AT284291B - Verfahren zur Herstellung eines wasserverdünnbaren Einbrennlackes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines wasserverdünnbaren Einbrennlackes

Info

Publication number
AT284291B
AT284291B AT434065A AT434065A AT284291B AT 284291 B AT284291 B AT 284291B AT 434065 A AT434065 A AT 434065A AT 434065 A AT434065 A AT 434065A AT 284291 B AT284291 B AT 284291B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
parts
synthetic resin
sep
water
production
Prior art date
Application number
AT434065A
Other languages
English (en)
Inventor
Rolf Dr Gueldenpfennig
Original Assignee
Reichhold Albert Chemie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Reichhold Albert Chemie Ag filed Critical Reichhold Albert Chemie Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT284291B publication Critical patent/AT284291B/de

Links

Landscapes

  • Paints Or Removers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines wasserverdiinnbaren Einbrennlackes 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 wasserlösliche Einbrennlacke durch KombinationUnter "relativ hochmolekular" sollen Harze verstanden werden, deren Molekulargewicht mindestens einige Hundert beträgt, deren Molekülgrösse die Löslichkeitsgrenze jedoch noch nicht überschritten hat, d. h. z. B. die noch in   Butylglykol löslich   sind. 



   Es erwies sich als günstig, wenn auch nicht erforderlich, die Umsetzung der Ester-Harze mit den Vinyl-Monomeren in Gegenwart von Lösungsmitteln vorzunehmen. Als Lösungsmittel eignen sich vorzugsweise solche, die mit Wasser mischbar sind oder wenigstens unter dem Einfluss der Harze als Lö-   sungsvermittler Wasserverträglichkeit   aufweisen. Sofern andere Lösungsmittel verwendet werden, müssen diese nach beendeter Reaktion vor der Abmischung mit den andern Komponenten entfernt werden. 



   Durch die Wahl der Vinyl-Monomeren lassen sich die Filmeigenschaften des Einbrennlackes beeinflussen. Als Vinyl-Monomere kommen hauptsächlich die Alkyl-Ester   a,     -ungesättigter   Monocarbonsäuren, wie Methylacrylat, Äthylacrylat, Propylacrylat, Butylacrylat, Octylacrylat, Decylacrylat, Laurylacrylat, sowie die entsprechenden Methyl-,   Äthyl- und   Phenylacrylate, Propylcrotonat, Butylcrotonat   u. dgl., ferner   Hydroxylalkylester   ct, ss-ungesättigter C arbonsäuren,   wie 2-Hydroxyäthylacrylat, 2-Hydroxypropylacrylat, 2-Hydroxybutylacrylat, 3-Hydroxybutylacrylat, 6-Hydroxyhexylacrylat und die entsprechenden Methacrylate, Äthacrylate, Phenylacrylate, 2-Hydroxyäthylmaleinat, 2-Hydroxybutylmaleinat,   Di- (2-Hydroxypropyl)-maleinat   bzw.

   die entsprechenden Fumarate, 2-Hydroxy-3-chlorpropylacrylat,   2-Hydroxy-l-phenyläthylacrylat,   2-Hydroxy-3-butoxypropylacrylat und die entsprechenden Äthacrylate und Phenylacrylate, aber auch andere polymerisierbare Vinyl-Verbindungen, wie Styrol, im Kern substituierte Styrole (o-, m-, p-Methyl, Äthyl-, Propyl-, Butyl-styrol,   2, 4- : 2, 3-j     2, 5-Dimethylstyrol, 2, 4-j 2, 3-j 2, 5-Dichlorstyrol)   in der Seitenkette substituierte Styrole, wie   a-Me-   thylstyrol,   a-Äthylstyrol,   a-Chlorstyrol usw. in Frage.

   Von diesen Vinyl-Monomeren werden bevorzugt eingesetzt :
Methylacrylat, Methylmethacrylat, Äthylacrylat, Äthyläthacrylat, sowie 2-Hydroxyäthylacrylat 
 EMI3.1 
 schung mit den zuerst genannten keine freien Carboxylgruppen tragenden Monomeren oder in Mischung mit diesen zur Reaktion gebracht werden. Erforderlich ist jedoch, dass in 1800 g Gesamt-Monomerengemisch mindestens eine Carboxylgruppe enthalten ist. Dies bedeutet, dass in 1800g Gesamt-Monomerengemisch ein Säureäquivalent der bereits genannten freie Carboxylgruppen tragenden Vinyl-Monomeren enthalten sein muss. Der bevorzugte Bereich für die Zahl der Säureäquivalente in 1800 g Monomerengemisch liegt zwischen 3 und 6.

