DEP0005065DA - Eiserner Grubenausbau mittels Stempel und Schaleisen - Google Patents
Eiserner Grubenausbau mittels Stempel und SchaleisenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen eisernen Grubenausbau mittels Stempeln und Schaleisen, welcher insbesondere für mechanisierte Abbaubetriebe geeignet ist und vornehmlich die Möglichkeit der Schaffung einer stempelfreien Abbaufront geben soll. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, den endgültigen Ausbau aus Stempeln und Schaleisen als Unterstützung für einen provisorischen Ausbau zu benutzen, welcher das vor dem endgültigen Ausbau freigelegte Hangende unterstützt, bis der Abbau soweit fortgeschritten ist, dass der endgültige Ausbau eingebracht werden kann.
Gemäss der Erfindung kann dies vorteilhaft dadurch erreicht werden, dass der Zwischenraum zwischen zwei Schaleisen durch an den Schaleisen befestigte Unterzug, Halterung oder dergleichen überbrückt ist, die als Unterstützung für eine Vorpfändschiene (rallonge provisoire) dienen. Eine ganz besonders einfache und gerade auch in ihrer Handhabung leichte Ausbauart ergibt sich gemäss der Erfindung in der Weise, dass die Vorpfändschiene nur durch einen jeweils an den Enden der Schaleisen befestigten Unterzug unterstützt und im eingebauten Zustande gegen das Hangende verspannt bzw. verkeilt wird. Die Verspannung der Vorpfändschiene gegen das Hangende kann in einfachster Weise dadurch erreicht werden, dass diese an ihrem rückwärtigen Ende hinter der Unterstützung des Unterzugs entsprechend ihrer jeweiligen, dem Hangenden angepassten Winkellage durch einen Holzkeil o.dgl. verkeilt wird. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht jedoch darin, dass die Vorpfändschiene an ihrem rückwärtigen Ende mit einer Spannvorrichtung ausgestattet ist. Auf der anderen Seite sind auch Ausführungsformen der Erfindung möglich, bei denen der Anker an der Auflagestelle der Vorpfändschiene mit einer Spann-
vorrichtung ausgestattet ist, sodass die Verspannung der Vorpfändschiene von der Auflagestelle auf dem Anker aus verspannt wird. Um eine leichtere Bewegungsmöglichkeit der Vorpfändschiene auf der Auflagestelle des Unterzugs zu schaffen, kann diese beispielsweise auch als Rolle ausgebildet sein.
Die Anker selbst können gemäss der Erfindung eine verschiedenartigste Ausbildung erhalten. Profileisen, Rundeisen, Vierkanteisen oder Rohre sind für diesen Zweck verwendbar. In vielen Fällen kann es jedoch vorteilhaft sein, die Unterzüge als auf Zug beanspruchte Elemente auszubilden und hierfür beispielsweise Ketten oder Seile zu wählen. Es ist jedoch auch möglich, derartige Zugelemente als Profil- oder Rundeisen dadurch zu bilden, dass diese an ihren Enden gegen die Schaleisen mit Hilfe von beliebigen Spannvorrichtungen, wie Keile, Exzenter oder nach Art eines Bajonettverschlusses befestigt sind.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind aus der Zeichnung ersichtlich, in welcher die Erfindung beispielsweise erläutert ist.
Es zeigt:
Fig. 1 - 3 einen Ausbau gemäss der Erfindung in den verschiedensten Phasen des Betriebes in Seitenansicht und Draufsicht;
Gig. 4 - 5 ein Ausführungsbeispiel der Anordnung der Anker an den Schaleisen;
während in
Fig. 6 - 11 mehrere Ausführungsbeispiele für die Ausbildung der Vorpfändschiene in verschiedenen Ansichten zur Darstellung gebracht sind.
