DE240782C - - Google Patents

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DE240782C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C13/00Control systems or transmitting systems for actuating flying-control surfaces, lift-increasing flaps, air brakes, or spoilers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Steering Devices For Bicycles And Motorcycles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 240782 KLASSE 77h. GRUPPE
ORVILLE WRIGHT und WILBUR WRIGHT in DAYTON, V. St. A.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Juli 1909 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883 die Priorität
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 15. Juli 1908 anerkannt.
Die Erfindung betrifft ein Steuer für Flugmaschinen, insbesondere Gleitflieger oder Drachenflieger, bei welchem Vorderkante und Hinterkante gegen den "Wind in verschiedenem Winkel einstellbar sind. Es ist bekannt, zu diesem Zwecke die Hinterkante einer um eine wagerechte Achse drehbaren Steuerfläche mittels eines Steuerhebels zu verstellen unter Aufhängung der Vorderkante am Flugmaschinengestell mittels Federn, derart, daß letztere durch ihre Spannung die Bewegung der Vorderkante gegenüber der der Hinterkante verzögert, so daß mit dem Beginn dieser Verzögerung die Winkelgeschwindigkeit der Vorderkante der Steuerfläche gegenüber der der Hinterkante abnimmt. Um demgegenüber durch den Steuerhebel zwangläufig und gleichzeitig beide Kanten der Steuerfläche um Winkel von verschiedener Größe zu bewegen, erfolgt gemäß der vorliegenden Erfindung die Einstellung des Steuers mittels eines um eine zu den Kanten des Steuers parallele Achse drehbaren zweiarmigen Hebels, dessen Hebelarme durch Gelenkstangen mit den Kanten des Steuers verbunden sind, deren Abstand von der Drehachse von der Länge der Hebelarme abweicht. Die Ausführungsform kann dabei vorteilhaft entweder so sein, daß bei gleicher Länge der Steuerflächen und der Hebel der Drehpunkt des Hebels außerhalb der im Drehpunkt der Steuerflächen errichteten Senkrechten liegt, so daß auf diese Weise die Verschiedenheit der Kantenabstände und der Hebelarmlängen zustande kommt, oder aber bei einer Lagerung des Hebeldrehpunktes in der genannten Senkrechten oder in geringer Abweichung davon wird die Länge der Steuerflächen und der Hebel verschieden gemacht, so daß entsprechend die Gelenkstangen in der wagerechten Lage des Steuers in verschiedenem Winkel stehen. .
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht eines Höhensteuers gemäß der vorliegenden Erfindung. Fig. 2 ist ein wagerechter Schnitt . nach der Linie x-x in Fig. 1 in der Pfeilrichtung von oben gesehen. Fig. 3 ist die Seitenansicht einer abgeänderten Ausführungsform.
Nach dem in der Zeichnung dargestellten Beispiel steht das bewegliche Steuer 1 in seiner normalen Stellung gerade und hat seine Vorder- und Hinterkante in derselben Ebene mit dem Körper des Steuers. Das Steuer kann als solches eine beliebige geeignete Bauart haben, besteht aber vorteilhaft, wie dargestellt, aus einem Rahmen von Längsteilen 2 und Querteilen 3, welche die Längsteile verbinden, wobei dieser Rahmen mit einem geeigneten Überzug aus
Stoff oder anderem Material überzogen ist. Die Beweglichkeit des Rahmens geschieht nach Fig. ι dadurch, daß die Querteile 3 aus biegsamem Material, z. B. aus Holzstreifen, hergestellt sind, welche bei der notwendigen Festigkeit eine gewisse Biegsamkeit besitzen. ,
Nach dem , Ausführungsbeispiel der Fig. 1 besteht das biegsame Steuer aus einem wagerechten Steuer, welches an geeigneten Pfosten oder Haltern des Flugmaschinenrahmens gehalten wird. Das Steuer ist drehbar mit seinen Pfosten an einer Stelle zwischen seinen Enden verbunden, und zwar vorteilhaft etwas vor der Mittellinie zwischen Vorder- und Hinterkante des Steuers. Die Vorrichtung zur zwangläufigen Einstellung des Steuers besteht nach dem dargestellten Beispiel aus einem oder mehreren zweiarmigen Hebeln 5 mit Armen von ungleicher Länge, welche drehbar nahe den Steuerflächen 1 so angelenkt sind, daß die beiden Hebelarme eine andere Länge als die Steuerrahmenstangen zu beiden Seiten ihres Drehpunktes haben und die Drehpunkte der Bewegungshebel 5 schräg zu den Drehpunkten der Steuerrahmen liegen.