   Als Beimischung können dem Monomerengemisch einzeln oder in Mischungen andere polymerisationsfähige Vinylverbindungen zugesetzt werden, wie Acryl- oder Methacrylamid, Acryloder Methacrylnitril u. ähnl. 



     Das Verhältnis von Vinyl-Monomeren zu Alkydharz   kann 1 : 9 bis   9 : 1   betragen, vorzugsweise wird ein Verhältnis von 2 : 8 bis 4 : 6 verwendet. 



   Wasserlöslichkeit erlangen die Umsetzungsprodukte durch die Neutralisation mit Ammoniak oder 
 EMI3.2 
 glykolamin. Weiterhin können auch verwendet werden : Butanolamin, Hexanolamin, Methyldiäthanolamin, Octanolamin und Polyamine, wie Äthylendiamin, Diäthylentriamin, Triäthylentetramin, letztere in der Regel nur im Gemisch mit Monoaminen. Als bevorzugte starke organische Stickstoffbasen werden flüchtige tertiäre Amine, wie Triäthylamin und/oder Hydroxylgruppen tragende tertiäre Amine, wie   N-Dimethyläthanolamin   eingesetzt. Es ist nicht immer erforderlich, die zur Neutralisation theoretisch erforderliche Menge an Stickstoffbasen anzuwenden ; häufig wird schon bei geringeren Mengen ausreichende Wasserlöslichkeit erzielt. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   Die Temperaturführung bei der Mischpolymerisation muss so gewählt werden, dass eine weitere Veresterung des Alkydharzes weitgehend vermieden wird, das bedeutet, dass als obere Grenze etwa 1600C angesehen werden muss. Als untere Grenze ergibt sich etwa   70 C ;   vorzugsweise wird zwischen 120 bis 1400C gearbeitet. Die Mischpolymerisation wird durch Erwärmen auf die vorgenannte Temperatur in Anwesenheit von Katalysatoren durchgeführt. Als solche kommen in erster Linie Peroxyde in Betracht, beispielsweise   Di-tert.-Butylperoxyd, Cumolhydroperoxyd. Benzoylperoxyd   oder auch Red-Ox-Systeme. 



   Die Vereinigung der Komponenten des Kunstharzes kann in beliebiger Reihenfolge durchgeführt werden. Bevorzugt wird die Vereinigung der hydrophilen, niedrigmolekularen, härtenden Kondensationsprodukte und/oder des plastifizierend wirkenden Kunstharzes mit einer Säurezahl von mehr als 35 mit Ammoniak oder starken organischen Stickstoffbasen in der Anwesenheit von Wasser durchgeführt. 



  Die Temperatur bei der Vereinigung soll so gewählt werden, dass die gewünschte Wasserlöslichkeit erreicht wird, jedoch eine wesentliche Verseifung der Esterharze vermieden wird ; vorzugsweise wird die Vereinigung zwischen 20 bis 500C vorgenommen, jedoch sind andere Temperaturbereiche nicht ausgeschlossen. Die gegebenenfalls mit zu verwendenden organischen Lösungsmittel müssen so ausgewählt werden, dass diese mit der Gesamtkombination der Komponenten verträglich sind. Der Gesamtanteil der verwendeten Lösungsmittel soll möglichst gering sein und nach Möglichkeit 35   Gew.-%,   bezogen auf den Festharzgehalt, nicht übersteigen. 



   Die wässerigen, gegebenenfalls pigmentierten und/oder mit Füllstoffen versehenen Lösungen der erfindungsgemäss herstellbaren Kunstharzbindemittel können als Einbrennlacke, insbesondere für serienmässige Spritz-, Tauch-,   Streich- und   Elektrophorese-Lackierverfahren für metallische oder metallisierte Gegenstände aller Art dienen. 



   Anwendungsbeispiele : (Unter T werden immer Gewichtsteile verstanden). 



   Beispiel 1 :
A) Vorprodukt I. 



