahren zur herstellung von kaese | |
| DE733477C (de) | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Fasern aus Sojabohnenprotein | |
| AT110854B (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunstseide aus Viskose und anderen anorganische Elektrolyte enthaltenden Zelluloselösungen. | |
| DE176503C (de) | ||
| DE216234C (de) | Verfahren zur Herstellung von trockenem Kasein in fein verteilter Form | |
| AT33452B (de) | Verfahren zur Herstellung von Säurederivaten der Zellulose. | |
| CH90689A (de) | Verfahren zur Herstellung haltbarer Präparate mit aktiver tierischer Amylase. | |
| AT21723B (de) | Verfahren zur Herstellung von Silbersalz-Emulsionen. | |
| AT232190B (de) | Verfahren zur Herstellung eines schwerlöslichen Derivates des Kallikrein-Inaktivators | |
| DE874061C (de) | Verfahren zur Herstellung einer blutgerinnungsfoerdernden Substanz aus Lunge | |
| AT124699B (de) | Verfahren zur Herstellung künstlicher Seide. | |
| AT147787B (de) | Verfahren zum Verspinnen von Viskose. | |
| AT154664B (de) | Verfahren zur Herstellung einer Trockenmilch. | |
| AT61155B (de) | Verfahren zur Herstellung klarer, rotbleibender Hämoglobinpräparate in fester oder flüssiger Form. | |
| AT81973B (de) | Verfahren zur Fällung von Viskose behufs HerstelluVerfahren zur Fällung von Viskose behufs Herstellung von künstlichen Fäden und anderen Gebilden. ng von künstlichen Fäden und anderen Gebilden. | |
| AT101944B (de) | Verfahren zur Herstellung kolloider Lösungen. | |
| DE2326483B2 (de) | Verfahren zur Strukturierung von Globulinen und Albuminen | |
| DE588046C (de) | Verfahren zur Abscheidung des Oestrushormons aus Harn | |
| DE639543C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Serum und nativem Eiweiss aus Blut oder Aszites | |
| AT52848B (de) | Verfahren zur Herstellung von Präparaten für diagnostische und Heilzwecke aus Reinkulturen der für die einzelne Krankheit als spezifisch erkannten Erreger. | |
| AT124011B (de) | Verfahren zur Herstellung wirksamer Schilddrüsenpräparate. | |
| DE518292C (de) | Verfahren zur Gewinnung eines den Blutkreislauf und die Herztaetigkeit beeinflussenden Stoffes aus Harn |