Die Erfindung betrifft eine Stanz- und Bindemaschine für Blattstapel mit einem
Stanzmechanismus, der einen einseitig durch eine Stanzmatrize begrenzten
Einschubspalt vorzugsweise mit verstellbaren Tiefen- und/oder Seitenanschlägen
für die mit einer Reihe von randnahen Bindelöchern zu versehenden
Blätter des Blattstapels aufweist, und der eine Anzahl von entlang
dem Einschubspalt in definierten Abständen voneinander angeordneten, über
ein erstes Betätigungsorgan quer durch den Einschubspalt und die
Stanzmatrize hindurch bewegbaren Stanzmessern aufweist, wobei vorzugsweise
einzelne Stanzmesser als Schaltmesser wahlweise von den übrigen
Stanzmessern entkuppelbar sind, und mit einem Bindemechanismus zum
Binden des Blattstapels mittels eines durch die Bindelöcher hindurchgreifenden
elastischen Binderückens, der zwei Spreizkörper zum Aufspreizen des
Binderückens aufweist, die über ein zweites Betätigungsorgan vorzugsweise
durch einen verstellbaren Anschlag begrenzt relativ zueinander bewegbar
sind.
Kombinierte Stanz- und Bindemaschinen dieser Art (EP-A-727327, EP-A-864441)
weisen verschiedene Verstellmechanismen für den Tiefenanschlag
und den Seitenanschlag des Stanzmechanismus und für die Begrenzung der
Spreizkörper des Bindemechanismus auf, die jeweils getrennt voneinander
von Hand einzustellen sind. Der Stanzmechanismus weist einen Betätigungshebel
auf, dessen Drehbewegung in eine Translationsbewegung der
Stanzmesser umgesetzt wird. Um unterschiedliche Lochmuster zu erzielen,
sind einzelne, auf einem Messerträger angeordnete Stanzmesser wahlweise
von Hand entkuppelbar. Des weiteren ist dort ein Bindemechanismus mit
zwei Spreizkörpern vorhanden, die eine Vielzahl von Hakenelementen zum
Einhängen des Binderückens aufweisen und die mit Hilfe eines als Betätigungshebel
ausgebildeten Betätigungsorgans unter Aufspreizen eines eingehängten
Binderückens auseinander gefahren werden können. In Anpassung
an die Größe des ausgewählten Binderückens kann die Weite der Aufspreizung
über einen von Hand verstellbaren Anschlag begrenzt werden. Bei
den bekannten Stanz- und Bindevorrichtungen wird als nachteilig angesehen,
daß die vielen Einstellungen, die vor einem Stanz- und Bindevorgang
vorzunehmen sind, zeitaufwendig und unübersichtlich sind und daher leicht
zu Fehlbedienungen führen können.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die bekannten
Stanz- und Bindemaschinen der eingangs angegebenen Art dahingehend zu
verbessern, daß die Einstellvorgänge vereinfacht und die Fehlbedienungsgefahr
weitgehend vermieden wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe werden die in den Ansprüchen 1, 3 und 5 angegebenen
Merkmalskombinationen vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen.
Die erfindungsgemäße Lösung geht von der Erkenntnis aus, daß die verschiedenen
an der Stanz- und Bindemaschine vorzunehmenden Einstellungen
unter Berücksichtigung der jeweils vorhandenen Blattformate und Stapelabmessungen
teilweise miteinander korrelieren. In Anwendung dieser
Erkenntnis werden erfindungsgemäß mehrere Verstelleinrichtungen so miteinander
gekoppelt, daß bei jedem Größenwechsel des Stanz- und Bindeguts
nur wenige, übersichtliche Einstellungen notwendig sind.
Um dies zu erreichen, ist gemäß der Erfindung eine Meßanordnung zur Bestimmung
der Dicke des zu bindenden Blattstapels vorgesehen, die mit einer
Einrichtung zur Verstellung des Begrenzungsanschlags des Bindemechanismus
und/oder einer Einrichtung zur Verstellung des Tiefenanschlags im
Einschubspalt des Stanzmechanismus und/oder mit einer Einrichtung zur
Anzeige der auszuwählenden Binderückengröße nach Maßgabe der
gemessenen Blattstapeldicke gekoppelt ist.
