AT134101B - Verfahren zur Herstellung von Formpulvermischungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formpulvermischungen.

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    Verfahren zur Herstellung von Formpulvermisehungen.   



   Bekanntlich beeinflusst die Gegenwart sehr geringer Mengen von Alkalien oder Säuren bei der Herstellung von Kondensationsprodukten von Harnstoff und Formaldehyd den Verlauf der Kondensation in hohem Masse, und bei der Herstellung von zu Formzwecken dienendem Pulver oder Blättern aus solchen Produkten ist es im allgemeinen notwendig, dass eine Säure oder eine als Säure wirkende Substanz vorhanden sei, wenn das Erhärten bei Temperaturen und Drucken erfolgen soll, die sich für den Grossbetrieb eignen. 



   Es ist schon vorgeschlagen worden, in den Anfangsstadien der Kondensation dem Formalin Ammoniak zuzusetzen, um die im käuflichen Formalin stets enthaltene Ameisensäure zu neutralisieren. Diese Neutralisation ist jedoch nur eine zeitweilige, und die Lösung wird beim Erwärmen wieder sauer. Die stattfindenden Reaktionen sind noch nicht genau bekannt ; vermutlich entsteht aus dem Ammoniumformiat Hexamethylentetramin, wobei Ameisensäure frei wird. Gleichzeitig reagiert der Harnstoff oder das anfängliche Kondensationsprodukt mit dem Hexamethylentetramin, um eine unbeständige basische Substanz zu bilden. Allein welche Reaktionen auch immer stattfinden mögen, das Endergebnis ist eine saure Lösung, welche alsbald eine Fällung des Harnstoffkondensationsproduktes in unlöslicher Form veranlasst, das dann zur Erzeugung von formbaren Pulvern unbrauchbar ist. 



   Den Phenolformaldehydkondensationsprodukten wird häufig und mit gutem Erfolg Hexamethylentetramin zugesetzt, um das Erhärten zu beschleunigen. Anderseits äussert das Hexamethylentetramin keine beschleunigende Wirkung auf das Erhärten von Formpulvern aus Harnstoffkondensationsprodukten ; eine etwa auftretende Wirkung des Hexamethylentetramins besteht im Gegenteil in einer leichten Verzögerung des Erhärtens. 



   Eine andere Eigenschaft der Harnstoffkondensationsprodukte ist ihre Unbeständigkeit bei Gegen-   wart von Säuren selbst bei Lufttemperatur. Wenn also auch ein aus einem Harnstoffkondensationsprodukt hergestelltes Formpulver eine geringe Menge einer Säure oder einer als Säure wirkenden Substanz ent-   halten soll, um bei einer bequemen Temperatur rasch zu erhärten, so macht die Gegenwart dieser Säure das Kunstharz so unbeständig, dass die daraus hergestellten Formpulver beim Lagern leicht ihre Fliessfähigkeit, also ihre Formbarkeit, verlieren und damit unbrauchbar werden.

   Das gleiche kann leicht eintreten, wenn der Beschleuniger eine Substanz ist, welche beim Formen Säure zu entbinden vermag, denn es kann während des Lagerns bei gewöhnlicher Temperatur eine langsame   Säureentwicklung   stattfinden, welche das Pulver der Formbarkeit beraubt. Es können sich beispielsweise neutrale Salze von Hexamethylentetramin in dieser Weise verhalten. 



   Die vorliegende, die Beseitigung dieser Schwierigkeiten bezweckende Erfindung besteht darin, dass man einem Formpulver aus Kondensationsprodukten vom Harnstofformaldehydtypus, welche Säure oder eine Substanz enthalten, die Säure zu entbinden vermag, eine Menge Hexamethylentetramin zusetzt, welche genügt, damit ein quantitativer   Überschuss   der Gesamtbasen über die Gesamtsäuren vorhanden ist. Obgleich ein Verlust der Fliessfähigkeit der Masse infolge der Bindung aller vorhandenen oder während des Lagerns entbundenen Säure verhindert wird, bewirkt die verhältnismässig geringe Menge von Hexamethylentetramin doch keine merkliche Verzögerung des Formens des Kunstharzes unter Anwendung von Druck und Wärme. 



   Ausführungsbeispiel : Ein Formpulver aus einem Kondensationsprodukt von Harnstoff und 
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 bis etwa zur Hälfte beendigt ist. Es wird dann ein Beschleuniger, beispielsweise ¸ bis 2% Schwefelcyanhexamethylentetramin oder      bis   1%   Oxalsäure oder eine andere geeignete Säure, zugesetzt und ferner ¸ bis   2%   Hexamethylentetramin, und das Vermahlen wird beendigt. Die Gesamtmenge des Hexamethylentetramins ist mehr als ausreichend, um die Gesamtmenge der vorhandenen Säure zu neutralsieren.

   Ein in dieser Weise hergestelltes Formpulver ist bei   gewöhnlicher   Temperatur weit beständiger als ein solches, welches kein Hexamethylentetramin enthält, und hält selbst ein Lagern bei   380 C durch   beträchtliche Zeit aus, ohne seine Formbarkeit oder Fliessfähigkeit zu verlieren. Anderseits wird die Wirkung des Beschleunigers bei der Formtemperatur nicht   ungebührlich   herabgesetzt, und das Pulver kann bei einer praktisch gut angängigen Temperatur rasch zum Erhärten gebracht werden. 
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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Formpulvermischungen, welche aus einem Gemenge von Kondensationsprodukten des Harnstofformaldehydtypus und einer Säure oder einer Säure entbindenden Substanz bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass den Formpulvern so viel Hexamethylentetramin zu- EMI2.2
AT134101D 1930-07-23 1931-03-31 Verfahren zur Herstellung von Formpulvermischungen. AT134101B (de)

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