DEP0010403DA - Schlitzverschluß für photographische Kameras - Google Patents
Schlitzverschluß für photographische KamerasInfo
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Description
Photographische Kameras mit getrennt ablaufende Vorhänge aufweisenden Schlitzverschlußvorrichtungen, bei denen die Belichtungsdauer einstellbar gemacht ist, sind bekannt. Die für die Einstellung der kürzesten Belichtungszeiten dienenden Marken solcher Schlitzverschlußvorrichtungen liegen verhältnismäßig nahe nebeneinander, so daß für die Einstellung der kürzesten Belichtungszeiten große Sorgfalt erforderlich ist. Zwecks Vermeidung dieses Nachteils hat man bekanntlich Einstellorgane mit Rasten verwendet, die ein sicheres Einschnappen an den Stellen der Marken für die kürzesten Belichtungszeiten gewährleisten. Solche Rasteneinstellvorrichtungen sind aber ihrer Natur nach nicht für kontinuierliche Einstellung der Belichtungszeit geeignet.
Zwecks Verbesserung der Einstellmöglichkeit, insbesondere bei kontinuierlicher Einstellung, lassen sich gemäß der Erfindung, die in einem Ausführungsbeispiel in der Abb. 1 in der Gesamtansicht schematisch dargestellt ist, die Abstände der Zeiteinstellmarken im Gebiete der kürzesten Belichtungszeiten dadurch vergrößern, daß Mittel vorgesehen sind, die bewirken, daß die Ablaufgeschwindigkeit des in üblicher Weise von einer Feder 1 angetriebenen ersten Vorhanges 2 bereits im Auslösepunkt des in der an sich bekannten Weise von einer Feder 3 angetriebenen zweiten Vorhanges 4 mindestens ungefähr sein (des ersten Vorhanges 2) Durchlaufgeschwindigkeit durch das Bildfeld 5 erreicht oder sogar übertrifft.
Im folgenden ist anhand der Abbildung 2 - und zwar allgemein, d.h. ohne Einbeziehung des der Erfindung zu Grunde liegenden Gedankens - läutert, welchen Einfluß die im Auslösepunkt des zweiten Vorhanges vorhandene Geschwindigkeit des ersten Vorhanges einer Schlitzverschlußvorrichtung auf den gegenseitigen Abstand der Einstellmarken für die kürzesten Belichtungszeiten hat.
Die auf der Zeitachse markierten Punkte t(sub)1000, t(sub)500, usw. stellen Auslösepunkte des zweiten Vorhanges bei der jeweils eingestellten Belichtungszeit (1/1000, 1/500 usw. sec.) dar. Für verschiedene Belichtungszeiten bleibt die Ablaufkurve I des ersten Vorhanges unverändert, wogegen die Ablaufkurve des zweiten Vorhanges eine Verschiebung (Kurven II) in Richtung der Zeitachse erfährt, und zwar derart, daß t(sub)n = t(sub)1000 + 1/n - 1/1000 sec. ist. t(sub)n ist dabei die Zeit vom Beginn des Ablaufs des ersten Vorhanges (Nullpunkt der Zeitzählung) bis zur Auslösung des zweiten Vorhanges bei einer Belichtungszeiteinstellung 1/n sec. Die jeweilige Stellung des ersten Vorhanges in den Auslösepunkten t(sub)1000, t(sub)500 usw. des zweiten Vorhanges ist auf der Wegachse markiert als s(sub)1000, s(sub)500 usw. Die jeweils entsprechenden Stellungen des Zeiteinstellorgans, in dem in der Abbildung 1 dargestellten Ausführungsbeispiel etwa des Schiebers 6, seien 1000, 500 usw. Da nun das Auslöseorgan (beispielsweise die Kuppe 7, die am Zwischenrad 8 eines Differentialgetriebes angebracht ist (Abb. 1), für den zweiten Vorhang einerseits (über die Achse 9) an der Bewegung des ersten Vorhanges teilnimmt und andererseits durch Betätigung des Zeitschiebers 6 - über die an ihm angeordnete Zahnstange 10, das Zahnrad 11 und die Achse 12 - verstellbar ist, muß der Abstand zwischen den Zeitschiebermarken 1000, 500 usw. proportional dem Weg zwischen den Stellungen s(sub)1000, s(sub)500 usw. sein (lineare Getriebe vorausgesetzt); d.h. die letzteren sind ein maßstäbliches Abbild der auf dem Schieber 6 angebrachten Zeiteinstellmarken.
Aus der Abbildung 1 ist ohne weiteres ersichtlich, daß, sobald durch Druck auf den (nicht dargestellten) Auslöser der Verschlußvorrichtung das
Zwischenrad 8 und über das Differentialrad 12 sowie die Achse 9 auch die Bandrolle 13 sich zu drehen beginnt, der an den Bändern 14 hängende, durch die Feder 1 gezogene erste Vorhang 2 nach unten abläuft. Erst wenn das Rad 8 sich dabei soweit gedreht hat, daß die an ihm angebrachte Kuppe 7 auf den Anschlagteil 15 trifft, wird der um die Achse 16 drehbare Doppelhebel 17, 18 in Sinne des Uhrzeigers geschwenkt, wodurch bei 19 das Ausklinken der Rolle 20 für den zweiten Vorhang 4 bewirkt wird, sein Ablauf also beginnt.
