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Vorrichtung zur Anwendung von Apparaten, die zur Behandlung lebender Körper, hauptsächlich durch Fernwirkung dienen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Hilfsvorrichtung zur Anwendung von Apparaten, die zur Behandlung lebender Korper, hauptsächlich ohne. unmittelbare Berührung der die Behandlung bewirkenden apparativen Teile mit dem Körper (Bestrahlung, Bestäubung od. dgl. ) dienen, gemäss dem österr. Patent Nr. 132839.
Die Vorrichtung nach dem Hauptpatente umfasst als wesentlichen Bestandteil ein beweglich angeordnetes, motorisch angetriebenes Tragorgan der Behandlungsapparate bzw. Apparateteile, welches auf einer durch zwei, vorzugsweise verstellbare Wendeorgane begrenzten Bahn derart geführt wird, dass es gleichförmige, jeweils an jedem Ende seiner Bahn automatisch umkehrbare Bewegungen ausführen, aber auch an jedem Punkte genannter Bahn festgestellt werden kann.
In dem im Hauptpatente hauptsächlich beschriebenen Ausführungsbeispiele ist zur Führung und Bewegung des Tragorgan-der Kürze halber nachstehend stets als Träger bezeichnet-eine Antriebsspindel vorgesehen, deren Drehrichtung mit Hilfe der vorerwähnten, die Antriebseinrichtung jeweils automatisch beeinflussenden, auf Schraubenspindeln einstellbar angeordneten Wendeorgane umgekehrt wird.
Die vorliegende Erfindung kennzeichnet sieh nun dadurch, dass der zur Aufnahme von Behandlungsapparaten geeignete Träger an biegsamen Tragorganen, wie Seilen, Riemen oder Ketten, die über Scheiben laufen, die mit einer umsteuerbaren Antriebseinrichtung in Verbindung stehen, entlang besonderer Führungsmittel bewegbar und automatisch reversierbar aufgehängt ist.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Antriebs-und Führungsmittel des Trägers voneinander zu trennen und ihn nach Art einer Aufzugskabine an einem über Scheiben geführten Seile, einem Riemen oder einer Kette, unter teilweiser oder völliger Ausbalaneierung seiner selbst und der von ihm getragenen Last und sonstiger Anhängsel durch ein entsprechendes Gegengewicht, an besonderen Führungsmitteln entlang hin und her zu bewegen. Auch die die Umkehrung der Bewegungsriehtung des Trägers herbeiführenden Wendeorgane können an Ketten oder Seilen zusammen mit Zeigern, die ihren jeweiligen Stand zeigen, befestigt und durch Bewegung dieser Seile oder Ketten mit Hilfe einer besonderen Einrichtung entsprechend ein-und festgestellt werden.
Erfindungsgemäss sind in der Bahn des Apparateträgers vorzugsweise an Seilen oder Ketten
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werden und die durch wechselweises Einrücken je einer, von zwei in entgegengesetztem Sinne gedrehten Kupplungen eines Wendegetriebes die Umsteuerung der Bewegungsrichtung bewirken. Das Ein-und Ausrücken der Kupplungen erfolgt mechanisch mittels eines geeigneten Umsteuermechanismus, der beide Kupplungen in Abhängigkeit voneinander betätigt. Die Kupplungen können aber auch elektromagnetisch gesteuert werden, wobei durch die Wendeorgane ein elektrischer Schalter betätigt wird.
Gemäss der Erfindung wird für den Fall, dass die Umsteuerung der Bewegung auf elektromagnetischem Wege erfolgt, an dem Träger ein Umschalter angebracht, der durch verstellbare Anschläge,
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Statt des Wendegetriebes und der Kupplungen kann die Umkehrung der Bewegungsrichtung des Trägers auch dadurch erfolgen, dass zum Antrieb ein umsteuerbarer Motor, z. B. ein Wendepolmotor, verwendet wird. Diese Anordnung hat den Vorteil des billigeren Herstellungspreises und des geringeren
Gewichtes der Vorrichtung.
