AT131102B - Verfahren zur Gewinnung lack- und anstrichtechnisch wertvoller Stoffe aus Standölen. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung lack- und anstrichtechnisch wertvoller Stoffe aus Standölen.

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   Standöle, d. h. dick eingekochte, fette, trocknende Öle sind den gewöhnlichen   Ursprungsölen   oder daraus hergestellten Firnissen infolge der beim Kochen eintretenden weitgehenden Polymerisation zwar wesentlich überlegen, haben jedoch den Nachteil, dass sie zu langsam trocknen, lange nachkleben, wenig hart werden und Neigung zur Wasseraufnahme besitzen. 



   Standöle enthalten anstriehteehniseh wertvolle und weniger wertvolle Bestandteile. Wertvoll sind die höchst polymerisierten Bestandteile mit niedrigst disperser Phase, die sehr niedrige Säurezahlen aufweisen. Schädlich sind die Bestandteile, die durch Umlagerung der gemischten Glyceride entstanden sind. mit hohen Säurezahlen. Diese Bestandteile verursachen das langsame   Trocknen und lange Naeli-   kleben. 



   Die Erfindung beruht nun auf dem Gedanken, die wertvollen Bestandteile von den wertlosen zu trennen und allein weiter zu verarbeiten.   Erfindungsgemäss   erfolgt die Trennung der wertvollen Bestandteile von den wertlosen in einfacher Weise dadurch, dass man nach dem Kochen der Öle aus dem durch den   Kochprozess   entstehenden Gemisch wertvoller und wertloser Standölbestandteile die wertvollen Bestandteile durch Ausfällen bzw. durch Auslösen mittels Alkoholen, Estern, Ketonen oder Gemischen dieser Stoffe gewinnt. Dabei scheiden sich die niedrigst dispersen Phasen, bestehend aus den hoch   molys'klaren   Bestandteilen, ab, während die anstrichtechnisch wertlosen hoch dispersen Nebenbestandteile in Lösung bleiben, die abgezogen wird.

   Die so erhaltenen   Standölextrakte   weisen den Nachteil des langsamen Trocknens und des Xachklebens nicht mehr auf ; sie trocknen hart und zugleich elastisch, vergilben nicht und haben keine Neigung zur Wasseraufnahme. 



   Der   Kochprozess   findet vorteilhaft unter   völligem   Ausschluss von Sauerstoff statt und wird je nach der Natur des trocknenden Öles bis zur Erreichung einer Jodzahl von etwa 110-90, entsprechend einer Temperatur von zirka   2700   bis   3200 C, fortgesetzt.   Das Rohstandöl wird vorteilhaft bei dem Verfahren etwa mit der doppelten bis dreifachen Menge Alkohole, Ester usw. vermischt. Diese Merkmale fördern zwar das Verfahren wesentlich, sind aber zur Erreichung des angestrebten Zweckes nicht   unbedingt   notwendig. 
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   holzölstandölgemischen   portionsweise 800-1200 g   Malonester   oder Amylalkohol gegeben wird und durch Erwärmen oder Schütteln die hoch disperse von der niedrig dispersen Phase getrennt wird.

   Nach Beendigung der Extraktion verbleibt der Standölextrakt als untere Schicht. 



   Die so gewonnenen Standölextrakte können nun in an sich bekannter Weise durch Versetzen mit Verdünnungsmitteln oder Trockenstoffen, gegebenenfalls unter Zusatz von Harzen oder Farben, zu Lacken und Ölfarben weiter verarbeitet werden. Diese Erzeugnisse haben hervorragende Eigenschaften ; sie sind vor allem wetter-,   wasser-und wärmefest. Mit   Zusatz von Trockenstoffen trocknen sie sehr raseh ohne Naehkleben ; beispielsweise ist ein aus einem Gemenge von   70% Leinöl   und   300     Holzöl nach   der Erfindung hergestellter Standölextrakt   in 3 % Stunden klebefrei trocken.   Die Filme dieser Extrakte sind glänzender, dichter, härter und elastischer als die Filme frischer Öle, Firnisse und geblasener Öle. 



  Bei Anwendung auf Holz ist das Einsacken gegenüber dem Anstreichen der Öle und Firnisse wesentlich vermindert ; ebenso ist die Wasseraufnahmefähigkeit und die Verseifbarkeit ihrer Filme herabgesetzt, so dass die Lacke und Farben für Unterwasseranstriche besonders geeignet sind. 



   Beispielsweise ergibt eine Mischung von 38 Teilen   Leinölstandölextrakt   mit 45 Teilen Bleiweiss, 16 Teilen Tetralin und 1 Teil Bleilinoleat eine hervorragende Eisenschutzfarbe, während   eine Mischung   von 30 Teilen   Leinölstandölextrakt   mit 70 Teilen Sangajol ein wertvolles   Steinschutzmittel   darstellt. 



  Ferner eignen sich die nach diesem Verfahren hergestellten Standölextrakte zur Herstellung plastischer Massen, verbesserter Linoleummassen und von   Künstleröl-und Emulsionsfarben   sowie zu nicht ölhaltigen Bindemitteln. 



   Die angegebenen Verwendungsarten der erfindungsgemäss gewonnenen Extrakte und die   angeführten   Zahlenbeispiele sollen nur zur   Erläuterung   der Bedeutung und des grossen Anwendungsbereiches der nach dem neuen Verfahren hergestellten Öle dienen ; sie sind auf diese Beispiele keineswegs beschränkt. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Gewinnung lack-und anstriehteehniseh wertvoller Stoffe aus Standölen, d. h. dick eingekochten, fetten, trocknenden Ölen, dadurch gekennzeichnet, dass man durch Ausfällen bzw. Auslösen mittels Alkoholen, Estern, Ketonen oder Gemischen dieser Stoffe die anstrichtechnisch wertlosen Standölbestandteile von den anstriehteehniseh wertvollen Standölbestandteilen trennt und dadurch die wertvollen Bestandteile gewinnt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT131102D 1931-08-26 1931-08-26 Verfahren zur Gewinnung lack- und anstrichtechnisch wertvoller Stoffe aus Standölen. AT131102B (de)

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