AT144218B - Verfahren zur Herstellung eines Backhilfsmittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Backhilfsmittels.

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AT144218B
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Theodor Schlueter Sen Fa
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines   Backhilfsmittels.   



   In den letzten Jahren wird in steigendem Masse   Milchsäure   als Backhilfsmittel in der Brotbäckerei angewandt, um unter gleichzeitiger Verwendung von Hefe den langwierigen Sauerteigprozess zu umgehen. 



  Die   Milchsäure   befindet sich wohl nur in flüssiger Form, in verschieden starker Konzentration im Handel. 



  Diese flüssige Form erschwert in der Bäckerei praktisch ausserordentlich stark die Verwendung der   Milchsäure.   Einmal ist die genaue Dosierung dem in dieser Hinsicht ungesehulten Backpersonal schwer möglich. Eine geringe Menge zuviel oder zuwenig der Konzentration der Säure bei der Dosierung eingemessen verändert den Charakter des Brotes weitgehend. Dann fehlt es in den meisten Bäckereien an geeigneten Gefässen zum Einmessen von Säuren. 



   Diese und auch weitere Gesichtspunkte haben das Bestreben hervorgerufen, die flüssige Milchsäure verschiedener Konzentration des Handels in eine für den Bäcker geeignetere feste Form oder Pastenform überzuführen. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen, Milchsäure auch in Verbindung mit andern Fettsäuren und sauren Salzen an Reismehl oder andere Mehle zu binden und dieses Bindungsgemisch zu trocknen und zu pulverisieren oder   Milchsäure   an aufgeschlossenes Reismehl zu binden und ohne künstlichen Trocknungprozess aus dem Bindungsgemisch eine gallertige Paste zu bereiten. Die in dieser Weise künstlich in feste Form übergeführten   Milchsäurepräparate   haben alle den einen Nachteil, dass sie sich langsamer verteilen lassen, als den praktischen Erfordernissen der   Bäckereibetriebe,   insbesondere der Grossbäckereibetriebe, entspricht. 



   Ferner ist es bekannt,   Milchsäure   von Adsorbentien adsorbieren zu lassen, um sie teils zu reinigen, teils in dieser adsorbierten Form zu verwenden. Eine Verwendung von Milchsäure, die von Adsorbentien aufgenommen ist, kommt wegen der relativ hohen Adsorbentienzusätze, wie Kohle oder brauner Pektinstoffe, für Bäckereizwecke nicht in Betracht. Im übrigen ist das Adsorptionsverfahren im Vergleich zu der neuen Arbeitsweise ausserordentlich unrationell, da sehr grosse Mengen adsorptionsfähiger Stoffe benötigt werden, um   Milchsäure   restlos zu adsorbieren. 



   In der deutschen Patentschrift Nr. 346521 ist zur Herstellung fester   Milchsäurepräparate   für technische und pharmazeutische Zwecke vorgeschlagen worden, auf 1 Mol Erdalkalisalz, Lithiumsalz, Magnesiumsalz oder Zinksalz der   Milchsäure   mehr als 2 Mol   Milchsäure   zur Einwirkung zu bringen. Zu diesem Zwecke kann man nach dem bekannten Vorschlag beispielsweise milchsauren Kalk in den entsprechend gewählten Mengenverhältnissen in   Milchsäure   eintragen und verrühren. Diese Ausführungsform des bekannten Verfahrens weist jedoch den Nachteil auf, dass von dem teuren Kalziumlaktat ausgegangen wird, das sich zudem in   Milchsäure   schwer verteilen lässt. Es tritt leicht die Bildung von Klumpen ein.

   Nach einer andern Ausführungsform des bekannten Verfahrens geht man direkt von der   Milchsäure   und einer Base, wie Kalziumkarbonat, aus und neutralisiert nur so weit, dass neben dem entstehenden neutralen milchsauren Salz mehr als 2 Mol   Milchsäure   frei bleiben und beim Eindampfen in die übersaure Verbindung übergehen. So wird beispielsweise   Milchsäure   und Kalziumkarbonat im Verhältnis von 1 Mol Kalzium auf 5 Mol   Milchsäure   versetzt, die Lösung durch Kochen von der Kohlensäure befreit und dann bis zu zäher Konsistenz eingedampft ; beim Erkalten erstarrt dann diese Masse. 



