AT114082B - Zugsicherungsanlage. - Google Patents

Zugsicherungsanlage.

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AT114082B
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Reichsbahn Ges Reichsbahn Zent
Knorrbremse Ag
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Description


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  Zugsicherungsanlage. 



   Gegenstand der Erfindung ist eine Zugsicherungsanlage mit je einem dem Vor-und dem Hauptsignal zugeordneten, auf der Strecke angeordneten Beeinflussungspunkte, durch deren Wirksamwerden eine gleichartige Beeinflussung erfolgt, wenn nicht durch die Bedienung einer Wachsamkeitsvorrichtung das Ergebnis einer Beeinflussung (Zwangsbremsung) willkürlich verhindert wird, was dann geschieht, wenn sich der Zug einem in Warnstellung befindlichen Vorsignal nähert und der Lokomotivführer dessen Warnstellung rechtzeitig erkannt hat. Es muss dann dafür Sorge getragen werden, dass die Wachsamkeitsvorrichtung nach der Bedienung in die die Wirkungsbereitschaft der gesamten Anlage sichernde Grundstellung selbsttätig zurückgeführt wird, damit beim Erreichen des nächsten Beeinflussungspunktes die Zugsicherungsanlage wieder wirkungsbereit ist. 



   Das Schema der   Zugsicherungsanlage   nach der Erfindung ist auf der Zeichnung in Fig. 1 dargestellt, während Fig. 2 das Streckenschema mit den Beeinflussungspunkten veranschaulicht. 



   Mit A, ist der Anker eines Elektromagneten EI bezeichnet, der das Übertragungsventil U steuert und bei Erregung geschlossen hält.   E2   ist ein zweiter Elektromagnet, dessen Anker   A2   unter dem Einfluss des Auslösezylinders D steht. H ist die Druckmittelquelle für den Betrieb der an der Lokomotive befindlichen Sicherheitsvorrichtung.   Zweckmässigerweise   wird der Hauptluftbehälter der Druckluftbremsanlage als solche benutzt. V ist der unter der Wirkung einer Rückstellvorrichtung (Feder) stehende Wachsamkeitshebel, der mit dem darunter im Querschnitt gezeichneten Hahn verbunden ist. St ist ein Steuerventil mit dem Steuerschieber S, der die Kanäle a, b,   c   und   d   im Schieberspiegel beherrscht und eine Schiebermusehel m besitzt.

   Die Normal-oder Grundstellung des Schiebers und des Wachsamkeitshebels ist mit I, die Gebrauchslage mit II bezeichnet. Wie aus dem unteren Teil der Fig. 1 ersichtlich, steht der Wachsamkeitshebel V unter dem Einfluss eines Sperrzylinders B. W ist ein Wegventil, dessen bauliche Einrichtung verschiedener Art sein kann.      und   R2   sind Registriervorrichtungen. 



  N ist ein durch einen Kolben gesteuertes Notbremsventil, das mit einer Sperrvorrichtung s verbunden 
 EMI1.1 
 der Umsteuervorrichtung, G ist eine diese in der Mittellage eventuell sperrende Sperrvorrichtung, F ein Absperrhahn. 



   Da der dem Vorsignal Vs zugeordnete Beeinflussungspunkt Bv in einer bestimmten Entfernung von diesem zwischen ihm und dem Hauptsignal   Hs   angeordnet ist, so sind hinsichtlich der selbsttätigen Rückstellung der Wachsamkeitsvorrichtung   V-S- < S in   die Grundstellung zwei Möglichkeiten zu berücksichtigen, je nachdem ob das Vorsignal beim Eintreffen des Fahrzeugs am ersten Beeinflussungs- 
 EMI1.2 
 erfolgt die Rückführung der Wachsamkeitsvorrichtung durch die Einwirkung des wirkungsbereiten Beeinflussungspunktes Bv auf die   Lokomotiveinriehtung,   indem er mechanisch, pneumatisch oder elektrisch dasjenige Ventil   der ÜBertragungsvorrichtung ! 7   öffnet, das die Druckmittelquelle mit dem Sperrzylinder B verbindet,

   wodurch eine Sperrung der aus der Grundstellung in die Gebrauchslage gebrachten Wachsamkeitsvorrichtung V-St-S aufgehoben wird. Gleichzeitig erfolgt selbsttätig das Schliessen des Übertragungsventils U, indem ein Zweigstrom des zum Sperrzylinder B fliessenden Druckluftstromes zu dem Auslösezylinder D hingeführt wird,. der durch mechanische oder elektrische Betätigung den Abschluss des genannten Ventils veranlasst.

