DEP0008195DA - Anordnung zur Entkopplung von Verstärkerstufen - Google Patents

Anordnung zur Entkopplung von Verstärkerstufen

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DEP0008195DA
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English (en)
Inventor
Johannes Dr.-Ing. Karlsruhe Labus
Original Assignee
Körting-Radio-Werke Oswald Ritter, Niedernfels
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Description

Schaltet man zwei oder mehrere Verstärkerstufen in Reihe, so tritt infolge der Verkopplung der Ströme der einzelnen Stufen über den nicht vernachlässigbaren Innenwiderstand der Stromquelle, z.B. eines Netzanschlußgerätes oder auch einer Anodenbatterie, ein Selbstschwingen des Verstärkers auf. Es ist bekannt, diese Selbsterregung durch Einschalten von Entkopplungsgliedern - bestehend aus Widerstand 1 und Kondensator 2 - im Anodenkreis jeder Stufe, vgl. Abb. 1, zu verhindern. Für das Verständnis unwesentliche Teile sind bei dieser Darstellung weggelassen. Der Aufwand an solchen Siebgliedern wird indessen beträchtlich, wenn es sich um Verstärker handelt, deren Übertragungsband auch das Gebiet sehr tiefer Frequenzen umfaßt, z.B. um Verstärker für Elektrokardiographen. Bei einem üblichen Anodensiebwiderstand von 20000 Ohm und für ein Entkopplungsverhältnis von 1 : 10 d.h. für einen kapazitiven Querwiderstand von 2000 Ohm, müßte der Kondensator 2 bei einer Übertragungsfrequenz von 0,1 Hz eine Kapazität von etwa 800 Mikrofarad haben. Derartige Kapazitäten sind bei einer notwendigen hohen Betriebsspannung untragbar teuer.
Die Erfindung beseitigt diesen Nachteil durch Verwendung einer Glimmstrecke an Stelle des kapazitiven Teiles des Entkopplungsgliedes der Verstärkerstufe. Es ist bekannt, Glimmstrecken zur Spannungsstabilisierung in Netzanschlußgeräten oder auch zum gleichen Zweck für einzelne Oszillatorstufen zu verwenden. Auch die Erkenntnis, daß Glimmstrecken praktisch keine Frequenzabhängigkeit aufweisen, liegt vor. Durch die Erfindung wird diese Erkenntnis an einer Stelle einer Verstärkerstufe verwertet, wo sie zu einem wesentlichen technischen Fortschritt führt. Während es bisher notwendig war, Verstärker für sehr tiefe Frequenzen mit Batterien zu betreiben, erlaubt die Erfindung den Übergang auf Netzanschlußbetrieb. Der Innenwiderstand einer Glimmstrecke liegt auch bei Bruchteilen eines Hertz in der Größenordnung desjenigen einer Anodenbatterie, der mittels Kondensatoren bei derart niedrigen Frequenzen nicht nachbildbar ist. Er kann überdies durch geeignete Bemessung der Glimmelektroden verringert werden. In der Abb. 2 ist die Erfindung dargestellt.
Das Entkopplungsglied für die Verstärkerröhre 3, die über den Kopplungswiderstand 4 und den Kondensator 5 mit der folgenden Stufe verbunden sein kann, wird hier durch den Entkopplungs- und Siebwiderstand 1 und die Glimmstrecke 6 gebildet.
Zusätzliche Vorteile ergibt die Anwendung des erfindungsgemäßen Entkopplungsprinzipes bei Gegentaktstufen, wie sie in Abb. 3 dargestellt sind. Bei solchen symmetrisch aufgebauten Stufen, bei denen im Anodengleichstromkreis kein Wechselstrom fließt, der zu einer Verkopplung Anlaß geben könnte, besteht die Gefahr der Erregung des Verstärkers in Gleichtaktschwingungen. Zur Verhinderung solcher Gleichtaktschwingungen wird, wie in Abb. 3 dargestellt, gemäß weiterer Erfindung die Glimmstrecke 6 im Zuge der über den Entkopplungswiderstand 1 zugeführten gemeinsamen Anodenspannung beider Röhren gegen deren Kathoden eingeschaltet. Auch Schirmgitterkreise können mittels Glimmstrecken entkoppelt werden.

Claims (3)

1.) Anordnung zur Entkopplung von Verstärkerstufen mit nach tiefen Frequenzen ausgedehntem Übertragungsbereich unter Anwendung von Entkopplungsgliedern in den einzelnen Stufen, dadurch gekennzeichnet, daß anstelle des kapazitiven Teiles der Entkopplungsglieder Glimmstrecken benützt sind.
2.) Anordnung nach Anspruch 1 bei Gegentakt-Verstärkerstufen, gekennzeichnet durch die Anwendung der Glimmstrecken im gemeinsamen Anodenstromkreis zur Unterdrückung von Gleichtaktschwingungen.
3.) Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schirmgitterkreise durch Glimmstrecken entkoppelt sind.

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