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Behelf zum Entfernen von Verunreinigungen, insbesondere aus Textilien.
Der Erfolg bei der Entfernung von Verunreinigungen. insbesondere aus Textilien hängt davon ab, dass vor allem für einen gegebenen Fall aus der ungewöhnlich grossen Zahl der auf dem Markt angebotenen Putzmittel das geeignete ausgewählt wird. Ein Missgriff in der Auswahl kann von vornherein viel mehr schaden als nutzen.
Der vorliegenden Erfindung liegt vor allem die Erkenntnis zugrunde, dass mit drei Gruppen von Lösungsmitteln beinahe für alle in Betracht kommenden Verunreinigungen das Auslangen vollkommen gefunden werden kann. Die eine Gruppe umfasst fettlösende Mittel, die zweite Stoffe mit alkalischer und die dritte solche mit saurer Reaktion.
Es hat sich hiebei weiters ergeben, dass Gemische von Lösungsmitteln wirksamer sind als einheitliche derartige Stoffe.
Das Wesen der vorliegenden Erfindung ist darin zu erblicken, dass für jeden Gebraucher insbesondere für den Laien die drei erwähnten Fleckputzkomponenten vereinigt bereitgestellt werden, so dass von vornherein für alle praktisch in Betracht kommenden Fälle durch einen einheitlichen Behelf vorgesorgt wird.
Ein derartiger Behelf kann zweckmässig dadurch geschaffen werden, dass die Behälter für die drei Lösungsmittel in einer Weise miteinander kombiniert werden. dass sie während des Transportes, des Vertriebes und der Aufbewahrung für den Fall des Bedarfes zusammengehalten werden. Die Behälter werden zweckmässig in einem gemeinsamen Gestell, einem gemeinsamen Behälter aus beliebigem Material untergebracht. Der Sammelbehälter bietet die Möglichkeit. kurze Anleitungen für die Anwendung der einzelnen Fleckputzkomponenten unterzubringen. Um eine Verwechslung der verschiedenen Lösungsmittel bei der Anwendung zu vermeiden, ist
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kennzeichnen.
Die Art und Anzahl der einzelnen Lösungsmittel und die quantitalive Mischung kann verschiedenartig variiert werden, je nach dem hauptsächlichen Verwendungszweck ; wesentlich ist nur die Anordnung von drei gesonderten Lösungsmittelgemischen, u. zw. in einem Gefäss fettlösende. in einem andern zweiten Gefäss alkalische und im dritten Gefäss saure Lösungs- mittel. Durch Zugabe von Seifenlösungen zum Gemisch der alkalischen Lösungsmittel und durch Zugabe von reduzierenden Lösungsmitteln zum Gemisch der sauren Lösungsmittel kann die Wirkung noch gesteigert werden.
Das Gemisch der fettlösenden Lösungsmittel soll nicht feuergefährlich sein und erreicht man dies dadurch, dass man den Anteil an nicht brennbaren Lösungsmitteln so hoch hält, dass der geringe Anteil an brennbaren Lösungsmitteln, der vorteil-
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Körpern bewahrt ist.
Die Entfernung der Verunreinigungen, insbesondere aus Textilien erfolgt durch abwechselnde auslaugende Behandlung mit den Lösungsgemischen und nachträgliches Nachspülen mit Wasser.
Die Reihenfolge der Verwendung der verschiedenen Lösungsmittelgemische wird bei Kenntnis der Zusammensetzung der Verunreinigung entsprechend gewählt, so z. B. wird bei Fettflecken zuerst das fettlösende Lösungsmittelgemisch verwendet, bei Säureflecken das alkalische Lösungsmittelgemisch und bei Kalkflecken das Gemisch der sauren Lösungsmittel.
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Ausführungsbeispiel I :
In einem gemeinsamen Behälter sind drei Gefässe angeordnet, von welchen das Gefäss 1 enthält 100 cm3 einer Flüssigkeit folgender Zusammensetzung :
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<tb>
<tb> 97, <SEP> 75 <SEP> o/o <SEP> Wasser
<tb> 1, <SEP> 96"/o <SEP> Essigsäure
<tb> 0, <SEP> 29% <SEP> Zitronensäure
<tb>
Die Wirkung der einzelnen Bestandteile ist folgende :
Die Essigsäure wirkt lösend auf basische Verunreinigungen und Flecke und ermöglicht, indem sie diese wasserlöslich macht, die Entfernung derselben durch Auswaschen mit Wasser.
Die Zitronensäure wirkt ähnlich wie die Essigsäure lösend auf basische Flecke und Verunreinigungen wie oben ausgeführt und ausserdem noch stark reduzierend.
