AT129399B - Mechanisch oder elektrisch auslösbarer Fahrstraßenverschluß für Eisenbahnsicherungsanlagen. - Google Patents

Mechanisch oder elektrisch auslösbarer Fahrstraßenverschluß für Eisenbahnsicherungsanlagen.

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AT129399B
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Suedbahnwerke A G
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  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description


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   Die Zentralstellwerke für Eisenbahnsicherungsanlagen ohne Blocksystem, wie sie als Mittelstellwerke ausgeführt werden, haben bekanntlich meistens eine   Fahrstrassenverschlusseinrichtung,   durch welche die eingestellte Fahrstrasse selbsttätig gesperrt und vom   Fahrdienstleiter   nach stattgefundener Zugsfahrt mittels eines   Schlüssels   oder elektrisch, eventuell auch durch Befahren eines Schienenkontaktes ausgelöst wird. Da diese   Verschlusseinrichtung   aber nur als Fahrstrasseverschluss wirkt und nach Einstellung der Fahrstrasse, welche Handhabung durch den Stell-   werkswächter   selbst erfolgt, der Signalhebel zwangsläufig freigegeben wird, so kann das Signal unzeitmässig und ohne Wissen des Fahrdienstleiters auf, Frei" gestellt werden. 



   Weiters kann bei den bekannten Einrichtungen, deren Auslösung elektrisch stattfindet, insbesondere dann, wenn die Auslösung selbsttätig durch Befahren eines Schienenkontaktes bewirkt wird, die Freigabe der Weichenstellhebel unmittelbar durch den   Stellwerkswäcliter,   d.   h.   auch ohne Wissen des   Fahrdienstleiters,   erfolgen. 



   Dies sind Nachteile, welche die nachfolgend beschriebene Einrichtung vermeidet, indem sie sowohl die Freigabe des Signales als auch die Auflösung des   Fahrstrassenverschlusses trotz   Vorhandenseins einer automatisch-elektrischen Auslösung überdies von der Zustimmung bzw. Mithilfe des Fahrdienstleiters abhängig macht, u. zw. vermittels einer einzigen   Schlüsselsperre   und eines einzigen Schlüssels. Auch wird nach Rückstellung des Signales selbsttätig der Verschluss desselben in der Haltlage erzielt.

   Bei der Betätigung der   Schlüsselsperre   im Sinne des Fahr-   strassenverschliessens   sind zunächst zwei in gleicher Richtung aneinander schliessende Sperrwege zu vollführen, wobei schon beim Beginn des Umsperrens ein   Verschluss   der Fahrstrasse eintritt, welcher während des Gesamtweges beider Sperrwege bestehen bleibt. Beim zweiten Sperrweg wird ferner einerseits der Signalhebel in seiner Haltlage gesperrt und anderseits werden die für den auslösbaren Verschluss der Fahrstrasse in Betracht kommenden Sperrelemente in ihre das Signal freigebende und die Fahrstrasse sperrende Lage umgestellt. Für die Signalfreigabe ist nun das Zurücksperren des zweiten Sperrweges erforderlich. Dieses erzwungene Zurücksperren ist notwendig, um die Auslösung der Sperrelemente nicht zu behindern.

   Das   Zurück-   nehmen des ersten Sperrweges ist aber so lange verhindert, bis die mechanische oder elektrische Auslösung des Verschlusses und die Rückstellung des Signales erfolgt ist. 



   Da ferner erfindungsgemäss die mechanische Auslösung des selbsttätigen Verschlusses der Fahrstrasse schon durch das Freistellen des Signalhebels eintreten kann, so ist hiefür die Anwendung eines besonderen Auslöseschlosses nicht erforderlich. 



   Weiters wird nach erfolgter Auslösung des   Fahrstrassenverschlusses   die selbsttätig wirkende Signalsperrung vorbereitet und tritt bei dem   auf Halt"zurückgestellten   Signalhebel gleich in Wirksamkeit, so dass das Signal auch bei beibehaltener Fahrstrasseneinstellung wieder vom Fahrdienstleiter freigegeben werden muss und somit nicht mehrere Male hintereinander ohne Wissen des Fahrdienstleiters   auf     gestellt   werden kann. Bei elektrischer Auslösung mit Kontaktbetätigung od. dgl. durch den fahrenden Zug erfolgt die Auslösung erst nachdem der Zug die Kontaktstelle wieder verlassen hat. 



