AT156807B - Verfahren zum Kräuseln von Pflanzenfasern. - Google Patents

Verfahren zum Kräuseln von Pflanzenfasern.

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AT156807B
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    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
    • D06M11/32Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with oxygen, ozone, ozonides, oxides, hydroxides or percompounds; Salts derived from anions with an amphoteric element-oxygen bond
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    • D06M11/38Oxides or hydroxides of elements of Groups 1 or 11 of the Periodic Table
    • D06M11/40Oxides or hydroxides of elements of Groups 1 or 11 of the Periodic Table combined with, or in absence of, mechanical tension, e.g. slack mercerising
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M11/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising
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    • D06M11/09Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with inorganic substances or complexes thereof; Such treatment combined with mechanical treatment, e.g. mercerising with halogens; with halogen acids or salts thereof; with oxides or oxyacids of halogens or salts thereof with free halogens or interhalogen compounds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description


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  Verfahren zum Kräuseln von Pflanzenfasern. 
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   Die behandelten Fasern können weiter gereinigt, gesponnen, gedreht, gewebt oder auf irgendeine andere der bekannten Arten mit den gewöhnlichen Baumwoll-, Flachs-,   Woll-oder ähnlichen   Textilmaschinen behandelt werden, in welchen eine unbehandelte Faser dieser Art meist nicht behandelt werden kann. 



   Der Grad der Kräuselung kann   verstärkt oder vermindert werden,   was   von grossem   Vorteil ist, da die Faser immer die   gewünschte Kräuselung erhalten kann, welche für einen bestimmten Zweek notwendig   ist. 



   So wurde gefunden, dass in der Herstellung von   Wirk-und Strickgarn,   wo Elastizität wünschenwert ist, die stärkste   Kräuselung     rm wirkungsvollsten   ist. Dies ist auch dort angezeigt, wo die Ausstrahlung von Wärme verhindert, werden soll. Ein Garn, welches mit einer solchen Faser gesponnen 
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 lung gebildet werden, halten die Hitze ebenso zurüek wie Gewebe, die aus Wolle hergestellt werden. 



   In der Herstellung von Produkten, wie beispielsweise Kunstleder oder überdeckte Gewebe, ist eine geringere Anzahl von Ringeln pro Längeneinheit der Faser wünschenswert. 



   Der Grad der   Kräuselung   wird gemäss der Erfindung hauptsächlich durch die Stärke der Atz- 
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In Wollspinnereien wird hauptsächlich ein Gemisch von Fasern verwendet, wie beispielsweise Wolle erster Schur, verschiedene Arten von Lumpenwolle, Zellwolle, Haare, Baumwolle und andere Fasern in verschiedenen Verhältnissen. 



   Die Fasern, welche mit dem Verfahren der Erfindung behandelt wurden, können sowohl allein als auch mit andern Fasern in jedem gewünschten Verhältnis gemischt werden. So sei eine Mischung von 50 v. H. Baumwolle und 30 v. H. der gemäss der Erfindung behandelten Fasern herausgegriffen. 
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 und bilden ein Gewebe, welches nach Aussehen und Griff einem Produkt entspricht, welches vollständig aus Wolle besteht. 



   Die behandelten Fasern selbst oder das Gewebe kann mit praktisch allen Farben gefärbt werden, 
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 Da die meisten der als Rohmaterialien zu verwendenden Fasern im Durchmesser und im Widerstand gegen chemische Behandlung infolge ihrer   natürlichen   Beschaffenheit stark variieren, so sind geringfügige Veränderungen des Verfahrens wünschenswert, um ein bestimmtes Endprodukt zu erhalten. 



  Um die Erfindung zu veranschaulichen, sei ein typisches Beispiel angeführt. Die Erfindung ist jedoch 
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 zustellen, das Wolle erster Schur gleicht. 