   

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 EMI2.1 
 Vorrichtung, deren bauliche Durchbildung verschieden sein kann und die durch die Betätigung der Wachsamkeitsvorrichtung wirkungsbereit wird und nach   Zurücklegen   eines bestimmten Weges die vorerwähnte Sperrvorrichtung B für die Wachsamkeitsvorrichtung   V-SttS auf   einem andern als dem vorher angedeuteten Wege auslöst und dadurch die   Zurückführung   der Wachsamkeitsvorrichtung in die Grundstellung und die eigene Ausschaltung und Rückkehr in die Normallage bewirkt. 



   Weiterhin ist die Zugsicherungsanlage nach der Erfindung dadurch ausgezeichnet, dass von den vorhandenen   Zählwerken Rl R2 das   eine (R2) jede Bedienung der Wachsamkeitsvorrichtung, das andere   (R1)   jede Beeinflussung des Übertragungsventils durch einen der Streckenbeeinflussungspunkte auch dann anzeigt, wenn eine Zwangsbremsung dadurch nicht veranlasst wird. 



   Die Zwangsbremsung erfolgt bei dieser Anlage, wenn bei in Warn-bzw. Haltstellung befindlichen Signalen die Wachsamkeitsvorrichtung nicht bedient wird, durch das Notbremsventil   N,   das infolge des Ansprechens des Übertragungsventils   U unter   dem Einfluss eines der Beeinflussungspunkte durch den auf seinen Steuerkolben ausgeübten Druck die Hauptleitung mit der freien Luft verbindet und in der entsprechenden Stellung gesperrt wird. Die Aufhebung der Sperrung erfolgt durch das Druckknopfventil   C,   das in geöffnetem Zustand die Druckmittelquelle mit dem Kolben der Sperrvorrichtung s des Notbremsventils N verbindet und diesen anhebt.

   Das   Schliessen des   nunmehr entsperrten Notbremsventils   N   erfolgt durch Federdruck, den der in der Hauptleitung L etwa noch vorhandene Druck unterstützt. Durch das Öffnen des Druckknopfventils   0   wird gleichzeitig der Auslösezylinder D beaufschlagt, der das durch die Einwirkung des Beeinflussungspunktes geöffnete Übertragungsventil U mittelbar oder unmittelbar schliesst. 



   Steht   das Übertragungsventil U   unter dem Einfluss eines Elektromagneten und wird der Erregerstrom durch eine Maschine (Turbodynamo) geliefert, so ist dafür Sorge getragen, dass vor dem Abstellen des Generators das Übertragungsventil U in der Abschlussstellung gesperrt werden kann, um bei still-   gesetzter Lokomotive (Aufenthalt im Lokomotivschuppen u. dgl. ) eine nicht erwünschte Zwangs-   bremsung und den Verlust des   Hauptbehälterdruckes   zu vermeiden.

   Anderseits ist die Einrichtung derart getroffen, dass bei   gesperrtem Übertragungsventil U,   d. h. bei der Ausschaltung der gesamten Zugbeeinflussungseinrichtung, die Lokomotive nicht in Bewegung gesetzt werden kann, indem ein bekannter Hahn F, der nur bei in Mittelstellung befindlicher Umsteuerungsvorrichtung M bewegt werden kann, geöffnet wird, wodurch mittels der bekannten Sperrvorrichtung   G   die Umsteuerungsvorrichtung M gesperrt wird und zugleich die Druckmittelquelle mit einem Sperrzylinder in Verbindung gebracht wird, dessen Kolben das Übertragungsventil   ! 7 geschlossen hält.   



