DE976860C - Vorrichtung zur Fuehrung eines durch Zugmittel hin- und herbewegten Hobels fuer steil einfallende Floeze - Google Patents
Vorrichtung zur Fuehrung eines durch Zugmittel hin- und herbewegten Hobels fuer steil einfallende FloezeInfo
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- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C35/00—Details of, or accessories for, machines for slitting or completely freeing the mineral from the seam, not provided for in groups E21C25/00 - E21C33/00, E21C37/00 or E21C39/00
- E21C35/08—Guiding the machine
- E21C35/16—Guiding the machine by making use of the timbering, filling, or other supports
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Description
AUSGEGEBEN AM 18. JUNI 1964
Zur Gewinnung der Kohle im Langfrontbau werden die Gewinnungseinrichtungen am Stoß
längs gezogen. Um die ganze Flözmächtigkeit dabei bearbeiten zu können, hat man vorgeschlagen, an
Schrämmaschinen einen weiteren, in der Höhe verstellbaren Ausleger anzuordnen, der einen Schramm
in beliebig gewählter Höhe über dem Liegenden herzustellen erlaubt. Man hat auch Schrämmmaschinen
auf federnden Kufen zwischen Hangendem und Liegendem verlagert, wobei das Schrämmwerkzeug
selbst, dem geringsten Widerstände folgend, eine entsprechende Höhenlage einnimmt,
indem es beispielsweise eingelagerte Gesteinspartien umgeht, wodurch die Schramm werkzeuge
eine Schonung erfahren (deutsche Patentschrift 392370). Würde eine solche Führung als Hobelführung
für steil einfallende Flöze verwendet, so könnte der Hobel sowohl vom Kohlenstoß weg als
auch gegegenüber dem Hangenden und Liegenden in unerwünschter Weise ausweichen. Bei einem
Schrämmgerät (deutsche Patentschrift 804 549), das zum Erweitern von Bohrlöchern oder zum
Tiefschrämmen dient, sind an einem Spreizgestell zu beiden Seiten Schrämmesser angebracht. Auch
können auf der Spreizvorrichtung selbst noch Messer sitzen. Mit diesem Gerät kann daher nach
zwei gegenüberliegenden Seiten zugleich oder gleichzeitig noch nach dem Liegenden hin ge-
409 611/1
schrammt werden. In einem Streb, wo der Stoß nur eine Angriffsfläche bietet, läßt sich dieses Gerät
nicht verwenden.
Schließlich ist ein als Kohlenraupe bezeichnetes Hobelgerät bekannt, welches aus durch zwei Druckzylinder
gegen Hangendes und Liegendes gepreßten, angetriebenen Raupenbändern besteht, von denen in
jeder Richtung je ein auf- und abschwenkbarer Hobelkörper angebracht ist. Dieses Hobelgerät läßt
ίο sich in der steilen Lagerung nicht einsetzen, da es einmal einen mitfahrenden Bedienungsmann erfordert
und zum anderen durch seine Bauweise sehr schwer ist. Beim Schrägbau greift die Schwerkraft
nicht mehr in der Raupenebene, sondern schräg seitlich dazu an, so daß eine einwandfreie Führung
am abzubauenden Stoß nicht möglich ist. Bei dieser Kohlenraupe müssen auch die jeweils ersten
Schnitte eines Feldes am Hangenden und am Liegenden vorgenommen werden, um die Raupenbänder
freizuschneiden. Außerdem greifen die Hobelkörper bei Verschwenkung in eine andere
Lage den Kohlenstoß mit einer anderen Schneidenstellung an.
Alle diese bekanntgewordenen Einrichtungen arbeiten in mehr oder weniger flach gelagerten
Flözen, bei denen in der Regel die am Hangenden sitzende Kohle durch das Unterschneiden von selbst
hereinbricht. Anders liegen jedoch die Verhältnisse in steil gelagerten Flözen bei schwebendem Verhieb.