Will man daher gemäß der Erfindung auf dem Schieber 6 die Abstände aufeinanderfolgender Zeiteinstellmarken für die kürzesten Belichtungszeiten vergrößern, so muß man die Abstände aufeinanderfolgender Stellungen des ersten Vorhanges (s(sub)1000, s(sub)500 usw.) vergrößern. Eine Möglichkeit hierfür besteht, wie sich aus der Abb. 2 erkennen läßt, darin, die Ablaufgeschwindigkeit des ersten Vorhanges (Neigung der Ablaufkurve I) in den aufeinanderfolgenden Auslösepunkten (t(sub)1000, t(sub)500 usw.) zu erhöhen.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Abb. 1 ist eine Steigerung der Ablaufgeschwindigkeit des ersten Vorhanges 2 in den Auslösepunkten des zweiten Vorhanges 4 (besonders bei den kürzesten Belichtungszeiten) durch eine (zu den Antriebsfedern 1 und 3) zusätzliche, vorzugsweise nur vor Eintritt der Kante des ersten Vorhanges 2 in das Bildfeld 5 wirksame Feder 21 erreicht.
In gleicher Weise kann auch die Ablaufgeschwindigkeit des Vorhanges 4 zu Beginn seiner Bewegung durch zusätzliche, vorzugsweise nur vor Eintritt seiner Kante in das Bildfeld 5 wirksame Federkraft erhöht werden; dadurch kann man einerseits eine zu rasche Aufeinanderfolge der Auslösungen des ersten und zweiten Vorhanges bei 1/1000 sec. Belichtungsdauer vermeiden und andererseits den Verlauf der Bewegung des zweiten Vorhanges so beeinflussen, daß die Belichtungsdauer über das ganze Bildfeld hinweg möglichst gleich ist.
Eine Steigerung der Ablaufgeschwindigkeit der Vorhänge, vorzugsweise nur vor eintritt ihrer Kanten in das Bildfeld, läßt sich auch durch Verwendung von Vorhangantriebsfedern 1, 3 mit steiler Charakteristik und kurzem Vorspannweg erreichen.
Auch dadurch, daß beide Vorhänge gleichzeitig ausgelöst werden, dann eine bestimmte Zeit lang gemeinsam ablaufen (gemeinsamer Vorlauf) und daß nach diesem gemeinsamen Vorlauf vor Eintritt in das Bildfeld 5 der zweite Vorhang, je nach der eingestellten Belichtungszeit, für eine kürzere oder längere Zeitspanne angehalten wird, kann man eine Steigerung der Ablaufgeschwindigkeit des ersten Vorhanges im Auslösepunkt des zweiten Vorhanges erreichen, da dabei durch Fortfall der gegenseitigen Reibung beider Vorhänge die Anfangsbeschleunigung größer wird als es der Fall sein würde, wenn der erste Vorhang sich allein in Bewegung setzen würde.
Aus der Abb. 2 ist ersichtlich, daß durch eine Vergrößerung der Überlappung eine Vergrößerung der Zeitspanne zwischen dem Beginn des Ablaufs des ersten Vorhanges und dem Auslösepunkt für den zweiten Vorhang bei der kürzesten Belichtungszeit erzielt wird, wodurch sich die Geschwindigkeit des ersten Vorhanges in diesem Auslösepunkt erhöht.
Claims (6)
1. Schlitzverschluß für photographische Kameras, mit getrennt ablaufenden Vorhängen und einstellbarer Belichtungsdauer, dadurch gekennzeichnet, daß, zwecks Vergrößerung der gegenseitigen Abstände der Zeiteinstellmarken im Gebiete der kürzesten Belichtungszeiten die Ablaufgeschwindigkeit des ersten Vorhanges bereits im Auslösepunkt des zweiten Vorhanges mindestens ungefähr seine (des ersten Vorhanges) Durchlaufgeschwindigkeit durch das Bildfeld erreicht oder sogar übertrifft.
2. Schlitzverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steigerung der Ablaufgeschwindigkeit des ersten Vorhanges in den Auslösepunkten des zweiten Vorhanges durch zusätzliche, vorzugsweise nur vor Eintritt der Kante des ersten Vorhanges in das Bildfeld wirksame Federkraft erreicht ist.
3. Schlitzverschluß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Erhöhung der Ablaufgeschwindigkeit auch des zweiten Vorhanges zu Beginn seiner Bewegung durch zusätzliche, vorzugsweise nur vor Eintritt der Kante des zweiten Vorhanges in das Bildfeld wirksame Federkraft erreicht ist.
4. Schlitzverschluß nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steigerung der Ablaufgeschwindigkeit der Vorhänge, vorzugsweise vor Eintritt ihrer Kanten in das Bildfeld, durch Federn mit steiler Charakteristik und kurzem Vorspannweg für den Antrieb beider Vorhänge erreicht ist.
5. Schlitzverschluß nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steigerung der Ablaufgeschwindigkeit des ersten Vorhanges im Auslösepunkt des zweiten Vorhanges durch einen gemeinsamen Vorlauf beider Vorhänge erreicht ist.
6. Schlitzverschluß nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Steigerung der Ablaufgeschwindigkeit des ersten Vorhanges im Auslösepunkt des zweiten Vorhanges die Überlappung der beiden Vorhänge vor Beginn ihres Ablaufes derart vergrößert ist, daß der erste Vorhang im Auslösepunkt des zweiten Vorhanges (für kürzeste Belichtungsdauer) seine Durchlaufgeschwindigkeit durch das Bildfeld mindestens annähernd erreicht hat.
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