Dss Gefäss 2 enthält 100 cm3 einer Flüssigkeit folgender Zusammensetzung :
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<tb>
<tb> 16, <SEP> 80/o <SEP> Wasser
<tb> 57 <SEP> % <SEP> Ammoniak <SEP> konzentriert, <SEP> rein
<tb> 7,7 <SEP> o/o <SEP> Natriumthiosulfat
<tb> 18, <SEP> 50/o <SEP> Alkohol, <SEP> zirka <SEP> 95"/oing
<tb>
Die Wirkung der einzelnen Bestandteile ist folgende :
Der Ammoniak verwandelt saure Flecke und Verunreinigungen in lösliche Verbindungen und ermöglicht dadurch ihre Entfernung durch Auswaschen mit Wasser. Zugleich wirkt Ammoniak auf viele organische Verbindungen als Lösungsmittel.
Das Natriumthiosulfat wirkt in Lösung reduzierend und gleichzeitig als Lösungsmittel.
Alkohol wirkt als Lösungsmittel für viele Stoffe die in Verunreinigungen und Flecken enthalten sind.
Das Gefäss 3 enthält 200 cm3 einer Flüssigkeit folgender Zusammensetzung :
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<tb>
<tb> 76, <SEP> 5 <SEP> % <SEP> Trichloräthylen
<tb> 15,3 <SEP> o/o <SEP> Tetrahydronaphthalin
<tb> 8.2 <SEP> % <SEP> Terpentinöl <SEP> rectifiziert
<tb>
Das Trichloräthylen wirkt lösend insbesondere auf alle Verunreinigungen, welche Fette, Öle, Mineralöle, enthalten.
Das Tetrahydronaphthalin wirkt lösend auf alle fell- und öhlältigen Verunreinigungen, insbesondere auch auf Verunreinigungen welche Teerprodukte enthalten.
Das Terpentinöl ist ein Lösungsmittel für sehr viele organische Verunreinigungen und wirkt besonders gut lösend auf Harze und erweichend auf Ölfarben.
Von diesen Bestandteilen sind das Tetrahydronaphthalin und das Terpentinöl für sich brennbar. Es ist jedoch die Zusammensetzung des Gemisches so gewählt, dass durch Zusatz des nichtbrennbaren Trichloräthylens in der geeigneten Menge das Gemisch praktisch unentzündbar und unbrennbar gemacht ist.
Ausführungsbeispiel II : In einem gemeinsamen Behälter sind drei Gefässe angeordnet, von welchen das Gefäss 1 enthält, 100 cm3 einer Flüssigkeit folgender Zusammensetzung :
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<tb>
<tb> 98,81 <SEP> % <SEP> Wasser
<tb> 0,2 <SEP> /o <SEP> Weinsäure
<tb> 0, <SEP> 99% <SEP> Salzsäure
<tb>
Die Salzsäure wirkt lösend auf basische Flecke und Verunreinigungen und ermöglicht dadurch, dass sie diese wasserlöslich macht, deren Entfernung durch Auswaschen mit Wasser.
Weinsäure wirkt in ähnlicher Weise wie die Salzsäure wie oben ausgeführt und überdies noch reduzierend bei Verunreinigungen von Obst und eisenhaltigen Flecken u. dgl.
Das Gefäss 2 enthält lOOoH einer Flüssigkeit folgender Zusammensetzung :
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<tb>
<tb> 17, <SEP> 19"/o <SEP> Wasser
<tb> 57, <SEP> 81 <SEP> @ <SEP> Kaliseife <SEP> (Schmierseife)
<tb> 18,75 <SEP> % <SEP> Alohol, <SEP> zirka <SEP> 95 <SEP> %ig
<tb> 6,25 <SEP> % <SEP> Natriumkarbonat
<tb>
Die Kaliseife (Schmierseife) wirkt in Verbindung mit Wasser als Seife emulgierend auf Fette und Öle und reinigend vermöge ihrer Fähigkeit, mit Schmutzstoffen, Eisenrost usw.
Adsorptionsverbindungen einzugehen.
Das Natriumkarbonat wandelt saure Verunreinigungen und Flecke in wasserlösliche Verbindungen um und ermöglicht so deren Entfernung durch Auswaschen mit Wasser.
Das Gefäss 3 enthält 200 e/ einer Flüssigkeit folgender Zusammensetzung :
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<tb>
<tb> 77,00 <SEP> o/o <SEP> Tetrachlorkohlenstoff
<tb> 16,70 <SEP> % <SEP> Tetrahydronaphthalin
<tb> 6, <SEP> 30% <SEP> Amylacetat
<tb>
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Der Tetrachlorkohlenstoff wirkt lösend auf alle Verunreinigungen und Flecke, welche Fette, Öle, Teerprodukte usw. enthalten.
Das Amylacetat ist ein bekannt vorzügliches Lösungsmittel für eine ausserordentlich grosse Anzahl von organischen Stoffen, wie solche in Flecken und Verunreinigungen vorkommen.
