DE664148C - Nachgiebiger Grubenstempel - Google Patents

Nachgiebiger Grubenstempel

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DE664148C
DE664148C DESCH102679D DESC102679D DE664148C DE 664148 C DE664148 C DE 664148C DE SCH102679 D DESCH102679 D DE SCH102679D DE SC102679 D DESC102679 D DE SC102679D DE 664148 C DE664148 C DE 664148C
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DE
Germany
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wedge
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punch
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lock
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DESCH102679D
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Hermann Schwarz KG
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Hermann Schwarz KG
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D15/00Props; Chocks, e.g. made of flexible containers filled with backfilling material
    • E21D15/14Telescopic props
    • E21D15/28Telescopic props with parts held relatively to each other by friction or gripping
    • E21D15/285Telescopic props with parts held relatively to each other by friction or gripping by means of wedges or wedge combinations

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
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  • Clamps And Clips (AREA)

Description

  • Nachgiebiger Grubenstempel Bei der heute immer mehr im Bergbau zur Anwendung kommenden Abbauweise, dem sog. Bruchbau, sind zur Abstützung des Hangenden Grubenstempel erforderlich, die bei beschränkter Nachgiebigkeit einen möglichst hohen Widerstand besitzen. Solche begrenzt nachgiebigen Grubenstempel großer Widerstandsfähigkeit müssen natürlich eine entsprechend hohe Anfangstragfähigkeit besitzen, die in der üblichem Weise durch Antreiben von Keilen bzw. Vorspannen von Schrauben nicht erzielt werden kann. Es empfiehlt sich vielmehr, hierzu einen entsprechend schlanken Keil mit Selbstanzug zu benutzen, d. h. einen solchen, der, in der Stempelachse verlaufend, beim Unterdrucksetzen des Stempels mitgenommen wird, so daß sich die Anspannung noch über das ursprüngliche Antreiben des Keiles hinaus steigert, jedenfalls aber ein Selbstlösen des Keiles ausgeschlossen ist.
  • Soweit man versucht hat, einen solchen Selbstanzug dadurch zu erzielen, daß einprismatischer Oberstempel mit hölzernen Keilbeilagen zusammenarbeitet, die an dem Oberteil mit der größeren Reibungsziffer des Holzes, an dem rückwärtigen Widerlager mit der kleineren Reibungsziffer des Eisens wirken sollen, um so die Mitnahme der Keilbeilagen durch den prismatischen Oberstempel gegen den Unterstempel zu erzielen, ist dieser Versuch fehlgeschlagen. Es blieb jedenfalls urbeherrschbar, wann das Selbstanziehen dieser Vorrichtung aufhören und das beabsichtigte Durchrutschen des prismatischen Oberstempels einsetzen sollte. Abgesehen von dieser Urbeherrschbarkeit der Gesetzmäßigkeit als solcher war auch die erzielte absolute Tragfähigkeit solcher Stempel viel zu gering.
  • Man. hat auch schon versucht, einen anderen Weg in dieser Richtung einzuschlagen: Hier soll an sich eine Keilpaarung zwischen Oberstempel und Unterstempel derart mit Selbstanzug versehen werden, daß auf einer keilförmig ansteigenden Ebene beim Zusammenschileben des Stempels ein loser Wälzkörper abrollt und die beiden Stempelteile immer fester gegenellnanderpreßt. Aber auch diese Form ist für den gedachten Zweck unbrauchbar, weil sich an den Auflageflächen des Wälzkörpers mit ihrer reinen Linienberührung viel zu große Flächendrücke ergeben; auch ist der Stempel seinem ganzen Aufbau nach zur Aufnahme großer absoluter Kräfte ungeeignet.
