DEP0050531DA - Ladegerät für Streckenvortrieb - Google Patents
Ladegerät für StreckenvortriebInfo
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Description
Bergteeanik G.m.b.H. in Lünen an der Lippe
Ladegerät für den Streckenvortrieb.
Der derzeitige none Stand der Mechanisierung in den Abbaubetrieben der Steinkohlenbergwerkes d. Ii. im eigentlichen Koh«-
Ienverhiebsl kann nicht im vollen Ausmasse zur Erzielung der größtmöglichen Förderleistung ausgenutzt werden, solange der
Fortschritt beim Vortrieb der zugehörigen Äbbaustrecken eines Betriebspunktes in der gleichen Zeiteinheit hinter dem Fortschreiten des Kohlenverhiebes so erheblich zurückbleibt, wie
dies bisher der Fall ist. Mhrend der ElnsatE von Abbau-, Förder- und Gewinnungsmaschinen einen täglichen Kohlenverhieb
von 4 m und ohne Schwierigkeiten bis zu 5 na gestatten würde, sind beim Vortriebe der Abbaustrecken mit den bislang dazu verwendeten
Geräten nur Tagesleistungen von bestenfalls 2 m zu erreichen. Das bedeutet, dass mit den heutzutage dem Kohlenverhieb
zur Verfügung stehenden mechanischen Kitteln das Mehrfache der derzeitigen Fördermenge an Kohle geleistet werden
könntes wenn auch in den Abbaustrecken die Vortriebsleistung entsprechend gesteigert werden kann.
Die Ursache hierzu liegt in der ungenügenden Leistung der bisher in den Strecken eingesetzten Geräte für die Fortbefö'rderung
des beim Vortreiben herausgeschossenen Haufwerkes. Bin an sich bekanntes Ladegerät, dessen Schaufel das aufgenommene Haufwerk anhebt, sich sodann über das Gerät hinweg nach
rückwärts bewegt und hinter ihm das Ladegut abwirft, arbeitet diskontinuierlich, und Ilfr mit beträchtlichem Leerlauf beim
Wiedervorholen der Schaufel§ es ist in seiner seitlichen Schwenkharkeit begrenzt, so dass es nicht die gesamte Sehlenbreite
der Ortsbrust bestreichen kann, und benötigt überdies für seine Förderbewegung eine nicht immer vorhandene lichte
Höhe des Str eckenquer schnitt es. Einem anderen bekannten Ladegerät , das schüttelrutschenartig arbeitet und in seiner Form
an einen Intenschnabel erinnert, fehlt die Fahrmöglichkeit auf Gleisen und vor allem die Kurvengängigkeit. letzteres gilt auch
für einen weiteren bereits bekannten schüttelrutschenartig arbeitenden Ladery bei dem einer Ladeschaufel eine das Haufwerk
in Grubenwagen fördernde Schüttelrutsche nach ge sch alt et ist. Die Kurvengängigkeit hat für die hler in Betracht kommenden
Ladegeräte die Bedeutung, dass sie eine wesentliche Voraussetzung für ihren Einsatz in söhlig aufzufahrenden und daher
sehr kurvenreichen Abbaustrecken ist·
Der Erfindung liegt folgende Erkenntnis zugrunde: Ein Ladegerät für den Streckenvortriebs das die eingangs umrissenen
Anforderungen an die Vortriebsleistung in Abbaustrecken Eu erfüllen imstande sein soll, muss zunächst kurvengängig
sein - und zwar bis zu den häufig vorkommenden geringen Krümmungs
halbmessern von 20 m und weniger sodann als Fördergerät eine möglichst grosse leistung an zu bewegendem Haufwerk je
Zeiteinheit haben, ferner zur Bestreichung der gesamten Breite der Streckensohle, weiterhin zur unmittelbaren Aufnahme und —
Abgabe des Ladegutes, also zum selbständigen Laden und Fortbefördern ohne Zusatzgerät imstande sein und soll schliesslich
eine möglichst geringe Bau- und Betriebshöhe haben. Zur Erfüllung dieser Anfοrderungen schlägt die Erfindung ein Ladegerät
für den Streckenvortrieb vor, in dem grundsätzlich die Merkmale vereinigt sind, dass ein schüttelrutschenartig arbeitendes
Fördermittel zum Aufnehmen von Haufwerk schwenkbar auf einem kurvengängigen Schienenfahrgestell angeordnet 1st.
