DEP0010340DA - Schwingvorrichtung - Google Patents

Schwingvorrichtung

Info

Publication number
DEP0010340DA
DEP0010340DA DEP0010340DA DE P0010340D A DEP0010340D A DE P0010340DA DE P0010340D A DEP0010340D A DE P0010340DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vibrating
base frame
oscillating
masses
links
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Dipl.-Ing. Dr. Mülheim/Ruhr Linke
Werner Rheinhausen Michaelis
Original Assignee
Fried. Krupp Stahlbau Rheinhausen, Rheinhausen
Publication date

Links

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Schwingvorrichtungen wie Schwingsiebe und Schwingförderrinnen, bei denen das schwingende Element aus zwei Teilen besteht, die gegenläufig zueinander schwingen. Werden die gegenläufig schwingenden Massen auf einem gemeinsamen Grundrahmen angeordnet, so gleichen sich in diesem bereits die durch die schwingenden Massen hervorgerufenen Kräfte und Momente in hohem Maße aus. Solche Vorrichtungen haben jedoch den Nachteil, dass sie, namentlich bei grösserer Ausführung und entsprechend schwerem Grundrahmen schwer zu transportieren und zusammenzubauen sind. Unterteilt man zur Vermeidung dieses Nachteiles den Grundrahmen in zwei Teile, so ist dieser wiederum nicht ohne weiteres in der Lage, die Kräfte und Momente auszugleichen, wie dies bei durchgehendem Grundrahmen möglich ist. Insbesondere bei drehelastisch, z.B. durch Drehstabfedern, abgefederten schwingenden Massen werden Momente auf den Grundrahmen übertragen, die bei geteilten Grundrahmen die Auflagedrücke an den Enden der Rahmenhälften abwechselnd be- und entlasten und die Schwingvorrichtung um ihrer Endauflagepunkte zu kippen suchen.
Die vorgenannten Nachteile werden nun gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass der Grundrahmen in zwei in Längsrichtung starr miteinander gekuppelte Teile unterteilt wird und mit den Lenkern, an denen die gegenläufig schwingenden Massen am Grundrahmen angelenkt sind, Ausgleichgewichte starr verbunden werden, welche die senkrecht wirkenden Schwingkräfte und die auf die Schwingrahmenhälften ausgeübten wechselnden Drehmoment ausgleichen.
Die Erfindung ist in den Abbildungen 1 bis 4 an dem Beispiel einer Schwingförderrinne erläutert, und zwar zeigen Abb. 1 und 2 die schematische Darstellung einer Schwingförderrinne gemäss der Erfindung, Abb. 3 eine aus mehreren Schwingförderrinnen bestehende Förderstrecke im Aufriss, Abb. 4 eine aus mehreren Schwingförderrinnen bestehende
Förderstrecke im Grundriss.
In Abb. 1 sind die beiden Teile der Förderrinne, die gegenläufig zueinander schwingen, mit 1 und 2 bezeichnet. Sie sind mit Lenkern 3 an den Grundrahmenhälften 4 und 5 angelenkt. Die Lenker 3 sind mit den Grundrahmenhälften 4 und 5 durch horizontal angeordnete Drehstabfedern 6 elastisch verbunden.
Wenn die Rinnenteile 1 und 2 gegeneinander schwingen, werden die horizontalen Komponenten der Schwingkräfte auf die Grundrahmenhälften 4 und 5 übertragen und dadurch ausgeglichen, dass die Grundrahmenhälften durch eine in horizontaler Richtung starre Kupplung 7 miteinander verbunden sind. Die vertikalen Komponenten der Schwingkräfte werden ausgeglichen durch Gegengewichte 8, die mit den Lenkern 3 derart starr verbunden sind, dass sie in vertikaler Richtung auf- und abschwingen und daß der Gesamtschwerpunkt der schwingenden Massen (bzw. 1, 3, 8) je eines der beiden Rinnenteile annähernd auf einer horizontalen Geraden schwingt. Die vertikalen Komponenten der Schwingkräfte werden dann also nicht auf die Grundrahmenhälften übertragen. Durch die Drehstabfedern 6 werden jedoch im allgemeinen noch wechselnde Drehmomente auf die Grundrahmenhälften übertragen, welche die Endauflagerdrücke der Grundrahmenhälften abwechselnd be- und entlasten. Um diese Momente in den Grundrahmenhälften auszugleichen, werden die Ausgleichsgewichte 8 einer jeden Grundrahmenhälfte ungleich bemessen, und zwar so, dass sie beim Auf- und Abschwingen ein wechselndes Kräftemoment auf die Grundrahmenhälften ausüben, welches den von den Drehstabfedern auf die Grundrahmenhälfte ausgeübten wechselnde Drehmoment jeweils gleich und entgegengesetzt gerichtet ist, dass sie jedoch eine resultierende Vertikalkraft ergeben, die der Vertikalkomponente der schwingenden Massen gleich- und entgegengerichtet ist. Genügt es zur Erfüllung dieser Bedingungen, die eine Ausgleichsmasse lediglich zu verkleinern und dafür die andere entsprechend zu vergrössern, ergibt sich eine Anordnung nach Abbildung 1. Muss dagegen zur Erfüllung dieser Bedingung die eine Ausgleichsmasse so stark verkleinert werden, dass die einen negativen Wert annimmt, so ergibt sich eine Anordnung nach Abbildung 2, bei der dann die Ausgleichsmassen im entgegengesetzten Sinn vertikal schwingen.
Die gemäß der Erfindung in zwei Teile unterteilte Schwingförderrinne ist leichter transportierbar und kann leichter zusammengebaut werden, was besonders für ihre
Verwendung untertage von grosser Bedeutung ist. Werden mehrere solcher Schwingvorrichtungen wie in Abb. 3 zu einer Kette zusammengebaut, können sie durch einen einzigen Antrieb 9 angetrieben werden, sofern die in gleicher Richtung schwingenden Massen durch Kupplungen 10 starr miteinander gekuppelt und symmetrisch zum Antrieb 9 angeordnet werden. Da die einzelnen Teile der Schwingrinne, die die Förderstrecken bilden, geschlossene Schwingsysteme darstellen, die alle die gleichen oder angenähert die gleichen Eigenschwingungszahlen haben, hat das Kupplungsorgan nur die Erregerkraft für die einzelnen Schwingelemente von Schwingelement zu Schwingelement zu übertragen, wenn der Antrieb etwa mit der Eigenschwingungszahl der Schwingelemente erfolgt. Diese Anordnung ist auch dann möglich, wenn die Schwingförderrinne (wie in Abb. 3 dargestellt, in vertikaler Ebene Knickpunkte durch Geländeunebenheiten besitzt. Soweit dadurch die Horizontalkomponenten der Schwingkräfte nicht restlos ausgeglichen werden, sind die ohne schädliche Wirkung und können vernachlässigt werden. Besitzt die Fördervorrichtung dagegen (wie in Abb. 4 dargestellt) in horizontaler Ebene Knickpunkte, so werden nur die zwischen diesen Knickpunkten liegenden in gleicher Richtung schwingenden Massen starr miteinander gekuppelt. Es braucht aber zwischen je zwei Knickpunkten jeweils nur ein Antrieb 9 angeordnet werden.
Die Anwendung der Erfindung ist natürlich nicht auf Schwingsiebe oder Schwingförderrinnen beschränkt. Die angegebenen erfindungsgemässen Lösungen des Ausgleichs der Kräfte und Momente können bei allen Schwingvorrichtungen angewendet werden, bei denen die durch die Erfindung gelöste Aufgabe die gleiche ist.