  • Es ist ferner ein Stempel vorgeschlagen worden, bei dem sich in einem zylindrischen Unterstempel ein dornartig ausgebildeter Oberstempel führt, wobei der Oberstempel mit eiizer Schrägfläche versehen ist, die mit einer im oberenEnde des Unterstempels angeordneten Schrägfläche einen keilförmigen Spalt bildet, in den ein Keil eingesetzt ist. Es soll dabei erreicht werden, daß sowohl in .der Berührungsfläche zwischen Dorn und Keil als auch zwischen Keil und äußerem Stempelteil die Reibung mit der Zunahme des Gebirgsdruckes wächst. Ein grundsätzlicher Nachteil dieses Stempels besteht jedoch darin, daß keinerlei Vorrichtungen vorhanden sind, die es gestatten, den unter Druck geratenen Stempel zu lösen.
  • Demgegenüber ist zwar schon ein Stempel für die Aufnahme hoher Drülcke bekanntgeworden, bei dem ein unter Selbstanzug stehender metallischer Keil in eine mit dem Stempel starr verbundene Keiltasche gelagert ist. Diese starre Anordnung der Keiltasche hat jedoch zur Folge, daß der unter hohen, Druick gelangte Stempel den Keil so festzieht,: daß letzterer beim Rauben des Stempels nizi:` unter äußerster Kraftanstrengung und Ail:: Wendung unhandlicher (langer) Brechstangen oder ähnlicher Mittel herausgewuchtet werden kann. Eine Wiedergewinnungsmögli,chkeit des Stempels unter diesen Umständen und großen Kraftanstrengungen bedeutet aber für die hiermit beschäftigten Bergleute insofern eine große Gefahr, ,als hierbei das gerade unter sehr widerstandsfähigen Stempeln unterstützte Hangende .äußerst leicht zusammenbrechen und die Bergleute begraben bzw. verletzen kann.
  • Ein anderer Vorschlag, der jedoch noch nicht zum Stande der Technik gehört, geht dahin, einen Stempel zu verwenden, bei dem zwischen dem Unterstempel und dem keilförmig ausgebildeten Oberstempel ein Keilstück eingeschaltet wird, das sich einmal gegen die Keilfläche des Oberstempels und zum anderen gegen eine in -dem Stempelschloß schwenkbar gelagerte Widerlagplatte abstützt; die Wide.rl:agplatte selbst legt sich gegen einen ebenfalls in dem Keilschloß .angeordneten exzentrischen Schloßbolzen ,an. Dieser Stempel unterscheidet sich von dem Erfindungsgegenstand grundsätzlich dadurch, daß sich ersterer ausgespröchenermaßen auf einen nachgiebigen Grubenstempel bezieht, wie demgemäß auch das zwischen Oberstempel und Unterstempel eingeschaltete Keilstück nachgiebig ausgebildet ist.
  • Das Besondere an diesem Stempel wird darin gesehen, daß die schwenkbar gelagerte Platte zusammen mit den Wangen des Keilschlosses und einer an der Widerlagplatte angeordneten Nase, die ein Durchrutschen. des Keilstückes verhüten soll, einen in sich geschlossenen Raum bildet, in dem der nachgiebige Keil satt gebettet ist, so daß dieser beim Zusammenquetschen seine Grundform im wesentlichem beibehält und wieder verwendet werden kann. Um diesen Keil beim Rauben des Stempels leicht ,aus dem Schloß entfernen zu körnten, ist der exzentrische Schloßbolzen vorgesehen, bei dessen Drehung die schwenkbare Widerlagplatte sich so weit spreizen kann, daß der Keil, der von unten eingetrieben wird, gegebenenfalls sogar frei herausfallen kann.
  • Die Erfindung betrifft einen eigens für die geschilderten Bedingungen durchgebildeten Stempel, bei dem zum Feststellen der beiden Stempelteile ein metallischer Keil mit oder ohne Zwischenschaltung eines Formänderungs-und Bremskörpers benutzt wird, der sein Widerlager in einer besonderen Keilkammer findet. Der Stempel wird dabei so aufgebaut, d:aß in dem Keilgetriebe nicht nur Selbst-,in zug, sondern auch Selbsthemmung auftritt, üiid zwar sind die Keilneigungen so schlank gewählt, daß die Selbsthemmung in jedem Fälle, d. h. unabhängig von Zufälligkeiten, gewährleistet ist. Bei einer solchen Grundanordnung tritt .aber insofern eine äußerst störende Nebenerscheinung .auf, als sich unter den ganzen Verhältnissen der Keil so außerordentlich festzieht, daß er beim Rauben des unter Druck stehenden Stempels nur mit allergrößter Anstrengung, manchmal sogar überhaupt nicht wieder gelöst werden kann.
