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Windreuter. Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an Windreutern
mit querschwingendem Schüttelsiebkasten, dem gleichzeitig eine schwingende Bewegung
in der Längsrichtung erteilt wird. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß der
Schüttelsiebkasten vorn oder hinten mit dem Reutergestell durch an diesem in der
Querrichtung wagerecht ausschwingbar angelenkte Hebel gelenkig verbunden ist, welche,
durch den Schüttelsiebkasten in seitlich schwingende Bewegung versetzt, einen Bogen
von einem der angestrebten Längsschwingung entsprechenden Halbmesser beschreiben
und dadurch den Schüttelsiebkasten zwingen, mit seiner Querbewegung gleichzeitig
auch eine diesem Halbmesser entsprechende Bewegung in der Längsrichtung zu vollführen.
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Bei Windreutern, bei welchen der Antrieb des Schüttelsiebkastens aus
einem bekannten, an eine Seitenwand des Reuterkastens senkrecht zur Windflügelwelle
der Reuter gerichteten und in wagerechter Ebene schwingbar angelenkten zweiarmigen
Hebel besteht, dessen einer Arm mit einer auf der Windflügelwelle sitzenden Nuten-
oder Kurvenscheibe im Eingriff steht und dessen anderer Arm mit einer der Seitenwände
des Schüttelsiebkastens gelenkig gekuppelt ist, wird dieser Antrieb erfindungsgemäß
in der Weise ausgebildet, daß der mit dem Schüttelsiebkasten gekuppelte Arm des
zweiarmigen Antriebsliebels in der wagerechten Ebene dem anderen Arm gegenüber gegen
die Längsachse der 117aschine hin abgebogen und mit dem freien Ende unmittelbar
an eine in den Schüttelsiebkasten eingebaute wagerechte Querschiene nach allen Richtungen
gelenkig angeschlossen ist. Durch diese schräge Anordnung des Hebelarmes schwingt,
dessen freies Ende in einem Bogen, dessen Höhe die - gewünschte Längsschwingung
des Schüttelsiebkastens ergibt. Eine andere, von der Art des Antriebes unabhängige
Ausführungsform der Einrichtung besteht aus einem oder mehreren an Stelle- des winkelförmig
gebrochenen zweiarmigen Antriebshebels zur Verwendung gelangenden, den Schüttelsiebkasten
vorn oder hinten-in der Längsrichtung mit dem Reutergestell gelenkig kuppelnden,
kurzen, in wagerechter Ebene schwingfnden Lenkern, welche einen Schwingungsbogen
von einer der zu erzielenden Längsschwingung entsprechenden Größe beschreiben.
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Die Zeichnung -veranschaulicht die den Gegenstand der Erfindung bildende
Einrichtung in beispielsweisen Ausführungsformen zum Teil schematisch in Abb. i
und z an einer im Längs- und Querschnitt dargestellten Windreuter.
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Abb. 3 zeigt schaubildlich eine Aufhängungsart für den erfindungsgemäß
in zwei aufeinander senkrechten Richtungen schwingenden Schüttelsiebkasten.
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Abb.4 und 5 zeigen in Vorderansicht und Grundriß eine beispielsweise
- Ausführungsform der Kupplung des winkelförmigen Antriebshebels des Schüttelsiebkastens
mit diesem seitlich und gleichzeitig in der Längsrichtung schwingenden Schüttelsiebkasten.
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Abb.6 zeigt im wagerechten Schnitt in
größerem Maßstab
schematisch eine Ausführungsform der Kupplung des Reutergestells mit dem hinteren
Schüttelsiebkastenende mittels Lenker.
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Auf der Zeichnung ist i der Kasten und das Gestell der Windreuter
und 2 der Schüttelsiebkasten, welcher am Gestell i mittels Stangen 3 aufgehängt
ist, welche kreisend schwingen können, um dem Schüttelsiebkasten 2 die angestrebte
Beweglichkeit in zwei aufeinander senkrechten Richtungen zu ermöglichen. Zu dem
Zweck sind die Stangen 3 mittels äsen 31 (Abb. 3) an das Reutergestell i einerseits
und an den Schüttelsiebkasten 2 anderseits angelenkt. Die Ösen können durch Universal-
oder Kugelgelenke ersetzt werden.