     60 T Ricinenöl, 20 T Ricinusöl   mit 26 T Pentaerythrit und 26 T Trimethylolpropan, 50 T Phthalsäureanhydrid und 18 T Adipinsäure werden in bekannter Weise zu einem Alkydharz mit einer Säurezahl von 40 bis 50 verkocht ; das Öl wurde vorher mit einem Teil des Veresterungsmittels in bekannter Weise umgeestert. 



   B) Herstellung des plastifizierend wirkenden Kunstharzes
110 T Vorprodukt I werden in 33 T Glykolmono-iso-propyläther gelöst und innerhalb von 5 h bei 130 C mit einer Mischung von 4 T   Methacrylsäurebutylester,   20 T Methacrylsäuremethylester, 5 T Acrylsäure und 1 T   Di-tert.-Butylperoxyd   versetzt und bei 1300C so lange gerührt, bis der Festkörper- 
 EMI4.1 
 wogen). Das Reaktionsprodukt ist ein helles, hochviskoses Harz. Das so erhaltene Kunstharz muss nach der Neutralisation mit Ammoniak in Wasser vollständig löslich sein. 



   C) Herstellung des Einbrennlackes
100 T des Harzes nach B werden mit Triäthylamin so neutralisiert, dass eine   201oigne   wässerige Lösung des Harzes einen PH-Wert von 7 bis 9 anzeigt. Diese Seifenlösung wird mit 20 T (bezogen auf Festharz) eines in bekannter Weise hergestellten Melaminharzes bzw. dessen Lösung versetzt, welches im wesentlichen   der Dimethyläther des Tetramethylolmelamins ist.   Mit Pigment, beispielsweise Titandioxyd,   im Bindemittel-Pigment Verhältnis l : 0, 8 angerieben,   lässt sich der Lack mit Wasser, eventuell unter Beimischung eines die Viskosität regulierenden organischen Lösungsmittels, beispielsweise Butanol, auf einen für die gewählte Auftragsmethode, Tauchen, Spritzen usw. geeigneten Feststoffgehalt und die erforderliche Viskosität verdünnen.

   Auf Blech aufgetragen und bei 1500C 30 min eingebrannt, erhält man einen harten, glänzenden, gut haftenden, widerstandsfähigen Film. 



   Zum Nachweis des technischen Fortschrittes gegenüber dem Stand der Technik (österr. Patentschrift   Nr. 180407)   werden nachstehend die Werte angegeben, die mit dem erfindungsgemäss hergestellten Einbrennlack nach Beispiel 1 und die bei alleiniger Verwendung des Vorproduktes I als plastifizierend wirkendes Kunstharz (entsprechend der österr.   PatentschriftNr. 180407)   in dem Einbrennlack entsprechend Beispiel 1 erhalten werden :

   

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Nach <SEP> Beispiel <SEP> 1 <SEP> nur <SEP> mit <SEP> Vorprodukt <SEP> I
<tb> entsprechend <SEP> österr. <SEP> Patentschrift <SEP> Nr. <SEP> 180 <SEP> 407 <SEP> 
<tb> Härte
<tb> Pendelhärte <SEP> 90" <SEP> 60" <SEP> 
<tb> Oberfläche <SEP> glänzend <SEP> matt
<tb> Gilbung <SEP> keine <SEP> geringe
<tb> Wasserbe- <SEP> nach <SEP> 6 <SEP> Tagen <SEP> nach <SEP> 3 <SEP> Tagen
<tb> ständigkeit <SEP> kein <SEP> Angriff <SEP> deutlicher <SEP> Angriff
<tb> Elastizität <SEP> 6 <SEP> 7
<tb> 
 
Es wurde weiterhin gefunden, dass sich die erfindungsgemäss herstellbaren Einbrennlacke sowohl un- pigmentiert, pigmentiert oder anderweitig mit geeigneten Füllstoffen versehen für die elektrophoretische
Auftragsweise verwenden lassen.

   Besonders eignen sich solche Lacke, bei denen das Alkydharz aus einem partiell veresterten Addukt einer   a, ss-ungesättigten   Dicarbonsäure bzw. deren Anhydrid an fette Öle bzw. deren Fettsäuren oder Harzsäuren (Kolophonium) besteht. 



   Beispielsweise geht man zur elektrophoretischen Abscheidung des erfindungsgemäss hergestellten
Lackes so vor, dass der Lack, mit reinem Wasser auf einen Feststoffgehalt von etwa   120/0   verdünnt, in die
Elektrophorese-Wanne gefüllt wird, in die der zu lackierende metallische Körper als Anode eintaucht. 



