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Zwangseinricbtung an Antrieben für Bahnsehranken.
Antriebe für Bahnschranken mit Vorläutewerk sind gewöhnlich mit einer Einrichtung versehen, welche das den Antrieb bedienende Bahnorgan zwingen soll, nach einer etwa erfolgten Unterbrechung der Sehranken-Sehliessbewegung den Schrankenantrieb wieder in die Anfangslage zurückzudrehen und die Schrankenbedienung neuerlich zu beginnen und ohne Unterbrechung zu beenden zu dem Zwecke, die vorgeschriebene Zeitdauer der Betätigung des Schranken-Vorläutewerkes weder unterbrechen noch abkürzen zu können.
Um dies zu erreichen, wird, wie beispielsweise die österr. Patentschrift Nr. 47078 beschreibt, ein nur einseitig gekuppelter Fliehkraftregler eingebaut, welcher bei Unterbrechung der Schliessbewegung nach einigen Sekunden zum Stillstand kommen und hiebei eine die weitere Schliessbewegung hemmende Sperrvorrichtung zur Wirkung bringen soll.
Bei ordnungsmässiger Bedienung des Antriebes erfüllt diese Einrichtung auch tatsächlich ihren Zweck, doch kann ihre Wirkung vereitelt werden, indem eine Unterbrechung der Schrankenschliess- bewegung durch ruckweise Vor- und Rückbewegung der Antriebskurbel hervorgerufen wird. Das Schrankenschliessen bzw. die Betätigung des Vorläutewerkes wird hiedurch tatsächlich unterbrochen, weil die vom Antrieb zum Schranken führende Drahtleitung keine fortschreitende, sondern nur mehr eine hin-und hergehende Bewegung ausführt.
Der Fliehkraftregler im Antrieb hingegen wird durch die stossweise Vor- und Rückbewegung der Antriebskurbel in Bewegung erhalten, so dass er die Sperrvorrichtung nicht zur Wirkung bringen kann, wodurch die unterbrochene Schranken-Schliessbewegung zu einem beliebigen Zeitpunkt vorschriftswidrig wieder fortgesetzt werden kann.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung, welche diesen Mangel und damit auch ein Gefahrmoment bei der Schrankenbedienung beseitigt.
Erreicht wird dies erfindungsgemäss durch den Einbau einer Klinken-oder Reibungseinrichtung in den Schrankenantrieb, welche von einem bei der Betätigung des Antriebes bewegten Antriebsteil so gesteuert wird, dass sie die die Schliessbewegung des Antriebes hemmende Sperrvorrichtung auch zur Wirkung bringt, sobald eine Umkehrung der Antriebsdrehung vom Schrankenschliessen zum Schranken- öffnen vor sich geht, so dass die Einrichtung genau so wirkt, als wäre der Fliehkraftregler zum Stillstand gelangt.
Auf der Zeichnung sind einige der vielen möglichen Ausfiihrullgsformen des Erfindunggedankens beispielsweise dargestellt.
Die Figuren 1, 2 und 3 zeigen die Anordnung einer Mitnehmerklinke k, welche einerseits an dem Auslöseelement a nur im Uhrzeigersinn ausschwenkbar angelenkt ist und andrerseits mit ihrem freien Ende in die Bahn mehrerer Stifte st reicht, welche an irgendeinem bei der Antriebsbedienung bewegten Teil des Antriebes, also beispielsweise an dem Sperrad r angebracht sind.
Die Fig. 1 und 2 zeigen Stellungen während des Schrankenschliessens. Die Sperrvorrichtung s wird in bekannter Weise durch das Auslöseelement a ausser Eingriff mit dem Sperrad r gehalten, so dass der Antrieb ungehindert in der Schliessrichtung (Pfeilrichtung 1) gedreht werden kann. Hiebei reicht, wie die Fig. 1 zeigt, die Mitnehmerklinke k in die Bahn der Stifte st und wird während der Drehung des Rades von jedem Stift st ausgehoben (Fig. 2), um hinter jedem Stift wieder einzufallen, ohne jedoch das Auslöseelement a und die Sperrvorrichtung s zu betätigen. Das Schrankensehliessen kann daher von der Sperrvorrichtung s unbehindert erfolgen.
Sobald jedoch die Antriebsbewegung umgekehrt wird, d. h. das Sehrankenöffnen (Pfeilrichtung 2) begonnen wird, nimmt, wie die Fig. 3 zeigt, der der Mitnehmerklinke zunächstliegende Stift st diese
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samt dem Auslöseelement a soweit mit, dass dieses die Sperrvorrichtung s freigibt, welche in das Sperr- rad r einfällt und eine neuerliche Sehliessbewegung (Pfeilriehtung ) verhindert. Die Anzahl der Stifte kann so gross gewählt werden, dass schon die kleinste Drehung in der Pfeilrichtung 2 die Sperrvorrichtung s zur Wirkung bringt, so dass auch schon eine ruckweise Vor-und Rückbewegung der Antriebskurbel die Sperrvorrichtung s zur Wirkung bringt.
