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Steuereinrichtung für photographische Stlitzverschlüsse
EMI1.1
vorlaufenden Verschlussschiebers freigibt und der Zeitauslöser neben der Freigabe des vorlaufenden Verschlussschiebers die SteuerwellenBremse betätigt. Beide Auslöser arbeiten unabhängig voneinander, so dass eine Umschaltung von Moment- auf Zeitaufnahmen entfällt. Zweckmässig ist ein Winkelhebel vorgesehen, dessen einer Schenkel mit dem Aus- löseschieber für den vorlaufenden Verschlussschieber zusammenwirkt und vor dessen anderm Schenkel der stiftförmige Momentauslöser und das freie Ende eines tangential zur Steuerwelle angeordneten, vorzugsweise mittels Drahtauslöser bei Zeitaufnahmen betätigten Steuerhebels gelagert sind. Der Steuerhebel weist dabei im Bereich der Steuerwelle einen Bremsansatz auf.
Erfindungsgemäss wird eine wesentliche konstruktive Vereinfachung und Erhöhung der Betriebssicherheit der Zeit-Steuereinrichtungen für Schieber-Schlitzverschlüsse erreicht. Als weiterer Vorteil ergibt sich, dass die gesamte Steuereinrichtung seitlich der Bildfeldöffnung der Kamera angeordnet werden kann, so dass ihr Einbau auch in einäugige Spiegelreflex- kameras ohne weiteres möglich ist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs- beispiel der Erfindung in einer perspektivischen Darstellung wiedergegeben :
Die Steuereinrichtung besteht aus einer Steuerwelle 1, die verdrehbar auf einer waagrechten Wandung 2 des Kameragehäuses gelagert ist. Um den unteren Teil der Steuerwelle 1 ist eine Feder 3 gewickelt, deren eines Ende an der Welle 1 und deren anderes Ende an der Wandung 2 befestigt ist und die die Welle in Richtung des Pfeiles x zu verschwenken sucht. Fest mit der Welle 1 ist ein Tastarm 4 verbunden, der an seinem äusseren Ende eine Laufrolle 5 trägt.
Weiterhin ist an der Steuerwelle 1 gegen Verdrehung gesichert eine Einstellscheibe 6 und ein Bremsring 7 befestigt. über das obere Ende der Welle 1 ist längsverschieblich und verdrehbar eine Steuerscheibe 8 aufgesetzt, die über eine Hohlwelle 9 mit einem Zeiteinstellknopf 10 in Verbindung steht. Die
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Steuerscheibe 8 weist schlitzartige Ausnehmungen 11 auf, in die wahlweise ein entsprechend bemessener Ansatz 12 der Einstellscheibe 6 eingeführt werden kann. Auf der freien Oberfläche der Steuerscheibe 8 ist ferner ein halbkugelförmig ausgebildeter Anschlag 13 angeordnet.
Zur Durchbührung der Auslösung ist an einer Kameraseitenwandung 14 ein Winkelhebel 15 drehbar gelagert. Der eine Schenkel Ma des Hebels greift unter eine waagrechte Verlängerung eines in einer Führung 16 der Wandung 14 in senkrechter Richtung verschiebbaren Auslöseschiebers 17, dessen unteres Ende mit einem Ansatz 18 des vorlaufenden Verschlussschiebers 19 zusammenwirkt. Der Auslöseschieber 17 steht dabei unter der Wirkung einer Blattfeder 32, die ihn in seine Arretierstellung führt. Vor dem andern Schenkel 15b ist in der Kameravorderwandung 33 ein Auslösestift 20 längsverschieblich angeordnet. Weiterhin ist vor dem Schenkel 15b ein Steuerhebel 21 um eine kamerafeste Achse 22 schwenkbar gelagert. Der Steuerhebel 21 ist etwa tangential zur Steuerwelle 1 angeordnet und weist einen Bremsansatz 23 auf.
Zur Betätigung des Steuerhebels ist ein Drahtauslöser 24 vorgesehen, der in ein in der Kameravorderwandung 33 angeordnetes Gewinde 25 eingeschraubt werden kann.
Zur Betätigung des nacheilenden Verschlussschiebers 26 ist ein um eine kamerafeste Achse 27 schwenkbar gelagerter einarmiger Auslösehebel 28 vorgesehen, der unter der Wirkung einer ihn in die Arretierstellung führenden Feder 29 steht. Der Auslösehebel 28 läuft in einer Querstrebe 28a aus, deren unterer Teil mit einem Ansatz 30 des nach- eilenden Verschlussschiebers 26 zusammenwirkt. Der obere Teil der Querstrebe 28a ist abgewinkelt und ragt in den Bereich der
Steuerscheibe 8.