Es ist von Vorteil, den Träger mit allen andern beweglichen Teilen der Vorrichtung aus Sicherheitgründen nicht frei um eine Säule herum, sondern geschützt innerhalb einer Säule oder eines Schutzgehäuses anzuordnen, das an der Wirkungsseite der Behandlungsapparate, z. B. als Gitter, und an den übrigen Seitenflächen geschlossen ausgebildet ist. Statt des Gitters kann man z. B. eine Rolljalousie oder ein Band oben und unten an der Vorderseite des Trägers befestigen und über im Innern des Schutzgehäuses angeordnete Führungsrollen leiten. Falls man es vorzieht, die Wirkungsteile der Behandlungsausrüstung senkrecht untereinander anzuordnen, so kann die Vorrichtung auch von vorne durch eine Wand verschlossen sein, die mit einem verhältnismässig schmalen Längsschlitz versehen ist, durch welchen die Apparate wirken.
Die Zeichnung veranschaulicht einige Ausführungsbeispiele der Erfindung : Fig. 1 ist eine schematisch gehaltene Seitenansicht der ganzen Einrichtung ; Fig. 2 ist eine entsprechende Vorderansicht ; Fig. 3 zeigt schematisch einen von Hand zu bedienenden Ein-und Feststellmeehanismus für die Wendeorgane : Fig. 4 zeigt in Vorderansicht einen als verschliessbaren Apparatschrank ausgebildeten Träger ; Fig. 5 zeigt in grösserem Massstab Einzelheiten des Antriebs in Arbeitsstellung ; Fig. 6 gibt Einzelheiten der Wendevorrichtung wieder ; Fig. 7 ist eine der Fig. 6 entsprechende Draufsicht ; Fig. 8 zeigt Einzelheiten des Antriebs in Ruhestellung ; Fig. 9 gibt eine Draufsicht auf eine Einzelheit der Fig. 6 ; Fig. 10 stellt eine andere Ausführungsform der Erfindung dar.
In der Vorrichtung nach Fig. 1 wird der Träger 9 für die Behandlungsapparate an Gleitschienen 10 geführt und ist an über Scheiben laufenden, zugleich als Antriebstransmission dienenden Tragmittel 8, wie Seile, Riemen oder Ketten, aufgehängt, welche automatisch umkehrbar und jederzeit entkuppelbar durch einen Elektromotor angetrieben werden, der seinen Anker und einen Luftkompressor stets nur in einer Richtung dreht.
1 stellt ein Schutzgehäuse dar, an dessen Hinterwand ein Elektromotor 2 aufgestellt ist. Dieser treibt mittels eines über Scheiben 203 und 204 laufenden Riemens oder einer Kette 202 einen Luftkompressor 81 an. Auf die Welle des Luftkompressors 81 ist eine Scheibe 205 aufgekeilt, über welche ein Riemen oder eine Kette 206 zum Antriebe einer Scheibe 207 läuft, die mit einer Scheibe 208 verbunden ist. Die Scheiben 207 und 208 sitzen auf einer Zwischenwelle 209. Die Drehung dieser Zwischenwelle 209 wird durch einen Riemen oder eine Kette 210 auf eine stets in der gleichen Richtung gedrehte Scheibe 211 (Fig. 1, 2,5, 8 und 10) übertragen.
Nach Fig. 2 wird ein mit zwei festen Anschlägen versehener Träger 9 an Führungsschienen-M entlang geführt und ist an einem endlosen Seile oder an einer Kette 8 aufgehängt ; das Seil oder die Kette läuft über Führungsseheibe 4A, 4 und 5 sowie über die zu einem
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einschliesslich der von ihm getragenen Last und sonstiger Anhängsel dient.
Das zur Hin-und Herbewegung der Transmission 8 und damit auch des Trägers 9 bestimmte Umkehrvorgelege kann entweder rein mechanisch-automatisch steuerbar oder mechanisch, z. B. durch Handgriffhebel 326 (Fig. 5 und 8) von der Transmission 8 des Trägers 9, jederzeit entkuppelbar ausgebildet sein ; eine solche Anordnung ist in den Fig. 1 und 2 schematisch und in den Fig. 5-9 mit mehr Einzelheiten veranschaulicht. Es kann aber auch nach Fig. 10 elektromagnetisch-automatisch gesteuert
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bzw. auch mit der Transmission gekuppelt werden.
