DE464489C - Sicherheitsvorrichtung fuer elektrisch betriebene Gleisfahrzeuge mit Totmannschalter - Google Patents

Sicherheitsvorrichtung fuer elektrisch betriebene Gleisfahrzeuge mit Totmannschalter

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DE464489C
DE464489C DEM100241D DEM0100241D DE464489C DE 464489 C DE464489 C DE 464489C DE M100241 D DEM100241 D DE M100241D DE M0100241 D DEM0100241 D DE M0100241D DE 464489 C DE464489 C DE 464489C
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DE
Germany
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switch
safety device
standstill
driving
vehicle
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Expired
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DEM100241D
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Rheinmetall Air Defence AG
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Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon Buhrle AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L3/00Electric devices on electrically-propelled vehicles for safety purposes; Monitoring operating variables, e.g. speed, deceleration or energy consumption
    • B60L3/02Dead-man's devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Sustainable Development (AREA)
  • Sustainable Energy (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

  • Sicherheitsvorrichtung für elektrisch betriebene Gleisfahrzeuge mit Totmannschalter Die Totmannvorrichtungen für elektrisch betriebene Gleisfahrzeuge bezwecken alle, die Sicherheit des Zugdienstes zu erhöhen, und werden für die Einmannbedienung der Fahrzeuge von den Bahnverwaltungen vorgeschrieben. Die bis jetzt bekannt gewordenen Sicherheitsvorrichtungen bezwecken, bei Loslassen eines vom Führer normal niedergedrückten Knopfes oder Pedals selbsttätig sowohl die Triebmotoren vom Fahrdraht abzuschalten als zugleich die mechanische Bremse anzuziehen.
  • Es ist nun nicht üblich, die Sicherheitsvorrichtung plötzlich wirken zu lassen, sondern dieselbe zu verzögern, d. h. zwischen Loslassen des Knopfs bzw. des Pedals und Abschalten der Triebmotoren und Bremsen eine gewisse Zeit bzw. Wegstrecke einzuschalten, um dem Führer die Hand kurzzeitig für andere Funktionen freizulassen, damit bei einem momentanen Versehen des Führers die Auslösung erst nach Ablauf einer bestimmten Zeit bzw. Wegstrecke erfolgt. Während dieser Zeit ist die Möglichkeit vorhanden, durch Wiederbetätigen des Druckknopfes bzw. des Pedals die Auslösung zu verhindern.
  • Diese Auslöseverzögerung wird prinzipiell auf zwei Arten gelöst, und zwar: i. Es wird ein Zeitrelais in die Auslöseleitung geschaltet; hierbei ist die Auslösung unabhängig von der Geschwindigkeit bzw. vom zurückgelegten Weg des Fahrzeuges. 2a Die Auslösung erfolgt beim Loslassen des Totmannknopfes oder des Pedals über einen mit der FahrzeuA-achse in Verbindung stehenden Apparat, nachdem das Fahrzeug einen bestimmten Weg zurückgelegt hat. Die Auslösezeit ist in diesem Fall von der Geschwindigkeit des Fahrzeuges abhängig, indem die Auslösung bei großer Geschwindigkeit des Fahrzeuges eher erfolgt als bei kleiner Geschwindigkeit.
  • Bei Fahrzeugen mit elektrischer Bremsung wird es nun nötig, jedesmal nach vollzogener Abbremsung auf eine bestimmte Geschwindigkeit bzw. auf Stillstand auch die elektrische Bremse außer Funktion zu setzen.
  • Des weiteren sollen die Unannehmlichkeiten des unbeabsichtigten Umstehens der Fahrwendeschalter während der Fahrt verhindert werden.
  • Mit den vorerwähnten Sicherheitsvorrichtungen lassen sich die beiden letzten Forderungen nicht erfüllen, weil sie beim übergang von Fahrt auf Stillstand und umgekehrt bzw. beim Unterschreiten einer minimalen Geschwindigkeit keine Funktion auszuühen vermögen.
  • Naheliegend ist hierfür die Verwendung eines Fliehkraftschalters. Diese wirkt aber für den beabsichtigten Zweck nicht ganz hefriedigend. Gemäß vorliegender Erfindung kann ein Fliehkraftschalter entbehrt werden, wenn die Tonnannvorrichtung so ausgebildet wird, daß sie bei Stillstand ähnlich einem theoretischen Fliehkraftschalter eine Funktion auszuüben vermag.
  • Der Erfindungsgegenstand hat, abgesehen vom Fliehkraftschalter, gegenüber bekannten Apparaten den Vorzug, daß :er vollkommen mechanischer Natur ist, d. h. für seine Funktionen keiner Elektromagnete noch Luftmotoren bedarf. Anderseits ist er in jedem Fall imstande, einen Kontakt zu betätigen, wenn das Triebfahrzeug auf Stillstand angelangt ist, was bei anderen bekannten Apparaten nicht der Fall ist.