Vorteilhafterweise weist die Meßanordnung eine Meßkammer zur Aufnahme
des zu bindenden Blattstapels sowie ein in die Meßkammer eingreifendes
Meßorgan auf, welch letzteres mit der Verstelleinrichtung für den Begrenzungsanschlag
und/oder den Tiefenanschlag und/oder mit der Anzeigeeinrichtung
für die Bandrückengröße gekoppelt ist.
Vorteilhafterweise weist die Meßkammer einen Boden zum Aufstellen einer
der Kanten sowie eine vom Boden aus schräg nach oben weisende Anlagefläche
für die rückwärtige Breitseite des Blattstapels auf, während das Meßorgan
einen gegen die vordere Breitseite des Blattstapels anschlagenden
Ausleger aufweist. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn das
Meßorgan um eine zur Auflagefläche parallele Achse drehbar ist und mit
seinem Ausleger in die Meßkammer eingreift.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß einer der
beiden Spreizkörper mit einem als Schieber ausgebildeten Betätigungsorgan
gegenüber dem anderen Spreizkörper bis zu dem Begrenzungsanschlag
verschiebbar ist. Dabei kann einer der beiden Spreizkörper gerade und der
andere winkelförmig gebogene Spreizorgane aufweisen. Als vorteilhaft hat
es sich erwiesen, wenn der Spreizkörper mit den geraden Spreizorganen
verschiebbar ist und der andere Spreizkörper feststeht.
Je nach Auswahl der Binderückengröße können mit dem Bindemechanismus
mehr oder weniger dicke Blattstapel gebunden werden. Mit dem vorhandenen
Stanzmechanismus können jedoch nur eine beschränkte Anzahl
Blätter gestanzt werden. Beim Binden dicker Blattstapel müssen daher zum
Stanzen dünnere Teilstapel herausgegriffen und nach dem Stanzen im Bindemechanismus
zusammengefügt werden. Um das Herausgreifen geeigneter
Teilstapel zu erleichtern, ist gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung eine Meßkammer zur Aufnahme jeweils eines zu bindenden Blattstapels
vorgesehen, mit einem Boden zum Aufstellen einer der Stapelkanten
sowie einer schräg vom Boden aus nach oben weisenden Anlagefläche für
eine der Breitseitenflächen des Blattstapels, wobei der Boden mehrere zur
Anlagefläche hin absteigende Stufen aufweist. Die Breite der Stufen ist dabei
kleiner als die Weite des Einschubspalts des Stanzmechanismus. Mit diesen
Maßnahmen wird erreicht, daß Teilstapel geeigneter Dicke stufenförmig über
die Meßkammer oder das Stapelmagazin überstehen, so daß sie nacheinander
ergriffen, in den Stanzmechanismus eingeführt und im Bindemechanismus
abgelegt werden können.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1a
- und b eine schaubildliche Darstellung einer kombinierten Stanz-
und Bindemaschine in aufgeklapptem und zusammengeklapptem
Zustand;
- Fig. 2a
- eine schaubildliche Darstellung der Bindemaschine nach Fig. 1a
und b mit abgenommenem Einstellrad für die Formateinstellung;
- Fig. 2b
- und c einen Längsschnitt durch die Stanz- und Bindemaschine
nach Fig. 2a in schaubildlicher Darstellung mit und ohne Messerwelle;
- Fig. 2d
- einen Längsschnitt durch die Stanz- und Bindemaschine nach
Fig. 2a;
- Fig. 3a
- eine schaubildliche Explosionsdarstellung des Verstellmechanismus
für den Seitenanschlag mit Nockenwelle für die Schaltmesser;
- Fig. 3b
- eine Seitenansicht des Verstellmechanismus nach Fig. 3a im
montierten Zustand in teilweise geschnittener Darstellung;
- Fig. 4a
- eine schaubildliche Explosionsdarstellung der Messerwelle mit
Stanzmessern und Nockenwelle für die Ansteuerung der
Schaltmesser;
- Fig. 4b
- eine schaubildliche Ansicht der Messerwelle im montierten Zustand;
- Fig. 5a
- eine Stirnseitenansicht der Messerwelle mit Nockenwelle und
Schaltmesser;
- Fig. 5b
- und c einen Schnitt durch die Messerwelle bei gekuppeltem und
entkuppeltem Schaltmesser;
- Fig. 6
- eine schaubildliche Darstellung der Meßanordnung für die Bestimmung
der Stapeldicke und der mit dieser gekoppelten Verstellmechanismen
für die Tiefeneinstellung im Einschubspalt und
für die Verstellung des Begrenzungsanschlags für den Bindemechanismus.