  • Gemäß der Erfindung wird dieser übelstand .dadurch beseitigt, daß die Keilkammer durch ein bügelartiges Schloß in der Arbeitsstellung des Stempels so starr abgestützt ist, daß sie unter dem auftretenden Druck nicht nachgibt, während andererseits durch Einschaltung eines Löseelements das Schloß beim Rauben des Stempels so geöffnet werden kann, daß die Keilkammer federnd :nachgibt, so daß der so entlastete Keil mit verhältnismäßig geringer Kraftanstrengung endgültig gelöst werden kann. Es werden .also gleichsam zwei Löseelemente für den Stempel hintereinandergeschaltet, was insofern von besonderer Bedeutung ist, als unter den gewaltigen Gebirgsdrücken die einzelnen Stempelteile so fest ineinandergepreßt werden, daß überhaupt nur durch eine vorherige Lösung der Keilkammer in Richtung der Querkräfte der Keil von Hand unter Zuhilfenahme eines einfachen Geräts, wie beispielsweise einer Brechstange, herausgezogen werden kann. Jedenfalls ist es auf diese Weise möglich geworden, Stempel bei entsprechend großer Anfangstragfähigkeit so sich in ihrem Widerstand (bis zu 5o t) steigern zu lassen, daß allen Ansprüchen aus den geschilderten Verhältnissen heraus Rechnung getragen werden kann und ein verläßliches Lösen des Stempels unter geringer Kraftaufwendung zwecks Raubens möglich ist.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens in Abb. z und z in Vorder- und Seitenansicht wiedergegeben, während Abb. 3 einen Längsschnitt durch die Keilkammer mit dem im geschlossenen Zustand befindlichen Stempelschloß und die Abb. ¢ und 5 das Stempelschloß in etwas und ganz gelöstem Zustande zeigen.
  • In dem Unterstempela gleitet der keilförmige Oberstempel b, der etwa eine Steigung von 1:4o hat, mit seinem entsprechend der Aufnahme von Schalhölzern oder Schaleisen ausgebildeten Kopf c. Der Oberstempel ist dabei kastenförmig ausgebildet, was z. B. durch zwei gleichprofilige, mit den Flanschen zusammenstoßende und verschweißte U-Eisen erreicht wird, wobei die Flanschen des einen U-Eisens entsprechend der keilförmigen Ausgestaltung schräg geschnitten sind. Der Unterstempel ist ,aus zwei U-Eisen des nächstgrößeren Profils gebildet und in der unteren Längshälfte mit den zusammenstoßenden Flanschen ebenfalls zu einem Kastengebilde verschweißt. In der oberen Hälfte ist eins der den Unterstempel bildenden U-Eisen zunächst so abgebogen, daß ein leicht keiliger Schlitzd entsteht, während durch eine anschließende stärkere Abbiegung eine Keilkammer gebildet wird, um die ein Stempelschloß e mit Exzenterbolzen (greift.
  • In der Keilkammer befindet sich der mit seiner rückwärtigen Fläche gegen den Stegg des zur Keilkammer abgebogenen U-Eisens gleitende metallische Keil lt, der sich mit seiner Vorderfläche unter Zwischenschaltung eines Formänderungs- bzw. Bremskörpers i (gegebenenfalls auch mit glatter Fläche unmittelbar) gegen den keilförmigen Oberstempel b anlegt. Die infolge der Schlitzung d federnde Nachgiebigkeit der Keilkammer gegen ein Eindrücken des Oberstempels b in den Unterstempel itt wird hierbei durch den Schloßbolzen f begrenzt, der in dem das obere Ende des Unterstempels .als kräftige Lasche umfassenden Bügele drehbar gelagert und in an sich bekannter Weise derart exzentrisch ausgebildet ist, daß