  Nach dem Anlegen einer Gleichspannung von etwa 100 V (es kann auch mit höherer oder auch mit niederer Spannung gearbeitet werden) scheidet sich der Lack als gleichmässiger, dichter Film ab, der nach dem Einbrennen bei 150 bis 1800C sehr widerstandsfähig ist. 



   Beispiel 2 :
B) Herstellung des plastifizierend wirkenden Kunstharzes
80 T Vorprodukt I werden mit 24 T Butylglykol verdünnt und innerhalb von 3 h bei   130 C   mit einer
Mischung von 8 T Styrol, 8 T a-Methylstyrol, 5 T Acrylsäure,   0, 5   T Di-tert.-Butylperoxyd und 1 T
Laurylmercaptan versetzt. Nach beendeter Zugabe wird die Temperatur gehalten, bis ein Festkörper- gehalt von zirka   79, 50/0   erreicht ist   (1   g Reaktionslösung 1/2 h bei 1300C im Trockenschrank in einer
Schale von 85 mm Durchmesser belassen). Das Harz ist nach der Neutralisation mit Ammoniak unbe- grenzt mit Wasser verdünnbar. 



   C) Herstellung des Einbrennlackes
100 T des plastifizierend wirkenden Kunstharzes nach Beispiel 2 B) werden mit Triäthylamin oder   N-Dimethyläthanolamin   wie in Beispiel 1 C) neutralisiert und, wie dort beschrieben, zu einem wasser- verdünnbaren Einbrennlack verarbeitet. 



   Zusätze von 1 bis 3 Gew.-% von   geeigneten Benetzungsmitteln   oder ein mit Aminen neutralisiertes
Mischpolymerisat aus Acrylestern mit Acrylsäure, können zugegeben werden, um die Fettempfindlich- keit des Lackes zu verringern. Im gleichen Sinne wirken auch ausgewählte Harze, die in der deutschen
Auslegeschrift 1053696 beschrieben sind. 



   Beispiel 3 :
A) Herstellung des Vorproduktes II
27, 5 T dehydratisiertes Ricinusöl (Ricinenöl), 10 T Sojaöl, 5 T Kolophonium, 0, 7 T Pentaerythrit werden unter Inertgas bei 2600C bis zu einer Säurezahl von annähernd 0 verestert. Zur Erleichterung der
Veresterung kann man sich eines azeotropen, das Reaktionswasser abführenden Mittels, z. B. Xylol, be- dienen, oder Vakuum anwenden. Nach beendeter Veresterung und Entfernung des Schleppmittels bildet man bei 180 bis   2200C   in bekannter Weise mit 10 T Maleinsäureanhydrid das Addukt. Sobald die Addukt- bildung vollständig ist, kühlt man den Kesselinhalt auf   1000C   ab, fügt 0, 5 T Wasser hinzu und hält bei geschlossenem Kessel die Temperatur 2 h. Anschliessend werden 11, 6 T Trimethylolpropan hinzugege- ben und nochmals etwa 1 bis 2 h 90 bis   1200C   gehalten.

   Die Säurezahl steigt auf etwa 110 an. 



   B) Herstellung des plastifizierend wirkenden Kunstharzes
110 T Vorprodukt II werden mit 11 T Butylglykol vermischt und ein Gemisch von 4 T Methacryl- säurebutylester, 20 T Methacrylsäuremethylester, 5 T Acrylsäure,   0, 75   T   Di-tert.-Butylperoxyd   und
1, 3 T Laurylmercaptan innerhalb von 3 bis 5 h bei 115 bis 1300C zugegeben. Nach beendeter Zugabe wird der Ansatz bei der erwähnten Temperatur gehalten, bis ein Festkörpergehalt von mindestens   91%   

 <Desc/Clms Page number 6> 

 erreicht ist (Bestimmung s. Beispiel 2). Während dieser Haltezeit kann eine begrenzte Menge des Katalysatorgemisches von   Di-tert.-Butylperoxyd   und Laurylmercaptan in oben genanntem Verhältnis nachgegeben werden (10 bis   2fP/o   der oben genannten Gesamtmenge).