Die Endpunkte der Hebelarme sind mit Vorder- und Hinterkante des Steuerrahmens verbunden. Nach der Zeichnung sind beispielsweise drei solcher Hebel 5 vorgesehen, welche starr an einer Welle 6 befestigt sind, welche längs durch das Steuer hindurchgeht und in Lagern 7 gelagert ist, die an den Pfosten 4 befestigt sind. Diese Hebel sind an ihren entgegengesetzten Enden mittels Lenkstangen 8 mit den Kanten des Steuerrahmens verbunden. Das Steuer kann nur eine Steuerfläche oder, wie dargestellt, zwei übereinander angeordnete oder auch deren noch mehr haben. Bei dem dargestellten Zweidecksteuer sind die Steuerflächen 1 an ihren Vorder- und Hinterkanten untereinander und mit den Enden der zweiarmigen Hebel 5 durch die Lenkstangen 8 verbunden. Zur Bewegung der Welle 6 und damit der Hebel 5 kann irgendeine geeignete Vorrichtung dienen. Nach dem dargestellten Beispiel ist an der Welle 6 eine Schnurscheibe 9 befestigt, über welche ein endloses Seil 10 läuft, welches andererseits um eine zweite Scheibe 11 geht, die drehbar an dem Maschinenrahmen gelagert ist und mit einem Handgriff 12 zu ihrer Drehung versehen ist. Hieraus ist ersichtlich, daß beim Drehen der Scheibe 11 seitens des Fahrers auch die Welle 6 und damit die Hebel 5 gedreht werden, und daß diese Drehung der Hebel zwangläufig die vordere und hintere Kante des Steuers in entgegengesetzter Richtung so bewegt, daß die Steuerflächen in solcher Weise gebogen werden, daß sie der Luftströmung eine konkave Fläche darbieten, deren vorderer Teil einen kleinen Einfallswinkel hat, der rasch nach hinten zu ansteigt.
Fig. 3 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform, bei welcher die Steuerflächen unterteilt sind und die beiden Teile gelenkig miteinander verbunden sind, so daß, wenn sie um ihre Drehpunkte um verschiedene Winkel bewegt werden, der vordere Teil und der hintere Teil zu der Luftströmung in verschiedenem Einfallswinkel stehen. Wie aus der Fig. 3 ersichtlich, besteht die obere und untere Steuerfläche jede aus einem Vorderteil 13 und einem hinteren Teile 14, wobei der letztere vorteilhaft eine beträchtlich größere Breite hat als der Vorderteil. An ihren aneinanderstoßenden Kanten sind beide Teile durch Scharniere 15 verbunden, und dieser Verbindungspunkt liegt vorteilhaft in derselben Ebene wie die Tragpfosten 4, an denen die Scharniere 15 drehbar befestigt sind. Die Bewegung der Steuerflächenteile um ihre Scharnierdrehpunkte um verschiedene Winkel kann wieder mittels ungleicharmiger Hebel 5 erfolgen, deren Arme ebenso wie bei der vorher beschriebenen Ausführungsform eine andere Länge als die Rahmenstangen der Steuerflächenteile haben. Bei dieser Ausführungsform ist die Welle 6 unmittelbar an den Pfosten 4 und annähernd in derselben senkrechten Ebene mit diesen gelagert, und die Verbindung der Enden der Hebel 5 mit den äußeren Kanten der dazugehörigen Teile der Steuerflächen erfolgt durch Lenkstangen 16, die zu diesen in verschiedenem Winkel stehen, wodurch die Differenz zwischen den Längen der Hebelarme und der Breite der entsprechenden Steuerflächenteile ausgeglichen wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Steuer für Flugmaschinen, bei welchem Vorderkante und Hinterkante gegen den Wind in verschiedenem Winkel einstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung mittels eines um eine zu den Kanten parallele Achse drehbaren zweiarmigen Hebels erfolgt, dessen Hebelarme durch Gelenkstangen mit den Kanten des Steuers verbunden sind, deren Abstände von der Drehachse eine andere Länge als die Hebelarme haben, derart, daß beide Kanten vom Hebel aus gleichzeitig um Winkel von verschiedener Größe bewegt werden.
2. Steuer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei gleicher Gesamtlänge der Steuerflächen und der Hebel der Drehpunkt des Hebels außerhalb der im Drehpunkt der Steuerfläche auf dieser errichteten Senkrechten angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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