Die Verschlussschieber 19 und 26 sind über
Seilzüge mit Antriebsfedern verbunden, un- ter deren Wirkung die Schieber nach der Auslösung vor dem Bildfenster 31 vorbeigeführt werden.
Die Wirkungsweise der Steuereinrichtung ist wie folgt :
Bei aufnahmebereiter Kamera sind die bei- den Verschlussschieber 19 und 26 über ihre
Ansätze 18 und 30 von dem Auslöseschie- ber 17 bzw. dem Auslösehebel 28 in der ei- nen Endstellung gehalten. Soll nun beispiels- weise eine Momentaufnahme durchgeführt werden, so wird der Zeiteinstellknopf 10 an- gehoben und so weit verdreht, bis sein In- dex 10a auf den gewünschten Wert einer fest angeordneten Zeitskala zeigt, die auf der
Zeichnung nicht dargestellt ist. Wird der Ein- stellknopf 10 eingedrückt, so rastet der An- satz 12 der Einstellscheibe 6 in eine der Ausnehmungen 11 der Steuerscheibe 8 ein.
Bei der Drehbewegung ist gleichzeitig der Ansatz 13 gegenüber dem oberen Teil der Querstrebe 28a verstellt worden.
Wird nun der Auslösestift 20 betätigt, so verschwenkt dieser den Hebel 15 in Richtung des Pfeiles y, wodurch der Auslöseschieber 17 angehoben und sein unteres Ende aus dem Bereich des Ansatzes 18 des Verschlussschiebers 19 gezogen wird. Der Schieber 19 gleitet nunmehr in Richtung des Pfeiles s. Bei dieser Bewegung folgt ihm der auf seiner Rückwand 19a anliegende Tastarm 4. Hiedurch werden die Steuerwelle 1 und damit der Anschlag 13 der Steuerscheibe 8 verstellt. Gelangt nun der Ansatz 13 unter das abgewinkelte Ende der Querstrebe 28a, so wird diese und damit der Auslösehebel 2 bis zur Freigabe des Ansatzes 30 des Verschlussschie- bers 26 angehoben. Der Verschlussschieber 26 gleitet nunmehr in Richtung des Pfeiles x vor das Bildfenster 31.
Der Abstand zwischen den beiden Schiebern wird hiebei durch die Verstellung des Anschlages 13 gegenüber dem Auslösehebel 28 eingestellt.
Soll eine Zeitaufnahme durchgeführt wer- den, so wird der Drahtauslöser 24 betätigt.
Dieser verschwenkt den Steuerhebel 21 in Richtung des Pfeiles v und betätigt hiebei den Winkelhebel 15. Die Auslösung des vorlaufenden Schiebers 19 erfolgt dadurch in der gleichen Weise wie im vorstehenden beschrieben. Da der Steuerhebel 21 mit dem
Bremsansatz 23 jedoch während der Betäti- gung des Drahtauslösers an dem Bremsring
7 anliegt, verhindert er während dieser Zeit eine Verdrehung der Steuerwelle 1 und des
Anschlages 13, so dass der Auslösehebel 28 nicht betätigt wird und der Gleitschieber 26 in der Endlage verbleibt. Erst nach Freigabe des Auslösers 24 wird der Steuerhebel 21 un- ter der Wirkung der Feder 32 über den Win- kelhebel 15 entgegen der Richtung des Pfeile5 x verstellt und gibt dadurch den Ablauf der
Steuerwelle 1 frei.
Bei der Drehung der Welle
1 hebt wiederum der Anschlag 13 den Aus- lösehebel 28 so weit an, dass das untere Ende der Querstrebe 28a aus dem Weg des An- satzes 30 geführt und der nachlaufende Ver- schlussschieber 26 freigegeben wird.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte
Ausführungsbeispiel beschränkt. So kann die erfindungsgemässe Steuereinrichtung beispiels- weise auch mit einem Hemmwerk gekuppelt werden. Hiezu kann auf die Hohlwelle 9 ein sich etwa über einen Halbkreis erstreckende'
Zahnsegment aufgesetzt werden, das wahl- weise für die Einstellung längerer Moment- zeiten mit einem Zahnrad des Hemmwerk, in Eingriff gebracht werden kann, währenc
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bei den kürzeren Zeiten das Zahnsegment so verstellt wird, dass es ausser Eingriff mit dem Hemmwerk-Zahnrad kommt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Steuereinrichtung für photographische Schlitzverschlüsse mit einstellbaren Auslöseanschlägen und zwei nacheinander ablaufenden Verschlussschiebern, gekennzeichnet durch eine unter Federspannung verdrehbare, mit einem
EMI3.1
(1), die die gegenüber dem Tastarm (4) verstellbaren, den nachlaufenden Schieber (26) auslösenden Anschläge (13) trägt.