AT116223B - Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Garnen aus Kunstseide. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Garnen aus Kunstseide.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Einrichtung zur Behandlung von Garnen aus Kunstseide. Die aus Kunstseide hergestellten Garne fallen nicht immer gleichmässig aus. Alle Sorten zeigen einen mehr oder minder grossen Fadenbruch, der die Oberfläche des Garnes derart aufrauht, dass seine Verwendung auf dem Webstuhl, dem Wirkstuhl oder der Strickmaschine erschwert bzw. wegen des grossen Ausschusses in der fertiggestellten Ware unmöglich gemacht wird. Der Fadenbruch bedingt ferner mehr oder minder die Bildung grösserer Knötchen, die in der verarbeitenden Maschine zum Reissen des Garnes führten. Zur Vermeidung dieser Übelstände ist bereits versucht worden, die Oberfläche des Garnes zu glätten und es so geschmeidig zu machen, dass auch bei stärkerer Beanspruchung das Reissen von Garnfäden vermieden wird. Man liess beispielsweise beim Aufspulen des Garnes dieses unter einem gewissen Druck über harte Kernseife laufen. An Stelle der Kernseife wurde das Garn über Paraffin gefuhrt. Auch feuchte Glättungsmittel, wie Öl und Seifenwasser, kamen zur Anwendung. Diese bekannten Verfahren hatten aber nur ein unzulängliches Ergebnis, so dass der Ausschuss sich nur wenig verringerte. Der dem Verfahren zugrunde liegende Vorgang gleicht dem der Erzeugung der natürlichen Seide EMI1.1 Seidenschleim abstreicht. Beim vorliegenden Verfahren wird zur Behandlung des Garnes eine schleimige Paste verwendet, durch welche das Garn hindurchgeführt wird. In diesem Falle bildet sich rings um das Garn eine Schleimschicht, die zweckmässig unmittelbar nach ihrem Aufbringen auf geeignete Weise leicht abgestrichen wird, worauf das Garn sofort auf die Spulen gewickelt werden kann. EMI1.2 schwamm gebildet, zwischen denen der Faden hindurchläuft. Die Zeichnungen stellen beispielsweise Einrichtungen zur Ausführung des Verfahrens dar. Es zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht der Gesamtanordnung in teilweisem Schnitt, Fig. 2 eine Draufsicht auf den Pastenkasten, Fig. 3 einen Schnitt durch den Kastendeckel nach Linie A-B der Fig. 1, Fig. 4 EMI1.3 Stirnansicht bzw. die Draufsicht dazu. Das von der Haspel a iiber eine Rolle b laufende Garn & tritt in den Kasten c durch die Öffnung d des Kastendeckels e ein. Durch die Zwischenwand f ist der Kasten c in zwei Kammern g, h geteilt. Die EMI1.4 dass ihre Berührungsflächen in der Vertikalebene der Wandungsschitze des Behälters liegen. Der in der Kammer g mit einem Pasteüberzug versehene Faden k tritt durch den Schlitz der Zwischenwand f in die Kammer A ein und zwischen die beiden als Abstreicher wirkenden Gummischwammstücke m und n. Bei Durchgang durch die Abstreicher wird der Faden geglättet und überschüssige Paste vom Faden EMI1.5 <Desc/Clms Page number 2> Die in den Fig. 4-6 dargestellte Einrichtung besteht aus einem mehrkammerigen Kästchen e, z. B. aus Porzellan, Glas, Kunstharz, Hartgummi oder sonst geeigneten Stoffen, in dessen von den Zwischen- wänden f gebildete Mittelkammer g eine geeignete schleimige Paste eingefüllt wird und dessen beide Endkammer h", h2 z. B. Schwammgummieinlagen m, 1 bzw. m2 aufnehmen. Die Kammerwände sind mit Schlitzen p versehen, die eine bequeme Einführung des Fadens oder Garnes li ermöglichen. Das ganze Kästchen kann z. B. in einem Rähmchen q eingesetzt werden, an dessen einem Ende auch ein zweck- mässig nachgiebiger Fadenführer r angebracht sein kann. Die Schwammgummieinlagen nl, m2 sind zweckmässig zweiteilig oder geschlitzt ausgeführt. Die Abstreicher m, 1 dienen zur Vorreinigung und Vorglättung des Garnes. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Behandlung von Garnen aus Kunstseide, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden des zu behandelnden Garnes durch einen eine Schleimpaste enthaltenden Behälter hindurchgezogen werden.
Claims (1)
- 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zum Abstreichen der Paste Gummisehwamm verwendet wird.3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zu behandelnde Faden durch einen die Schleimpaste aufnehmenden Behälter geführt wird, der auch zur Aufnahme des als Abstreicher wirkenden Gummischwammes od. dgl. dient.4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der als Abstreicher dienende Gummischwamm od. dgl. zur Hindurchführung des abzustreichenden Fadens zweiteilig ausgeführt und so gross bemessen ist, dass die Teilstücke beim Einfügen in den Behälter zusammengepresst werden.6. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Pastenbehälter dreikammerig ausgeführt ist, wobei die Mittelkammer zur Aufnahme der Schleimpaste, die beiden End- kammern zur Aufnahme von Gummischwammstücken dienen, zwischen denen der zu behandelnde Faden vor und nach dem Durchgang durch die Schleimpaste durch Wandungssehlitze des Behälters hindurchgeleitet wird. EMI2.1
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