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Anflaufrollgang für Kiihlbetten von Walzwerkem.
Die Erfindung hetrifft eine Weiterausbildung des Auflaufrollganges für Kühlbetten von Walzwerken nach Patent Nr. 105573. Bei dieser Einrichtung ist der Zuführungsweg für das Walzgut durch ortsfeste, mit dachförmigen, nach der Kühlbettseite geneigten Gleitbahnen versehene Zwischenwände in mehrere nebeneinanderliegende Rinnen unterteilt. Auf die Gleitbahnen werden die auf dem Rollgang in zwei oder mehreren Reihen ankommenden Walzstäbe mittels einzelner über die ganze Länge des Rollganges verteilter Schubstempel gehoben, von denen dann die Walzstäbe nach dem Kühlbett abrutschen. Durch mehrere über dem Rollgang angeordnete, besondere Teilleisten wird dann noch jede der nebeneinanderliegenden Auslaufrinnen unterteilt.
Gemäss der Erfindung ist die Hubvorrichtung jeder Rinne so ausgebildet, dass sie im angehobenen Zustande zugleich als Teilleiste wirkt. Auf diese Weise wird die Anordnung besonderer Teilleisten in jeder der Auslaufrinnen entbehrlich. Ferner sind die Gleitflächen an den Zwischenwänden nicht, wie bei der Einrichtung des Hauptpatentes starr, sondern gelenkig mit den Schrägwänden verbunden, um eine leichte Zugänglichkeit der Rinnen zu gewährleisten.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt die Auslaufrinnenanordnung im Querschnitt. Fig. 2 im Längsschnitt, Fig. 3 eine weitere Ausführungsform der Rinne nach Fig. 1 im Querschnitt. Fig. 4 zeigt eine weitere
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Neben dem Kühlbett 1 sind die beiden Auslaufrinnen 2 und 3 angeordnet. Jede dieser Rinnen besteht aus einem ortsfesten Rinnenteil 4, 4'und einem heb-und senkbaren Rinnen- tl'j] 5, 5'. Der bewegliche Rinnenteil 5 der Auslaufrinne, 2 stützt sich auf einen Träger C. der mittels eines oder mehrerer auf der Welle 7 gelagerter Winkelhebel 8 gehoben oder gesenkt werden kann. Zum Heben des Rinnenteils 5'der Auslaufrinne 3 kann die gleiche Einrichtung dienen. Beide Auslaufrinnen : 2, B sind durch die ortsfeste Wand 9 getrennt, die über die Rinne 3 nach oben hinausragt und die an ihrem oberen Ende eine die Auslaufrinne 3 überbrückende dachförmige Ableitvorrichtung 10 trägt.
Diese Ableitvorrichtung 10 ist durch Bolzen 11 gelenkig mit der Rinnentrennwand verbunden. damit sie (10) aufgeklappt werden kann. um den Zugang zur inneren Rinne 3 zu erleichtern. Die Klappe 10 wird durch einen sich gegen die Wand 9 lehnenden Ansatz 12 in ihrer Arbeitsstellung gehalten. Beim Ein-
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bewegliche Rinnenteil 5 in seiner angehobenen (punktierten) Stellung (Fig. 1). Infolge der bekannten Wirkung durch die Schrägstellung der Förderrollen 13 legt sich das Walzgut gegen den angehobenen Rinnenteil 5. Nach Senken des Rinnenteiles wandert das Walzgut auf diesen hinüber und legt sich gegen die Rinnenwand 9.
Es wird dann durch den Rinnenteil 5 bis in Höhe der Ableitvorrichtung 10 der Wand 9 angehoben, rutscht von der geneigten Bodenfläche des Rinnenteiles 5 selbsttätig auf die Ahleitvorrichtung 10 und von dieser auf das Kühlbett 1. Das gleichzeitig in den ortsfesten Rinnenteil der Auslaufrinne 3 eingelaufene
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dieses Rinnenteils unter Einwirkung der schrägen Förderrollen auf denselben und legt sich gegen die Kühlbettwandung 14. Dann wird der Rinnenteil 5'bis zur Oberkante des Kühlbettes angehoben, wo das Walzgut von dem geneigten Rinnenboden von selbst auf das Kühlbett hinübergleitet.
Bei der in Fig. 3 dargestellten weiteren Ausführungsform sind die beiden Auslaufrinnen 2, 3 treppenförmig nach dem Kühlbett zu abgesetzt. Hiedurch ergibt sich eine besonders zweckmässige Anordnung der Auslaufrinnen. Die Rollen 15 des Förderrollganges sind geneigt gelagert und haben eine der Abstufung der Auslaufrinnen entsprechend abgesetzte kegelförmige Mantelfläche. Die Rinnentrennwand ist schräg angeordnet und ebenso die beweglichen Rinnenteile 5, 5'. Der Antrieb dieser Teile erfolgt durch Schwinghebel ss,-, die von je einer Welle 17, 17'betätigt werden. Die Arbeitsweise der Rinnen ist genau die gleiche wie die der in Fig. 1 dargestellten Auslaufrinnen.
An Stelle der in Fig. 1 und 3 dargestellten Hubvorrichtung können auch Klappen M verwendet werden (Fig. 4 und 4a), die in der Längsrichtung der Rinnen hintereinander angeordnet sind und einen Teil des Rinnenboden bilden. Die Klappen 31 erstrecken sich etwa über die halbe Breite der Rinnen 32, 33 und liegen entlang der Zwischenwand B4 und des Randes 35 der Rinne 33. Durch Anheben der Klappen, mittels beliebiger Hebevorrichtung wird das Walzgut aus den Rinnen emporgehoben und rutscht dann von der Gleitkante der Klappen auf die Leitflächen 34 bzw. auf das Kühlbett 1 ab.
Die Ausgestaltung der Förderrinnen kann auch eine andere sein, ebenso ist die Hebevorrichtung für die beweglichen Rinnenteile beliebig. Die Ableitvorrichtung jeder Rinnentrennwand kann mit der Hubvorrichtung jeder Rinne so gekuppelt werden, dass sie bei Betätigung der Hubvorrichtung durch diese in Arbeitsstellung gebracht wird, beim Senken der Hubvorrichtung aber aufgeklappt wird, um so den Zugang zu der von ihr überbrückten Rinne bzw. Rinnen zu ermöglichen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Auflaufrollgang für Kühlbetten bei Walzwerksanlagen mit zwei oder mehreren nebeneinander angeordneten Walzgutzuführungsrinnen nach Patent Nr. 105573, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubvorrichtung jeder Rinne so ausgebildet ist, dass sie im angehobenen Zustand zugleich als Teilleiste wirkt und dass die nach dem Kühlbett hin geneigten, an den Rinnenzwischenwänden angeordneten Gleitbahnen gelenkig mit diesen verbunden sind.