Es wäre natürlich auch die umgekehrte Anordnung möglich, bei welcher an Stelle der Stifte st eine grössere Anzahl von Mitnehmerklinken k am Sperrad r angebracht und so angeordnet werden könnten, dass sie bei. Drehung des Rades r in der Pfeilrichtung 1 dem Auslöseelement a ausweichen, dieses aber bei der Drehung in der Pfeilrichtung 2 ausrücken und die Sperrvorrichtung s auslösen.
Die weiteren Fig. 4-8 zeigen Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes, bei welchen die Betätigung des Auslöseelementes a anstatt durch eine Klinkeneinrichtung durch Elemente erfolgt, welche von einem bei der Bedienung des Antriebes bewegten Teil durch Reibung gesteuert werden. Selbst- verständlich könnte aber auch bei diesen Ausführungsbeispielen die Reibungseinriehtung durch Mitnehmerklinken ersetzt werden.
Bei der Ausführungsform Fig. 4 und 5 ist auf eine Bremsseheibe b ein Hebel h vermittels seiner Bremsbacken B eventuell unter Einschaltung von Druckfedern f so aufgeklemmt, dass zwischen der Bremsscheibe b und den Backen B genügend Reibung auftritt, um den Hebel h bei der Drehung der Bremsscheibe mitnehmen zu können. Wird die Bremsscheibe in der Schrankenschliessriehtung (Pfeilrichtung 1) gedreht, so kann der Hebel A dieser Bewegung nicht folgen, weil er durch den Anschlag i daran gehindert wird.
Diese Drehung erfolgt also unter gleitender Reibung zwischen der Bremsscheibe b und dem Bremsbacken B, ohne dass der Hebel A das Auslöseelement a und die Sperrvorrichtung s beeinflusst. Sobald aber eine Drehung in der Pfeilrichtung 2 (Fig. 5) erfolgt, wird der Hebel A durch Reibung mitgenommen,
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Die Ausführungsform Fig. 6 hat im Wesen die gleiche Wirkung. Hier ist der Hebel h an dem Auslöseelement a angelenkt und ein an ihm angebrachter Bremsbacken B, welcher mit der Bremsseheibe b zusammenwirkt, wird durch ein Gewicht G (oder eine Feder) auf die Bremsseheibe aufgepresst, so dass wieder bei einer Drehung in der Pfeilrichtung 2 die Sperrvorrichtung zur Wirkung gebracht wird.
Bei der Ausführungsform Fig. 7 und 8 ist an dem Auslöseelement a eine sogenannte Stelze St drehbar angelenkt, deren untere freie Seite zu ihrem Drehpunkt exzentrisch geformt ist und am Umfange der Bremsseheibe b aufliegt. Bei der Drehung der Bremsscheibe in der Schrankenschliessrichtung (pfeilrichtung 1, Fig. 7) kann die Stelze nicht weiter mitgenommen werden, da sie entweder durch den Anschlag i daran gehindert wird, oder aber die Exzentrizität ihrer auf der Bremsseheibe aufliegenden Seite ist so gewählt, dass in der gezeichneten Stellung eine Berührung zwischen Stelze und Bremsseheibe nur mehr entsprechend der geringen Gewichtskomponente der schräg liegenden Stelze stattfindet und daher eine weitere Mitnahme der Stelze nicht mehr erfolgt.
Bei dieser gezeichneten Stellung der Stelze verbleibt das Auslöseelement a eingerückt und die Bremsvorrichtung s kann daher nicht zur Wirkung kommen, während bei einer Drehung in der Richtung des Sehrankenöffnens (Pfeilrichtung 2) die Stelze St von der Bremsscheibe b durch Reibung mitgenommen wird, wobei sich die exzentrische Berührungskurve der Stelze am Umfange der Bremsseheibe abwälzt, die Stelze angehoben und das Auslöseelement a ausgerückt wird, bis die Sperrvorrichtung s einfallen kann (Fig. 8).
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zwangseinrichtung für Bahnsehranken-Antriebe, gekennzeichnet durch eine Klinken-oder Reibungseinrichtung, welche von einem während der Betätigung des Antriebes bewegten Antriebsteil so gesteuert wird, dass sie eine die Schliessbewegung des Antriebes hemmende Sperrvorrichtung zur Wirkung bringt, sobald eine Umkehrung der Antriebsdrehung vom Schrankenschliessen zum Schrankenöffnen vor sieh geht, so dass hiedurch eine allfällige neuerliche Schliessbewegung gehemmt wird.