DE712179C - Verfahren zur Verbesserung trocknender oder halbtrocknender OEle - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung trocknender oder halbtrocknender OEleInfo
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Description
- Verfahren zur Verbesserung trocknender oder halbtrocknender Öle Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Verbesserung von trocknenden oder halbtrocknenden Ölen, die sich zur Verwendung als Binden itte'l, insbesondere für Anstriche, und als Imprägnierungsmittel eignen.
- Diese Verbesserung der Öle wird dadurch erreicht, daß' man zu den trocknenden oder halbtrocknenden pflanzlichen oder Fischölen oder zu Stoffen, die aus diesen Ölen gewonnen werden, Isanoöl zusetzt.
- Isanoöl, im Schrifttum auch Onguekaöl genannt, ist ein 01, das im Kern der Nüsse von Ongokea Klaineane vorkommt, einem Baum, der zu der Familie der Oleaceae gehört und im tropischen Afrika sehr verbreitet ist und wild wächst. Man hat diesen Baum agch Ongokea Gore, Ongueko des Mpongues, Isano Loango oder Gore Pahouin genannt.
- Rohes Isanoöl besitzt nicht die geringsten trocknenden Eigenschaften; diese entstehen vielmehr erst nach seiner Erhitzung.
- Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß durch Vermischung von unbehandeltem Isanoöl bei Zimmertemperatur mit trocknenden oder halbtrocknenden pflanzlichen oder Fischölen oder Stoffen, die aus diesen Ölen gewonnen werden, ein verbessertes Öl erhalten wird, das sehr rasch trocknet und eine besondere Wasserbeständigkeit aufweist. Die Art und Größe der erhaltenen Verbesserung hängen von dem Mischungsverhältnis ab. So bekommt man ein sehr schnell trocknendes Öl z. B. durch Vermischen von Leinöl mit Isanoöl in einem Verhältnis von 4:z; ein Öl, nach diesem Mischungsverhältnis hergestellt, trocknet in ungefähr 48 Stunden, während reines Leinöl erst nach 72 Stunden trocknet.
- Durch Änderung des Mischungsverhältnisses von Isanoöl zu Leinöl bis ungefähr 45 Teile Isanoöl auf 55 Teile Leinöl wird 'die Trockenzeit wieder die gleiche wie die von reinem Leinöl. Eine solche Mischung zeigt dagegen aber besonders wertvolle Eigenschaften, nämlich die Wasserbeständigkeit und Elastizität des Ölfilms, die besser sind als die einer Mischung von i Teil Isanoöl auf .I Teile Leinöl. Es wurde gefunden, daß Mischungen von Isanoöl und Leinöl bei einem Verhältnis von i : 4. ein Minimum in der Trockenzeit aufzeigen, während ein Maximum in bezug auf die Wasserbeständigkeit und Elastizität des Films bei einem Verhältnis von i : i erhalten wird.
- Daß die Verbesserung der Trockenzeit des Leinöles tatsächlich auf den Einfluß des Isanoöles zurückzuführen ist, geht aus den sogenannten Wegerkurven deutlich hervor. In diesen Kurven wird gegenüber der Zunahme des Gewichtes eines Films aus trocknendem Öl die Zeit des Trockenprozesses gesetzt. Das Gewicht von Leinöl allein nimmt während des Trocknens ungefähr um 13 % zu, nach dem Trocknen steigt das Gewicht aber noch bis ungefähr 16 bis 18 %. Eine Mischung von Isanoöl und Leinöl im Verhältnis i :.t zeigt nur eine Gewichtszunahme von 9 0/0, wobei aber die bemerkenswerte Beobachtung gemacht wird, daß das Gewicht des trocknenden Films aus dem Gemisch nicht weiter zunimmt und über längere Zeit konstant bleibt, wogegen der Film von Leinöl allein im Laufe der Zeit wieder etwas von seinem Gewicht verliert.
- Ein nach dem neuen Verfahren hergestelltes trocknendes Öl besitzt im übrigen auch noch bessere benetzende Eigenschaften gegenüber Pigmenten; dies erleichtert das Vermahlen der Pigmente, und die hergestellte Farbe fließt besser. Auch ein erhöhter Glanz wurde beobachtet. Eine gewöhnliche Leinölfarbe bekommt durch Vermischung mit Isanoöl die Eigenschaften eines Glanzlackes.
- Selbstverständlich kann man die Ergebnisse noch durch Zugabe von Trockenstoffen verbessern. Beispiel i Einem Lackleinöl werden in der üblicher. Weise Trockenstoffe zugegeben, z. B. o,23 0/0 Blei, 0,015 % Korbalt und 0,015 % Mangan, gegebenenfalls in der Form von Naphtenaten. Vier Teile dieses Öles werden mit einem Teil Isanoöl gemischt und die Trockenzeit von reinem Leinöl und die des Gemisches bestimmt. Der Leinölfilm trocknete nach 61/.,, Stunden, das Gemisch war in 4.1/s Stunden trocken. Der Film des Gemisches zeigte eine bessere Wasserbeständigkeit als der des reinen Leinöles.
- Beispiel 2 Der gleiche Versuch, wie in Beispiel i angegeben, wurde mit rohem Leinöl, Sojaöl und Sardinentran ausgeführt. Gleichartige Ergebnisse wurden wie in Beispiel i gefunden.
- Es ist bereits bekannt, Isanoöl zu erhitzen, was im übrigen ohne weiteres möglich ist. Dem erhitzten Öl können zur Erhöhung der Trocknungseigenschaften noch Harze zugesetzt werden. Im Gegensatz zu diesem bekannten Verfahren wird in dem beanspruchten Verfahren, gemäß welchem kein Lack, sondern ein Ölgemisch gewonnen wird, das Isanoöl weder erhitzt noch wird ein Harz zugesetzt.
- Die Behauptung im Schrifttum, daß schon rohes Isanoöl trocknende Eigenschaften besitzt und deshalb als Leinölersatz in Frage kommt, ist nicht richtig. Isanoöl besitzt keine trocknenden Eigenschaften und kann somit auch nicht als Leinölersatz dienen. Im Verfahren gemäß der Erfindung wird das Isanoöl auch nicht als Leinölersatz verwendet, sondern es wird mit Leinöl vermischt, um die trocknenden Eigenschaften des Leinöles und die Wasserbeständigkeit eines Films aus Leinöl zu verbessern.
Claims (1)
- PATE\TA@iSI'12UC11: Verfahren zur Verbesserung trocknender oder halbtrocknender 051e, dadurch gekennzeichnet, daß diesen Ölen das nichttrocknende Isanoöl bei gewöhnlicher Temperatur vorzugsweise in einer solchen Menge zugesetzt wird, daß das Endprodukt 2o 0J0 oder 50 % Isanoöl enthält.
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