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Drehkondensatoraggrega. t.
Das normale Rundfunkwellenband liegt bekanntlich in der Zone von 200 bis 600 in. Eine Ver- mehrung der in diesem Wellenbereich arbeitenden Sender ist fast zur Unmöglichkeit geworden und wird in neuerer Zeit immer mehr und mehr das noch nicht so stark belastete Langwellenband von 600 bis
2000 m respektive das der Kurzwellen unter 200 m benutzt.
Moderne Radioapparate haben auch Einrichtungen, um die Sendestationen aller drei genannten,
Wellenzonen empfangen zu können. Die meistgeübte Form ist die des Spulenwechsels ; einer Hand- manipulation, verbunden mit der Rückstellung der Abstimmkondensatoren usw., wobei dem Radio- amateur das Wellenband der Zone unter 200 m mehr oder weniger verschlossen bleibt ; da bekanntlich nebst der Spule noch der Drehkondensator gewechselt werden müsste, sollen nicht erhöhte Abstimm- schwierigkeiten entstehen. Ganz abgesehen von den durch oftes Auswechseln entstehenden Fehler- quellen (Drahtbrüchen, Wackelkontakten, Windungsschlüssen, Deformationen usw. ) ist dieser Vorgang zeitraubend, unbequem und äusserst unpraktisch.
Durch vorliegende Erfindung ist ein Abstimmelement geschaffen, mit dem es möglich ist, durch einfache Kondensatorbetätigung, ohne Austausch oder manuelle Umschaltung der jeweils nötigen Induk- tionsspulen oder Drehkondensatoren usw. einen Wellenbereich von 0 bis 2000 m oder darüber, je nach
Kopplung mit verschiedenen Schwingspulen, zu bestreichen ;
und liegt das Wesen der Erfindung in einer Anordnung von zwei oder mehreren, getrennt isolierten, aus Metallstreifen hergestellten Statorpaketen, die so montiert sind, dass nur ein einziger auf einer gelagerten Achse beliebig weit vor-oder rückwärts drehbar angebrachter, aus Metallstreifen verfertigter Rotor betätigt werden muss, der eine erfindungsgemäss immer abstimmfähige Stellung besitzt, wodurch der Zweck der vorliegenden Erfindung, eine lückenlose einfache Abstimmung des bestehenden mehrfachen Schwingungskreises, erreicht wird.
Die Fig. 1, 2, 3 zeigen Schemas des Erfindungsgegenstandes, durch Fig. 4 respektive 5 ist ein erfindungsgemässes Ausführungsbeispiel einer Zweiwellenzone gegeben und lassen sich weitere Einzelheiten aus den Zeichnungen ersehen.
In Fig. 1 ist ein Doppelschwingungskreis gezeichnet, der zwei Induktionsspulen L1 und L2, zwei Statore 81 und S, aber nur einen einzigen, um beliebige Grade vor-oder rüekverstellbaren Rotor R hat und von welchem Doppelschwingungskreis angenommen sei, dass er das mittlere sowie lange Wellenband, d. i. 200-600-2000 m, umfasst. Die momentane Stellung ist die, dass der Schwingungskreis LI-KL (in der Fig. 1 durch Pfeile besonders gekennzeichnet) in Tätigkeit ist und sei von ihm angenommen, dass er für 200-600 m Wellenlänge abstimmbar ist.
Denkt man sich den zweiten Sperrkreis (in der Fig. 1 nicht besonders gekennzeichnet) mit einem abstimmbaren Wellenbereich von 600 bis 2000 ni, so ist, wie ersichtlich es nur notwendig, den Umschalter U rechtzeitig und entsprechend zu kippen und auch der Schwingungskreis L2¯K2 ist geschlossen und abstimmfähig ; dagegen aber der Sperrkreis LI-KL. abgeschaltet. Von dieser zweiten Stellung ist es nach oben Gesagten leicht möglich, die erste Stellung wieder einzunehmen.
Verbindet man den Umschalter U mit dem Rotor R derart, dass er nach einer Volleindrehung in den Stator 81 den Umschalter U auf Stellung"b"bringt, so ist der Abstimmkreis L- abstimmfähig ; nach erreichter Volleindrehung in den Stator S2 geschieht wieder die automatische Umschaltung nach "u" und ist dann wieder der Sperrkreis L2¯K2 abgeschaltet, dagegen der Schwingung- kreis eingeschaltet usw. beliebig oft, je nach Wunsch, Sendestationen aus dem Wellenbereich von 200 bis 600 m oder der Zone bis zu oder über 2000 m zu empfangen. Dieser beschriebene Vorgang ist in Fig. 4 respektive 5 gezeigt und ist in Fig. 4 (einer Ansicht des Erfindungsgegenstandes von der
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Paneelseite eines Radioapparates, d. i.