Nach Fig. 5 treibt die stets in der gleichen Richtung gedrehte Scheibe 211 eine Welle 302 an.
Auf diese ist ein Zahnrad 303 aufgekeilt, das mit einem Zahnrade 304 kämmt, welches seinerseits auf eine Welle 305 aufgekeilt ist. Durch diese Anordnung treibt die Scheibe 211 die beiden Wellen 302 und 305 in entgegengesetzten Richtungen. Mit diesen Wellen drehen sich auf ihnen befestigte Kupplungsscheiben 306 und 307, z. B. Klauenkupplungen, die auf der Welle 302 bzw. auf der Welle 305 verschiebbar sind, sich aber stets mit ihrer Welle drehen ; die ihnen entsprechenden Kupplungsscheiben 308 und 309 sitzen lose und unverschiebbar auf den Wellen 302 und 305. An jeder der Kupplungsseheiben 308 und 309 ist ein Kettenrad 310 bzw. 311 befestigt, über welches die Kette 8 läuft, die die Bewegung auf den Träger 9 überträgt.
Die Kupplungsseheiben 306 und 307 werden durch ein als Hebel ausgebildetes Verbindungglied 312 ein-bzw. ausgerückt, welches um eine Hilfsaehse 313 verschwenkbar ist, so dass, wenn eine der Kupplungen 306/308 oder 307/309 eingerückt, die andere ausgerückt wird und auf den Träger 9 die Bewegung jeweils in einer bzw. in entgegengesetzter Richtung übertragen wird.
Die Kupplungsscheiben 306 und 307 werden durch den Träger 9 gesteuert. Dieser besitzt die festen Anschläge 31 und 32, welche mit den Wendeorganen 300 und 30D zusammenwirken.
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welche auf dieselben Wellen wie die Schnecken 91 aufgekeilt sind und mit Schneckenrädern 92 im Eingriff stehen, die ihrerseits wieder auf denselben Wellen wie die Scheiben 34 bzw. 36 sitzen. Die Wendeorgane 30 C und 30D tragen die Standanzeiger 101 bzw. 102. Eines der Wendeorgane 30C oder 30D dient dazu, die Hilfsachse 313 im gegebenen Augenblicke in einem gewissen Winkel in einer bestimmten Richtung herumzuschwenken, der andere Wendehebel dazu, sie in entgegengesetzter Richtung wieder in ihre frühere Stellung zurückzuschwenken.
An der Hilfsachse 313 ist ein Hebel 319 befestigt, der zwei Bolzen 320 (Fig. 6 und 9) besitzt. Diese sind durch einen Zwischenraum getrennt, der grösser ist als die Breite des Hebels 321, welcher so angebracht ist, dass er sich um die Hilfsachse. 313 frei drehen kann. Der Hebel 321 ist mit einem Bolzen 322 verbunden, um welchen ein mit einer Öffnung versehener Bolzen 323 drehbar angeordnet ist. Den Bolzen 323 umgibt eine Spiralfeder 324, die gegen einen festen Sitz 325 abgestützt ist und den Bolzen 323 in jeweils eine seiner beiden äussersten Lagen drängt, wenn der Bolzen 322 gegen den Verbindungshebel 312 drückt.
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achse 313 montierten Schalthebelwendeorgane 300 bzw. 30 D anstossen und dadurch die Umsteuerung der Wendeeinrichtung auslösen.
Fig. 5 zeigt die Kupplung 306/308 eingerückt, wobei der Verbindungshebel 312 durch den Druck der Spiralfeder 324 festgehalten wird. Sobald der Träger 9 an eines der Sehalthebelwendeorgane 30C bzw. 30D anstösst, wird die Hilfsachse 313 um einen gewissen Winkel, z. B. in Richtung des Uhrzeigers, verschwenkt. Der Hebel 319 (Fig. 6 und 9) wird infolgedessen in der gleichen Richtung mitgedreht.