   In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel einer mechanisch auslösbaren Verschluss- 
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 dargestellt. Die Fig. 1 zeigt die Ruhelage der Verschlusseinrichtung, das Signal B ist in seiner Haltlage gesperrt, da das Umstellen des mit dem Signalstellhebel verbundenen Segmentes S durch den Haken i der Klinke   ET verhindert   ist. Der Weichenstellhebel W ist frei. Die Schlüsselsperre kann nicht betätigt werden, da ihr Riegel   R   mit seinem   Verschlussbaken a   durch den Sperrbogen des   Verschlussstltckes F festgehalten   ist. Beim Einstellen der   Fahrstrasse   wird das   Sperrstück   F im Sinne der Uhrzeigerrichtung verdreht, so dass es den Riegel R der Schlüsselsperre freigibt.

   Durch das nun folgende Umsperren der   Schlüsselsperre wird   gleich beim ersten Teilweg das   Sperrstück F   und damit auch   der Weichenstellhebel durch den Verschluss-   
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 gedreht und in ihrer ausgehobenen Lage durch die Stützklinke St abgefangen, so dass die Klinke   K   das Sperrsegment S freigibt. Gleichzeitig aber ist der Riegel R mit seinem linken Ende   e   unter das Segment S getreten und hält es noch gesperrt, weshalb das Signal noch nicht auf Frei" gezogen werden kann (Fig. 3). In dieser Sperrlage kann der   Schlüssel   nicht abgezogen werden, da der Deckwinkel   w   des Riegels R das Schlüsselloch des Schlossdeckels übergreift.

   Um das Signal   auf     ziehen   zu können, muss der Riegel R wieder einen Teilweg zurückgesperrt werden, worauf auch der Schlüssel abgezogen werden kann (Fig. 4). Das weitere Zurücksperren in die Ruhelage ist jetzt noch nicht möglich, da der Mitnehmerbolzen b der gesperrten   Klinke K   die weitere Verschiebung des Riegels R verhindert. Die Fahrstrasse bleibt somit gesperrt (Fig. 4). Das Auslösen der Klinke   K erfolgt   beim Freistellen des Signalhebels, indem die Nase   d   des Segmentes S an den Fortsatz f der Stützklinke St anstösst und diese aushebt. Hierauf sinkt die Klinke   K   um einen geringen Weg nach abwärts, bis ihr Sperrhaken i auf dem Sperrsegment S aufliegt (Fig. 5).

   Nach erfolgtem Zurückstellen des Signalhebels in die Haltlage fällt dann die Klinke K mit ihrem Sperrhaken i in die Ausnehmung des Sperrsegmentes S ein, wodurch der Signalhebel selbsttätig in der Haltlage gesperrt wird (Fig. 6). Jetzt kann das Zurücksperren des Riegels R in die Ruhelage (Fig. 1) und damit die Aufhebung der Fahrstrassensperre erfolgen, wobei gleichzeitig der Signalverschluss verriegelt wird, indem sich der Ansatz p des Riegels an den Bolzen b der Klinke K anlegt.

   In Fig. 7 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der das Sperrstück F nicht unmittelbar durch den   Riegel R gesperrt wird,   sondern mittels des an der Klinke K angebrachten Verriegelungsbogens g, wobei die   Klinke K   in der Ruhelage, Fig. 7, durch das Übergewicht ihres Hebelarmes   z   das Sperrstück F freigibt und der Bolzen b am rechten Riegelansatz o anliegt. Nach Umlegen des Sperrstückes F wird daher beim Umsperren des ersten Teilweges die Klinke   K   sofort gedreht, der Verriegelungsbogen g sperrt sogleich das umgelegte   Sperrstück F,   der Sperrhaken i gibt aber das Segment S noch nicht frei.

   Erst beim Umsperren des zweiten Teilweges tritt der Haken i aus dem Segment S, wobei aber das linke   Riegelende   e zuvor, wie bei Fig. 3 geschildert wurde, unter das Segment S tritt, während der Sperrbogen g das   Sperrstück F noch   
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 (Ruhelage Fig. 8). 



   In den Fig. 8-13 sind einige gegenseitige Stellungen der Sperrteile einer durch Befahren eines Schienenkontaktes elektrisch auslösbaren Verschlusseinrichtung sinnbildlich dargestellt. Das Zusammenspiel der   Schlüsselsperrung   mit dem   Sperrstück-F,   dem Sperrsegment S und der Klinke K ist das gleiche, wie es in den Fig. 1-6, Blatt   1,   erläutert wurde. Die Klinke   K   fängt sich beim Umsperren des zweiten Teilweges mit ihrem Stift t in der Hakenklinke H, die hiebei für sich lose um die Achse h drehbar gelagert ist (Fig. 9). Solange nun der Stift t in der   Hakenklinke E   gefangen ist, kann der Riegel   R   nicht in seine Ruhelage zurückgesperrt und somit der   Fahrstrassenverschluss   nicht freigegeben werden (Fig. 10). 