Vorderseite) die Stellung des Rotors R die, dass er in den Stator hineingedreht werden könnte ; was zur besseren Übersicht schraffiert gezeichnet ist. In Fig. 5 (entgegengesetzte Seite von Fig. 4, d. i. Rückseite) ist die Stellung eine solehe, dass der Rotor R in den Stator halb eingedreht ist. Man sieht den Umsehalter U (im Ausführungsbeispiel als rmschalterseheibe verwendet), die Kontaktabnehmer jBL und KA2, welche den jeweils nötigen Kontakt für die Statorpaket A und S2 respektive Selbstinduktionsspulen L1 und L2 herstellen, deren Ergänzung zum Schwingungskreis, für einen der beiden Sehwingungskreise, immer der abstimmfähige Rotor R ist.
In Fig. 5 ist mittels Pfeilen der geschlossene Sperrkreis angedeutet, u. zw. von Antenne A über den Kontaktgeber KO zur
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ausgeschaltet Spule eine ideale Abschirmung erzielt.
Mit der jeweiligen Kondensatorspulenumsehaltung wäre in der Praxis kein Empfang möglich. wenn nicht auch gleichzeitig eine jeweilige Unterbrechung in den Gitterleitungen vorgenommen werden würde. In einem Schaltplan einer Hochfrequenzstufe Fig. 2 ist die notwendige Umsehaltung respektive Unterbrechung der einzelnen Kreise gezeigt und ist in Fig. 5 durch eine weitere synchron betätigte Vorrichtung beispielsweise gezeigt, wie dies gemacht werden kann. Die Umsehaltscheibe U hat eine halbkreisförmige Erhöhung N, die ihrerseits durch einen der beiden Federkontakt F oder Fui dite Verbindung zum Gitter der Radioröhre RR des jeweils arbeitenden Sperrkreises herstellt oder unterbricht.
Durch verschiedene Formierung und Distanzierung der Statorplatten und Kopplung mit verschiedenen Selbstinduktionsspulen können die mannigfaltigsten Kombinationen erzielt werden, und ist
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kreis für kurze, mittlere und lange Wellenlängen herzustellen.
Der Mehrfaehkondensator vereinigt somit erfindungsgemäss alle im Rundfunk vorkommenden Kapazitäten und liegt der grosse Vorteil nicht nur in der schon erwähnten einfachen Einstellung eines Abstimmkomplexes, sondern es kommt ihm bei der Herstellung Materialersparnis, somit Verbilligung zu ; ausserdem ist er in der Montage Platz sparend, weil mehrere Kondensatoren in einem Stück vereinigt sind. Übrigens ist der Kondensator so konstruiert, dass er keine Kontaktlitzen, Spiralfedern usw. benötigt. und ist der Rahmen so beschaffen, dass unmittelbar darauf eine Radioröhre montiert werden kann. um möglichst kurze Gitterleitungen zu bekommen.
Seine beliebig grosse Verdrehbarkeit nach vor-oder rückwärts ist ein weiterer grosser Vorteil in bezug darauf, dass Apparate, die mit um 180'verstellbaren Drehkondensatoren geeicht sind, nicht mehr in der Empfangseinstellung stimmen, wenn eine gewaltsame Überdrehung von Feineinstellscheibe und Rotor geschehen ist. Dieser Nachteil wird durch vorstehende Erfindung von vornherein durch die kreisförmige Verstellbarkeit des Rotors ausgeschaltet.
- Alle nicht angegebenen Details ergeben sieh von selbst und tangieren das Wesen der Erfindung nicht.
PATENT-ANSPRÜCHE:
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. Metallplattenstatorpakete mit den dazugehörigen Induktionsspulen, die durch ein vom abstimmenden Rotor des Mehrfachkondensators zwangläufig betätigtes Sehaltwerk, unter gleichzeitiger Unterbrechung oder Verbindung der Leitung zum Gitter der arbeitenden Röhre, respektive Röhren, zu-oder abgeschaltet werden, mit einem einzigen, auf einer Achse gelagerten, beliebig vor-oder rückverdrehbaren Metall- plattenrotor zusammengebaut sind.