AT124714B - Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Kunstseide. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Kunstseide.

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AT124714B
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D10/00Physical treatment of artificial filaments or the like during manufacture, i.e. during a continuous production process before the filaments have been collected
    • D01D10/04Supporting filaments or the like during their treatment
    • D01D10/0436Supporting filaments or the like during their treatment while in continuous movement
    • D01D10/0463Supporting filaments or the like during their treatment while in continuous movement the filaments being maintained parallel
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J7/00Adhesives in the form of films or foils
    • C09J7/10Adhesives in the form of films or foils without carriers

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zur   kontinuierlichen Herstellung   von Kunstseide. 



    Es sind bereits Verfahren und Vorrichtungen zur kontinuierlichen Herstellung und Nachbehandlung von Kunstseide bekanntgeworden, die aber im Grossbetriebe nicht zur Anwendung kamen, weil sie zu empfindlich und umständlich waren, um stets völlig gleichmässige Kunstseide mit guten textiltechnischen und färberischen Eigenschaften zu erzeugen. 



  Vorliegende Erfindung zeigt nunmehr einen Weg, mit einfachen Mitteln in kürzester Zeit Kunstseide zu erzeugen und fertig zu behandeln. Hiebei benutzt der Erfinder eine in D. R. P. Nr. 508983 niedergelegte Beobachtung, nach welcher es gelingt, frisch erzeugte Kunstfasern selbst in starken Faserbündeln in kürzester Zeit fertig zu behandeln, wenn man dafür sorgt, dass die Behandlungsflüssigkeiten zu jeder Einzelfaser leicht Zutritt finden, d. h., wenn man die Kunstfasergebilde aufgelockert durch die Bäder führt. 



  Wendet man diese Erfahrung bei der Herstellung von Kunstseide an, so treten überraschende Erscheinungen auf : 1. Die Behandlungsdauer ist auf kürzeste Zeit, Bruchteile einer Minute, beschränkt ; hiebei kann beispielsweise bei Herstellung von Viskosekunstseide eine Durchgangsgeschwindigkeit von über 50 w und sogar von 100 m in der Minute angewendet werden. 



  2. Infolge Vermeidung jeglicher schädigenden mechanischen Beanspruchung zeigt das Erzeugnis eine aussergewöhnlich gute Gleichmässigkeit bei der Anfärbung. 



  3. Es entstehen Kunstseidengebilde, die so aneinanderhängen, dass sie sich ohne Anwendung einer Schlichte ungezwirnt textil weiterverarbeiten lassen. 



  Die Arbeitsweise wird an Hand der Zeichnungen erklärt : Fig. 1 zeigt eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung von oben, Fig. 2 von der Seite. Die von etwa 50 Spinndüsen kommenden, frischen Kunstseidegebilde a werden aus dem Spinnbad, das nicht dargestellt ist, mit schwacher Knickung   
 EMI1.1 
 spiegel halten sollen, darf nicht stattfinden. Die Wannen el   e2,   e3 usw., deren Anzahl beliebig vergrössert werden kann, enthalten die Flüssigkeiten zum Waschen,   Entschwefeln,   Seifen (Entkupfern bei Kupferseide) usw.

   Die aus dem letzten Bade austretenden Fäden werden über eine durch k regelbar angetriebene Walze   h,   an deren Stelle auch eine Trockenvorrichtung treten kann, der Sammelvorrichtung   1   zugeführt, in welcher die Fäden auf Spulen, Kanetten od. dgl.   aufgewunden   werden ; diese Sammelvorrichtung kann gleichfalls als Troekenvorriehtung mit kontinuierlich auswechselbaren Aufnahmeorganen m (Fig. 2) ausgebildet sein. Fig. 3 zeigt die Anordnung der Haken i in den Wannen e. 



   Um den überraschenden Erfolg der Arbeitsweise darzutun, seien beispielsweise folgende Zahlen gegeben : Die Länge der Nachbehandlungsvorrichtung, bestehend aus Wannen e und   Zwischenrollen/,   
 EMI1.2 
 einer Geschwindigkeit von 40 bis 60 m in der Minute durch diese Vorrichtung, so ist die Gesamtnassbehandlung nach 10 bis 15 Sekunden beendigt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die so erzeugten Kunstseiden zeigen guten Glanz und gute Reissfestigkeiten und färben sich überraschend gleichmässig. Die   ungezwirnten Fadenbündel haften auch   ohne Anwendung eines Schlichtemittels so aneinander, dass ihre textile Weiterverarbeitung ohne Zwirnung möglich ist. 



   Gegenüber den bisher angewendeten Verfahren arbeitet das neue Verfahren sehr sicher und wirtschaftlich und unterscheidet sich insbesondere vorteilhaft von den Verfahren, die sieh zur Nachbehandlung der Kunstseidenspulen bzw.   Kunstseidenkuehen   der Traufenwäsche oder der   Saug- und Druckwäsche   
 EMI2.1 
 enthaltenen Unreinlichkeiten auf der Faser nicht festgehalten werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Kunstseide, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Abziehen der   frischgefällten   Gebilde durch eine Abzugsvorrichtung die gesamte Behandlung, wie Waschung, chemische Behandlung, Trocknung, unter Vermeidung jeder mechanischen Beanspruchung, wie Knickung, Streckung, Überkreuzung od. dgl., der Fadenbündel vorgenommen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunstseidenfäden mit Geschwindigkeiten von über 50 m in der Minute durch die Wasch-und Behandlungsvorrichtung geführt werden.
    3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäss den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch eine Abzugswalze (c) mit Regelvorrichtung (d), eine Reihe hintereinandergeschalteter Behandlungs- EMI2.2 mit welchen die Umlaufgeschwindigkeiten der Walzen (i) untereinander so verändert werden können, dass trotz der Längenveränderung der Kunstseidenfaden (a) diese stets mit dem gleichen Durchgang durch die Wannen (e) geführt werden können.
AT124714D 1929-10-18 1930-10-04 Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Kunstseide. AT124714B (de)

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BE (1) BE374241A (de)
FR (1) FR703749A (de)
GB (1) GB356975A (de)

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FR703749A (fr) 1931-05-05
BE374241A (de)
GB356975A (en) 1931-09-17

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