AT122686B - Verfahren zur Darstellung von leichtlöslichen Salzen des Benzylmorphins. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von leichtlöslichen Salzen des Benzylmorphins.

Info

Publication number
AT122686B
AT122686B AT122686DA AT122686B AT 122686 B AT122686 B AT 122686B AT 122686D A AT122686D A AT 122686DA AT 122686 B AT122686 B AT 122686B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
benzylmorphine
preparation
acid
easily soluble
soluble salts
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Chem Fab Vormals Sandoz
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chem Fab Vormals Sandoz filed Critical Chem Fab Vormals Sandoz
Application granted granted Critical
Publication of AT122686B publication Critical patent/AT122686B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von leichtlöslichen Salzen des Benzylmorphins. 



   Das von Merck in die Therapie eingeführte salzsaure Benzylmorphin (Peronin) ist in Wasser verhältnismässig schwer   löslich   (1 : 133). Merck sagt im Archiv der Pharmazie 237,219 (1899) : Der allgemeinen Einführung steht die bedeutende   Schwerlöslichkeit   auf der einen, der brennende Geschmack auf der andern Seite   entgegen."Es   ist ferner bekannt, dass Benzylmorphinbase mit organischen Säuren leicht lösliche, jedoch amorphe Salze bildet (E. Merck, D. R. P. Nr. 91318 ; Archiv der Pharmazie 237, 219 (1899). 



   Es wurde nun gefunden, dass man zu schön kristallisierten, leicht löslichen, beständigen Benzylmorphinsalzen gelangen kann, wenn man als Säuren die Sulfosäuren niedrig molekularer aliphatischer Kohlenwasserstoffe, z. B. die   Methan-und Äthansulfonsäure,   verwendet. 



   Das Verfahren beruht darauf, dass man Benzylmorphin und Sulfosäuren niedrig molekularer Kohlenwasserstoffe nach Art der Salzbildung aufeinander einwirken lässt. Diese Bildung der Benzylmorphinsalze kann sowohl ausgehend von freier Base und freier Säure wie auch durch doppelte Umsetzung von geeigneten Salzen erfolgen. Die hier erstmals beschriebenen Salze sind ausgezeichnet kristallisierende, an der Luft und in wässeriger Lösung   beständige   Verbindungen von der Zusammensetzung 
 EMI1.1 
 



   Sie enthalten 79'6% bzw. 77'3% Benzylmorphinbase und erfüllen in bezug auf Löslichkeit, Beständigkeit und Reaktion der wässerigen Lösung alle Anforderungen, die für den therapeutischen Gebrauch, insbesondere bei der Injektion, gestellt werden. 



   Beispiel 1 : 100 Benzylmorphinbase werden in 250   cm3   Methylalkohol unter leichtem Erwärmen gelöst und mit der theoretischen Menge (256 cm3) einer   10 V olumprozentigen methylalkoholischen     Methansulfonsäure   versetzt. Nach kurzem Stehen in der Kälte scheidet sieh das methansulfonsaure Benzylmorphin in wohlausgebildeten, feinen, beidseitig zugespitzten   Kristallblättchen   aus, die meistens zu Drusen vereinigt sind. Durch Zugabe von trockenem Äther wird die Kristallisation beinahe quantitativ. 



   Das Salz löst sich in weniger als einem Teil Wasser von   20  zu   einer auf Lackmus neutral reagierenden Flüssigkeit. In der zehnfachen Menge Alkohol ist das Produkt löslich, in Äther dagegen so gut wie   unlöslich.   



   Bei langsamem Erhitzen schmilzt das Salz bei 207-208  unter Braunfärbung. 



   Die Analyse ergab :   0'2653 g Substanz   :   5-74cm3 H/10 I SO4 nach   Kjeldahl
7-435   mg # 3#585 mg BaSO4, mikroanalytisch,     C17   H13 NO3. (CH2. C6H5). CH3 SO3 H. Ber. N 2-97% : S   6'81 % ;     Gef."3-03% ; 6-62%.   



   Das Salz gibt mit   Molybdänsehwefelsäure   die charakteristische violette Färbung. 



   Beispiel 2 :   100   Benzylmorphin werden in der theoretischen Menge verdünnter Schwefelsäure gelöst, mit einer konzentriert wässerigen Lösung von 44 g methansulfonsaurem Barium versetzt, von ausgeschiedenem Bariumsulfat durch Filtration getrennt und das Filtrat unter vermindertem Druck eingeengt. Das aus der stark konzentrierten Lösung auskristallisierende methansulfonsaure Benzylmorphin besitzt die Eigenschaften des nach Beispiel 1 dargestellten Präparates. 



   Beispiel   3 : 100 g   Benzylmorphin werden in 300   absolutem   Alkohol gelöst und mit 100   cm"   einer 30%igen alkoholischen Äthansulfonsäure versetzt. Beim Verdünnen mit trockenem Äther kristallisiert 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 der grösste Teil des   äthansulfonsauren   Benzylmorphins in Drusen aus ; durch Einengen der Mutterlauge wird der Rest des Salzes gewonnen. 



   Ein Teil desselben löst sich in 0-7 Teilen Wasser von 20  zu einer neutral reagierenden Flüssigkeit. 