Einer der Bolzen 320 wird hiedurch gegen den Hebel 321 gedrückt, welcher gleichfalls im Sinne des Uhrzeigers mitgedreht wird und die Spiralfeder 324 zusammengepresst. Der Verbindungshebel 312 bleibt indessen so lange ruhig, bis der Hebel 321 seine Mittellage überschritten hat, in welcher die Spiralfeder 324 am stärksten zusammengepresst ist. Dann springt die Spiralfeder 324 aus und drückt den Hebel 321 in seine andere äusserste Stellung, wobei der Bolzen 322 mit dem unteren Teile des Verbindungshebels 312 zusammenarbeitet, dessen Drehung um die Hilfsaehse 31. 3 verursacht und damit die Kupplungsscheiben 306 und 308 aus- und die Kupplungsscheiben 307 und 309 einrückt.
Hiedurch wird die Bewegungsrichtung der Transmission 8 des Trägers 9 und somit die Bewegungsrichtung des Trägers 9 selbst umgekehrt.
Sobald der Träger 9 an dem andern Schalthebelorgan 30 D bzw. 300 anlangt. wird der Verbindungshebel 312 in entgegengesetztem Sinne umgelegt, wodurch die Kupplungsscheiben 307 und 309 wieder eingerückt werden.
Wenn der Träger 9 bei laufendem Motor 2 angehalten werden soll. so müssen beide Kupp- lungen 306/308 und 307/309 ausgerückt werden. Dies kann mit Hilfe eines Handhebels 326 geschehen, der um einen Drehpunkt 327 schwenkbar ist und einen Bolzen.'328 besitzt, welcher auf zwei Gleitstücke 329 einwirkt, die durch ein Verbindungsstück 330 zusammengehalten werden und verschiebbar auf den Wellen 302 und 305 sitzen. In der Stellung der Fig. 6 sind beide Gleitstücke 329 von den Kupplungs- scheiben 306 und 307 frei.
In der in Fig. 8 gezeigten Lage ist der Handhebel 326 nach links geschoben.
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und 307 in ihre Ruhelage gebracht werden, in welcher sie von den Kupplungsscheiben.'308 und. 309 abgelöst sind, so dass keine Bewegung von den Wellen 302 und 305 auf die Zahnräder. 310 und 311 übertragen wird.
Um den entkuppelten Träger 9 an dem jeweils gewählten Haltepunkt festzuhalten, betätigt der
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von einer mit zahlreichen Löchern versehenen Scheibe 333 frei ist. welche an der Kupplungsscheibe 309 festsitzt. Wird der Hebel 326 in die in Fig. 8 gezeigte Stellung gebracht, so wird die Stange 337 durch eines der Löcher der Scheibe 3-33 hindurchgeschoben, wodurch die Drehung der Kupplungsscheibe 309 verhindert und der Träger 9 angehalten wird.
Das in Fig. 10 gezeigte elektromagnetische Umkehrvorgelege ist wie folgt ausgebildet :
Auf die Welle 302 ist das Zahnrad 303 aufgekeilt, das mit dem Zahnrad 304 in Eingriff steht, das seinerseits auf die Welle 305 aufgekeilt ist. Die Welle 805 dreht sich stets entgegengesetzt der Welle 302.
Auf den Wellen 302 und 305 sind die Teile zweier elektromagnetischer Kupplungen 25 und 26 montiert.
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beide Kettenräder sich jeweils in der gleichen Drehrichtung wie die Wellen 302 oder 305 drehen. Ist z. B. die Kupplung 25 eingerückt und die Kupplung 26 ausgerückt, so entspricht die Drehlichtung der Kettenräder 310 und 311 derjenigen der Welle 302, welche die entgegengesetzte Drehrichtung wie die Welle 305 hat. Ist hingegen die Kupplung 25 aus-und die Kupplung 26 eingerückt, so entspricht die Drehrichtung der Kettenräder 310 und 311 derjenigen der Welle 305.
An dem Kettenrad 310 ist eine Scheibe 221 befestigt, über welche die aus Seil, Riemen oder Kette
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Mit der Scheibe 221 ist eine Bremsscheibe 24 verbunden, auf welche eine Bremse 224 einwirkt, die es ermöglicht, den Träger 9 bei Entkupplung der beiden Kupplungen 26 und 26 an einer bestimmten Stelle festzuhalten. Die Bremse 224 und die Kupplungen 25 und 26 sind in Fig. 10 alle elektromagnetisch ausgebildet.
