DEV0007519MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 13. Juli 1954 Bekanntgemacht am 7. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist beim Veredeln von Fasern und Textilien aus Polyamid bereits bekannt, diese mit Säuren,
z. B. Salzsäure, Schweifelsäure oder Ameisensäure, oder mit Säurehalogeniden, z. B1. Sulfurylchlorid,
Phosphortrichlorid oder Ohloracetylchlorid, zu behandeln und1 anschließend auszuwaschen und zu
neutralisieren: Durch dieses bekannte Verfahren sollen eine Glanzminderung sowie eine leichte
Rauheit der Oberfläche erreicht werden. Es hat
ίο sich jedoch gezeigt, daß durch diese Behandlung
das Textilgut stark schrumpft und außerdem eine erhebliche Festigkeitsminderung eintritt. Ferner
erhält es dadurch einen gelblichen Stich, der in den meisten Fällen unerwünscht ist.
Es wurde gefunden, daß man die oben geschilderten Nachteile vermeiden kann, wenn man das Gut
mit einer verdünnten Chromschwefelisäurelöisung behandelt, worauf es neutralisiert und ausgewaschen
wird. Hierdurch wird nicht nur eine starke Mattierung, sondern auch durch das Nichtschrumpfen
noch ein seidenähnlicher Griff erreicht. Die Ware hat außerdem keinen Gelbstich, sondern einen angenehm
weißen Farbton. Gegenüber den bekannten Verfahren hat das Verfahren nach der Erfindung
den großen Vorteil, daß die Ware kaum an Festigkeit einbüßt. Erfindungsgemäß behandelte Polyamidschnittfaser
hat eine bessere Haftfähigkeit beim Verspinnen als die Fasern nach den bekannten
Verfahren. Ferner wird die Mattierung durch Kochen nicht beeinträchtigt.
Versuche mit anderen oxydierenden Säuren,
z. B'. Salpetersäure und Gemischen von Salpeter-
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und Schwefelsäure, haben ergeben, daß durch
diese die angegebenen Vorteile nicht erreicht werden. Es hat sich vielmehr gezeigt, daß durch
diese Säuren die Nachteile des bekannten Verfahrens noch vergrößert werden.
Durch Änderung von Konzentration- der Chromschwefelsäurelösung
und Dauer der Behandlung bestehen Variationsmöglichkeiten, in bezug auf den
Mattierungseffekt und die Griffigkeit. Zu hohe Konzentrationen sind zu vermeiden·, da sie eine
große Fes'tigkeitsminderung zur Folge habeni. Um einen Mattierungseffekt zu erreichen, der den textlien
Ansprüchen genügt, ist je nach Konzentration und gewünschtem Mattierungsgrad eine Behandlungszeiit
(Taucbzeit) von 1 bis 20 Minuten angebrachte
.' \ :
B e i s ρ i e 1 ι
Mattierung von Geweben
Tauchlö'Sung: 117 ecm konz. Schwefelsäure,.
75 g Kaliumbichromät, zu 1000 ecm mit
Wasser aufgefüllt.
Tauchbedingungen: Zimmertemperatur ;Tauchzeit: 10 Minuten, zweimal mit fließendem Wasser 10 Minuten gut spülen.
Tauchbedingungen: Zimmertemperatur ;Tauchzeit: 10 Minuten, zweimal mit fließendem Wasser 10 Minuten gut spülen.
Neutralisieren: 5 bis 6 Minuten ,in 5%iger
Sodalösung behandeln," dann 10 Minuten gut spülen.
Beispiel 2 :
Mattierung von Fasern
Mattierung von Fasern
Tauchlösung: 147 ecm konz. Schwefelsäure,
94 g Kaliumbichromät, zu 1000 ecm mit
Wasser aufgefüllt.
Die Tauchbedingungen und Neutralisierungsmaßnahmen sind die [gleichen wie im Beispiel 1.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zum Mattieren von Fasern und Textilien aus Polyamid, durch Behandeln mit Säuren und-anschließendes Neutralisieren und Auswaschen, dadurch gekennzeichnet, daß eine verdünnte Chromschwefelsäurelösung zur Anwendung kommt. ■Angezogene Druckschriften:
·-; Deutsche Patentschrift Nr. 747 117;Faserforschung und Textiltechnik,. 1953, S. 304 bis 306. ■ . '
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