   Es resultiert bei gleichem Festkörpergehalt eine niedrigere Viskosität des Endproduktes. Danach wird das Harz mit 27 T Butylglykol und 13, 5 T Wasser versetzt und unterhalb von   400C   mit etwa 16, 7 T   Triäthylamin neutralisiert, bis   der PH-Wert einer   20 < %) igen   wässerigen Lösung 7, 5 bis 8 beträgt. 



   Statt Triäthylamin kann zur Neutralisation des Harzes auch eine entsprechende Menge von N-Dimethyläthanolamin verwendet werden. 



   C) Herstellung des Einbrennlackes
200 T des vorstehend genannten Harzes nach B) werden mit 49 T eines niedrigmolekularen, in bekannter Weise hergestellten (s. deutsche Auslegeschrift 1113774, Beispiel 3 a) Melaminharzes,   Festkör-   pergehalt   5fP/o,   und 6 T Hexamethoxymethylmelamin vermischt. Mit einem Pigment, beispielsweise Titandioxyd im Pigment-Bindemittelverhältnis 0, 8 : 1 angerieben, lässt sich der Lack, gegebenenfalls unter Beimischung eines die Viskosität regulierenden organischen Lösungsmittels, z. B. Butanol usw., auf die für die gewählte Applikationsmethode geeignete Viskosität mit Wasser verdünnen. Zusätze von 1 bis 3   Gew. -0/0   von   geeigneten Benetzungsmitteln (vgl.   Beispiel 2 C) können gemacht werden, um die Fettempfindlichkeit des Lackes zu verringern.

   Der Lack ergibt bei 1500C 30 min eingebrannt einen hochglänzenden, gut haftenden, korrosionsbeständigen Überzug. 



   Beispiel 4 :
B) Herstellung des plastifizierend wirkenden Kunstharzes
110 T Vorprodukt II werden in 44 T Butylglykol gelöst und ein Gemisch von 4 T Methacrylsäurebutylester, 20 T   Methacrylsäuremethylester,   5 T Acrylsäure,   0, 75   T   Di-tert.-Butylperoxyd   und 1, 3 T Laurylmercaptan wird innerhalb von 3 bis 5 h bei 115 bis 1300C zugegeben. Nach beendeter Zugabe wird der Ansatz bei dieser Temperatur gehalten, bis ein Festkörpergehalt von etwa 75% erreicht ist. 



  Während dieser Zeit kann eine begrenzte Menge (10 bis   201o)   des Katalysatorgemisches von   Di-tert.-   - Butylperoxyd und Laurylmercaptan im oben genannten Verhältnis nachgegeben werden. Danach wird das Harz mit 13, 5 T Wasser verdünnt und unterhalb   von 400C   mit Triäthylamin neutralisiert, bis der PH-Wert einer   20% gen   wässerigen Lösung 7, 5 bis 8 beträgt. 



   C) Herstellung des Einbrennlackes 
 EMI6.1 
 spiel 2 C) zu einem Einbrennlack verarbeitet. 



   Dieser Einbrennlack hat den grossen Vorteil, dass sich auch dick aufgetragene Schichten einwandfrei einbrennen lassen. 



   Beispiel 5 :
A) Vorprodukt III
27, 5 T isomerisiertes Saffloröl, 10 T Sojaöl, 5 T Kolophonium,   0, 7   T Pentaerythrit werden unter Inertgas bei 2600C bis zu einer Säurezahl von annähernd 0 verestert. Zur Erleichterung der Veresterung kann man sich eines azeotropen, das Reaktionswasser abführenden Mittels   (z. B.   Xylol) oder eines Vakuums bedienen. Nach beendeter Veresterung und Entfernung des Schleppmittels bildet man in bekannter Weise mit 10 T Maleinsäureanhydrid bei 180 bis   2200C   das Addukt.

   Sobald die Addukt-Bildung abgeschlossen ist, kühlt man auf   IOOOC,   fügt 0, 5 T Wasser hinzu und hält zirka 2 h bei geschlossenem Kessel eine Temperatur von 100 bis   IIOOC.   Anschliessend werden 9, 7 T Trimethylolpropan zugegeben und nochmals etwa 2 h bei 90 bis   1000C   gehalten. 