Claims (3)

1. Schwingvorrichtung wie Schwingsieb oder Schwingförderrinne mit an Lenkern (3) angeordneten, gegenläufig zueinander schwingenden Massen (1, 2), dadurch gekennzeichnet, dass der Grundrahmen aus zwei in Längsrichtung starr miteinander gekuppelten Teilen (4, 5) besteht und mit den Lenkern Ausgleichgewichte (8) starr verbunden sind, welche die senkrecht wirkenden Schwingkräfte und die von den schwingenden Massen auf die Grundrahmenhälften ausgeübten wechselnden Drehmomente ausgleichen.
2. Aus mehreren Schwingvorrichtungen nach Anspruch 1 bestehende Kette, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundrahmenhälften und die in gleicher Richtung schwingenden Massen starr miteinander gekuppelt und symmetrisch zum Antrieb angeordnet sind.
3. Schwingvorrichtungskette nach Anspruch 2 mit in horizontaler Ebene liegenden Knickpunkten, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen je zwei Knickpunkten nur jeweils ein Antrieb (9) angeordnet ist.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2232831C3 (de) Schwingvorrichtung für Schwingförderund -siebanlagen
DE2228571A1 (de) Schwingfordereinrichtung
DE2218034A1 (de) Fliessbettvorrichtung
DEP0010340DA (de) Schwingvorrichtung
DE603045C (de) Siebrost mit zwei zur Selbstreinigung gegeneinander bewegten und ineinandergreifenden, an fest verlagerten federnden Zugstangen aufgehaengten Stabsystemen
DE1190772B (de) Backenbrecher fuer eine verankerungsfreie Aufstellung
DE723311C (de) Einrichtung an Schwingsieben, Foerderrinnen u. dgl.
DE696032C (de)
DE2265238A1 (de) Schwingantrieb mit exzenterschwungrad fuer einen schwingherd
DE1009560B (de) Frei schwingbar gelagerte Foerdervorrichtung
DE735341C (de) Vorrichtung zur Erzeugung unharmonischer Schwingungen
DE891787C (de) Resonanzsieb mit zwei gegeneinander schwingenden Massen
DE541291C (de) Schuettelvorrichtung
AT98209B (de) Pufferanordnung für Schwingförderrinnen u. dgl.
DE3207984A1 (de) Schwingfoerderanordnung
DE678227C (de) Doppelkurbelsieb
DE416570C (de) Windreuter
DE651092C (de) Schnellschwingsieb
DE1958395C (de) Vorrichtung zum Austragen von Schüttgut aus Schüttgutbehältern mit Auslauföffnung
DE966462C (de) Einrichtung zur Schwingungserregung
AT313826B (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen Klassieren von Schüttgut
DE639595C (de) Einrichtung zum Absieben von Massenguetern
DE875907C (de) Siebvorrichtung
DE655673C (de) Durch Lenker gefuehrtes Schwingsieb mit einstellbarem Wurfwinkel
DE367665C (de) Ringwalzenmuehle