DEP0044147DA - Relais-Zählspeicher für die Achszählung, insbesondere im Eisenbahnsicherungswesen - Google Patents

Relais-Zählspeicher für die Achszählung, insbesondere im Eisenbahnsicherungswesen

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DEP0044147DA
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Germany
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relay
relays
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Karl Dipl.-Ing. Wangen Meyer
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Description

In der Eisenbahn-Sicherungstechnik finden bei Auszähleinrichtungen im allgemeinen zwecks Zählung der in einen Gleisabschnitt ein- und aus ihm ausgefahrenen Achsen sogenannte Schrittschaltwerke oder Motortriebe Anwendung, die unmittelbar oder mittelbar durch die Gleisimpulsgeber gesteuert werden. Diese Einrichtungen arbeiten infolge ihrer grundsätzlichen Bauform naturgemäß nicht ohne Massenträgheit, die sich mitunter besonders bei hoher Zählgeschwindigkeit und unregelmäßiger Zählfolge nachteilig auswirken kann. Die Zählgeschwindigkeit ist infolge dieser Massenträgheit verhältnismäßig gering, außerdem ist der Verschleiß beachtlich und erfordert sorgfältige Wartung.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wird eine Speicheranordnung mit Relais für die Achszählung vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass für die Ein- und Auszählung je eine gleichartige Gruppe von Zählrelais in eine Gruppe von ebenso vielen Hilfsrelais vorgesehen ist, wobei bei jedem durch den Gleisimpulsgeber hervorgerufenen Zählimpuls in Abhängigkeit von der Fahr- richtung in der Ein- oder Auszählgruppe ein Zählrelais sowie ein Hilfsrelais zum Ansprechen gebracht wird, sodass sich nach Beendigung der Fahrt aus der Stellung der Relais die Anzahl der gefahrenen Achsen erkennen lässt. Im Gegensatz zu den oben erwähnten motorischen Speichersystemen arbeiten die Relais mit verhältnismäßig geringer Massenbeschleunigung und lassen somit eine erheblich höhere Zählgeschwindigkeit zu.
In den Abbildungen ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Durch besondere Zählimpulsrelais Ze & Za werden die Achsimpulse auf die Speicher-Relais übertragen. Dabei arbeitet das Zählimpulsrelais Ze auf die Einzählgruppe, das Zählimpulsrelais Ze auf die Auszählgruppe. Die Freimeldung für den überwachten Gleisabschnitt erfolgt selbsttätig bei völliger Übereinstimmung der jeweiligen Gruppenrelais.
Aus den Abbildungen ist der grundsätzliche Aufbau und die Wirkungsweise des Relais-Speichers zu erkennen. Der besseren Übersicht halber enthält die dargestellte Grundschaltung nur 4 Relais. Dies entspricht bei der dargestellten Schaltung der Zählfähigkeit von 4 Achsen.
Die mit 1-4 bezeichneten Relais stellen die eigentlichen Zahlenrelais dar, deren Übereinstimmungskontakte den Abhängigkeitsstromkreis und damit das Freimelde-Relais G unmittelbar beeinflussen.
Die mit 1*-4* bezeichneten Relais sind Hilfsrelais und dienen lediglich zur Ziffer-Weiterschaltung. Das Freimelde-Hilfsrelais H stellt bei Übereinstimmung der ausgezählten mit der eingezählten Achszahl die Grundstellung der Gesamteinrichtung wieder her.
Es sei angenommen, in den diesem Speicher zugeordneten Gleisabschnitt fahre ein Fahrzeug mit 2 Achsen ein. Zunächst schliesst nach Einfahrt das Impulsrelais Ze seinen Arbeitskontakt. Hierdurch wird das Zählrelais 1 der Einzählgruppe EZ über 1*-II zum Anziehen gebracht. Es bereitet über 1-I den Anstoßstromkreis des Ziffer-Umschaltrelais 1* vor und macht sich gleichzeitig über einen Selbstschlusskontakt 1-II von diesem Anstoßstromkreis unabhängig. Außerdem schaltet es seinen Wechsler 1-II im Abhängigkeitsstromkreis um, sodass das Freimelde-Relais G abfällt. Nach Rückkehr von Ze in die Grundstellung wird dessen Ruhekontakt geschlossen und dabei das Ziffer-Umschaltrelais 1* über 1*-I, 1-I erregt. Dieser wechselt seine Kontakte1*-I. 1*-II und bereitet die Stromkreise für die nächste Ziffer vor. Außerdem macht es sich über einen Selbstschlusskontakt 1*-III wieder unabhängig. Erfolgt der durch die zweite Achse ausgelöste Impuls, so wird das Zählrelais 2 über 1*-II, 2*-II erregt und zum Anziehen gebracht, wonach bei Rückkehr von Ze in die Grundstellung das Zifferumschaltrelais 2* über 1*-I, 2*-I, 2-I erregt wird. Es sind nunmehr die Zählrelais 1, 2 sowie ihre Ziffern-Umschaltrelais 1*, 2* in angezogener Stellung.
Die durch die Kontakte 1-II, 2-II erfolgte Unterbrechung des Freimeldestromkreises über Relais G kann erst wieder aufgehoben werden, wenn in der Auszählgruppe AZ, die von einem zweiten Impulsgeber in gleicher Weise gesteuert wird, ebenfalls die Zählrelais 1 und 2 zum Anziehen gebracht wurden. Dies ist dann der Fall, wenn die zweite Achse des Fahrzeugs den Gleisabschnitt geräumt hat. In diesem Augenblick wird das Freimelde-Relais G über die Kontakte 1-II, 2-II der Einzählgruppe und die Kontakte 2-II, 1-II der Auszählgruppe wieder erregt und zum Anziehen gebracht. Dies geschieht mit Hilfe des Freimelde-Hilfsrelais H, das zunächst anzieht und damit die Gesamtanordnung in die Grundstellung überführt.
Der Relais-Speicher könnte nach diesem Grundsatz mit einer der im Betrieb vorkommenden maximalen Achszahl entsprechenden Anzahl von Relais ausgerüstet werden. Man würde demnach etwa bei 100 zu zählenden Achsen auch je 100 Zähl- und Hilfsrelais vorsehen müssen und dies sowohl in der Ein- als auch Auszählgruppe. Dies wäre jedoch unwirtschaftlich. Um nun eine hohe Achszahl auch mit bedeutend geringerem Aufwand zu meistern, wird von der Aufteilung des Speichers in Relaisgruppen Gebrauch gemacht. Beachtet man, dass die zählbare Achszahl einer Gruppe gleich ist der Anzahl p der Zählrelais einer Gruppe, so erhält man bei 2 Gruppen, (wobei die erste Gruppe für jedes einzelne Zählrelais der zweiten Gruppe immer wieder von vorne zählt), eine zählbare Achszahl von p(sub)1*, p(sub)2, bei 3 Gruppen p(sub)1*, p(sub)2*, p(sub)3. Bei Anwendung dieser Gruppen-Zählweise beträgt die zählbare Achszahl allgemein
n(sub)max = p(sub)1*, p(sub)2*, p(sub)3*, ..., während die entsprechende Relaiszahl nur N = p(sub)1 + p(sub)2 + p(sub)3 ... wird. Hierbei bedeuten p(sub)1, p(sub)2, p(sub)3, ... die jeweilige Anzahl der Gruppenrelais. Man erhält z.B. bei Unterteilung in zwei Fünfergruppen (Fünfersystem) n(sub)max = 5 * 5 = 25 Achsen bei N = 5 + 5 = 10 Zählrelais, bei Unterteilung in drei Fünfergruppen n(sub)max = 5(exp)3 = 125 Achsen bei nur 15 Zählrelais.
Durch entsprechende Aufteilung der Ein- und Auszählgruppe ist man auf diese Weise in der lage, mit einem geringsten Aufwand an Relais auszukommen.

