DEV0009218MA - - Google Patents

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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 16. Juli 1955 Bekanntgemacht am 13. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Justiereinrichtung für Stereobilder.
Sie bezweckt, stereoskopische Teilbilder, insbesondere Vergrößerungen von Kleinbildfilmen und Kontaktkopien, bis zu einem Format von 6X9 cm mit einfachen, billigen Mitteln exakt und schnell einander zuzuordnen und auch ihre paßgerechte Lage auf dem zur Betrachtung dienenden Bildträger in bequemer Weise so festzulegen, daß die Stereobilder in jedem normgerechten Betrachtungsgerät verwendet werden können.
Sind kleinformatige Stereobilder durch Aufnahme mit einer Stereokamera gewonnen worden, deren Objektivabstand dem normalen Augenabstand von 65 mm entspricht, so bereitet es keine Schwierigkeiten, die Kontaktabzüge in üblicher Weise mit Hilfe von Laschen, Zapfen, Nasen oder Löchern paßgerecht für Betrachtungszwecke auf einem gemeinsamen Bildträger zu montieren.
Schwierigkeiten treten aber auf, wenn es sich um das Zuordnen von Vergrößerungen von Kleinbildfilmen, von Kontaktkopien größerer Bildformate und von Bildausschnitten aus größeren Bildern handelt.
Soll der räumliche Eindruck, der beim Betrachten von Stereobildern entsteht, wirklichkeitsgetreu sein, so müssen die im Sinne der photographischen Aufnahmetechnik »im Unendlichen« liegenden Punkte beider Bilder, die sogenannten »Fernpunkte«, die von den beiden Objektiven mit prak-
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tisch parallel verlaufenden Strahlengängen aufgenommen worden sind, auch vom betrachtenden Auge in parallel verlaufenden Strahlengängen gesehen werden. Sie nlüssen deshalb auf dem BiId-S träger in einem Abstand von 65 mm voneinander abstehen, damit das ■ Auge nicht gezwungen wird, bei ihrer Betrachtung zu divergieren oder durch seitliche Teile der Betrachtungslinsen zu beobachten. Es ist außerordentlich mühevoll und zeitraubend, wenn diese paßgerechte Lage der beiden Teilbilder auf dem zu betrachtenden Bildrahmen durch probeweises Hin- und Herrücken der Teilbilder auf dem Bildrahmen ermittelt werden muß.
Um das Zuordnen von Stereodiapositiven zu er-' leichtern, . ist vorgeschlagen worden, den Bildmittenabstand und :die höhenrichtige Lage der beiden Teilbilder mit Hilfe' eines rechtwinkligen Koordinatennetzes zu ermitteln, dessen in der Querrichtung aufeinanderfolgende, einander zugeordnete Linien gleich weit in einem Abstand voneinander abstehen, der dem normalen Augenabstand von 65 mm entspricht.
Wird der Diarahmen, in dem die beiden Stereodiapositive justiert und montiert werden sollen, mit seinen beiden Bildfensterausschnitten winkelrichtig auf ein derartiges' 'Koordinatennetz aufgelegt, so hat die erste, zweite, dritte und jede weitere senkrechte Linie des im linken Bildfensterausschnitt sichtbaren Koordinatennetzes von der ersten, zweiten, dritten und jeder weiteren senkrechten Linie des im rechten Bildfensterausschnitt sichtbaren Koordinatennetzes den gleichen Abstand von 65 mm. Legt man deshalb auf den linken Bildfensterausschnitt das eine Stereodiapositiv so auf, daß einer
seiner Fernpunkte mit einer senkrechten Linie des linksseitigen Koordinatennetzes zusammenfällt, und wählt man nun für den gleichen Fernpunkt des über dem rechten Bildfensterausschnitt zu justierenden Teilbildes die entsprechend gleiche senkrechte Linie des rechtsseitigen Koordinatennetzes aus, so liegen sämtliche Fernpunkte der beiden Stereodiapositive im normalen Augenabstand voneinander entfernt und geben- dadurch ein richtiges stereoskopisches Bild.