  Das   äthansulfonsaure   Benzylmorphin verfärbt sich bei langsamem Erhitzen gegen 190  und schmilzt unter   Braunfärbung   bei 201-202 . 



   Die Analyse ergab :   0'2192 g   Substanz : 4-39 cm3 n/10 H2SO4 nach Kjeldahl, 
 EMI2.1 
   Gef."2-81% ; 6-48%.   



   Das Produkt gibt die Reaktionen des Benzylmorphins. 



   Beispiel 4 : 15 g Benzylmorphinbase werden in einer Lösung der berechneten Menge Propansulfonsäure in 5   em3   Methylalkohol unter schwachem Erwärmen gelöst. Die klare Lösung wird vorsichtig zur Trockne verdampft, wobei das propansulfonsaure Benzylmorphin als in Wasser äusserst leicht   lösliche   Substanz zurückbleibt. Von dieser neuen Verbindung löst sieh ein Teil in weniger als einem halben Teil Wasser auf. 



   Beispiel 5 :   7#5 g Benzylmorphin   werden in einer Lösung von 2-46 y Isopropansulfonsäure in 5   c ; n3 Methylalkohol   unter gelindem Erwärmen gelöst. Die klare Lösung wird dann mit 15   c   trockenem Äther versetzt, worauf das   isopropansulfonsaure   Benzylmorphin in feinen Nadeln auskristallisiert. Das abgesaugte und mit etwas Azeton gewaschene neue Salz zeigt einen Schmelzpunkt von 206 bis 207  C und löst sich in weniger als einem Teil Wasser von 20  zu einer neutral reagierenden Flüssigkeit auf. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung von   leiehtlösliehen   kristallisierten Salzen des Benzylmorphins, dadurch gekennzeichnet, dass man Benzylmorphin und Sulfonsäuren niedrig molekularer aliphatischer Kohlenwasserstoffe nach den üblichen Salzbildungsmethoden aufeinander einwirken lässt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Methan- oder Äthansulfonsäure.
AT122686D 1929-05-24 1930-05-15 Verfahren zur Darstellung von leichtlöslichen Salzen des Benzylmorphins. AT122686B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE122686X 1929-05-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT122686B true AT122686B (de) 1931-05-11

Family

ID=5657481

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT122686D AT122686B (de) 1929-05-24 1930-05-15 Verfahren zur Darstellung von leichtlöslichen Salzen des Benzylmorphins.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT122686B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT122686B (de) Verfahren zur Darstellung von leichtlöslichen Salzen des Benzylmorphins.
DE524639C (de) Verfahren zur Darstellung von leichtloeslichen Salzen des Benzylmorphons
CH148913A (de) Verfahren zur Darstellung eines kristallisierten, leichtlöslichen und beständigen Benzylmorphinsalzes.
AT89272B (de) Verfahren zur Herstellung therapeutisch wirksamer Silberpräparate.
AT99681B (de) Verfahren zur Darstellung von leichtlöslichen Salzen des Chinins.
AT147483B (de) Verfahren zur Darstellung von Verbindungen des N-Methyltetrahydronicotinsäuremethylesters.
AT203000B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Salzen der 4,6-Dioxyisophthalsäure und 5-Halogen-(insbesondere 5-Jod-)-4,6-dioxyisophthalsäure
DE114974C (de)
DE479104C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlor- und Bromderivaten des Dihydrokodeinons
AT203633B (de) Verfahren zur Herstellung injizierbarer Lösungen aus Weiselfuttersaft
AT112730B (de) Verfahren zur Herstellung von Heilmitteln.
AT67205B (de) Verfahren zur Herstellung eines Quecksilberpräparates, insbesondere für therapeutische Zwecke.
AT289769B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 4,7,10,13-Tetraoxahexadecan-1,16-disäure-bis-(3&#39;carboxy-2&#39;,4&#39;,6&#39;-trijodanilids) und dessen Salze
AT110854B (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstseide aus Viskose und anderen anorganische Elektrolyte enthaltenden Zelluloselösungen.
AT123539B (de) Verfahren zur Darstellung von in Wasser leicht löslichen Präparaten der Chinaalkaloide bzw. deren wässrigen Lösungen.
AT137332B (de) Verfahren zur Gewinnung von Alkalisalzen der Adenylpyrophosphorsäuren in fester Form.
AT95184B (de) Verfahren zur Herstellung von vulkanisierten Kautschukmassen.
AT235475B (de) Verfahren zur Herstellung neuer, wasserlöslicher, therapeutisch verwendbarer Salze des Hydrocortisons
AT154902B (de) Verfahren zur Darstellung wasserlöslicher organischer Quecksilberverbindungen.
DE646703C (de) Verfahren zur Herstellung von Metallkomplexverbindungen
AT98708B (de) Verfahren zur Darstellung von p-Aminobenzoesäureestern des 2-Methyl-4-diäthylamino-pentanol-5, und des 2-Methyl-4-dimethylaminopentanol-5.
AT145615B (de) Verfahren zur Darstellung einer geschmacksschwachen Chininverbindung.
AT206590B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen am Indolstickstoff substituierten Derivaten der Lysergsäure-Reihe
DE117268C (de)
CH151184A (de) Verfahren zur Darstellung eines kristallisierten, leichtlöslichen und beständigen Benzylmorphinsalzes.