DEP0027239DA - Verfahren zur Herstellung von Vitamin A ähnlichen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Vitamin A ähnlichen Verbindungen

Info

Publication number
DEP0027239DA
DEP0027239DA DEP0027239DA DE P0027239D A DEP0027239D A DE P0027239DA DE P0027239D A DEP0027239D A DE P0027239DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
group
vitamin
formula
hydrogen
sub
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Ferdinand Dr. Arens
David Adriaan Dr. van Dorp
Original Assignee
N. V. Organon, Oss
Publication date

Links

Description

Seitdem die Struktur des Vitamin A (I) von Karrer aufgeklärt wurde, haben mehrere Forscher versucht, diese wichtige Verbindung synthetisch herzustellen.
Bisher scheint dies jedoch noch nicht gelungen zu sein; einige in der Fachliteratur erschienene kurze Mitteilungen, aus welchen das Gegenteil hervorzugehen scheint, konnten von späteren Forschern nicht bestätigt werden.
Es hat sich nun herausgestellt, daß man Stoffe gewinnen kann, welche in ihrer Struktur dem Vitamin sehr verwandt sind und zum Teil sogar auch die biologische Wirkung dieses Vitamins aufweisen. Man geht dazu von Ketonen der allgemeinen Formel <Formel> aus, in der
R = die (Beta)-Jonylidengruppe <Formel> oder eine leicht in die (Beta)-Jonylidengruppe überführbare Gruppe
X > CY- oder > CY-CY'=CY''-,
Y, Y' und Y'' = Wasserstoff oder Alkyl und
R' = Alkyl bedeuten.
Diese Ketone setzt man mit Organometallverbindungen oder mit Verbindungen der allgemeinen Formel <Formel> in der wenigstens eine der Gruppen Z und Z' eine Gruppe ist, die Wasserstoff am benachbarten Kohlenstoffatom aktivieren kann, um; falls nur Z eine derartige Gruppe vorstellt, bedeutet Z' Wasserstoff, Halogen oder einen substituierten oder nicht substituierten Kohlenwasserstoffrest oder eine Hydroxylgruppe. Auch können Z und Z' zusammen eine zweiwertige Gruppe, die Wasserstoff am benachbarten Kohlenstoffatom aktivieren kann, bedeuten.
Als Organometallverbindungen können verwendet werden: Alkylmagnesiumhalogenide, Zinkdiakyl, Alkaliacetylenide, Aethylbromacetat (in Anwesenheit von Zink als die Organometallverbindung BrZnCH(sub)2-COOC(sub)2H(sub)3 in statu nascendi) und dergleichen; als Verbindungen der Formel <Formel>, kommen Cyanessigsäure, Cyancrotonsäure, Cyanacetamid und dergleichen in Betracht.
Beispiel 1.
Vitamin A-säure
Ein Gemisch aus 5,2 g des Ketons (II)
3,4 g Bromessigester und 1,5 g Zinkspäne wird in 24 cm(exp)3 trocknem thiophenfreiem Benzol am Rückflußkühler in einer reinen Stickstoffatmosphäre eine Stunde gekocht. Die erhaltene braune Masse wird abgekühlt, wonach sie mit einem geringen Überschuß 2n-Essigsäure geschüttelt wird. Die Farbe ändert sich in gelborange. Die benzolische Schicht wird abgetrennt, gewaschen, getrocknet und im Hochvakuum zur Entfernung von Spuren Bromessigester erhitzt. Der Rückstand wird mit 3,0 g wasserfreier Oxalsäure 1 1/2 Stunden im Vakuum (2 mm) auf 90-95° erhitzt. Die erhaltene Masse wird mit Äther extrahiert und der Extrakt nach dem Waschen, Trocknen und Abdestillieren des Äthers in 20 cm(exp)3 Aethanol aufgenommen und mit Kaliumhydroxyd, aufgelöst in wenig Wasser, durch 72stündiges Stehen bei Zimmertemperatur verseift. Die nach Eingießen in Wasser erhaltene Emulsion wird mit Äther gewaschen, angesäuert und die freie Säure in Äther aufgenommen. Die Ätherlösung wird