   Beispiel : Es wird eine Art Jute verwendet, welche sehr feine   Fädchen   besitzt (Tossa). Dieses Rohprodukt wird in Längen von 90 bis 215   em   erhalten. Im Endprodukt soll die Faser ungefähr 40 mm lang sein. Durch früher angestellte Versuche ergab sich, dass eine Faser von einer Länge von ungefähr 45   m ; n eine   Endfaser von   40 mm   ergibt. Die Jutefasern kommen der Länge nach in eine Schneidemaschine und werden in Längen von 45   mm geschnitten.   Dies geschieht womöglich mit einem Drehmesser.

   Die geschnittene Faser kommt auf den Arbeitstisch einer gewöhnliehen Textilsehlagmaschine, um die rohe, gerade Jute auszuscheiden und zur selben Zeit die geschnittene Faser von Hülsen, Schalen 
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 sodalösung ist   vorzüglich   kalt oder besitzt Raumtemperatur. Zehn Minuten nach Hinzufügen der   Ätzsodalösung   zur Beschickung durch eine Zirkulationsrohrleitung werden 10 g pro Liter Chlor in die   Zir1., llationsleitung gebraeht.   Dieses Chlor wird nur langsam zugefügt. Vorzugsweise wird das Chlor ganz in   der Nähe   der Beschickung hinzugefügt, da das Chlor auf die Beschickung in Gegenwart der   Ätzlösung   einwirken soll.

   Es wird auf diese Art die Jute mit Chlorgas behandelt, welches von der 
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 Die Nebenprodukte beeinflussen auch die Güte der behandelten Faser und verhindern zum Teil die Entfernung der natürlichen Farbe der Fasern. In der Reaktion des Chlors auf die Faser bildet sich eine geringe Menge von Salzsäure, welche sich in   Natriumehlorid   verwandelt. 



   Die Fasern, welche sich lose und frei in dem chemischen Tank befinden und welche teilweise 
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 Salzsäure und Natriumchlorid zu kräuseln. In der praktischen   Durchführung   des Verfahrens sind ungefähr 10-15 Minuten notwendig zum Aufsaugen einer genügenden Menge von Chlor. Von Beginn der Einwirkung des Ätzsodas auf die Faser bis zur Beendigung dieses Verfahrensschrittes bleibt zur 

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 Herstellung der Fasern des gegebenen Beispieles die Ätzlösung in Berührung mit der Beschickung für   Vz   Stunde. Eine längere Einwirkung würde die Faser spröde und brüchig machen. Nach diesen 30 Minuten wird der Behälter mit der Charge in eine Entwässerungsvorrichtung gebracht und die überflüssige Flüssigkeit sofort entfernt. Diese Flüssigkeit wird wieder verwendet.

   In der Entwässerungsvorrichtung wird eine derartige Menge Wasser auf die Beschickung gebracht, dass die in der Faser enthaltene Lauge auf wirtschaftlichste Weise aufgearbeitet werden kann. Hierauf wird wieder mit Wasser gewaschen. 



   Darauffolgend wird die Beschickung in Tanks gebracht, in welchen sich eine halbprozentige Salzsäurelösung befindet. An Stelle von Salzsäure kann irgendeine mineralische oder organische Säure, wie beispielsweise Schwefel-oder Essigsäure, verwendet werden. 



   Die Beschickung befindet sich frei in der Lösung und erhält eine weitere bleibende chemische   Kräuselung.   Die Beschickung wird von der Säure freigewaschen und Natriumbisulfit kann gegebenenfalls hinzugefügt werden, um die letzten Reste von Chlor zu entfernen. Nach dem Entwässern wird 
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   Jetzt oder nach dem Entwässern werden die Fasern mit den üblichen Wollweichmachungsmitteln behandelt und für die gegebene Art der Faser wird vorzugsweise ein Weichmachungsmittel verwendet, welches aus Lanolin oder Gerberfett (Degras), einem Emulsionsmittel und Mineralöl, besteht. Das Ammoniumphosphat kann auch dem Weichmachungsmittel beigefügt werden. 