Hier wird es nötig, die Kohle über die ganze Flözmächtigkeit hin maschinell zu lösen und den Hobel
mittels eines Führungsgestells zu führen, das an sich bekannt ist, aber nicht das Lösen über die
ganze Flözmächtigkeit hin zwischen Liegendem und Hangendem erlaubt. Das Führungsgestell ist
dabei mit Seilen am Stoß entlang gespannt und der Hobel stützt sich beim Entlangfahren an diesem
und dem Hangenden bzw. dem Liegenden ab (deutsche Patentschrift 827 789). Für den Hobel
sind somit nur zwei Stellungen möglich. Erfindungsgemäß wird bei einer Vorrichtung zur Führung
eines durch Zugmittel hin- und herbewegten Hobels für steil einfallende Flöze, die aus einem
entsprechend der Flözmächtigkeit verstellbaren Führungsgestell besteht, das sich gegen das
Liegende und Hangende abstützt, eine Verbesserung dadurch erzielt, daß das Führungsgestell,
welches aus zwei ineinanderschiebbaren Teilen besteht, zwischen denen eine die Teile gegen das
Hangende und Liegende verspannende Federvorrichtung angeordnet ist, in Strebrichtung hin- und
herbewegbar und mit Gleitkufen versehen ist, der Hobel wahlweise an einem der ineinanderschiebbaren
Teile zwischen dem Hangenden und dem Liegenden verschiebbar sowie senkrecht zum Stoß
einstellbar befestigt ist, und an den dem Hangenden und Liegenden benachbarten Ausbauteilen Führungsleisten
für das Führungsgestell angeordnet sind. Schutz wird für den Erfindungsgegenstand
nur in der Gesamtheit der im Anspruch angeführten Merkmale beansprucht. Die beiden ineinanderschiebbaren
Teile werden durch die sie auseinanderdrückende Federvorrichtung stets am Nebengestein
gehalten, so daß sie sich allen wechselnden Flözmächtigkeiten anpassen können. Das eigentliche
Gewinnungsgerät kann dabei wahlweise an dem einen oder dem anderen Teil befestigt werden, um
dadurch die ganze Breite der Flözmächtigkeit bestreichen zu können.
Der Hobel oder die Gewinnungseinrichtung kann an den Spreizen seitlich verschiebbar sein, und seine
Schneiden bzw. deren Schneidwinkel können auch in verschiedenen Lagen zum Stoß einstellbar sein.
Das seitliche Verstellen des Messerträgers eines Hobels, der auf dem Liegenden gleitet und sich am
Ausbau oder am Versatz abstützt, ist an sich bekannt. Der Messerträger wird dabei zum Verstellen
der Schnittiefe von einem am Führungsgestell angebrachten Scherengestänge getragen. Dieser Steilhobel
kann seinen Schnitt nur in der Ebene am Liegenden in den Stoß einbringen (vgl. »Glückauf«,
1949, S. 707).
Der Vorteil der Einrichtung liegt beim schwebendem Verhieb eines Flözes oder beim Schrägbau mit
überkipptem Stoß besonders darin, daß die Kohle unter Anpassung an die wechselnde Flözmächtigkeit
vom Hangenden bis zum Liegenden in mehreren Fahrten der Gewinnungseinrichtung herausgelöst
werden kann, auch wenn die Kohle wegen ihrer Festigkeit oder der Stoßstellung nicht von
selbst nachbrechen kann. Bei geeigneter Kohle kann unter Umständen auch nur ein Schnitt für einen
hereinzugewinnenden Streifen genügen. Dafür läßt sich das Hobelmesser auf die zur Gewinnung günstigste
Kohlenlage einstellen. Bei Abstützung des Führungsgestells am Ausbau ergibt sich eine vorteilhafte
Führung der Gewinnungseinrichtung. Sie kann weder kanten noch klettern.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel: Abb. ι einen Querschnitt durch den Streb in
einem etwa senkrecht stehenden Flöz, Abb. 2 eine Ansicht auf den Stoß zu gesehen.
Am Hangenden 1 und am Liegenden 2 liegen Rahmen oder Ausbauteile 6 an, welche Führungsleisten
5 besitzen, an denen Gleitkufen 4 von zwei ineinanderverschieblichen Teilen 7, 11 geführt sind.
Die beiden ineinanderverschiebbaren Teile 7, 11 werden durch Federn 8 stets auseinandergedrückt,
so daß die Gleitkufe 4 ständig elastisch am Nebengestein bzw. an den dort liegenden Ausbauteilen 6
anliegen.