Nach den Figuren 1 - 3 besteht der Ausbau zunächst aus den Stempeln 1, welche die Schaleisen 2 unterstützen. Die Schaleisen 2 können dabei beispielsweise an ihren Enden gelenkig miteinander verbunden sein, um ihre Handhabung und ihren Einbau zu erleichtern. Der Zwischenraum zwischen zwei Schaleisen 2 ist an den Enden der Schaleisen 2, welche unmittelbar am Kohlenstoss liegen, durch einen Unterzug 3 überbrückt,
welcher als Unterstützung für eine Vorpfändschiene 4 dient. Bei der Darstellung der Fig. 1 ist der endgültige Ausbau, welcher aus den Schaleisen 2 und den Stempeln 1 besteht, unmittelbar bis vor den Kohlenstoss eingebaut und überdeckt auch noch das Fördermittel 5. In Fig. 2 ist der Abbau beispielsweise mit Hilfe einer Abbaumaschine schon weiter fortgeschritten und es wird hierbei zur Unterstützung der freigelegten Hangendfläche die Vorpfändschiene 4 auf die Verankerung 3 gelegt und bis an den Kohlenstoss vorgeschoben. In dem Betriebszustand der Fig. 3 ist das Fördermittel 5 bereits wieder bis an den Kohlenstoss vorgeschoben wobei ein von der Abbaumaschine benötigter Raum zwischen Fördermittel 5 und Kohlenstoss freibleiben kann und wieder der endgültige Ausbau mit Hilfe eines Stempels 1 und eines weiteren Schaleisens 2 vorgebracht. Es wiederholt sich hierauf bei weiter fortschreitendem Abbau die Stellung der Fig. 2 und so fort. Es ist in allen Fällen zweckmässig, die Länge der Vorpfändschiene 4 gleich oder grösser der doppelten Länge der Schaleisen 2 zu wählen, um mit Sicherheit die freigelegte Hangendfläche jeweils durch die Vorpfändschiene 4 zu unterstützen. Im eingebauten Zustande wird die Vorpfändschiene 4 entweder durch Verkeilung ihres rückwärtigen Endes gegen das Hangende verspannt oder es erfolgt die Verspannung mit Hilfe der Mittel, wie sie weiter unten anhand der Fig. 6 - 11 beschrieben sind.
Zur Befestigung der Verankerung 3 an den Schaleisen 2 kann gemäss Fig. 5 auf den äusseren Enden der Schaleisen 2 eine Art Muffe 6 befestigt sein, welche durch einen Bolzen 7 gegen Herabfallen gesichert ist. Die Muffe 6 ist mit Durchbohrungen 8 zur Aufnahme der Verankerungen 3 versehen; und zwar ist die Muffe 6 lose verschiebbar auf dem Schaleisen 2 angeordnet und an beiden Seiten mit den Löchern 8 versehen, sodass das Schaleisen 2 auch um 180° gedreht werden kann, wenn es durch den Gebirgsdruck verbogen sein sollte. Die Verankerungen 3 können, wie aus Fig. 5 ersichtlich, aus Rundeisen bestehen, die gegebenenfalls an ihren Enden mit Hilfe von Keilen, Exzentern oder Bajonettverschlüssen in den Durchbohrungen 8 der Muffe 6 verspannt sind. Jedoch ist es auch möglich, anstelle von Rundeisen, Rohre oder Profileisen beliebiger Art zu wählen, welche nur lose in die Durchbohrungen 8 gesteckt werden. Auf der linken Hälf-
te der Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung angedeutet, wonach die Verankerung 3 in einfachster Form aus einer Kette besteht, welche in zwei Hälften von den Schaleisen 2 herabhängt und im eingebauten Zustande beispielsweise mit Haken miteinander verbunden bzw. verspannt wird. Diese zweiteilige, in der Mitte durch eine Spannvorrichtung zusammengehaltene Ausführungsform der Anker 3, kann auch dann gewählt werden, wenn diese aus Profilen, Rundeisen oder Rohren besteht.