Die Kupplungen 25 und 26 können mit Hilfe eines an dem Träger 9 angebrachten, als elektrischer Umsehalter 30 ausgebildeten Wendeorgans abwechselnd zur Wirkung gebracht werden, indem dieses mit einem in die Stellungen 30a und 30b umsehaltbaren Hebel versehen ist, welcher während der Be-
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Hilfe einer Ein-und Feststelleinrichtung gemäss Fig. 3 einstellbare und mit Standanzeigern 101 und 102 versehene Wendeorgane 31, 32 umgeschaltet wird. Hiedurch werden abwechselnd die Kupplungen 25 und 26 unter Strom gesetzt und gekuppelt bzw. stromlos gemacht und entkuppelt. Zu diesem Zweck ist der Umschalter 30 durch Leitungen 40 und 41 mit den Kupplungen 25 und 26 verbunden, die Stromzufuhr kann durch ein in der Zeichnung nicht dargestelltes elektrisches Kabel von einem Stromnetz mittels Steckkontaktes 93 bewirkt werden.
Dem Motor 2 wird der Strom vom Steckkontakte 93 aus durch die Leitungen 99 und 86 über den Schalter 79 zugeführt.
Der Schalter 79 kann beliebig von Hand, Fuss oder automatisch bedienbar ausgebildet sein. Als Handschalter kann er sowohl ortsfest, z. B. an dem Schutzgehäuse 1 (Fig. 1), als auch an dem Träger 9 angeordnet sein. Als Fussschalter kann er z. B. auf einer in der Zeichnung nicht dargestellten, an der Vorderseite der Vorrichtung vorgesehenen Plattform, die zum Aufenthalt der zu behandelnden Person dient, montiert werden. Als automatisch bedienbarer Schalter kann beispielsweise ein auf genannter Plattform montierter federnder Druckknopf- oder Hebelfussschalter dienen, der beim Öffnen einer die Vorderseite der Vorrichtung bei Aussergebrauehstellung verschliessenden Tür den Stromschluss und beim Schliessen der Tür Stromunterbreehung veranlasst.
Auch abhängig von andern, z. B. motorisch beweglichen Teilen der Vorrichtung, ihren Kupplungen, dem Drucke im Windkessel 14 od. dgl. kann die Einund Ausschaltung eines Teiles oder der Gesamtheit der apparativen Ausrüstung des Trägers 9 automatisch erfolgen. Der Schalter 79 und ebenso alle die einzelnen Behandlungsapparate beherrschenden Absperr- organe. M (Fig. l) können auch in bekannter Weise durch Geldeinwurf in Tätigkeit gesetzt werden.
Die Bremse 224 (Fig. 10) wird durch einen Elektromagneten 39 betätigt, welcher, sobald seine Spule erregt wird, die Bremse löst, dagegen bei nicht erregter Magnetspule die Bremse 224 betätigt. Die Stromspeisung der elektromagnetischen Kupplungen 25 und 26 kann durch die Leitung 99, den Schalter 79 und 234, eine Leitung 235, den Umkehrsehalter 30 und durch Leitungen 40, 41 und 236 erfolgen. Der Bremsmagnet 39 wird durch Leitungen 237 und 238 mit Strom versorgt.
Wählt man statt der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Antriebs-und Wendeeinrichtung einen einzigen Wendepolmotor als Antriebs-und Umkehreinrichtung der Bewegungsmittel des Trägers 9, welcher Motor auch zum Antriebe eines Luftkompressors 87 oder einer andern die apparative Ausrüstung des Trägers 9 mit Energie speisenden Kraftzentrale dienen kann, so können die mechanischen bzw. elektromagnetischen Umkehrvorgelege fortfallen, indem man den Umsehalter 30 der Fig. 10 als Polwendeschalter 30 ausbildet. Dass in diesem Falle der Luftkompressor 81 bald in der einen, bald in der andern Richtung angetrieben würde, ist an sich belanglos.