   B) Herstellung des plastifizierend wirkenden Kunstharzes
110 T Vorprodukt III werden mit 11 T Butylglykol vermischt und ein Gemisch von 4 T Methacryl- 
 EMI6.2 
    75körpergehalt von 90, 5   erreicht ist. Während dieser Zeit werden   0, 07 T Di-tert. -Butylperoxyd   und 0, 13 T Laurylmercaptan nachgegeben. Nach Erreichen des Feststoffgehaltes wird das Harz mit 27 T Butylglykol und 13, 5 T Wasser versetzt und mit zirka 16, 7 T Triäthylamin neutralisiert, bis der PH-Wert einer   20% gen   wässerigen Lösung 7, 4 bis 7, 8 beträgt. Statt Triäthylamin kann auch wässerige Ammoniaklösung oder N-Dimethyläthanolamin verwendet werden. 



   C) Herstellung des Einbrennlackes
Das vorstehend genannte plastifizierend wirkende Kunstharz gemäss Beispiel 5 B) wird gemäss Beispiel 2 C) zu einem Einbrennlack verarbeitet. 

 <Desc/Clms Page number 7> 

 



    Beispiele :   
A) Vorprodukt IV
Die Herstellung des Vorproduktes IV entspricht   der Herstellung des Vorproduktes III ; es   wird lediglich dehydratisiertes Ricinusöl an Stelle von Saffloröl genommen. 



   B) Herstellung des plastifizierend wirkenden Kunstharzes
Die Herstellung entspricht der Vorschrift für das plastifizierend wirkende Kunstharz gemäss Beispiel 3 B) ; es wird lediglich das Vorprodukt IV an der Stelle von Vorprodukt II eingesetzt. Das resultierende Harz hat eine niedrigere Viskosität. 



   C) Herstellung des Einbrennlackes
200 T des plastifizierend wirkenden Kunstharzes nach Beispiel 6 B) werden mit 6   T   Hexamethoxymethylmelamin und 74 T   niedrigmolekularem Melaminharz (Festkörpergehalt 505o), s. Beispiel 3, vermischt.   



  Mit Pigmenten, z. B. Titandioxyd. im Pigment-Bindemittel-Verhältnis 0, 8 : 1 angerieben, lässt sich der Lack, gegebenenfalls unter Beimischung eines die Viskosität regulierenden organischen Lösungsmittels, z. B. Butanol, auf die für die gewählte Applikationsmethode geeignete Viskosität mit Wasser   einstellen, l   bis   3Gew.-  &    von   geeigneten Benetzungsmitteln   (vgl. Beispiel 2 C) können zugegeben werden, um die Fettempfindlichkeit des Lackes zu verringern. 



   Der Lack ergibt eingebrannt bei   1500C   (30 min) einen hochglänzenden, gilbungsresistenten Überzug. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines wasserverdünnbaren Einbrennlackes durch Plastifizierung von Kombinationen von hydrophilen, niedrigmolekularen, härtenden Kondensationsprodukten, wie Aminoplaste   und/oder Phenolresole,   welche vorzugsweise zu 7 bis 50   Grew.-%,   bezogen auf den Gesamtbindemittelgehalt des Einbrennlackes, enthalten sind, Ammoniak oder starke organische Stickstoffbasen, die vorzugsweise in geringerer als zur vollständigen Neutralisation eines plastifizierenden Kunstharzes erforderlichen Menge darin enthalten sind, und wobei die organischen Stickstoffbasen vorzugsweise aus flüchtigen tertiären Aminen bestehen, die mit den plastifizierend wirkenden, eine Säurezahl von mehr als 35, freie Carboxylgruppen, freie Hydroxylgruppen,