Auf diese Weise lassen sich die beiden Stereodiapositive zwar verhältnismäßig schnell und exakt einander zuordnen, doch erfordert die gemeinsame Handhabung des Diarahmens, der Koordinatenplatte und der' beiden Stereodiapositive während des Montierens eine Reihe von zusätzlichen Geräteteilen. Dadurch werden die nach diesem Prinzip arbeitenden Justiervorrichtungen viel zu kompliziert und teuer, um für einen Großteil der Stereoskopiker erschwinglich zu sein. Die gleichen Nachteile besäßen derartige Vorrichtungen auch dann, wenn sie zu dem Zweck umgebildet würden, das Zuordnen von vergrößerten Kleinbildaufnahmen oder von Kontaktkopien zu ermöglichen.
Die Erfindung richtet sich darauf, das Zuordnen und Montieren von vergrößerten Kleinbildaufnahmen sowie von Kontaktkopien, die als Einzelaufnahmen mit Stereoschieber oder die als Stativaufnahmen mit wesentlich größerer als normaler Aufnahmebasis gewonnen worden sind, auf einem zur Betrachtung dienenden Bildträger mit Hilfe eines Koordinatennetzes so zu vereinfachen, daß die Justierarbeiten keine zusätzlichen Hilfsmittel erfordern und auch von einem völlig Ungeübten ohne besondere Handfertigkeiten und Anleitung verrichtet werden können. .
Der Erfmdungsgedanke löst diese Aufgabe mit einer durchsichtigen Schablone, auf der zwei in gleicher Höhe angeordnete, mit gleich großen Koordinatennetzen versehene Bilderrahmen angeordnet sind, welche ebenso groß wie die zu montierenden Teilbilder sind und welche Aussparungen besitzen, die es ermöglichen, die Ecken der Bildausschnitte zu markieren, die sich nach dem Unter-. legen, der zu justierenden Teilbilder unter die beiden Koordinatennetze und dem nachfolgenden Zuordnen ergeben.
In der Zeichnung veranschaulichen die Abb. 1 bis 4 ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens und machen weitere Einzelheiten ersichtlich. , .. ..
Abb. ι zeigt die Schablone in Draufsicht. Die ,Schablone besteht aus einer durchsichtigen Platte 1, auf der in gleicher Höhe die beiden gleich großen Bildrahmen 2 und 3 mit ihren Koordinatennetzen durch Bedrucken der Platte, durch Einritzen der Plattenoberfläche oder in sonst einer geeigneten Weise in gut erkennbaren Linien markiert sind.
Um die einander entsprechenden Felder des linken und rechten Koordinatennetzes leicht finden zu können, sind die senkrechten Linien beider Netze gleichbeziffert und die Querlinien durch gleiche Buchstaben gekennzeichnet.
Die Ecken 2a, 2b, 2C, 2d bzw. %, 36, 3C und Zd beider Rahmen sind ausgeschnitten, so· daß es möglich ist, mit einem Bleistift oder einem sonstwie geeigneten spitzen Gegenstand in diesen Aussparungen entlang zu fahren und dabei auf den unter die Bildrahmen gelegten Photographien die Endpunkte anzuzeichnen oder einzurichten, welche die ausgewählten und einander zugeordneten Bildausschnitte begrenzen.
Der Abstand des einen Bildrahmens vom anderen ist so groß gewählt, daß zwischen beiden genügend freier Platz verbleibt, um unter die Schablone auch Bilder legen zu können, die wesentlich größer als die später im Betrachtungsgerät zu verwendenden Teilbilder sind und von. denen deshalb nur. Ausschnitte ausgewählt und einander zugeordnet werden sollen.