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ungenutzt ab.
Will man diesen Leerlauf vermeiden, so kann man die Transmission 202 und 206. anstatt sie, wie in der Zeichnung dargestellt, mit beiden Wellenenden des Luftkompressors 8'1 zu verbinden, mit nur einem dieser Wellenenden so kuppeln, dass der Luftkompressor 87 je nach Bedarf gekuppelt und entkuppelt werden kann.
Mit den an dem Träger 9 angebrachten Behandlungsapparaten bzw. Apparatteilen können teilweise biegsam ausgebildete Energiezuführleitungen, wie z. B. elektrische Kabel und Schläuche 15. ver-
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Die in Fig. 4 dargestellten Bedienungsorgane 104 für Handgebrauch können statt an dem Träger 9 auch an beliebiger anderer Stelle stationär vorgesehen werden, z. B. an dem Schutzgehäuse 1 (Fig. 1), falls und insoweit sie durch eine entsprechende Anzahl Leitungen mit den zu bedienenden Behandlungsapparaten einzeln bzw. gruppenweise verbunden sind.
In Fig. 1 ist als Beispiel nur ein ganz einfaches
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Sammelleitung 16 und Abzweigleitung 11 Druckluft zugeführt wird, welche in einen Behälter 19, durch handbedienbaren Hahn 18 unterbrechbar einströmt, den Gefässinhalt unter Druck setzt und diesen durch ein Rohr 20 aus einer Düse 21 zerstäubt.
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Teil der Vorrichtung angebracht sein können, zur Wirkung gebracht werden. 106 stellt einen aufklappbaren Teil der Vorderwand des Apparatesehrankes 9 dar, welcher durch Scharniere 101 mit dem festen Teil 105 der Vorderwand verbunden und mit einer Riegeleinriehtung 108 versehen ist. Der aufklappbare Teil 106 gibt das Innere des Apparateschrankes frei.
Durch diese Anordnung ist es möglich, den gesamten Inhalt des Trägers 9 sicher einzuschliessen, so dass er gegen Verlust, Entwendung oder Beschädigung geschützt bleibt. Auch vor missbräuchlicher Benutzung kann er behiitet werden, indem zu diesem Zwecke neben dem vorerwähnten Schrankverschlusse noch ein geeignetes Unterbrechungsmittel, z. B. bei elek-
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richtung unterbricht, oder bei getrennter von der Vorrichtung entfernter Aufstellung einer pneumatischen mit einem Windkessel 14 ausgerüsteten Kraftzentrale ein kombiniertes Strom-und Druckluftabsperr- schloss vorgesehen wird.
Die Anordnungsmöglichkeiten von Verstelleinrichtungen für je ein Wendeorgan beschränken sich nicht auf das in Fig. 3 dargestellte Ausführungsbeispiel. Die Verstelleinrichtung könnte beispielsweise auch auf die Weise ausgebildet sein. dass dicht untereinander vom Äusseren des Schutzgehäuses 1 her (Fig. 1) bedienbar, parallel mit der Bahn des Trägers 9 zahlreiche druckknopfartige Wendeorgane angebracht werden, von denen ein jedes beliebig in die Bahn des Trägers 9 hinein-und aus dieser auch wieder herausgebracht werden kann.
Auch für die andern Teile der Vorrichtung können von den bisher beschriebenen Ausführungsformen abweichende Ausführungsformen der verschiedenen Mechanismen gewählt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Anwendung von Apparaten, die zur Behandlung lebender Körper. hauptsächlich durch Fernwirkung, dienen nach dem Patent Nr. 132839. dadurch gekennzeichnet, dass der zur Aufnahme von Behandlungsapparaten ausgebildete Träger (9) an biegsamen Tragorganen (8), wie Seilen, Riemen'oder Ketten, die über Scheiben (310, 311, 221) laufen, die mit einer steuerbaren Antriebseinrichtung in Verbindung stehen, entlang besonderer Führungsmittel (10) in zwei einander entgegengesetzten sich automatisch umkehrenden Richtungen bewegbar aufgehängt ist.