DEP0017551DA - Verfahren zur direkten Gewinnung von reinem Syrup aus der Zuckerrübe - Google Patents

Verfahren zur direkten Gewinnung von reinem Syrup aus der Zuckerrübe

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DEP0017551DA
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English (en)
Inventor
Fritz Dr.-Ing. Tödt
Original Assignee
Tödt, Fritz, Dr. -Ing., Berlin-Nikolassee
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Description

Ein grosser Anteil der Zuckerrübe wird direkt zu Syrup verarbeitet, indem die zerkleinerte Rübe ausgepresst und der so erhaltene Saft zu Syrup eingedickt wird. Dieser Rübensyrup, der als Brotaufstrich ausgedehnte Verwendung findet, sieht schwarzbraun aus und besitzt einen ausgesprochenen Rübengeschmack.
Es ist nun der Zweck der vorliegenden Erfindung, durch Auskochen der zerkleinerten Rübe, bzw. der getrockneten Rübenschnitzel, mit einem geeigneten Säurezusatz einen wesentlich reineren und heller gefärbten Saft herzustellen, der dann beim Eindicken einen braungelben Zuckersyrup ohne Rübengeschmack liefert. Die Erfindung beruht auf der Feststellung, dass die Nichtzuckerstoffe der Rübe, welche die dunkle Färbung und den rübenartigen Geschmack des Syrups hervorrufen, beim Auskochen mit einer geeigneten Säuremenge in der Rübe verbleiben (wahrscheinlich infolge einer durch die saure Reaktion bedingten Ausflockung). Der Hauptvorteil dieses Verfahrens besteht in dem reineren und besseren Geschmack des Syrups. Man hat auf diese Weise die Möglichkeit, aus der Zuckerrübe direkt ohne komplizierte und kostspielige Saftreinigung auf direktem Wege reine Zuckerfabriksprodukte herzustellen. Dazu kommt noch, dass bei der Behandlung mit Säure ein Teil der pektinartigen Stoffe in den Saft übergeht, sodass die Ausbeute an Nährwerten erhöht wird. Durch den Säurezusatz wird gleichzeitig ein Teil des Zuckers invertiert, wodurch eine weitere Bedingung für einen brauchbaren Speisesyrup erfüllt wird. Wesentlich ist noch die Feststellung, dass sich das neue Verfahren ebenfalls für verdorbene und lange gelagerte Zuckerrüben eignet.
Ausführungsbeispiel. 100 kg oder eine beliebige andere Menge an Zuckerrüben werden ebenso zu Rübensyrup verarbeitet, wie es seit Jahrzehnten in der Technik üblich ist (Zerschneiden der Rübe, Aufbrühen mit etwa derselben Wassermenge, Abpressen und Eindicken zu Syrup). Zum Unterschied zu diesem bekannten Verfahren setzt man Wasser, das man zum Aufbrühen verwendet, eine geeignete Säuremenge von etwa 1 Liter 5%ige Schwefelsäure auf 100 kg Rüben hinzu. Dieser Säurezusatz bewirkt, dass eine Reihe von Nichtzuckerstoffen, wie eiweissähnliche Substanzen, durch die Verschiebung der Reaktion ins saure Gebiet teilweise schon innerhalb der Rübenschnitzel ausgeflockt werden. Dadurch ergibt sich die reine und bessere Beschaffenheit des Syrups. Ausserdem bewirkt der erhöhte Säuregrad an sich bereits eine Geschmacksverbesserung.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von Zuckerrübensyrup durch Auskochen frischer oder getrockneter Zuckerrübenschnitzel, dadurch gekennzeichnet, dass die Rübenschnitzel mit einem geeigneten Säurezusatz ausgekocht und der so erhaltene Saft in bekannter Weise zu Syrup eingedickt wird.

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