gewaschen, getrocknet und eingedampft, der Rückstand aus einem Gemisch aus 3 cm(exp)3 Aethanol und 0,6 cm(exp)3 Wasser unkristallisiert, wobei 0,65 g eines in gelben Nadeln kristallisierenden Stoffes mit Schmelzpunkt von 181,5° (korr.) (Lambda) max=343 m (My) und log. (Epsilon) max=4,65 erhalten werden. Die Vitamin A-säure hat die Strukturformel und unterscheidet sich vom Vitamin A nur dadurch, daß die CH(sub)2OH-Gruppe durch die Carboxylgruppe ersetzt worden ist. Eine biologische Eichung ergab, daß dieser Stoff bei subkutaner
Injektion als Natriumsalz die halbe Wirkung des reinen Vitamins A besitzt.
Beispiel 2.
Axerophthylidenessigsäure
In ähnlicher Weise wie im Beispiel 1 beschrieben, wird durch Kondensation von 3,20 g C(sub)18-Keton II mit 2,10 g (Gamma)-Bromcrotonsäure-methylester und 0,85 g Zinkspäne der Axerophthylidenessigsäure-methylester der Formel erhalten, der bei eines Druck von 10(exp)-4 mm zwischen 158° und 166° destilliert. Durch Verseifung entsteht hieraus Axerophthylidenessigsäure.
Beispiel 3.
Kondensation des C(sub)18-Ketons mit Acetylen
In auf -60° gekühltem flüssigen Ammoniak werden 2,9 g Natrium gelöst, Acetylengas wird durchgeleitet bis sich das Mononatriumacetylen gebildet hat. Hierauf wird unter fortgesetztem Einleiten von Acetylen eine Lösung von 25,8 g C(sub)18-Keton II in 300 cm(exp)3 Aether tropfenweise zugesetzt. Das Reaktionsgemisch färbt sich braun. Es wird über Nacht stehen gelassen, wobei infolge der Temperatursteigerung das Ammoniak verdunstet.
Hiernach wird angesäuert mit 2 n -Essigsäure, wobei die Farbe des Gemisches rot-Orange wird; dann wird mit Äther extrahiert. Die ätherische Lösung wird mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft. Der Rückstand wird in Petroläther aufgenommen und einer chromatographischen Reinigung unterworfen. Als Hauptprodukt gewinnt man ein Kondensationsprodukt aus 1 Mol C(sub)18-Keton mit 1 Mol Acetylen, gelbe ölartige Flüssigkeit, die bei Molekulardestillation bei 91° siedet: als Nebenprodukt kann ein Kondensationsprodukt auf 2 Mol C(sub)18-Keton mit 1 Mol Acetylen isoliert werden. Dieses ist ein durch Chromatographie zu reinigendes gelbes Öl, das jedoch nicht ohne Zersetzung destillierbar ist.
Beispiel 4.
Kondensation des C(sub)18-Ketons mit Lithiumyalkyl.
Eine Lösung von 25,8 g C(sub)18-Keton wird unter Eiskühlung und fortgesetztem Rühren tropfenweise einer Lösung von Lithiumaethyl,hergestellt aus 2 g Lithium und 16 g Aethyljodid in 25 cm(exp)3 Benzol zugesetzt. Nach Zersetzung des Reaktionsgemisches mit Eiswasser, Extraktion mit Äther, und Destillation im Hochvakuum gewinnt man ein bei einem Druck von 10(exp)-3 mm bei 160 - 170° überdestillierendes Öl. In ähnlicher Weise kann man das Methylderivat des C(sub)18-Ketons herstellen, wobei man die Reaktion mit Lithiummethyl in Äther statt in Benzol ausführt. Dieses Produkt ist ein Öl, das im Hochvakuum bei 155-165° überdestilliert. Die oben beschriebenen Aethyl- und Methylderivate des C(sub)18-Ketons können auch dadurch hergestellt werden, daß man statt der Lithiumalküle Magnesiumalkylhalogenide verwendet, w0durch aber außer der Bildung des normalen Reaktionsproduktes auch eine Addition an weiter auseinander gelagerten Doppelbindungen (1,4-Addition) stattfindet. Die Trennung der verschiedenen Produkte gelingt dann nur mit Hilfe einer kostenspieligen Chromatographie.

