DE345883C - - Google Patents

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DE345883C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B1/00Mechanical separation of fibres from plant material, e.g. seeds, leaves, stalks
    • D01B1/10Separating vegetable fibres from stalks or leaves
    • D01B1/14Breaking or scutching, e.g. of flax; Decorticating
    • D01B1/30Details of machines
    • D01B1/40Arrangements for disposing of non-fibrous materials
    • D01B1/42Arrangements for disposing of non-fibrous materials employing liquids

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Spinnfasern aus dem vom Stengel gelösten Bast. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Spinnfasern aus dem vom Stengel gelösten Bast, insbesondere der Nesselpflanze.
  • Die Fasern des mechanisch oder chemisch vorbehandelten Gutes werden durch Abquetschen unter einem Flüssigkeitsspiegel, also in nassem Zustande von den Rindenbestandteilen getrennt. Zu diesem Zwecke wird der Bast in einen Bottich mit zweckmäßig heißem Wasser oder auch lockernder Flüssigkeit, wie z. B. Sodalösung, durch glatte Walzenpaare sowohl gequetscht wie gestreckt und kommt schließlich zur Endquetschung zu einem Kalander, immer aber innerhalb der Flüssigkeit. Der Kalander entfernt die bis zu ihm etwa noch nicht abgelösten Rindenbestandteile, so daß er zur Weiterbehandlung allein die spinnbaren Nutzfasern abgibt. Diese werden nach Entfernung aus dem Bottich gewaschen und getrocknet.
  • Um das Quetschen recht wirkungsvoll zu gestalten, empfiehlt es sich, die die Fasern enthaltenden Baststreifen der Quetschvorrichtung so zuzuführen, daß sie quer zu ihr durchlaufen.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer zur Ausführung des Verfahrens dienenden Vorrichtung dargestellt.
  • Die Vorrichtung hat einen Bottich i, der beispielsweise mit Wasser, zweckmäßig heißem, oder Lösungen, z. B. Sodalösung, gefüllt ist und mit einer Heizschlange ia versehen sein kann. Das mechanisch, z. B. durch Walken oder chemisch vorgeweichte, vom Stengel bereits befreite Bastgut wird auf ein Förderband 2 gegeben, das über zwei Walzen ,3 und 4 läuft. Die untere Walze 4 liegt unterhalb des Flüssigkeitsspiegels. In ihrer Nachbarschaft ist ein glattes Walzenpaar I angeordnet, durch das das Gut hindurchgeht, wobei es festgehalten, etwas gequetscht und nach einem weiteren Walzenpaar II geleitet wird:, das schneller umläuft als c.as erste und das Gut daher streckt. Im zweiten Walzenpaar wird das Gut ebenfalls etwas gequetscht und zu weiterer Streckung durch ein drittes Walzenpaar III festgehalten. Sämtliche Walzenpaare sind so angeordnet,daß das Gut auf seinem Wege unter dem Spiegel der Flüssigkeit im Bottich i bleibt. Um bei Störungen im Gange das Gut immer wieder gegen das nächste Walzenpaar zu leiten, kann man Druckflüssigkeit von unten gegen das Gut strömen lassen, z. B. durch das zwischen dem ersten und zweiten Paar angedeutete Wasserrohr 5.
  • Vom Walzenpaar III geht das Gut auf einen Kalander 6, der die von den Streckwalzen I-III noch nicht entfernten Rindenbestandteile abquetscht. Die Anzahl der Streck- und Quetschvorgänge ist beliebig. Man kann bei entsprechender Vorbereitung und Behandlung des Gutes auch mit nur einer Quetschung auskommen; auch brauchen zum Strecken und Quetschen nicht notwendig Walzen verwendet zu werden. Wenn man auf die maschinelle Parallellagerung des Gutes verzichten will, kann man die vor dem Kalander -6 liegenden Streckwalzenpaare I bis III fortlassen.
  • Die aus dem Kalander in die Bottichflüssigkeit tretenden, von Rindenbestandteilen befreiten Fasern gelangen mittels eines Fördertuches 8 zu einem Spülbottich und dann in einü Trockenkammer.
  • Bei der beschriebenen Behandlung werden die Fasern in ihrer ursprünglichen Länge erhalten und auch - im Gegensatz zu bekannten Streckvorgängen bei anderen Faserarten -nicht durch Zacken oder Riffelungen geknickt und in ihrer Güte beeinträchtigt.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: i. Verfahren zur Gewinnung von Spinnfasern aus dem vom Stengel gelösten Bast, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern des Gutes nach mechanischer oder chemischer Vorbehandlung durch Abquetschung unter einem Flüssigkeitsspiegel, also in nassem Zustand von den Rindenbestandteilen getrennt werden.
  2. 2.- Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Fasergut in der Flüssigkeit durch glatte Walzenpaare sowohl gequetscht wie gestreckt wird.
  3. 3. Verfahren -nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei das Gut behandelnden Organen ein Flüssigkeitsstrahl von unten gegen das Gut gerichtet wird.
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