DEP0013842DA - Verfahren zum Konservieren technischer Produkte - Google Patents

Verfahren zum Konservieren technischer Produkte

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DEP0013842DA
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DE
Germany
Prior art keywords
oxy
products
technical products
preservation
oxybenzaldehyde
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Karl Dr. Ehlhalten Daimler (Taunus)
Original Assignee
Farbwerke Hoechst vormals Meister Lucius & Brüning, Frankfurt/M.-Hoechst.
Publication date

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Description

f 4 *1 *1/
Dr. Michael Erlenbach
Dr. Adolf Sieglitz
per Adresse:
FARBWERKE ■ HOECHST
Frankfurt am Main-Höchst 27-Septembap 1948.
Anlage 1
zur Patentanmeldung Fw. . 3.5
Verfahren zum Konservieren technischer •Produlcte.
Pur technische Produkte, -3ie? leicht dom Schimmeln, Pt.ulen oder Gären unterliegen, sind Konscrvioruiic'Szusätze in Gebrauch, die überwiegend phenolischer Nt.tür sind. Zwar ist das gewöhnliche Phenol MerfMr meist nicht in Anwendung, dafür tber Kondenafctionsprodukte wie Benzylphenol, Bensylkresol, ferner Sub ε t i tu t i on spro d uk t e- eier Phenole wie 1-5-fech chlorierte Phenole, Chlormetakresol, Chlorxylenol, Ptraoxybenzoes'äureester und dergleichen. Diese Produkte werden vielfach in der wasserlöslichen Alktilistlzforni zur Verfügung, gestellt. Bekannt ist cndererseits, dass Aldehyde, z.B. formaldehyd, Acetaldehyd, Pextldehyd, Benzt-Idehyd, sowie .die entsprechenden SSur.en Ameisensäure, Essigsäure und Esnzoesiiure, eine erhebliche Desinfektionskraft besitzen, vornehmlich tllcrdings in der freien, nicht durch Br.sen tbgesätt'igten Porm. Auch die Salizylsäure muss hier erwähnt werden. Keines'dieser Produkte ist dt-bei gsnz frei von unerwünschten Eigenschaften. So kenn der starke Geruch die· Anwendung beschränken, ö-er Z 0E, den niedrig chlorierten Phenolen tnhtftet„ Höher chlorierte Phenole, vie etwt das '. Pentachlorphenol, sind zwar so gut wie geruchlos, doch greifen sie die Schleimhtut' en, wbs dts Htntieren mit Priiperaten erschwert, die ciese enthalten. Die carboxylgrupp enhaltlgen Produkte wirken im allgemeinen nur in sturem Medium genügend, was zu bedenken ist, wenn man, wie es in der Industrie je vorwiegend der Ptll ist, neutral bis Llkalisch eingestellte Präparate zu konservieren hat. Die vorgenannten Aldelryde scheiden wegen ihres «ufdringlichen Geruches und ihrer hohen Flüchtigkeit
ebenfalls für manche Inwendungszwecke eus0
Es turde nun gefunden, dcss m-Oxy-benzaldehyd hervorragend als Konservierungsmittel geeignet ict. Es hat bei genügend fungizid er Wirkung besonders günstige Gebrauchseigenschaften, nämlich äusserst geringen Geruch und keinerlei ätzende Wirkung innerhalb der Anwendungsgrenzen; es ist ausserdem praktisch ungiftige Es kann ti so vor eilen für die Konservierung solcher chemisch-technischen Produkte in Fr&ge kommen, die in Wohnräumen angewendet werden, be zw» durch IIend oder durch Vorspritzung, verarbeitet werden, also unter Bedingungen, unter denen Htut, Schleimhäute und Atemwege besonders gefährdet sind«, Gedacht ist in erster Linie an die Verwendung als Hauptbestandteil von Holzschutzmitteln, Lla Zusatz bei Flammschutzmitteln, pilzgefährdeten Wendbekleidungen, Perbanstrichen, Leim, Kleister, Klebemitteln, Appreturen und dergleichen,, Dts Produkt kann tuch in schwach alkalischem Mittel, etwa in calclumhydroxydheItigen BelEgsmfissen mit Gehf.lt an pilsgefährdeten organischen Bestandteilen, angewandt werden. Die Flüchtigkeit ist oo gering, dass mit einer jahrzehntelangen Wirkscmkeit gerechnet werden darf» Als Anwendungskonzentration für technische Produkte ist ein 0,5-1 ^iger Zusatz im allgemeinen voll tusreichendc Zur Peststellung der fungiziden Wirkung wurden folgende Prüfungen vorgenommene
Als Prüfsubstanz wurde die dünnflüssige 61 ^ige Lösung verwendet, die man erhält, wenn man ein iflol a-Oxy-b en ze Id ehy d (122 g) mit einem halben Mol Itznatron (£0 g) in 58 g lasser durch Erwärmen löst„ Wurde diese PrüfSubstanz in Traubenzuckerbouillon gelost und Verdünnungereihen mit Penicillium glεucum beimpft, eo war eine Konzentration von 1 : 1000 in der Lage, das Wachstum des eingebrachten Sch^imaelstammes bis zum Ende der 18-tägigen Beobachtungszeit vollständig zu unterdrücken»
Da sich Wirkungsunterschiede ergeben haben, je nach dem, ob der zu beeinflussende Schimmelpilz in der Bouillon wuchs oder fcuf einen festen Nährboden mit Substanzzusatz aufgeimpft wurde, wurde das Präparat tuch in verflüssigtem Agar gelöst, der nach dem Erstarren mit Penicillium glaucum beimpft wurde= Bei diesem