   Gegenstand der Erfindung ist lediglich das oben erläuterte Schema der Zugsicherungsanlage mit den an sich bekannten, auf der Strecke   in Abhängigkeit   von den Signalen   angeordneten Beeinflussungs-   punkten, dem an der Lokomotive befindlichen Übertragungsventil, der Wachsamkeitsvorrichtung, die der willkürlichen Verhinderung einer Zwangsbremsung durch ein ebenfalls an sich bekanntes Notbremsventil dient, bei der die Möglichkeit besteht, die selbsttätige   Rückführung   der Wachsamkeitsvorrichtung in die Grundstellung entweder durch Einwirken eines   Streckenbeeinflussungspunktes   auf die Lokomotiveinriehtung oder-wenn dessen Wirkung bei in Fahrstellung befindlichem Signal aus-   fällt-durch   ein Wegventil zu veranlassen, zu dem Zweck,

   die Einrichtung wieder in den Zustand der Wirkungsbereitschaft zu setzen, bevor das Triebfahrzeug den nächsten Beeinflussungspunkt erreicht hat. 



   Ferner liegt das Wesen der Erfindung in der Anordnung eines in bezug auf bauliche Einzelheiten bekannten Registrierwerkes, das sich dadurch auszeichnet, dass es mittels eines Schreibapparates jede Bedienung der Wachsamkeitsvorrichtung, mittels eines zweiten Schreibapparates jedes Einwirken eines Beeinflussungspunktes auf das   Übertragungsventil U vermerkt, ohne Rücksicht   darauf, ob eine Bremsung zustande kommt oder nicht, und dass durch die Bedienung des Druckknopfventils sowohl die Sperrung des bei der Zwangsbremsung die Hauptleitung entlüftenden Notbremsventils aufgehoben, als auch die Wirkungsbereitschaft des Übertragungsventils wiederhergestellt wird. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Eine Zugsicherungsanlage, bei der ein in bestimmter Entfernung vom Vorsignal von diesem abhängiger, zwischen ihm und dem Hauptsignal und ein am letzteren angeordneter, von diesem abhängiger Beeinflussungspunkt vorgesehen sind, durch die bei in Warn-bzw. Haltstellung befindlichen Signalen eine Zwangsbremsung gleicher Art (Schnellbremsung) ausgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine die willkürlich Verhütung der Zwangsbremsung ermöglichende Wachsamkeitsvorrichtung (V-St-S) bei in Wirksamkeit verbleibenden ersten Beeinflussungspunkt (Bv) (Warnstellung des Vorsignals) durch dessen Einwirkung auf das an der Lokomotive befindliche Übertragungsventil (U)
    die selbsttätige Rückstellung der in der Gebrauchslage gesperrten Wachsamkeitsvorrichtung V-- in die Normallage und den selbsttätigen Schluss des Übertragungsventils (U) veranlasst, wohingegen bei unwirksam gewordenem ersten Beeinflussungspunkt (Bv) (Fahrtstellung des Vorsignals) ein mit der Bedienung der Wachsamkeitsvorrichtung eingeschaltetes Wegventil (W) die Wachsamkeitsvorrichtung <Desc/Clms Page number 3> (V-St-S) in die Normallage zurückstellt und sich selbst ausser Wirksamkeit setzt, u. zw. nachdem das Fahrzeug vom Augenblick der Bedienung der Wachsamkeitsvorrichtung an bis zu deren Zurückverlegung einen Weg zurückgelegt hat, der kleiner ist als die Entfernung zwischen den beiden Beeinflussungspunkten.
    2. Zugsicherungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Registrierwerk bekannter Art mit zwei Schreibvorrichtungen mittels der einen Schreibvorrichtung (R2) jede Bedienung der Wachsamkeitsvorrichtung, mittels der andern Schreibvorrichtung ss jede Beeinflussung des Übertragungsventils (U) aufzeichnet.
    3. Zugsicherungsanlage nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Druckknopfventil (C) das in geöffnetem Zustand gesperrte Notbremsventil (N) zum Schliessen frei gegeben und gleichzeitig ein für die Rückstellung des Übertragungsventils (U) vorgesehener Schalt- zylinder (D) mit dem Druckmittel beaufschlagt wird. EMI3.1
AT114082D 1927-05-12 1928-05-03 Zugsicherungsanlage. AT114082B (de)

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