Abb. 2 zeigt die Schablone aufgelegt auf zwei Bildvorlagen 4 und 5 und veranschaulicht in schematischer Vereinfachung das Zuordnen von einander entsprechenden Teilausschnitten aus Bildvorlagen, die wesentlich größer als die beiden Bildrahmen 2 und 3 sind.
Man verschiebt die Schablone oder verschiebt das unter der Schablone liegende linke Teilbild 4 so lange, bis der vom Bildrahmen 2 begrenzte Bildteil dem gewünschten Bildausschnitt entspricht und irgendein Fernpunkt der Bildvorlage mit einer senkrechten Linie des Koordinatennetzes oder
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einem Schnittpunkt zweier Linien zusammenfällt. (In der Abbildung deckt sich beispielsweise die Spitze des gezeichneten Kirchturmes mit dem Schnittpunkt der senkrechten Linie 3 und der Quer linie B.)
Ist dies geschehen, zeichnet man mit Hilfe der Aussparungen 2a bis 2d die Ecken des gewählten Bildausschnittes an, verfährt mit dem rechten Teilbild 5 sinngemäß in gleicher Weise und schneidet dann die beiden abgesteckten, einander zugeordneten Teilbilder aus.
Werden diese Teilbilder dann im Sinne der Abb. 3 und 4 in bekannter Weise auf einen Bildträger so aufgeklebt, daß der Mittenabstand beider Bilder 65 mm beträgt und dem normalen Augenabstand entspricht, so ergeben sie in einem Betrachtungsgerät üblicher Art einen stereoskopisch richtigen Bildeindruck. Das Anzeichnen der Felder 6 und 7, innerhalb deren die beiden Teilbilder auf dem Bildträger 8 aufgeklebt werden müssen, kann mit Hilfe der Schablone erfolgen. Vorteilhafter ist es aber, diese umrandeten Felder bereits bei der Herstellung der Bildträger als Vertiefungen einzuprägen, so daß das Anzeichnen entfällt.
In dem Ausführungsbeispiel, das die Abbildungen veranschaulichen, ist der gegenseitige Abstand der einander zugehörigen senkrechten Linien des Koordinatennetzes so gewählt, daß das Zuordnen der beiden Teilbilder mit Hilfe von »Fernpunkten« erfolgt. Mit einem solchen Linienabstand lassen sich natürlich nur Stereobilder zuordnen, bei deren Aufnahme der Bildhintergrund im Sinne der photographischen Aufnahmetechnik »im Unendlichen« gelegen hat.
Sind ausgesprochene »Nahaufnahmen« einander zuzuordnen, so sind in entsprechender Weise als Ausgangspunkt für die richtige Justierung nicht »Fernpunkte«, sondern »Nahpunkte« zu wählen, um den Abstand der Teilbilder voneinander zu bestimmen.
Dieser Abstand hat dann um so kleiner zu sein, je näher sich das aufgenommene Objekt vor der Kamera befunden hat und je größer deshalb der Konvergenzwinkel der Augenachse sein muß, um beim Betrachten der nebeneinander montierten Teilbilder einen wirklichkeitsgetreuen Raumeindruck zu erhalten.
Da die hierbei einzuhaltenden Abstände der Zuordnungslinien mit Hilfe bekannter Formeln leicht errechenbar sind, bereitet es keine Schwierigkeiten, Schablonen zu schaffen, deren Koordinatennetz auf Nahaufnahmeentfernungen von beispielsweise 1 oder 2 m abgestimmt ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Justiereinrichtung für Stereobilder, gekennzeichnet durch eine Schablone (i) aus durchsichtigem Material, auf der in gleicher Höhe zwei mit gleich großen Koordinatennetzen versehene Bildrahmen (2, 3) markiert sind, welche ebenso groß wie die zu montierenden Teilbilder sind und an ihren Ecken Aussparungen (2a bis 2d bzw. 2>a bis Sa) besitzen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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