Claims (1)

  1. Vorgehen ν;ar die Verdiinniing 1 : 500 die Grenzkonzentration, die das Schimmelwa cha "trum bis sum Ende der Beobechtungsseit von 18 Thgen völlig aufhielt.
    Die praktische Anwendung kann sowohl in Porm des freien Phenols als i,uch in Form seiner Seize erfolgen. Zu einem solchen kommt man gegebenenfalls <_uch d£durch, dass men des Produkt z.B. mit Ätznotron zusammen unter Peuchtic~keitsi,us-Schluss mahlt«, Auch Lösungen in organischen Lösungsmitteln sowie das Bisulfit-Additionsprodukt oder Umsetzungsprodukte mit Ammoniak oder organischen Besen können gelegentlich in Prape kommen»
    Die vorteilhafte Wirkung von m-Oxy-b en ζeld e hyd war nicht ohne weiteres zu erwerten, da die ihm isomeren Produkte, nämlich o—Oxybenzaldehyd und p-Oxy-benzfaldehyd, Eigenschaften haben, die die Anwendung für die crv,Jhnten Zwecke mehr oder weniger tusSchliessen0 So ist Z 0B0 o-Oxy-benZoldehyd eisenempfindlich; damit konservierte Produkte, Z 0B0 S t: Irk eklei ε t e r, färben eich in unangenehmer Weise dunkler, namentlich bei längerem Aufbewahren an 'der Luft» p-Oxy-benza Idehyd htt einen störenden Geruch und damit behandelte Unterlagen verarmen an dem Konsefvi irungsmittel durch Sublimation, wcs zu einem vorzeitigen Wirkungsende führt. Es ist schon versucht ν orden (Chem0 Zentr,: lbli-tt, 1930, II, S0 1760), u-Oxy-benzaldehyd für Saatbeizzwecke au verwenden. Die Bedingungen, die an Saatbeizmittel gestellt werden, unterscheiden sich derart von denen, die tn die Konservierung technischer Produkte gestellt werden müssen, dass Anelogiesuhl ,sse nicht gezogen werden können.
    Patentinpruchs
    Verfahren zur Konservierung technischer Produkte, gekennzeichnet durch Verwendung von m-Oxy-benzaldehyd oder dessen Verbindung en»

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