Der Tetrachlorkohlenstoff selbst ist nieht brennbar. Das Tetrahydronaphthalin und das Amylacetat sind für sich brennbar. Die Zusammensetzung des Gemisches ist jedoch so gewählt, dass das Gemisch durch Zumischen der geeigneten Menge Tetrachlorkohlenstoff praktisch unbrennbar und unentzündbar ist.
Ausführungsbeispiel III: In einem gemeinsamen Behälter sind drei Gefässe angeordnet,
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<tb>
<tb> 97. <SEP> 56 <SEP> % <SEP> Wasser
<tb> 0. <SEP> 49 <SEP> /o <SEP> Weinsäure
<tb> 0, <SEP> 49 <SEP> % <SEP> Zitronensäure
<tb> 0, <SEP> 49% <SEP> Oxalsäure
<tb> 0, <SEP> 97 <SEP> % <SEP> Salzsäure
<tb>
Die Oxalsäure wirkt ähnlich wie die Salzsäure, wie oben ausgeführt. ausserdem noch reduzierend und auf eisenhaltige Verunreinigungen dadurch reinigend. dass sie mit Eisen wasserlösliche Verbindungen eingeht.
Das Gemisch ist besonders wirksam zur Entfernung aller Obst-, Rost-, Tinten. Kopierstift- u. dgl. Flecke.
Das Gefäss 2 enthält 100 cm3 einer Flüssigkeit folgender Zusammensetzung :
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<tb>
<tb> 34,1 <SEP> % <SEP> Schmierseife <SEP> (Kaliseife)
<tb> 5, <SEP> 6 <SEP> % <SEP> Pottasche
<tb> 5, <SEP> 6 <SEP> /o <SEP> Natriumthiosulfat
<tb> 3,3 <SEP> % <SEP> Borax
<tb> 9, <SEP> 8% <SEP> Alkohol, <SEP> zirka <SEP> 95% <SEP> ig
<tb> 30, <SEP> 4 <SEP> % <SEP> Ammoniak <SEP> konzentriert, <SEP> rein
<tb> 11, <SEP> 2 <SEP> % <SEP> Wasser
<tb>
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bindungen um und ermöglicht so deren Entfernung durch Auswaschen mit Wasser.
Der Borax wirkt auf Verunreinigungen zerteilend.
Das Gemisch aller dieser angeführten Bestandteile ist besonders wirksam zur Entfernung saurer Flecke.
Das Gefäss 3 enthält socs einer Flüssigkeit folgender Zusammensetzung :
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<tb>
<tb> 63, <SEP> 16 <SEP> % <SEP> Trichloräthylen
<tb> 11, <SEP> 58 <SEP> % <SEP> Tetrachlockohlenstoff
<tb> 7. <SEP> 54 <SEP> % <SEP> Terpentin <SEP> rectifiziert
<tb> 14.. <SEP> 74% <SEP> Benzol
<tb> 2. <SEP> 98% <SEP> Chloroform
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Benzol ist ein bekannt vorzügliches Lösungsmittel für eine ausserordentlich grosse Anzahl von organischen Stoffen, wie solche in Flecken und Verunreinigungen vorkommen.
In ähnlicher Weise wirkt das Chloroform als Losungsmittel auf eine sehr grosse Anzahl organischer Stoffe. wie solche in Flecken und Verunreinigungen vorkommen.
Trichloräthylen und Tetrachlorkohlenstoff sind nicht brennbar. Benzol, Terpentinöl und Chloroform sind für sich brennbar. Die Zusammensetzung des Gemisches ist jedoch so gewählt, dass das Gemisch durch Zumischen der geeigneten Menge Trichloräthylen und Tetrachlorkohlen- stoff praktisch unbrennbar und unentzündbar gemacht ist.
Das Gemisch vorstehender Bestandteile ist durch das. Zusammenwirken der vorstehend ausgeführten Eigenschaften der einzelnen Bestandteile besonders wirksam zur Entfernung aller Fett. Öl, Teer usw. enthaltenden Verunreinigungen.
Das gemeinsame Bereitstellen der drei Lösungsmittelgruppen (fettlösend, alkalisch. sauer) gestattet, ein Optimum der überhaupt in Betracht kommenden Verunreinigungen aus Textilien zu entfernen. Während die bekannten Fleckputzmittel eine unveränderliche Mischung darstellen, die vor allem für die Entfernung bestimmter Verunreinigungen in Betracht kommt, gestatten die drei Lösungsmittelgruppen gemäss vorliegender Erfindung eine grosse Kombinationsmöglichkeit für die Verwendung als Fleckputzmittel, was sich aus der Gebrauchsanweisung ergibt, die dem Behelf nach dem Erfindungsgegenstand beigegeben wird.
Die Trennung der einzelnen Bestandteile des Fleckputzmittels gemäss vorliegender Erfindung stellt daher keine überflüssige Massnahme dar, sondern bedingt den erwähnten überraschenden technischen Effekt. welcher die Patentfähigkeit begründet.