DEP0001774DA - Elektrische Spielzeug- und Modelleisenbahn mit Unterteilung der Fahrstrecke in mehrere Blockabschnitte zur Betätigung von Signalen, Schranken, Weichen usw. - Google Patents
Elektrische Spielzeug- und Modelleisenbahn mit Unterteilung der Fahrstrecke in mehrere Blockabschnitte zur Betätigung von Signalen, Schranken, Weichen usw.Info
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Description
Es ist bei Spielzeug- oder Modelleisenbahnen mit elektrischem Antrieb bekannt, die Betätigung der Signale auf elektrischem oder elektromagnetischem Wege in der Weise durchzuführen, dass die Betätigungseinrichtungen an die Fahrschienen angeschlossen sind und durch die Räder der Fahrzeuge, welche zwischen den beiden Fahrschienen eine leitende Verbindung herstellen, eingeschaltet werden. Derartige Einrichtungen weichen jedoch zu stark von den natürlichen Verhältnissen ab, da die Betätigung der Signale nur in Abhängigkeit von der Anwesenheit von Fahrzeugen auf der Strecke erfolgt.
Die Erfindung betrifft demgegenüber eine Spielzeug- oder Modelleisenbahn mit elektrischem Antrieb, bei der die Fahrstrecke in mehrere selbständige Stromkreise bzw. Blockabschnitte unterteilt ist, deren Stromführung von Hand eingeschaltet und durch das jeweils einen Streckenabschnitt verlassende Fahrzeug abgeschaltet wird und besteht im wesentlichen darin, dass die in an sich bekannter Weise elektrisch bzw. elektromagnetisch betätigten Signale, Schranken, Weichen und sonstigen Einrichtungen zu den zugehörigen Streckenabschnitten parallel geschaltet sind. Gemäss der Erfindung wird vorzugsweise die Betätigungseinrichtung für die Signale, Schranken, Weichen und dergleichen unmittelbar an die stromführenden Schienen der zugehörigen Streckenabschnitte angeschlossen. Bei einer derartigen Einrichtung erfolgt die Betätigung der Signale, Schranken und Weichen in Abhängigkeit davon, ob der betreffende Streckenabschnitt von Hand mit Strom belegt und damit für die Benutzung durch einen Zug oder eine Lokomotive freigegeben wird. Durch die Belegung der Strecke mit Strom gehen beispielsweise die Signale auf freie Fahrt, und es werden die Schranken geschlossen, während eine Öffnung der Schranken und eine Signalstellung auf Halt erfolgt, wenn das Fahrzeug den betreffenden Streckenabschnitt verlässt und damit stromlos macht. Die Signale und ähnlichen Einrichtungen stehen gemäss der Erfindung vorteilhaft unter der Wirkung einer Rückholkraft, z.B. einer Feder oder eines Gegengewichtes, gegen
deren Wirkung die Öffnung bzw. Umstellung ihrer Betätigungsvorrichtung erfolgt.
Bei Weichen kann die Erfindung im einzelnen vorzugsweise in der Weise verwirklicht werden, dass der Weiche eine Ausbildung gegeben wird, wonach der nicht befahrene Teil der Weiche bzw. Strecke durch die entsprechende Weichenstellung isoliert wird. Ferner wird vorteilhaft der Umschaltmagnet oder die sonstige Betätigungseinrichtung der Weichen mit seinen beiden Zuleitungen an die abgehende Schienenfahrtrichtung angeschlossen und die gesamte Anordnung derart getroffen, dass nur die abgehende Fahrtrichtung elektro-magnetisch für die Durchfahrt umgelegt wird, während die Geradeausfahrt stets durch federnde Kraft zurückgeholt und gehalten wird. Der für die Geradeausfahrt vorgesehene Teil der Weiche gehört dabei einem Streckenabschnitt an. Wird dieser unter Strom gelegt, so kann er durch einen Zug befahren werden. Der nicht befahrene Teil der Weiche dagegen ist isoliert und bleibt also stromlos. Soll die abgehende Fahrtrichtung unter Spannung gesetzt werden, so wird dieser der Strom hinter der Weiche zugeführt. Da der Betätigungsmagnet am abgehenden Weichenstrang angeschlossen ist, so wird die Weiche durch die Strombelegung umgestellt und legt dabei auch Spannung an den vor ihr liegenden Teil der Strecke.
In allen Fällen kann die Erfindung vorteilhaft noch dadurch weiter ausgestaltet werden, dass jedes Schienenstück der Gleisanlage mit zwei elektrischen Anschlussmöglichkeiten ausgestattet ist. Hierdurch wird es einmal ermöglicht, die Fahrstrecke in beliebiger Weise in Stromkreise und Blockabschnitte zu unterteilen, und es können fernerhin im Sinne der Erfindung auch an jedem Gleisstück die verschiedensten Einrichtung zur elektrischen Betätigung angeschlossen werden.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind aus der Zeichnung ersichtlich, in welcher die Erfindung an einigen Ausführungsbeispielen erläutert ist. Es zeigt:
Figur 1 die Verwirklichung der Erfindung an einer Signaleinrichtung,
Figur 2 eine nach der Erfindung ausgebildete Schrankenbetätigung und
Figur 3 die Ausbildung einer Weiche.