Ein derartiges Ladegerät Illsst sich, da es nur ein einziges Förderelement besitzt, so kurz wie nur möglich bauen und
kann daher ohne Schwierigkeit auf einem Geleise kurvengängig und dadurch für den Einsatz in Ahhaustrecken verwendbar gestaltet
werden; es ist mit einem För der element ausgerüstet, das auf Grund seiner schüttelrutschenartigen Arbeitsweise nicht nur
eine anerkannt hohe Förderleistung besitzt, sondern auch das Aufnehmen des vor der Ortsbrust lagernden Haufwerkes in entsprechender
Menge gewährleistet! es bestreicht infolge der schwenkbaren Anordnung des Fö'rdereleiaentes die gesamte Sohlenbreite
und verbürgt dadurch die Abbeförderung des gesamten Haufwerkes und somit die Freilegung der gesamten Ortsbrust in kürzester
Zeit9 und zwar auch in Streckenkurven; es lässt sich bei seiner geringen länge sowie infolge der geringen Bauhblie9
die ein Schüttelrutschenelement aufweist, aber auch sehr niedrig bauen, so dass es in der Weise zusammen mit einem fahrbaren
Gerät zum Abbohren der Ortsbrust eingesetzt werden kann, dass sich die Arbeitsgänge des Badens des Haufwerkes und des
Bohrens der neuen Schüsse weitestgehend überschneiden können» Es liegt auf der Hand, dass das Ladegerät nach der Erfindung
mit diesen Eigenschaften imstande 1st, die Vortriebsleistung in den Abbaustrecken ganz erheblich zu steigern, und zwar so
weit, dass hier der Vortriebsfortschritt in Einklang gebracht werden kann mit dem Ausmasse des Abbaufortschrittes in dem unter
Verhieb stehenden Streb, das der vollen Leistungsfähigkeit der im Streb eingesetzten Geräte entspricht, bisher aber wie
oben dargelegt - wegen des Zurückbleibens des Streckenvortriebes nicht ausgenutzt werden konnte. In ihrer weiteren
Auswirkung führt die Erfindung somit zu dem Ergebnis , dass die Kohlenförderleistung soweit gesteigert werden kann, wie
es mit den derzeitigen Gewinnungsmassnahmen überhaupt möglich ist.
Die Erfindung erstreckt sich ferner auf die weitere Ausgestaltung des erfindungsgemässen Ladegerätes, wie sie im Nachstehenden
anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert und auf der Zeichnung veranschaulicht ist«
Afcfc« 1 zeigt das Gerät Im Einsatz vor der Ortsfcrust einer Alsfcaustrecke in Seitenansiehti während
Afcfc» 2 die zugehörige Ofceransicht wiedergifct.
Der Raiimen 1 des !Ladegerätes ist mittels zweier Schwenkach, sen 2 (Afcfc. 1) sum Durchfahren von verhältnismässig engen
Kurven eines fcezw. zweier in der Afcfcaustrecke verlegter Gleise eingerichtet. In dem sehr niedrig gehaltenen Rahmen 1 ist eine
Plattform 3 ijf, Afcfc. 2) schwenkbar gelagert, die das Untergestell
einer Schüttelrutsche 4 (Afcfc. 1) fcildet. Auf der Plattform 3 ist der Antriebsmotor 5 für die Rutsche 4 gelagert, der
an einem Ansäte 6 der letzteren mittels einer Traverse 7 (Afcfc.2) angreift. Ein Rollenpaar 8 (Afctu 1) fcildet das vordere Auflager
des Rutschenträgers. Dieser trägt an seinem Vorderende eine Ladeschaufel 9, mit der die Rutsche in das zu ladende Haufwerk
eindringt und es zur Afcfceförderung aufnimmt. An seinem Vorderende trägt der Fahrgestellrahmen 1 eine Seilwinde 10
mit zwei je für sich kuppelfcaren Seiltrommeln, deren eine ein nach vorn ausgefahrenes, an den Schienen festgelegtes Seil
11 und deren andere ein entirechendes, nach rückwärts ausgefahrenes Seil 11 trägt. Die Seilwinde 10 wird über ein Getriefce
12 von einem mit diesem zusammen seitlich am Rahmen 1 angebrachten Pressluftmotor 13 angetriefcen. Je nachdem, welche
von den beiden Seiltrommeln der Winde 10 durch die Kupplung 14 mit dem Getriebe 12 gekuppelt 1st, wird das Ladegerät nach
Einschalten des Motors 13 nach vorn oder nach rückwärts bewegt .