Claims (3)

1.) Relais-Zählspeicher für die Achszählung insbesondere im Eisenbahn-Sicherungswesen, dadurch gekennzeichnet, dass für Ein- und Auszählung je eine gleichartige Gruppe von Zählrelais (1, 2, 3, 4) und eine Gruppe von ebenso vielen der Zifferweiterschaltung dienenden Hilfsrelais (1*, 2*, 3*, 4*) vorgesehen ist, wobei bei jedem durch den Impulsgeber (Ze) bewirkten Zählimpuls in Abhängigkeit von der Fahrrichtung in der Ein- bzw. Auszählgruppe ein Zählrelais sowie ein Hilfsrelais zum Ansprechen gebracht werden, sodass nach Beendigung der Fahrt aus der Stellung der Relais die Anzahl der gefahrenen Achsen erkennbar ist.
2.) Relais-Zählspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Übereinstimmung der Relais-Stellungen in der Ein- und Auszählgruppe die Gleisfreimeldung erfolgt.
3.) Relais-Zählspeicher nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ersparnis von Relais je ein für Ein- und Auszählung eine Aufteilung in mehrere Relaisgruppen derart vorgesehen ist, dass die Gesamtzahl der zählbaren Achsen
= p(sub)1 x p(sub)2 x p(sub)3 usw., wobei p(sub)1 = Anzahl der Zählrelais der ersten Gruppe, p(sub)2 = Anzahl der Zählrelais der zweiten Gruppe usw. bedeuten.

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