Die in der Zeichnung dargestellte Stanz- und Bindemaschine ist zum Stanzen
und Binden von Blattstapeln unterschiedlicher Dicke und mit verschiedenen
Blattformaten bestimmt. Die Stanz- und Bindemaschine umfaßt einen
Stanzmechanismus 10 mit einem Einschubspalt 12 für die mit einer Reihe
von randnahen Bindelöchern zu versehenden Blätter 14, einen Bindemechanismus
16 zum Binden des Blattstapels im Bereich der Bindelöcher mittels
eines nicht dargestellten, elastisch aufspreizbaren Binderückens, ein
gegenüber dem Maschinengehäuse 18 zwischen einer Arbeitsstellung (Fig.
1a) und einer Ruhestellung (Fig. 1b) verschwenkbares Blattmagazin 20 mit
Meßkammer 22, und eine in die Meßkammer des Blattmagazins 20 eingreifende
Meßanordnung 24 für die Dickenmessung des in der Meßkammer befindlichen,
nicht dargestellten Blattstapels. Weiter vorgesehen sind eine Anordnung
26 für die Formateinstellung, ein mit einer Messerwelle 28 gekuppelter
Betätigungshebel 30 für die Betätigung der auf der Messerwelle angeordneten
Stanzmesser 46, 56 des Stanzmechanismus 10 und ein als Schieber
ausgebildetes Betätigungsorgan 34 für die gegenseitige Aufspreizung
der den Bindemechanismus 16 bildenden Spreizkörper 36,38.
Wie aus Fig. 2d und 4b zu ersehen ist, weist die an ihrem einen Ende 40 mit
dem Betätigungshebel 30 kuppelbare Messerwelle sich über eine Teillänge
der Messerwelle erstreckende, radial überstehende Aufnahmerippen 42 für
Stanzkörper 44 auf. Die Stanzkörper 44 weisen mehrere in Umfangsrichtung
über die Aufnahmerippen 42 überstehende und in axialen Abständen voneinander
angeordnete Stanzmesser 46 auf, die an ihrer Stirnseite eine
Stanzschneide 48 tragen. Die Stanzkörper 44 mit den Stanzmessern 46 sind
im montierten Zustand koaxial zur Achse 50 der Messerwelle 28 gekrümmt.
Die einzelnen Stanzmesser 46 der Stanzkörper 44 sind in Umfangsrichtung
unterschiedlich lang, so daß sie beim Stanzvorgang in verschiedenen Winkelstellungen
des Betätigungshebels 30 wirksam werden. Dadurch werden
die zu überwindenden Stanzkräfte reduziert. Die Stanzkörper 44 werden über
die Bohrungen 52 auf nicht dargestellten Zapfen der Aufnahmerippen 42
gegen ein Verschieben in Umfangsrichtung und in axialer Richtung fixiert.
Auf der Messerwelle 28 sind bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel außerdem
drei in unterschiedlichen axialen Positionen befindliche Schaltmesser
54 angeordnet, die in Umfangsrichtung überstehende gekrümmte Stanzmesser
56 aufweisen und über eine Nockenwelle 58 wahlweise mit der Messerwelle
28 formschlüssig kuppelbar sind.
Der Einschubspalt 12 ist auf der den Stanzschneiden 48 der Stanzmesser
46 und 56 gegenüberliegenden Seite durch eine Stanzmatrize 60 begrenzt,
die in gleichen Abständen voneinander angeordnete Durchtrittsöffnungen 62
für die Stanzmesser 46,56 aufweisen und die auf ihrer dem Einschubspalt 12
abgewandten Seite in einen Aufnahmebehälter 64 für Stanzabfälle münden.
Beim Stanzvorgang wird der Betätigungshebel 30 von einer nach oben weisenden
Ausgangsposition in die in Fig. 1a gezeigte Endposition verschwenkt.