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung von Vitamin A ähnlichen Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man Ketone der allgemeinen Formel <Formel>, in der
R = die (Beta)-Jonylidengruppe <Formel>
oder eine leicht in die (Beta)-Jonylidengruppe überführbare Gruppe,
X = > CY- oder > CY-CY'=CY''-,
Y, Y' und Y'' = Wasserstoff oder Alkyl und
R' = Alkyl
bedeutet, umsetzt mit Organometallverbindungen oder mit Verbindungen der allgemeinen Formel in der wenigstens eine der Gruppen Z und Z' eine Gruppe ist, die Wasserstoff am benachbarten Kohlenstoffatom aktiviert; falls nur Z eine derartige Gruppe ist, bedeutet Z' Wasserstoff, Halogen oder einen substituierten oder nicht substituierten Kohlenwasserstoffrest oder eine Hydroxylgruppe; auch können Z und Z' zusammen eine zweiwertige Gruppe, die Wasserstoff am benachbarten Kohlenstoffatom aktiviert, bedeuten
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Keton die Verbindung verwendet.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1936463A1 (de) Substituierte Phenole
DE2715080A1 (de) Verfahren zur herstellung von cyclopentenon-derivaten
DE2429935C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2,2,6,6- Tetramethyl-4-oxopiperidin
Paquette et al. The Synthesis of trans-3-Oxa-4-oxo-and trans-4-Oxa-3-oxobicyclo [5.4. 0] undecanes
DEP0027239DA (de) Verfahren zur Herstellung von Vitamin A ähnlichen Verbindungen
Fuson et al. Vinyl Alcohols. XII. 1 The Oxidation of 1, 1-Diarylethylenes
DE2207098A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2,5-dimethyl-furan-3-carbon-saeureestern
DE2721265C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Di- n-propylacetonitril
DE2918900A1 (de) Verfahren zur herstellung von 1,5- dimethyl-bicyclo- eckige klammer auf 3,2,1 eckige klammer zu octanol-8 und dessen ester
AT167629B (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen, welche dem Vitamin A verwandt sind
DE739438C (de) Verfahren zur Herstellung von Anlagerungsprodukten
DE897103C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Diphenylacetyl-1, 3-indandion und seinen ungiftigen Metallsalzen
AT330965B (de) Verfahren zum herstellen von (-) -vincamin
CH260994A (de) Verfahren zur Herstellung der Vitamin-A-Säure.
AT216495B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Phenylalaninderivaten und deren Salzen
DE809806C (de) Verfahren zur Herstellung von ungesaettigten Dicarbonylverbindungen
DE2105010C (de)
AT229318B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 3-Methoxy-2-sulfanilamido-pyrazins
AT282629B (de) Verfahren zur herstellung neuer zimtsaeureamide
DE912222C (de) Verfahren zur Herstellung von therapeutisch wertvollen Abkoemmlingen des 2-Methyl-4-aminonaphthols-(1)
AT319207B (de) Vzh von neuen 3-(2&#39;,4&#39;,5&#39;-trisubst.benzoyl)-propionsaeuren
DE884497C (de) Verfahren zur Herstellung von 2, 3-Di-(p-oxyphenyl)-butadien-verbindungen oder derenHomologen
AT334349B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 3- (4-biphenylyl) -buttersauren, deren estern, amiden und salzen
DE1142863B (de) Verfahren zur Herstellung von alicyclischen Lactonen der Cyclohexan- bzw. Cyclohexenreihe
AT208000B (de) Verfahren zur Herstellung antibakteriell wirksamer Verbindungen