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Eine auf der Wind$ügelachse q. sitzende Nutenscheibe 5 betätigt in
bekannter Weise den wagerechten zweiarmigen Antriebhebel 6, 7 für den Schüttelsiebkasten
2. Der Hebel ist an der einen Seitenwand des Reuterkastens i um einen senkrechten
Zapfen 8 in wagerechter Ebene schwingbar gelagert und erteilt dem Schüttelsiebkasten
die übliche Querschwingung. Der eine Arm 6 des Hebels steht mit der Nutenscheibe
5 in Eingriff und der in den Schüttelsiebkasten 2 hineinragende Arm 7 des Hebels
ist, wie aus Abb.2 ersichtlich ist, aus der Richtung des anderen Armes 6 in der
wagerechten Ebene gegen die"Mitte des Schüttelsiebkastens 2 hin abgebogen, um seinem
freien Ende einen Schwingungsbogen von größerer Bogenhöhe x (Ab. 2 und 6) zu erteilen
und dadurch die gleichzeitige Längsschwingung des Schüttelsiebkastens 2 hervorzurufen.
Das freie Ende des Hebelarmes 7 ist unmittelbar mit einer in den Schüttelsiebkasten
a eingebauten wagerechten Querschiene i i nach -allen Richtungen gelenkig
gekuppelt, so daß der Hebelarm 7 den Schütteisiebkasten nicht nur in üblicher Weise
in der Querrichtung, sondern auch um die Bogenhöhe x in der Längsrichtung hin und
her bewegt. Die allseits gelenkige Kupplung zwischen dem Hebelarm 7 und der Querschiene
i i kann auf jede beliebige Weise, z. B. durch ein Universalgelenk, ein Kugelgelenk
o. dgl., erfolgen. Eine beispielsweise einfache Ausführungsform ist in Abb. q. und
5 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform greift ein senkrechter Zapfen io des Hebelarmes
7 in einen Längsschlitz 12 der Querschiene i i ein, und der Hebelarm 7 ist mit der
Querschiene durch einen Lenker (Pleuelstange) i o1 mittels Ösengelenke (Kettengelenk)
io2 gelenkig. verbunden. Selbstverständlich könnten die Ösengelenke auch durch Kugelgelenke
ersetzt werden. Der Zapfen io überträgt die Längsbewegung in der Größe der Bogenhöhe
x und der Lenker i o1 die Querschwingung y auf die Querschiene i i.
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An Stelle des zweiarmigen Hebels mit abgebogenem Arm i kann bei unverändertem
Antriebshebel 6, 7 die gleichzeitige Längsschwingung des Schüttelsiebkastens 2 unabhängig
vom Antrieb des Schüttelsiebkastens in der in Abb.5 und 6 schematisch angedeuteten
Weise erzielt werden. Es sind zwei Lenker i q. vorgesehen, durch welche das hintere
Ende des Schüttelsiebkastens 2 beiderseits gelenkig mit dem Reutergestell i verbunden
sind. Die Verbindung kann in beliebiger Weise erfolgen, z. B, durch einfache Lisen-
oder Kettengelenke, Universalgelenke u. dgl., oder, wie in Abb. 6 angedeutet, durch
Kugelgelenke 13. Die Lenker i ¢ sind so bemessen, daß sie bei einem der Querschwingung
des Schüttelsiebkastens entsprechenden seitlichen Ausschlag y einen Schwingungsbogen
von einer der gewünschten Längsschwingung entsprechenden Höhe x beschreiben und
dementsprechend den Schüttelsiebkasten gleichzeitig mit der Querschwingung um die
Größe x in der Längsrichtung hin und her bewegen.