  Befährt der Zug den Schienenkontakt, so wird durch die Magnetspule   S, p   die Ankerklinke A, die sich auch um die Achse   h   dreht, angezogen und hebt durch ihren Mitnehmerstift 12 auch die   Hakenklinke     IT   aus, so dass diese den Bolzen t der Klinke K freigibt. Infolge des Übergewichtes ihres Hebelarmes   m   verdreht sich nun die Klinke K so weit, bis der Stift t an den Haken   u   der Ankerklinke A anstösst (Fig. 11).

   Auch in dieser Stellung ist das Rücksperren der Schlüsselsperre in ihre Ruhelage und somit auch die Freigabe der Weichen noch nicht möglich, selbst wenn das Signal frühzeitig   auf "Halt" gestellt würde.   Erst wenn der Zug den Schienenkontakt verlassen hat, fällt die Ankerklinke A ab und gibt den Stift t und damit auch die Klinke K frei, so dass sie sich auf das Sperrsegment S aufsetzt (Fig. 12) und nach Rückstellen des Signales in das Sperrsegment einfällt, um es in der Haltlage zu sperren (Fig. 13). Erst jetzt kann der Riegel   R   wieder in die Ruhelage rückgesperrt und der Fahrstrassenverschluss freigegeben werden, wodurch wieder die Stellung Fig. 8 eintritt. 

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   Wie vorbeschrieben und in den Fig. 9-12 dargestellt, erfolgt die elektrische Auslösung durch Arbeitsstrom. Bei Verwendung von Ruhestrom ist die Wirkungsweise der-Einrichtung sinngemäss, es braucht beispielsweise der Magnet nur wie in Fig. 8 punktiert angedeutet ist angeordnet zu werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mechanisch oder elektrisch auslösbarer   Fahrstrassenverschluss   für Zentralstellapparate bei Eisenbahnsicherungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass seine auslösbaren Sperrelemente in die die Fahrstrasse verschliessende und das Signal freigebende Stellung durch eine Schlüsselsperre umgestellt werden, welche während dieser Umstellung ihrerseits eine Sperrung des Signales in der   Haltlage hervorruft, noch   ehe die auslösbaren Sperrelemente das Signal freigegeben haben, zu dem Zwecke, einerseits die Signalfreigabe durch die auslösbaren Sperrelemente von einer Schlüsselsperre abhängig zu machen und anderseits die Rückstellung der Schlüsselsperre gegen ihre Ruhelage schon vor der Freistellung des Signales mindestens so weit zu erzwingen, dass sie die Tätigkeit der auslösbaren Sperrelemente nicht behindern kann.

Claims (1)

  1. 2. Fahrstrassenverschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass seine mechanisch oder elektrisch auslösbaren Sperrelemente in ihrer das Signal freigebenden Lage auf die Schlüsselsperre so rückwirken, dass sie eine Rückstellung der Schlüsselsperre nur so weit gestatten, dass auch diese die Freistellung des Signales zulässt, hingegen eine weitere. die Aufhebung der Fahrstrassensperre bewirkende Rückstellung der Schlüsselsperre so lange verhindern, bis nicht nur das Signal in die Haltlage rückgestellt, sondern auch die Auslösung der elektrisch oder mechanisch auslösbaren Sperrelemente erfolgt ist.
    3. Dreistellige Schlüsselsperre für Fahrstrassenverschlüsse nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der die Schlüsselsperre betätigende Schlüssel nur in der Ruhe- EMI3.1 stellung derselben nicht abgezogen werden kann.
    4. Mechanisch auslösbarer Fahrstrassenverschluss nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Auslösung der Sperrelemente zwangsläufig durch die "Frei" stellung des Signalhebels erfolgt.
    5. Elektrisch auslösbarer Fahrstrassenverschluss nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslösen des Sperrelementes (K) aus seiner die Fahrstrasse sperrenden und das Signal freigebenden Stellung bei der einen Ankerbewegung nur teilweise erfolgt, indem der eine Verschlusshaken (H) das Sperrelement (K) wohl freigibt, der zweite Verschluss- haken (n) es aber nach kurzem Auslöseweg wieder abfängt, so dass das Rücksperren des Riegels (R) immer noch verhindert wird und erst nach der rückgängigen Ankerbewegung, EMI3.2
AT129399D 1931-09-08 1931-09-08 Mechanisch oder elektrisch auslösbarer Fahrstraßenverschluß für Eisenbahnsicherungsanlagen. AT129399B (de)

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