  • Abb. i veranschaulicht in beispielsweisser Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes das Prinzip des neuartigen Schaltapparates. x bedeutet eine mit der Fahrzeugachse über ein Übersetzungsgetriebe zwangläufig verbundene Welle, auf welcher Rollenarme 2 aufgekeilt sind, welche bei Stillstand des Fahrzeuges in der Drehrichtung jede beliebige Stellung einnehmen können. Durch eine Feder 3 werden Doppelhebel 4, 5, die den gemeinsamen Drehpunkt 6 haben, mit Nasen 7, 8 gegen die Rollen 2 gedrückt. Durch die Rotation der Rollenarme 2 werden aber die Nasen 7, 8 auseinandergehalten, unterstützt durch die Dämpfung 9, welche nur dem Zusammendrücken der D@opp,elhebel4, 5 durch die Feder 3 Widerstand leistet, hingegen beim Auseinanderbewegen widerstandslos ist. Durch diese relative Bewegung der Doppelhebel 4, 5 gegen- bzw. voneinander wird ein Schnappschalter io betätigt, welcher für unsere Zwecke bei Fahrt geschlossen und bei Stillstand des Fahrzeuges geöffnet ist. Der ganze Mechanismus ist über Doppelhebel 4 an einem Zapfen x x als Pendel aufgehängt und kann sich der jeweiligen Stillstandsstellung bzw. kleinen Geschwindigkeiten der Rolleiarm@e 2 anpassen. Der ganze Mechanismus ist ferner m einem Gehäuse untergebracht, in welchem die Welle x drehbar gelagert ist und der Zapfen x x festsitzt.
  • In Abb.2 ist vorbescbriebener Apparat im Zusammenbang mit der übrigen. Ausrüstung der Sicherheitssteuerung schematisch dargestellt.
  • 16 bedeutet den Stromabnehmer auf dem Führertisch, 17 den Totmannknopfschalter und 18 das Totmannpedal der Sicherheitssteuerung. Beim Fahren ist der Auslö:sestromkreis durch Niederdrücken des Druckknopfes 17 oder des Pedals 18 geöffnet. Bei einem Unfall des Führers schließt sich der Auslösestromkreis und betätigt das Zeitrelais 19, welches nach einer einstellbaren Zeit über Schnappschalter io (Kontakt a), Stellung II des in Abb. x erwähnten Apparates das Bremsventil 2o betätigt und beispielsweise die Auslösespule 21 des Hauptschalters erregt, wodurch die Motoren stromlos werden und die mechanische Bremsung .eingeleitet wird.
  • Die Totmannvorrichtung soll nun aber bei Stillstand des Triebfahrzeuges nicht wirken, um dem Führer freie Hand für andere Funktionen zu geben., was, wie ersichtlich, durch den oben beschriebenen neuen Apparat ohne weiteres erreicht wird.
  • Beider (automatischen) elektrischen Bremsung muß anderseits, wie bereits bemerkt, dafür gesorgt werden, daß der Motorstromkreis selbsttätig unterbrochen wird, wenn das Fahrzeug bis auf Stillstand abgebremst ist, zwecks Verhinderung des Rückstromes, und ferner für die automatische Verriegelung der Wendeschalter gegen unbeabsichtigtes Umstellen derselben während der Fahrt. Durch Anbringen eines zweiten Kontaktes, iob, am Schnappschalter io und durch Führen des Steuerstromes für die Betätigung der Motorschalter über die Wendeschalterverriegelungskontakte 7,2, Stellung II (Nutzbremsstellung des Wendeschalters) wird dieser Bedingung genügt. Bei der Wendeschalterverriegelung 22 in Stellung I (Fahrstellung des Wendeschalters) wird der Steuerstrom für die Motorschalter direkt geführt, um anfahren zu können.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Sicherheitsvorrfchtung für elektrisch betriebene Gleisfahrzeuge mit Totmannschalter, der bei Fahrt geschlossen sein muß, andernfalls Abstellung des Fahrstromes und Anziehen der Bremsen erfolgt, jedoch bei Stillstand des Fahrzeuges außer Wirksamkeit gesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines mit der Fahrzeugachse umlaufenden Rollensterns (2) zwei um einen gemeinsamen Drehpunkt (6) schwenkbare Hebel (4,5) mit Dämpfervorrichtung (9) entgegen der Wirkung einer Feder (3) auseinandergedrückt werden und einen Schnappschalter (i o) betätigen, der die Sicherheitsschaltung bei Fahrt ein- und bei Stillstand ausschaltet.
  2. 2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die mechanisch beweglichen Teile (3-x0) zu einem gemeinsamen Bauglied vereinigt sind, das m einem Gehäuse um den Drehpunkt (i i) pendelnd befestigt ist zwecks Betätigung des Schalters (io) im Moment des Stillstandes bei irgendeiner Stellung in der Drehrichtung des Rollensternes (2) gegenüber Nasen (7 und -8) der Hebel (4 5)#
  3. 3. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch Anbringen eines weiteren Kontaktes (lob) noch andere Funktionen für die Sicherheitssteuerung von Fahrzeugen ermöglicht werden, nämlich die automatische Betätigung zum Unterbrechen der Hauptstromkreise bei der Nutzbrcmsung, wenn das Fahrzeug zum Stillstand kommt, zwecks Verhinderung des Rückstromes, und ferner die automatische Verriegelung der Wendeschalter gegen unbeabsichtigtes Umstellen derselben während der Fahrt.
DEM100241D 1927-05-23 1927-06-28 Sicherheitsvorrichtung fuer elektrisch betriebene Gleisfahrzeuge mit Totmannschalter Expired DE464489C (de)

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DEM100241D Expired DE464489C (de) 1927-05-23 1927-06-28 Sicherheitsvorrichtung fuer elektrisch betriebene Gleisfahrzeuge mit Totmannschalter

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DE (1) DE464489C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1244231B (de) * 1961-11-04 1967-07-13 Deuta Werke Gmbh Sicherheitsfahrschaltung fuer Schienentriebfahrzeuge

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1244231B (de) * 1961-11-04 1967-07-13 Deuta Werke Gmbh Sicherheitsfahrschaltung fuer Schienentriebfahrzeuge

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