Dabei gelangen die Stanzmesser 46,56 mit ihren Stanzschneiden
48 nacheinander in den Einschubspalt 12 und die Durchtrittsöffnung 62 der
Stanzmatrize 60 und erzeugen auf diese Weise die randnahen Bindelöcher
in den im Einschubspalt befindlichen Blättern 14.
Um die Bindelöcher richtig im Rand der Blätter 14 zu positionieren, müssen
vor dem Stanzvorgang einige Einstellungen vorgenommen werden. Dazu
dient einmal die Anordnung 26 zur Auswahl des Blattformats und zum anderen
die Meßanordnung 24 zur Bestimmung der Stapeldicke und zur Einstellung
der davon abhängigen Einstellparameter.
Mit Hilfe der Anordnung 26 für die Formateinstellung wird innerhalb des Einschubspalts
12 ein Anschlag 66 für die zu stanzenden Blätter 14 eingestellt.
Außerdem werden damit die Schaltmesser 54 nach Maßgabe des vorgegebenen
Formats zugeschaltet oder abgeschaltet. Damit wird eine symmetrische
Lochanordnung entlang dem Lochrand erzielt und gleichzeitig vermieden,
daß es zu Durchstanzungen von Seitenkanten kommt. Der Seitenanschlag
66 befindet sich am einen Ende eines Stößels 68, der an seinem anderen
Ende mit einem Gleitstein 70 in eine Verstellkurve 72 eines Kurvenrands
74 eingreift. Das Kurvenrad 74 ist drehfest und axial verschiebbar an
einem Drehknopf 76 gelagert, der seinerseits verschiebefest in einem Drehlager
des Maschinengehäuses 18 drehbar gelagert ist. Auf dem Drehknopf
ist außerdem ein Feinverstellknopf 78 verschiebefest und drehbar gelagert.
Dieser greift mit drei in gleichen Winkelabständen voneinander angeordneten
Auslegern 80 durch teilkreisförmige Schlitze 82 des Drehknopfs 76 hindurch.
An den freien Enden der Ausleger 80 befinden sich Gleitsteine 84, die
in drei im Winkelabstand voneinander angeordnete, gleichartige schraubenförmige
Verstellkurven 86 des Kurvenrads 74 eingreifen. Damit kann über
den Feinverstellknopf 78 das Kurvenrad 74 und damit der Seitenanschlag 66
axial gegenüber dem Drehknopf 76 und dem Einschubspalt 12 verschoben
werden.
Mit dem Drehknopf 76 ist außerdem eine Nockenwelle 58 dreh- und verschiebefest
verbunden. Die Nockenwelle 58 greift in eine zur Seite des
Drehknopfs 76 hin offene Zentralbohrung 90 der Messerwelle 28 ein und
weist an den axialen Positionen der auf der Messerwelle 28 um die Achse 50
drehbar angeordneten Schaltmesser 54 jeweils eine Nockenkurve 92 auf.
Wie aus den Fig. 5a bis c zu ersehen ist, wird über die Nockenkurven 92 der
Nockenwelle 58 ein in einem radialen Durchbruch 94 der Messerwelle 28
angeordneter Sperrstift 96 radial positioniert. Der Sperrstift 96 steht unter der
Einwirkung einer im Schaltmesser 54 abgestützten Feder 98, die ihn gegen
die Nockenkurve 92 drückt. Je nach Drehstellung der jeweiligen Nockenkurve
92 greift der Sperrstift 96 in ein zur Messerwelle 28 offenes Sackloch 100
ein oder ist aus diesem herausgerückt. In der Eingriffstellung des Sperrstifts
ergibt sich eine formschlüssige Verbindung des betreffenden Schaltmessers
54 mit der Messerwelle 28, während in der ausgerückten Stellung der
Formschluß entfällt und das Schaltmesser 54 in einer Umfangsnut 102 der
Messerwelle 28 koaxial zur Achse 50 verdrehbar ist (Abschaltstellung).
Der Drehknopf 76 trägt an seinem Umfang eine Skala 103, über die das
Blattformat einstellbar ist. Bei dieser Einstellung werden gleichzeitig der Seitenanschlag
66 eingestellt und die zugehörigen Schaltmesser 54 ausgewählt.