Am rückxrärtigen Ende trägt das Fahrgestell 1 auf einer schwenkfcaren Plattform 16 ein kurzes Förderband 15, dessen
Schwenkbereich in Afcb. 2 angedeutet ist und das, mit einem Ladetrichter 17 unter dem Afcwurfende der Rutsche 4 ausgerüstet,
zur WeiterfcefSrderung des Haufwerkes in ein weiteres Fördermittel oder in ein seitlich gelegenes Versatzfeld dient; die
letztere Möglichkeit ist durch den grossen Schwenkfcereich des Sandes ohne weiteres gegefcen. Eine Hufcwinde 18 ermöglicht dem
Förderfcande eine Höhenverstellung seines Afcwurfendes.
Angesichts der im Betriebe wirksam werdenden erheblichen MasSehkräfte ist nicht nur die kräftige Ausbildung der erfindungsgemässen
schwenkbaren Lagerung der Schüttelrutsche auf dem Pahrgestell5 sondern auch ihre Festlegung in der jeweiligen
Schwenkstellung von besonderer Bedeutung. Die hierfür bestimm« te Vorrichtung nach der Erfindung ist in grösserem Maßstäbe
in Abb. 3 im mittleren senkrechten Längsschnitt und in Abb» 4. in Oberaasicht dargestellt«
Die den SchUttelrutscheomotor tragende schwenkbare Plattform 3 ist im Fahrgestellrahmen 1 in einer entsprechend gekrümmt
verlaufenden Führung gelagert, die auf der einen Seite auf einem festen Kurvenstück 19» auf der anderen Seite aus einer
längsverschieblichen Backe 20 besteht. Diese ist auf jeder Seite mit einer Anzugsfläche 21 (Abb. 4) versehen, an die sieh
je ein Keil 22, 23 anlegen kann* Beide Keile sind in einem Querschlitze der die Plattform 3 tragenden Grundplatte 24 geführt
und haben an ihrer Unterseite je ein mit Innengewinde versehenes Auge 25· Eine Gewindespindel 26, die ihr Widerlager
im Eahmen 1 hat, durchdringt das eine der Augen 25 mit Rechts-, das andere mit Linksgewinde, so dass die zugehörigen Keile
22? 23 beim Drehen der Spindel 26 Bewegungen spiegelbildlich zur mittleren senkrechten Längsebene des Hahaiens 1 ausführen
und hierbei gegen die Anaugsflachen 21 der Backe 20 gepresst oder von ihnen gelöst werden. Sin solches, durch Drehen dee
Handrades 27 bewirktes Anziehen der Keile 22, 23 hat auf Grund der in dem beschriebenen Getriebe vorhandenen grossen Hebelübersetzungen
zur Folge, dass die Backe 20 mit grosser Flächenpressung gegen die gekrümmte Stirnfläche der Plattform 3 gedrückt
und diese in ihrer jeweiligen Schwenkstellung derart festgehalten wird, dass sie in dieser selbst gegenüber der starken
rythmischen Beanspruchung durch die heftigen St "ds se beim Betriebe der Schüttelrutsche festliegt. Zur Sicherung des Getriebes
in der angezogenen Lage dient eine mit einem Handrad 29 versehene, auf der Spindel 26 laufende Gewindebuchse 28,
deren Widerlager eine am Rahmen 1 befestigte Platte 30 bildet.