   Nachdem die Fasern auf diese Art behandelt wurden, werden sie vorzugsweise in den üblichen Trocknern getrocknet. Es ist jedoch wünschenswert, die Ausführung des gewöhnlichen Trockners so zu ändern, dass die Feuchtigkeit in dem trockenen oder Ausgangsende des Trockners erhöht wird, um zu vermeiden, dass die Fasern etwas spröde werden und um Verfärbung infolge des Zerfalles irgendeines der Weichhaltungsmittel zu verhindern, welche den Fasern früher beigefügt wurden. Dies geschieht praktisch dadurch, dass die Auslassleitung von dem nassen Ende des Trockners in die Einlassleitung der andern Teile, u. zw. unter Zwischenschaltung von Ventilen in jedem Teil gebracht wird und durch Regulieren der feuchten Luft von dem nassen Ende des Trockners in solcher Weise, dass die Beschickung, welche am trockensten ist, in Berührung mit der feuchtesten Luft komme. 



   Aus dem Vorhergehenden ergibt sich, dass das Verfahren leicht verändert werden kann. Wo z. B. Fasern grösserer Länge erforderlich sind, beispielsweise   0'5 m   würde es nicht praktisch sein, diese Fasern in der in dem Beispiel gegebenen Art zu behandeln. Eine Faser von solcher Länge wird auf folgende Weise behandelt : Das Rohmaterial wird mit Ätzlösung von 12 bis 25% iger Konzentration gesättigt, u. zw. hängt die Konzentration von dem schliesslichen Gebrauch des Endproduktes ab. Darauf wird der   Überschuss   der Ätzlösung durch Zentrifugalkraft oder Quetschrollen entfernt und fremd erzeugtes, gasförmiges Chlor, welches von aussen zugeführt wird, durch die gesättigte Faser geleitet. 



   Zur Herstellung einer Faser mit geringerer Kräuselung werden geringere Konzentrationen des Ätzmittels verwendet. So kann beispielsweise eine zum Mischen mit Zellwolle geeignete wellige Faser von ungefähr zwei bis vier Kräuselungen pro 25 mm durch den Gebrauch einer   12% igen Natrium-   hydroxydätzlösung erhalten werden. 



   Das Verfahren ist nicht auf den Gebrauch von Ätzsoda beschränkt, da andere Ätzverbindungen verwendbar sind, von welchen beispielsweise Kaliumhydrat genannt sei. 



   Die nach dem obigen Verfahren hergestellten Fasern haben auch die natürliche Farbe von Wolle. 



  Wenn ein weisseres Aussehen erwünscht ist, kann die schwache Ätzlösung, welche Natriumhypochlorit enthält und welche als Abfallprodukt erhalten wird, verwendet werden, um vor dem Verfahren, wie es in dem Beispiel gegeben ist, die Fasern in kaltem Zustand zu durchtränken. 



   Das Endprodukt kann ferner durch Hypochlorit, Permanganate oder die gebräuchlichen Bleichmittel gebleicht werden. 



   Auf diese Art werden durch das Verfahren der Erfindung die Pflanzenfasern in Produkte verwandelt, welche neue Eigenschaften besitzen, die sie zur Herstellung neuer Fasern und Gewebe geeignet machen, welche wertvolle Eigenschaften besitzen, die in den ursprünglichen, nicht behandelten Fasern nicht vorhanden sind. 



   Unter fremd erzeugtem Chlor wird Chlor verstanden, welches nicht durch chemische Reaktionen des Verfahrens selbst hergestellt wird, sondern auf irgendeine andere Art und Weise und dann dem chemischen Tank zugeführt wird. 



   Die Erfindung ist nicht auf die besonders erwähnten Fasern, Chemikalien, Zeiten, Temperaturen, Mengen oder Schritte beschränkt, die einzig und allein nur zur Verdeutlichung der Erfindung gegeben sind.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Kräuseln von Pflanzenfasern durch Behandlung der geschnittenen Rohfaser mit Alkalilaugen und Chlor, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern während der Alkalibehandlung mit fremd erzeugtem, gasförmigem Chlor behandelt werden.
AT156807D 1937-01-29 1938-01-22 Verfahren zum Kräuseln von Pflanzenfasern. AT156807B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
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AT156807B true AT156807B (de) 1939-08-25

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