er ein Widerlager bildet, das durch Verdrehung eine Verengung oder Erweiterung der Keilkammer ermöglicht. Der sich gegen den Bolzen f abstützende U-Eisensteg g ist zweckmäßig durch eine aufgeschweißte Platte k verstärkt. Damit der Keil lz auch bei ausgezogenem Oberstempel nicht verlorengehen kann, ist er beispielsweise mittels des durch den Schlitz Z greifenden und in dem Lappenm des Keiles befestigten Stiftes n gesichert, ohne daß dadurch die erforderliche Beweglichkeit des Keiles h behindert wird. Schließlich ist der Keil ,auf seiner rückwärtigen, in :der Keilkammer gleitenden Fläche noch mit Aussparungen o versehen, damüt er unter Anwendung eines Hebels, der sich auf ein an dem bügelartigen Stempelschloße vorgesehenes Widerlagerp abstützt, aus der Keilkammer herausgehoben werden kann..
  • Die Vorschrift zur Benutzung dieses nachgiebigen Grubenstempels ist folgende: Nachdem der Oberstempel in der bei den Schwarzstempeln üblichen, Weise mit Hilfe der Schlitze y bis unter das Hangende hochgetrieben ist, wird der Schloßbolzen f in die Schließstellung (Abb.3) gedreht und dann der Keillt je nach der gewünschten Verspannung eingeschlagen.. Mit dem wachsenden Gebirgsdruck drücltt sich der Oberstempel b -zunächst unter Mitnahme des Keiles la in den Unterstempel,- ein, wobei das Maß der Keilmitnahme je nach der Verspannung mehr oder weniger groß ist. Soll der Stempel geraubt werden, so wird der Schloßbolzen t langsam in die Stellung der Abb. q. gedreht, wodurch eine allmähliche Erweiterung der Keilkammer -und damit ein Lüften des Oberstempels ermöglicht wird.
  • Durch die weitere Drehung des Stempelbolzens/ in die Stellung der Abb. 5 wird erreicht, d@aß sich die Keilkammer etwas erweitert, so daß zunächst eine Lösung der unter dem Gebirgsdruck fest verspannten Bauteile eintritt, wobei gleichzeitig wohl ein dem Maß der Erweiterung entsprechendes geringes Zusammenschieben des Stempels eintritt, ohne daß aber damit gleich wieder der alte Spannungszustand bedingt wäre, weil zu seiner vollen Ausbildung eine gewisse Zeit erforderlich ist. Infolge der Aufhebung der Verspannung der einzelnen Stempelteile ist man in der Lage, in unmittelbarem Anschluß an das Lüften mit Hilfe eines kleinen Hebels oder eines dem Bergmann zur Verfügung stehenden Hilfsmittels, wie einer Brech- oder Bohrstange, mühelos den Keil lt aus dem Keilschloß herauszuheben, wonach sich der Stempel so weit zusammenschiebt, daß.er fortgenommen werden kann.

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRUCH; Nachgiebiger Grubenstempel mit freiem Selbstanzug durch einen in der Stempelachse in einer entsprechend stark bzw. groß ausgebildeten Keilkammer gebetteten metallischen Keil zur Abstützung großer Kräfte bei begrenzter Nachgiebigkeit, gekennzeichnet durch die Hintereinanderschaltung zweier an sich bekannter Lösemöglichkeiten, nämlich a) einer Vorrichtung zum Lüften des Keilwiderlagers senkrecht zur Keilachse durch Freigabe der dehnungsfähigen Keilkammer, b) einer Einrichtung zum Herauswuchten des Keiles in seiner Achse in Gestalt einer den wiederholten Einsatz eines Hebels gestattenden Verzahnung des Keiles (Froschleiter).
DESCH102679D 1933-11-18 1933-11-18 Nachgiebiger Grubenstempel Expired DE664148C (de)

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DE (1) DE664148C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE749491C (de) * 1940-08-14 1944-11-23 Keilschloss fuer zweiteilige eiserne Grubenstempel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE749491C (de) * 1940-08-14 1944-11-23 Keilschloss fuer zweiteilige eiserne Grubenstempel

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