Um Formatabweichungen beispielsweise in einem Deckblatt des zu
bindenden Blattstapels berücksichtigen zu können, kann über den Feinverstellknopf
78 der Seitenanschlag 66 ohne Verstellung der Schaltmesser 54
justiert werden.
Über die Meßanordnung 24 kann die Dicke des zu bindenden Blattstapels
bestimmt werden. Zu diesem Zweck wird der Blattstapel in die Meßkammer
22 des Blattmagazins 20 eingestellt und mit seiner rückwärtigen Breitseitenfläche
gegen die vom Boden 104 der Meßkammer 122 aus schräg nach oben
weisende Anlagefläche 106 zur Anlage gebracht. Die Meßanordnung 24
umfaßt einen Drehknopf 108 und/oder einen Hebel 110, die mit einem Ausleger
111 in das Innere der Meßkammer 22 eingreifen. Durch Verstellen des
Drehknopfs 108 oder des Hebels 110 schlägt der Ausleger gegen die vordere
Breitseite des Blattstapels an. Dadurch ergibt sich aus der Drehstellung
des Drehknopfs 108 oder des Hebels 110 ein Maß für die Dicke des Blattstapels.
Die Drehstellung des Drehknopfs 108 oder des Hebels 110 wird dazu
verwendet, einen Tiefenanschlag 112 innerhalb des Einschubspalts 12
sowie einen Verschiebeanschlag 114 für das Betätigungsorgan 34 zu positionieren.
Je dicker der zu bindende Blattstapel ist, um so breiter muß der
Lochrand gewählt werden. Dies erfolgt über den Tiefenanschlag 112. Außerdem
sind für verschiedene Blattstapeldicken in Stufen unterschiedlich
große Binderücken zu wählen, so daß die Spreizkörper 36,38 des Bindemechanismus
16 unterschiedlich weit aufgespreizt werden müssen. Dies erfolgt
über eine automatische Verstellung des Begrenzungsanschlags 114. Außerdem
wird in einem Display 116 die zu der gemessenen Stapeldicke gehörende
Binderückengröße angezeigt. Anstelle der Dickenmessung kann über
den Drehknopf 108 oder den Hebel 110 am Display 116 die Binderückengröße
ausgewählt und über diese Größenwahl der Tiefenanschlag 112 und
der Begrenzungsanschlag 114 eingestellt werden.
Wie aus den Fig. 2b bis d zu ersehen ist, weist der Boden 104 der Meßkammer
22 mehrere Stufen 118 auf, die zur rückwärtigen Anlagefläche 106
hin absteigen. Mit dieser Stufenanordnung ist es möglich, einen dicken Blattstapel
so zu unterteilen, daß die Teilstapel leicht über ihren oberen Stufenrand
einzeln erfaßt werden können. Die Stufen 118 sind dabei so gewählt,
daß die einzelnen Teilstapel in den Einschubspalt 12 passen. Dadurch wird
das Stanzen und Binden dicker Blattstapel, die nicht auf einmal gestanzt
werden können, erleichtert.
Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfindung bezieht sich auf
eine Stanz- und Bindemaschine für Blattstapel. Die Maschine weist einen
Stanzmechanismus 10 auf, der einen Einschubspalt 12 mit verstellbaren Tiefen-
und Seitenanschlägen 112,66 für die zu stanzenden Blätter sowie eine
Anzahl von Stanzmessern 46,56 aufweist. Einzelne Stanzmesser 56 sind
Bestandteil eines Schaltmessers 54, das von den übrigen Stanzmessern
entkuppelbar ist. Weiter ist ein Bindemechanismus 16 zum Binden des Blattstapels
mittels eines elastisch aufspreizbaren Binderückens vorgesehen. Um
die Dicke des zu bindenden Blattstapels bestimmen zu können, ist eine Meßanordnung
24 sowie eine mit der Meßanordnung gekoppelte Einrichtung
zur Verstellung des Begrenzungsanschlags für den Bindemechanismus 16
sowie zur Verstellung des Tiefenanschlags 112 im Einschubspalt des
Stanzmechanismus 10 nach Maßgabe der gemessenen Blattstapeldicke
vorgesehen.