   äthylenische Doppelbindungen aufweisenden Kunstharzen als Umsetzungsprodukte von   ct, ss-äthylenisch   ungesättigten Carbonsäuren wasserlösliche Seifen bilden, dadurch gekennzeichnet, dass als plastifizierend   wirkendesKunstharzMisch-   
 EMI7.1 
 aus äthylenische Doppelbindungen, freie Carboxylgruppen (Säurezahlen von mindestens   35) undhydro-   phile Gruppen enthaltenden Alkydharzen eingesetzt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als plastifizierend wirkendes Kunstharz ein Mischpolymerisat eingesetzt wird, dessen Alkydharzkomponente eine Säurezahl von 40 bis 50 aufweist. EMI7.2 des Kunstharz ein Mischpolymerisat eingesetzt wird, dessen Alkydharzkomponente eine Säurezahl von 70 bis 120 aufweist.
    4. VerfahrennachAnspruch 1, 2oder3, dadurch gekennzeichnet, dass als plastifizierend wirkendes Kunstharz Mischpolymerisate eingesetzt werden, deren Alkydharzkomponenten Partialester von Polyolen mit Addukten von ex, ss-ungesättigten Dicarbonsäuren an höhermolekulare ungesättigte Verbindungen, insbesondere fette Öle, wie dehydratisiertes Ricinusöl, Saffloröl, Holzöl, Leinöl, Soja- öl od. dgl. darstellen.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als plastifizierend wirkendes Kunstharz ein Mischpolymerisat eingesetzt wird, in dem das Verhältnis von VinylMonomeren zu Alkydharz 1 : 9 bis 9 : 1, vorzugsweise 2 : 8 bis 4 : 6, beträgt.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die polymeri- sierbaren Vinylverbindungen in 1800 g Monomerengemisch 3 bis 6 Säureäquivalente enthalten.
AT434065A 1964-05-29 1965-05-13 Verfahren zur Herstellung eines wasserverdünnbaren Einbrennlackes AT284291B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER0038003 1964-05-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT284291B true AT284291B (de) 1970-09-10

Family

ID=7405383

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT434065A AT284291B (de) 1964-05-29 1965-05-13 Verfahren zur Herstellung eines wasserverdünnbaren Einbrennlackes

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT284291B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0295403B1 (de) Verwendung von wasserlöslichen Alkydharzen als Bindemittel in wasserverdünnbaren Streichlacken
DE10296465T5 (de) Epoxypolyester, Emulsion, enthaltend einen solchen Polyester, Zubereitungen davon und eine wasserbasierte Farbe, enthaltend die Emulsion
DE1495338C3 (de) Verfahren zur Herstellung von in Wassergelösten oder dispergierten Salzen polymerer Ester
DE1231433B (de) Verfahren zur Herstellung von Polyoxyalkylenglykol enthaltenden modifizierten Alkydharzen
DE2729900A1 (de) Masse fuer anstriche auf wasserbasis
DD284685A5 (de) Wasserverduennbare lufttrocknende beschichtungsmittel
EP0305795B1 (de) Verfahren zur Herstellung von wässrigen Pfropfcopolymerisat- emulsionen und Verwendung der Emulsionen als Bindemittel für lufttrocknende wasserverdünnbare Anstrichmittel
DE1621822A1 (de) Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen
DE975683C (de) Verfahren zur Herstellung von Polymerisationsprodukten
EP0002488B1 (de) Verfahren zur Herstellung von wasseremulgierbaren lufttrocknenden Lackbindemitteln
DE1519319A1 (de) Wasserverdünnbarer Einbrennlack
AT284291B (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserverdünnbaren Einbrennlackes
DE3219471C2 (de)
DE1929108A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Pfropfharzen
DE1905057C3 (de) Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher lufttrocknender Umsetzungsprodukte auf der Basis von Fettsäuren sowie deren Verwendung
DE3315690C2 (de) Verfahren zur Herstellung von lufttrocknenden wäßrigen Emulsionen von urethanmodifizierten Alkydharzen und/oder Urethanölen
DE1669269A1 (de) Elektrophoreselacke
EP0437743B1 (de) Verfahren zur Herstellung von lufttrocknenden, wässrigen Bindemittelemulsionen und deren Verwendung für die Formulierung von wässrigen Tauchlacken
AT394566B (de) Verfahren zur herstellung von wasserverduennbaren ueberzugsmaterialien auf basis von mit fettsaeuren oder oel modifizierten harzen und einer waessrigen polymerdispersion
DE975693C (de) Verfahren zur Herstellung von Lackharzen aus Styrol und Mischestern mehrwertiger Alkohole
AT278208B (de) Wasserverdünnbare Kunstharze als Bindemittel in für das elektrophoretische Auftragsverfahren dienenden Überzugsmitteln
AT372398B (de) Verfahren zur herstellung von wasserverduennbaren, oxazolidingruppen tragenden epoxidharzestern
DE3814665C2 (de) Wasserhaltiges Beschichtungsmittel und Verfahren zu dessen Herstellung
DE1298669B (de) Wasserverduennbare Einbrennlacke
DE1940471C3 (de) Überzugsmasse

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee