DEM0026348MA - Einrichtung zur Führung einer im Bereich eines Fahrzeugrades angeordneten und in Abhängigkeit vom Drehgestellausschlag aus dem Verkleidungsprofil herausbringbaren Schürze an stromlinienförmig verkleideten Schienenfahrzeugen - Google Patents
Einrichtung zur Führung einer im Bereich eines Fahrzeugrades angeordneten und in Abhängigkeit vom Drehgestellausschlag aus dem Verkleidungsprofil herausbringbaren Schürze an stromlinienförmig verkleideten SchienenfahrzeugenInfo
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- DEM0026348MA DEM0026348MA DE1955M0026348 DEM0026348A DEM0026348MA DE M0026348M A DEM0026348M A DE M0026348MA DE 1955M0026348 DE1955M0026348 DE 1955M0026348 DE M0026348 A DEM0026348 A DE M0026348A DE M0026348M A DEM0026348M A DE M0026348MA
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 8. März 1955 Bekanntgemacht am 30. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Moderne Eisenbahnfahrzeuge, wie Triebwagen u. dgl., haben im allgemeinen zur Verringerung des
Luftwiderstandes eine stromlinienförmige Verkleidung. Ist die Verkleidung in Form einer sogenannten
Schürze so weit nach unten gezogen, . daß auch die Räder verkleidet sind, so- besteht bei
Drehgestellfahrzeugen die Gefahr, daß in der Kurve die Räder an der Schürze anstoßen bzw. die
Schürze den Drehgestell aus sch lag unzulässig begrenzt.
Diesem Umstand wird dadurch Rechnung getragen, daß die Schürze im Bereich der Faihrzeugräder
klappenförmig ausgebildet ist. Das Drehgestell schlägt bei der Kurvenfahrt an der
Klappe an und schwenkt diese aus dem Verkleidungspronl
heraus. Beim Schwenken der Klappe wird eine Feder gespannt, die sich entspannt und die
Klappe in ihre Ausgangsstellung zurückbringt, wenn das Drehgestell nicht mehr an der Klappe anstößt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte Anordnung in der Weise zu verbessern,
daß während des Verstellens der im Bereich der Räder befindlichen Schürze diese einwandfrei geführt
ist.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch in Fahrzeugquerrichtung aus- und einzieh-.
bare Scherenführungen, die mit ihrem einen Ende
609 528/136
M26348 II/20c
an der Schürze und.mit ihrem anderen Ende an
einem festen Punkt des Wagenkastens angelenkt sind. Die Anwendung an sich bekannter Scheren-
; führungen gewährleistet ein einwandfreies und verkantungsfreies Herausbringen der im Bereich
: der Räder befindlichen Schürze aus dem Verkleidungsprofil.
Befindet sich zwischen der Schürze im Bereich des Rades und dem übrigen Verkleidungsteil
eine ringsum laufende Trennfuge, so
ίο wird die Schürze beim Anstoßen des Drehgestells
in horizontaler Ebene nach außen geschoben, ohne ihre lotrechte Stellung zu verändern. Das hat den
\rorteil, daß die Achslager durch Ausziehen der
'Schürze in sehr einfacher Weise zugänglich gemacht werden können. Gemäß einem weiteren Vorschlag
der Erfindung' sind bei der eingangs geschilderten Anordnung Federn vorgesehen, die
beim Ausziehen der Scherenführungen gespannt werden, wodurch die führende Wirkung der
Scherenführungen verstärkt und die Schürze nach dem Durchfahren einer Kurve mit Sicherheit wieder
in ihre Ausgangsstellung zurückgebracht wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt
Fig. ι den Kopf eines stromlinienförmig verkleideten
Schienenfahrzeuges,
Fig. 2 'ein Fahrzeug mit Einrichtungen gemäß der Erfindung von oben gesehen bei abgenommenem
Wagenkasten mit nur angedeuteter Schürze,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie HI-III in Fig. 2 in größerem Maßstab,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 2 in größerem Maßstab.
Der Wagenkasten 1 eines Schienenfahrzeuges ist auf dem Drehgestell 2 abgestützt (Fig. 1). Die
Seiten- und Stirnwand des Wagenkastens ist über den Langträger des Untergestells hinaus zu einer
Schürze 3 verlängert. Die Schürze 3 ist jeweils im Bereich der Räder des Drehgestells durch lotrechte
Trennfugen unterteilt, und die zwischen den lotrechten Trennfugen befindlichen Schürzenteile sind
durch eine in Fahrzeuglängsrichtung verlaufende Trennfuge von der übrigen Fahrzeugverkleidüng
getrennt. Die auf diese Weise entstehenden Schürzenteile 4 sind an ihren jeweiligen Enden auf
je einer Scherenführung 5, 6 gelagert (Fig. 2, 3). Jede der Scherenführungen 5, 6 ist mit ihrem dem
Schürzenteil abgewandten Ende (inneren Ende) an einen festen Teil des Fahrzeugs gelagert. Zu diesem
Zweck ist im Bereich der Schere am Fahrzeugrahmen oder am festen Teil der Schürze ein oberer
■ Lagerbock 7 befestigt (Fig. 3), an dessen Ende der obere Teil des1 einen inneren Scherenendgliedes 8
aufgehängt ist. Das untere Ende des zweiten inneren Scherenendgliedes 9 ist in einem lotrechten
Schlitz 10 eines unteren Lagerbockes 11 geführt. Auch dieser Lagerbock ist am Fahrzeugrahmen oder
am feststehenden Schürzenteil befestigt. Die Lagerung des Sohürzenteiles auf der Scherenführung erfolgt
mittels eines oberen Lagerbockes 12 und eines
unteren Lagerbockes 13. An dem oberen Lagerbock 12 ist das äußere Endglied 14 der Schere angelenkt,
während der untere Lagerbock 13 mit einem lotrechten Schlitz 15 versehen ist, in dem das zweite
äußere Endglied 16 der Schere geführt ist.