Ein durch ein Zugmittel 10 gezogener Hobel 3 ist durch Verstellhülsen 9 mit dem Teil 7 verbunden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: U5Vorrichtung zur Führung eines durch Zugmittel hin- und herbewegten Hobels für steil einfallende Flöze, die aus einem entsprechend der Flözmächtigkeit verstellbaren Führungsgestell besteht, das sich gegen das Liegende und Hangende abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsgestell, welches aus zwei ineinanderschiebbaren Teilen (7, 11) besteht, zwischen denen eine die Teile gegen das Hangende und Liegende verspannende Federvorrichtung(8) angeordnet ist, in Strebrichtung hin- und herbewegbar und mit Gleitkufen (4) versehen ist, der Hobel (3) wahlweise an einem der ineinanderschiebbaren Teile (7, 11) zwischen dem Hangenden und dem Liegenden verschiebbar sowie senkrecht zum Stoß einstellbar befestigt ist und an den dem Hangenden und Liegenden benachbarten Ausbauteilen (6) Führungsleisten (5) für das Führungsgestell angeordnet sind.In Betracht gezogene Druckschriften: 10Deutsche Patentschriften Nr. 392 370, 393 236, 827789,804549;USÄ.-Patentschrift Nr. 1 710 801;»Arbeitssitzung der Hauptausschüsse für Forschungswesen des Bergbau-Vereins in Essen am 15 25. Juni 1943«, S. 18, Abb. 25 und 26; Zeitschrift »Glückauf«, 1949, S. 707; Rauer, »Der Kohlenhobel«, 1946, S. 104/105.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 530/13 6.56 (409 611/1 6.64)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB27257A DE976860C (de) | 1953-09-01 | 1953-09-01 | Vorrichtung zur Fuehrung eines durch Zugmittel hin- und herbewegten Hobels fuer steil einfallende Floeze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB27257A DE976860C (de) | 1953-09-01 | 1953-09-01 | Vorrichtung zur Fuehrung eines durch Zugmittel hin- und herbewegten Hobels fuer steil einfallende Floeze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE976860C true DE976860C (de) | 1964-06-18 |
Family
ID=6962305
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB27257A Expired DE976860C (de) | 1953-09-01 | 1953-09-01 | Vorrichtung zur Fuehrung eines durch Zugmittel hin- und herbewegten Hobels fuer steil einfallende Floeze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE976860C (de) |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE392370C (de) * | 1922-03-26 | 1924-03-20 | Igo Etrich | Leichte Stangenschraemmaschine |
| DE393236C (de) * | 1923-01-03 | 1924-03-31 | Bohr U Schraemkronenfabrik G M | Bohrgestell fuer Pressluftbohrhaemmer |
| US1710801A (en) * | 1921-07-02 | 1929-04-30 | Morgan Olive Eugenie | Long-wall mining and loading machine |
| DE804549C (de) * | 1950-02-05 | 1951-04-26 | Mannesmann Ag | Schraemgeraet, insbesondere zum Tiefschraemen und Erweitern von Bohrloechern in Mineralien |
| DE827789C (de) * | 1950-08-15 | 1952-01-14 | Gewerk Eisenhuette Westfalia | Vorrichtung zur Gewinnung von halbsteil bis steil gelagerten Floezen unter Anwendung eines Kohlenhobels |
-
1953
- 1953-09-01 DE DEB27257A patent/DE976860C/de not_active Expired
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1710801A (en) * | 1921-07-02 | 1929-04-30 | Morgan Olive Eugenie | Long-wall mining and loading machine |
| DE392370C (de) * | 1922-03-26 | 1924-03-20 | Igo Etrich | Leichte Stangenschraemmaschine |
| DE393236C (de) * | 1923-01-03 | 1924-03-31 | Bohr U Schraemkronenfabrik G M | Bohrgestell fuer Pressluftbohrhaemmer |
| DE804549C (de) * | 1950-02-05 | 1951-04-26 | Mannesmann Ag | Schraemgeraet, insbesondere zum Tiefschraemen und Erweitern von Bohrloechern in Mineralien |
| DE827789C (de) * | 1950-08-15 | 1952-01-14 | Gewerk Eisenhuette Westfalia | Vorrichtung zur Gewinnung von halbsteil bis steil gelagerten Floezen unter Anwendung eines Kohlenhobels |
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