Um eine Verspannung der Vorpfändschiene 4 gegen das Hangende zu ermöglichen, ist bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 6 am rückwärtigen Ende der Vorpfändschiene 4 ein Winkelhebel 9 angeordnet, welcher unter der Wirkung eines Keils 10 eine verschiedene Stellung zur Verspannung gegen das Hangende einnehmen kann. Die Verspannung erfolgt durch das Anschlagen des Keils 10. Hier wie in allen weiteren Ausführungsformen der Erfindung ist stets darauf Bedacht genommen, dass auch die Vorpfändschiene 4 jeweils um 180° gedreht werden kann, wenn sie durch den Gebirgsdruck verformt sein sollte. Die Spannvorrichtung, welche beispielsweise in der Fig. 6 aus dem Keil 10 und dem Winkelhebel 9 besteht, ist stets so ausgebildet, dass sie auch bei einer Drehung der Vorpfändschiene 4 um 180° zur Wirkung gebracht werden kann.
Die hierfür benutzten konstruktiven Einzelheiten sind ohne weiteres aus der Zeichnung ersichtlich.
In Fig. 7 wird für die Verspannung der Vorpfändschiene 4 ein einfacher Schwenkhebel 11 benutzt, welcher durch einen Keil 12 angetrieben wird, während in Fig. 8 hierfür ein verschiebbarer Bolzen 13 und ein Keil 14 benutzt wird. In Fig. 9 ist ein durch ein Hebel 15 zu bedienender Exzenter 16 in einem Bügel 17 drehbar gelagert, welcher in verschiedener Höhenstellung auf der Vorpfändschiene 4 befestigt werden kann. Die Fig. 10 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die Auflagestelle der Vorpfändschiene 4 auf den Unterzug 3 als Exzenter 18 ausgebildet ist, während in Fig. 11 ein in einem Bügel 19 angeordneter Keil 20 für die Verspannung der Vorpfändschiene 4 benutzt wird. Der Bügel 19 ist in einem
Langloch gegenüber einem an der Vorpfändschiene 4 befestigten Bolzen 21 schwenkbar und es ist zweckmässig, auch den Keil 20 in entsprechender Weise in dem Bügel 19 zu befestigen.
Die Erfindung ist jedoch mit den dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispielen keineswegs erschöpft. Der ihr zugrunde liegende Vorschlag, insbesondere mit Hilfe eines einzigen, zwischen den Enden der Schaleisen eines endgültigen Grubenausbaues angeordneten Ankers die Unterstützung einer Vorpfändschiene zu bewirken, kann hinsichtlich der Ausbildung der einzelnen Bauteile konstruktiv noch in beliebiger Weise abgeändert werden.
Claims (7)
1. Eiserner Grubenausbau mittels Stempel und Schaleisen, insbesondere für mechanisierte Abbaubetriebe, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum zwischen zwei Schaleisen durch an den Schaleisen befestigte Unterzüge überbrückt ist, die als Unterstützung für eine Vorpfändschiene dienen.
2. Grubenausbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorpfändschiene durch einen jeweils an den Enden der Schaleisen befestigten Unterzug unterstützt und gegen das Hangende verspannt bzw. verkeilt ist.
3. Grubenausbau nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorpfändschiene an ihrem rückwärtigen Ende und/oder der Unterzug an der Auflagestelle der Vorpfändschiene mit einer Spannvorrichtung ausgestattet ist.
4. Grubenausbau nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagestelle der Vorpfändschiene auf dem Unterzug als Rolle ausgebildet ist.
5. Grubenausbau nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterzug als auf Zug beanspruchtes Element, z.B. Kette oder Seil, ausgebildet ist.
6. Grubenausbau nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterzug gegenüber den Schaleisen verspannt ist.
7. Grubenausbau nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterzug aus zwei in der Mitte verspannbaren Hälften besteht.
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