Das Lädegerät naeh der Erfindung ist mit einer Schienenklemme ausgerüstets die das Fahrgestell des Ladegerätes auch
in den Kurven fest und sicher, aber gleichwohl leicht IBehar sowie den verschiedenen Kurvenhalhmesseru anpassbar an dem
Gleise der Strecke verankert. Zum Anziehen und Lüsen der Schieneriklemme dient ein am Fahrgestellrahmen gelagerter Druckluftaylinder
31 (Ahh. 5)9 dessen Kolbenstange mit einem Hebel gelenkig verbunden ist, der über eine Nockenscheibe 33 ein
Paar Klemrabacken 34 gegen die Schienenköpfe des Gleises in Andruck bringen kann.
Zur Vereinfachung und Beschleunigung der Handhabung des erfindungsgemässen Ladegerätes kann man es mit einem an sich
bekannten gemeinsamen Steuerorgan ausrüsten, das die Druckmittelaufuhr zu den einzelnen Antriebsmotoren in der bestimmten
Reihenfolge steuert, die sich jeweils aus den Arbeitsvorgängen beim Vorholen und beim Zurückfahren des Gerätes ergibt
. So wird in der Vorhölstellung des Steuerorgaaes der Zylinder 31 im Sinne des LSsens der Schienenklerame, der Antriebsmotor
13 für das Wlndwerk 10 im Sinne des Verholens nach vorn und der Antriebsmotor 5 der Schüttelrutsche 4 im Sinne
der Hubverkürzung mit Druckluft beaufschlagt, so dass das gesamte Gerät mit der Ladeschaufel 9 um ein Stück in das zu
ladende Haufwerk bei kurzen stossartigen Bewegungen der Schaufel vordringt. Entsprechend wird mit dem gemeinsamen Steuerorgane
die Druckmittelzufuhr zu den einzelnen Antrieben für die Betriebsstellung und für das Zurückfahren des Gerätes gesteuert
.
Claims (8)
1. ladegerät für den Streckenvortrieh s dadurch gekennzeichnet , dass ein sehüttelrutschenartig arbeitendes Fördermittel
(4, 9) sum Aufnehmen von Haufwerk schwenkbar auf einem kurvengängigen Scihienenfahrgestell (1) angeordnet 1st»
2. Ladegerät nach Anspruch Is dadurch gekennzeichnet? dass
das Fahrgestell (1) mit Schwenkachse!* (2) ausgerüstet ist.
5· Ladegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , dass auf dem Piiiirgestell (1) im Anschluss an die Schüttelrutsche
(4) ein Fürderband (15) schwenkbar sowie heb- und senkbar angeordnet ist.
4» Ladegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3$ dadurch gekennzeichnetf dass die Schüttelrutsche (4) mit ihrem Antrieb
(Si,) auf einer ELattform (3) gelagert Istf die auf dem Fahrgestell (1) des Gerätes schwenkbar angeordnet ist«
5- Ladegerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Festhalten .der Plattform (3) in ihrer jeweiligen Schwenkstellung eine mit Keilwirkung arbeitende Andrückvorrichtung
(20, 22* 23* 26) vorgesehen ist.
6. Ladegerät nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, dass die Plattform (3) unter der Andrüokwirkung einer beweglichen
Backe (20) Stehtf die mit einem Paar Schrägflachen versehen
ist, alt denen zwei entgegengesetst γ"»·*"»«der verschiebbare Kelle (22, 23) zusammenwirken.
7. Ladegerät nach Anspruch Gs» dadurch gekennzeichnet, dass aur verschiebung der Keile (22, 23) eine diese mit Rechtsbeisw.
Linksgewinde durchdringende Schraubenspindel (26) im Falirgestellriiimen (1) gelagert und zweckmässig mit einer Festlegevorrichtung·
(28j 29j 30) versehen ist.
8. Ladegerät .nach, einem der Ansprüche l bis 7» gekennzeichnet durch eine am Fahrgestell des Gerätes angeordnete? auch la
Grleiskurven wirksame Sehienenklemme (34)»
9· Ladegerät nach einem der Ansprüche 1 bis Sf dadurch gekennzeichnet5 dass den mit einem Druckmittel gespeisten Antrieben
der Schienenklemme9 des Verholgetrlelbes und der Schüttelrutsche ein gemeinsames Steuerorgan vorgeschaltet ist.
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