Im Bereich der Scherenführungen jedes Schürzenteiles 4 greift an diesem ein Kraftspeicher in Form
einer Zugfeder 17 an. Die Zugfeder 17 ist in einem Lagerbock 18 des Trägerwerkes 19 des Fahrzeuges
aufgehängt (Fig. 4). Sie erfaßt die lose Rolle 20 eines Ketten- oder Seilzuges 21. Das feste Ende 22 . /
der Kette des Kettenzuges 21 ist in einem Lagerbock 23 gehalten, der an einem festen Teil des Fahrzeuges
befestigt ist. An dem gleichen Bock 23 ist auch die feste Rolle 24 des Kettenzuges 21 gelagert.
Das lose Ende 25 der Kette des Kettenzuges 21 ist an dem Schürzenteil 4 eingehängt. Die Einhängung
ist lösbar, um die Wirkung der Zugfeder 17 ausschalten
zu können. Das geschieht z. B. in der Weise, daß bei eingeschalteter Zugfeder 17 ein mit
dem losen Ende 25 des Kettenzuges verbundener Handgriff 26 an einem Widerlager 27 des Schürzenteiles
anliegt, dieser Handgriff jedoch nach einer Drehung um 900 durch eine entsprechend bemessene
Öffnung im Widerlager 27 von der sich entspannenden Zugfeder hindurchgezogen wird. Die
Betätigung des Handgriffes ist möglich durch eine im Bereich desselben angebrachte und durch eine
Klappe 28 verschließbare Öffnung des Schürzenteiles. Das Ausschalten der Zugfeder ist beispiels- .
weise dann erwünscht, wenn zur Reparatur des Achslagers der Schürzenteil von Hand ausgezogen
werden soll.
Die Schürzenteile werden beim Einfahren in eine Kurve durch den beim Schwenken des Drehgestells
anschlagenden Drehgestellrahmen aus dem Verkleidungsprofil herausgebracht, und zwar bei einer
Rechtskurve die im Bereich der Räder B und D befindlichen Schürzen teile und bei einer Linkskurve
die im Bereich der Räder A und C befindlichen Schürzenteile (Stellung II, Fig. 2). Um die Reibung
zwischen dem Drehgestell und den jeweils aus dem Verkleidungsprofil herauszubringenden
Schürzenteilen gering zu halten, sind an Rollenböcken 29 des Drehgestellrahmens Rollen 30 gelagert,
die mit Rollflächen 31 der Schürzenteile zusammenarbeiten. Die Rollflächen sind — von
oben gesehen — nach der Drehgestellmitte zu geneigt, so daß die Rollen 30 im Bereich der Räder B
und D bei einer Rechtskurve auf den Rollflächen auflaufen und die Rollen im Bereich der Räder A
und C von den Rollflächen abrollen, während das Sinngemäße für eine Linkskurve gilt.
Während bei den eingangs geschilderten klappenförmig schwenkbaren Schürzen zumindest die vordere
Klappe der Rundung der Fahrzeugverkleidung und der scharnierartigen Aufhängung der Klappen
wegen unterteilt sein müssen, können bei der erfindungsgemäßen
Ausführung die Schürzenteile im Bereich jedes Rades aus einem Stück, d. h. ungeteilt
ausgeführt werden. . .
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Einrichtung zur Führung einer im Bereich eines Fahrzeugrades angeordneten und in Abhängigkeit vom Drehgestellausschlag aus dem528/136M26348II/20cVerkleidungsprofil herausbringbaren Schürze an stromlinienförmig verkleideten Schienenfahrzeugen mit Drehgestellen, gekennzeichnet durch in Fahrzeugquerrichtung aus- und einziehbare Scherenführungen (5), die mit ihrem einen Ende (14, 16) an der Schürze (4) und mit ihrem anderen Ende (8, 9) an einem festen Punkt (7, 11) des Wagenkastens (1) angelenkt sind.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Kraftspeicher (17), die beim Ausziehen der Scherenführung (9) gespannt werden.
- 3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftspeicher (17) an der Schürze (4) über Seil- oder Rollzüge (21) angreifen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 528/136 5. 56
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1955M0026348 DEM26348B (de) | 1955-03-08 | 1955-03-08 | Einrichtung zur Führung einer im Bereich eines Fahrzeugrades angeordneten und in Abhängigkeit vom Drehgestellausschlag aus dem Verkleidungsprofil herausbringbaren Schürze an stromlinienförmig verkleideten Schienenfahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1955M0026348 DEM26348B (de) | 1955-03-08 | 1955-03-08 | Einrichtung zur Führung einer im Bereich eines Fahrzeugrades angeordneten und in Abhängigkeit vom Drehgestellausschlag aus dem Verkleidungsprofil herausbringbaren Schürze an stromlinienförmig verkleideten Schienenfahrzeugen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DEM26348B DEM26348B (de) | 1956-05-30 |
| DEM0026348MA true DEM0026348MA (de) | 1956-05-30 |
Family
ID=52016349
Family Applications (1)
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| DE1955M0026348 Pending DEM26348B (de) | 1955-03-08 | 1955-03-08 | Einrichtung zur Führung einer im Bereich eines Fahrzeugrades angeordneten und in Abhängigkeit vom Drehgestellausschlag aus dem Verkleidungsprofil herausbringbaren Schürze an stromlinienförmig verkleideten Schienenfahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DEM26348B (de) |
-
1955
- 1955-03-08 DE DE1955M0026348 patent/DEM26348B/de active Pending
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