In allen Ausführungsformen ist jeweils jedes einzelne
Gleisstück 11 mit mindestens zwei elektrischen Anschlussmöglichkeiten 2 und 3 ausgestattet. Der Anschluss 2 kann beispielsweise an ein Befehlsstellwerk angeschlossen werden, von dem aus der betreffende Streckenabschnitt unter Spannung gesetzt werden kann, während an den Anschluss 3 ein Elektromagnet 4 angeschlossen ist. Bei dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 beeinflusst der Elektromagnet 4 ein Signal 5, welches über den zweiarmigen Ankerhebel 6 durch die Feder 7 in Haltestellung gehalten wird, solange der Anschluss 2 vom Befehlsstellwerk her spannungslos ist (Figur 1, linke Hälfte). Wird der Streckenabschnitt 1 über Anschlussmöglichkeit 2 vom Befehlsstellwerk her mit Spannung belegt, so wird der Ankerhebel 6 vom Elektromagneten 4 gegen die Wirkung der Feder 7 angezogen und das Signal 5 auf freie Fahrt gestellt. (Figur 1, rechte Hälfte). Nunmehr kann der Streckenabschnitt 1 von einem Zug befahren werden, welcher beim Verlassen dieses Steckenabschnittes diesen wieder von der Stromversorgung aus dem Befehlsstellwerk abschaltet. Sodann wird der Elektromagnet 4 stromlos und das Signal 5 durch die Feder 7 wieder auf Halt gestellt.
Nach dem Ausführungsbeispiel der Figur 2 beeinflusst der Elektromagnet 4 eine Schranke 8 in dem Sinne, dass die Schranke 8 geschlossen wird, wenn der Streckenabschnitt 1 über den Anschluss 2 unter Strom gesetzt wird.
Der schematischen Darstellung der Figur 3 liegt das Ausführungsbeispiel des Aufbaues einer Weiche 9 zugrunde. Der Strecken- oder Blockabschnitt 1 ist in der gezeichneten Stellung über die Anschlüsse 2 her spannungslos, während das Weichenstück 9 über die Anschlüsse 2 unter Spannung gesetzt wird. Hierdurch schiebt der Elektromagnet 4 über das Gestänge 10 die Zungen der Weiche 9 aus der Stellung für Geradeausfahrt gegen die Wirkung der Feder 7 in die gezeichnete Lage, in welcher ein Befahren der Weiche möglich ist. Wird der Weichenabschnitt 9 von dem Fahrzeug nach Durchfahrt verlassen, so wird der Anschluss 2 des Weichenstückes 9 stromlos und die Wirkung des Elektromagneten 4 aufgehoben, sodass die Weichenzungen der Weiche 9 in die Stellung für Geradeausfahrt zurückgestellt werden.
Die Erfindung ist jedoch mit den dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispielen keineswegs erschöpft. Der ihr zugrunde liegende Vorschlag, bei Spielzeug- und Modelleisenbahnen die zu betätigenden Hilfseinrichtungen aller Art, wie Sig-
nale, Schranken, Weichen, Beleuchtungseinrichtungen, Überwegsicherungen oder dergleichen zu den zugehörigen Streckenabschnitten parallel zu schalten, kann noch in zahlreichen anderen Ausführungsmöglichkeiten verwirklicht werden.
Claims (6)
1. Spielzeug- oder Modelleisenbahn mit elektrischen Antrieb, bei der die Fahrstrecke in mehrere selbständige Stromkreise bzw. Blockabschnitte unterteilt ist, deren Stromführung von Hand eingeschaltet und durch das jeweils einen Streckenabschnitt verlassende Fahrzeug abgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die in an sich bekannter Weise elektrisch bzw. elektromagnetisch betätigten Signale, Schranken, Weichen und dergleichen zu den zugehörigen Streckenabschnitten parallel geschaltet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsvorrichtungen für die Signale, Schranken und Weichen unmittelbar an die stromführenden Schienen der zugehörigen Streckenabschnitte angeschlossen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Signale, Schranken, Weichen und dergleichen unter der Wirkung einer Rückholkraft, z.B. einer Feder oder eines Gegengewichts stehen, gegen deren Wirkung die Öffnung bzw. Umstellung der Betätigungsvorrichtung erfolgt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromzuführung zu den eine Weiche aufweisenden Streckenabschnitten in Fahrtrichtung hinter der Weiche erfolgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Weichen derart ausgebildet sind, dass der nicht befahrene Teil der Weiche jeweils von den anderen Streckenteilen isoliert ist bzw. durch die Umstellung der Weichen isoliert wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Schienenstück der Gleisanlage mit zwei elektrischen Anschlussmöglichkeiten ausgestattet ist.
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