AT121349B - Saatgutbeize. - Google Patents
Saatgutbeize.Info
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Description
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Saatgntbeize.
Bei den üblichen Nassbeizverfahren, bei welchen daszu beizende Saatgut, z. B. Getreide, eine bestimmte Zeit in einer Beizlösung eingetaucht wird, wird das nachherige Zurücktrocknen des gebeizten Saatgutes allgemein als lästig und zeitraubend empfunden. Infolgedessen hat sieh das Troekenbeizverfahren,
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beizverfahren gearbeitet wird. Namentlieh das äusserst lästige, oft auch sehr gesundheitsschädliche Verstäuben des Beizmittels beim Vermischen und Arbeiten, sowie die oft nicht genügende und sichere fungizide Wirkung der Trockenbeizmittel sind die Hauptübelstände der Trockenbeizung. Dazu kommt, dass die Trockenbeizmittel auch nicht so befriedigend wirken wie die Nassbeizmittel, u. zw. aus dem Grunde, weil ja die Beizung, also die Tötung der Krankheitskeime. erst im Boden stattfindet.
Es können dabei, je nach den Witterungs-und Bodenverhältnissen, auch Umstände eintreten, durch welche eine genügende Beizung nicht stattfindet. Vorliegende Erfindung soll die Vorteile dieser beiden Beizverfahren vereinigen, jedoch die Übelstände jedes dieser beiden Verfahren beseitigen. Gemäss der Erfindung werden weder Lösungen noch pulverförmige Stoffe zum Beizen von Saatgut verwendet, sondern eine Paste oder ein Brei, mit welchen das Beizgut vermengt wird. z. B. durch Umschaufeln.
Durch die Verwendung solcher Massen wird einerseits der bei Nassbeizen auftretende Vbelstand des Zuriicktroeknens vermieden, in dem die Durchmischung der Paste mit dem Saatgut leicht so lange fortgesetzt werden kann, bis die Paste zu verstäuben beginnt, so dass das Beizmittel dem Saatgut auch als Trockenbeizmittel anhaftet, anderseits wird der bei Trockenbeizen auftretende Übelstand der Abhängigkeit der Beizung von den Boden-und Witterungsverhältnissen vermieden.
Dagegen wird die Wirkung der Nassbeize, die darauf beruht, dass die Parasiten gleich bei der Beizung abgetötet werden, vereinigt mit der Wirkung der Trockenbeize, die dadurch, dass die Wirksamkeit des Beizmittels erst im Boden beginnt, das Saatgut beliebig lange lagerungsfähig macht. Beim Vermischen der Paste mit dem Saatgut werden durch den in der Paste gelöst vorhandenen, fungizid wirkenden Stoff die im oder am Saatgute befindlichen Krankheitskeime, wie bei einer Nassbeize, abgetötet, indem der Parasit das gelöste Fungizid aufnimmt. Während dieser Zeit saugt aber auch das Saatgut die in der Paste vorhandene Flüssigkeit auf, so dass das Saatgut nach vollendeter Mischung sofort anbaufähig und gleichzeitig gegen weiteren Befall (d. i.
Infektion) geschützt ist, da das Beizmittel jetzt dem Saatgute als Trockenbeizmittel anhaftet.
Solche Gegenstand der Erfindung bildende Beizpasten können auf verschiedene Weise hergestellt werden, am einfachsten in der Weise, dass das Fungizid mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit zu einem Brei angerührt wird. Es können aber auch Fiill-, bzw. Streckungsmittel verwendet werden. So z. B. werden bei Verwendung eines wasserlöslichen Fungizides, z. B. Quecksilberehlorides für 100 leg Saatgut 600 g Talkum mit 400 cs einer 3% Sublimatlasung vermischt, wodurch eine Paste entsteht.
Zur Beizung von Weizen gegen Steinbrand wird obige Menge mit 100 kg Weizensaatgut durch Umschaufeln
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oder anderen Flüssigkeiten hergestellt werden, z. B. kann Kupferkarbonat mit Wasser zu einem Brei angerührt werden. Werden Füll-bzw. Streckungsmittel zur Herstellung der Paste benutzt, so wird, wenn das Trockenbeizmittel, z. B. einen in Wasser nicht vollkommen unlöslichen fungizid wirkenden Stoff enthält, dieser mit Talkum od. dgl. entsprechend verdünnt und mit einer entsprechenden Wassermenge vermischt. So erhält man aus 100 g Kupferkarbonat, 200 g Talkum und 200 bis 300 cm3 Wasser eine für Beizzwecke vorzügliche Paste.
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verdünnte Säuren anorganischer oder organischer Natur verwendet oder beides.
So können aus Kupfer- oxdul geeignete Pasten hergestellt werden, indem man z. B. entweder 50 g Kupferoxydul, 250 g Talkum I und 250 cm3 einer 1% Kupferehloridlosung vermischt oder 100 g Kupferoxydul, 200 g Talkum. 200 c
Wasser und 10 bis 30 cm3 konzentrierte Salzsäure vermengt.
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Zusätze die fungizide Wirkung wesentlich erhöht wird.
Statt Wasser oder neben Wasser können auch leicht verdunstende oder verdampfende Stoffe, wie verschiedene Alkohole, Schwefelkohlenstoffe u. a., oder auch Öle zur Herstellung der Paste genommen werden. Der fungizid wirkende Stoff wird dann entweder in den betreffenden Mitteln gelöst, oder aber er wird vorher in Wasser gelöst, welches dann mit den leicht verdunstenden Stoffen vermischt wird oder umgekehrt.
Auch können zur Herstellung der Paste Formaldehydlösungen, Karbolsäurelösungen u. a. veri wendet werden, am besten schon an sich fungizid wirkende Lösungen.
Statt Talk können andere geeignete Stoffe, wie Stärke, Kreide, Kieselguhr u. dgl., zur Verwendung gelangen. Weiters können der Paste Stoffe beigemengt werden, welche die Pastenform bzw. Konsistenz längere Zeit erhalten, z. B. wasseranziehende Mittel wie Glyzerin. Auch die Zugabe von Pflanzennähr- stoffen oder Reizstoffen zu der Paste wird sich in manchen Fällen vorteilhaft erweisen.
Der Paste können auch Vogel-oder andere Tierfrass abschreckende Mittel zugesetzt werden.
Die Paste wird entweder gebrauchsfertig in den Handel gebracht oder kann auch kurz vor der
Beizung durch Vermischung mit der vorgeschriebenen Wassermenge od. dgl. hergestellt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Saatgutbeize. dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer ein Fungizid enthaltenden Paste bzw. einem Brei gebildet ist.
Claims (1)
- 2. Saatgutbeize nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Paste oder der Brei ein unlös- liches bzw. schwerlösliche Fungizid mit oder ohne Zusatz von löslichen Fungiziden oder auf das unlösliche Fungizid lösend einwirkende Mittel enthält.3. Saatgutbeize nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein schwer-bzw. unlösliches Fungizid mit einem löslichen Fungizid mit oder ohne Streckungsmittel angepastet ist.4. Saatgutbeize nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Paste Stoffe enthält, die die EMI2.3
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