  Beim Erhitzen und Eindampfen lassen sich   Milchsäureverluste   nicht vermeiden ; vor allem aber ist hiedurch das Erzeugungsverfahren erschwert und verteuert. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Das vorliegende Verfahren, das gleichfalls auf die Herstellung von   Milchsäurepräparaten, in   fester Form abzielt, zeichnet sich durch seine Einfachheit und Billigkeit aus. Es wird zu Präparaten, die vollständig luftbeständig (unhygroskopisch) und in kaltem Wasser leicht und klar löslich sind. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung zur Herstellung eines   Backhi1fsmittels   aus   Milchsäure,   bei welchem man   Milchsäure   und Erdalkalisalze vermischt und ohne Eindampfen sich selbst überlässt, ist dadurch gekennzeichnet, dass Erdalkalikarbonate, z. B. CaCO3, mit   Milchsäure   in einer geringeren Menge vermischt werden, als zur ausschliesslichen Bildung von   Erdalkalilaktaten erforderlieh   ist. 



   Unter stärkerer Wärmeentwicklung verläuft dann ein   Umwandlungsprozess,   bei dem zum Schluss das anfangs völlig flüssige Medium in ein festes Substrat übergegangen ist.'Je nach der Grösse des Milch-   säureüberschusses   besitzt dieses feste Produkt anfangs mehr oder minder salbenartige Konsistenz. Beim Stehen an der Luft wird das Produkt aber in kürzester Zeit vollkommen fest. Auch kann es im Vakuum bei niedrigen Temperaturen vollkommen getrocknet werden. Das Produkt hat ein weisses Aussehen und löst sich in kaltem Wasser sehr leicht auf. Die wässrige Lösung reagiert sehr stark sauer. Das Produkt ist nicht identisch mit den bekannten sauren Kalziumlaktaten. Es hat einen scharfen Schmelzpunkt und wird beim Schmelzen zu einer klaren Flüssigkeit aufgelöst. 



   Bei dem Herstellungsprozess lassen sich eine Reihe von andern Stoffen zusetzen, so z. B. Reismehl, Hefe in getrockneter und gepresster Form, Mehle, Fettsäuren usw. Der Zusatz muss vor dem Verrühren von   Milchsäure   mit dem Erdalkalisalz erfolgen, da so am besten eine innige Mischung und gute Verteilung selbst geringster Mengen des Zusatzstoffes in der festen   Milchsäure   erzielt wird. 



   Beispiel : Zweckmässig verwendet man zur Bereitung des   Milehsäurepräparates   in fester Form 80%ige Genussmilchsäure des Handels. Man kann aber auch von andern   Milchsäurearten   verschiedener 
 EMI2.1 
 angewandt werden. 5 g CaCO2 bilden z. B. noch mit 200 cm3 80%iger Milchsäure erstarrende Massen. 



  Nach dem Verrühren des CaC03 in der   Milchsäure   beginnt allmählich ein Umwandlungsprozess, bei dem CO2 entweicht, eine Wärmetönung zu beobachten ist und das Produkt allmählich schaumig erstarrt. Bei Zusätzen anderer fester Stoffe (Hefe, Reismehl, Stoffe, die das Schimmeln des Gepäcks verhüten) werden diese am vorteilhaftesten vor dem Eintragen in die   Milchsäure   mit den CaC03 durch Verreiben innig gemischt. Zusätze in flüssiger Form (Fettsäuren) erfolgen zur   Milchsäure   vorteilhaft direkt vor Eintragen der CaCO3. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines zur Verwendung als Backhilfsmittel geeigneten festen Milchsäurepräparates durch Einwirkung von Erdalkalikarbonaten, z, B. Kalziumkarbonat, auf   Milchsäure   in Mengen, welche geringer sind, als zur ausschliesslichen Bildung von Erdalkalilaktaten erforderlich ist, dadurch gekennzeichnet, dass man nach dem Vermischen des Erdalkalikarbonates mit   Milchsäure   das Gemisch,   ohne Wärme zuzuführen,   sich selbst überlässt, bis es unter Wärmeentwicklung und Kohlensäureabspaltung zu einer festen weissen Masse erstarrt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ausserdem, vorteilhaft vor dem Vermischen der Erdalkalikarbonate mit Milchsäure, weitere an sich bekannte Trieb-und Zusatzmittel zugesetzt werden.
AT144218D 1931-11-23 1932-11-21 Verfahren zur Herstellung eines Backhilfsmittels. AT144218B (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE745526C (de) * 1939-10-06 1944-04-19 Dr Ernst Komm Verfahren zur Herstellung fester Milchsaeurepraeparate
DE747993C (de) * 1941-02-21 1944-10-23 Paul Breunig Verfahren zur Herstellung eines Backhilfsmittels
DE905842C (de) * 1937-04-10 1954-03-08 Ruckdeschel & Soehne K G J Verfahren zur Herstellung eines Trockensauers
DE937927C (de) * 1944-08-15 1956-01-19 Benckiser Gmbh Joh A Verfahren zur Herstellung von pulverfoermigen, zum Saeuern von Speisen bestimmten Praeparaten

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