DEM0019487MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung 25. Juli 1953 Bekanntgemacht am 22. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Vermittlungssysteme, insbesondere
Fernsprechsysteme für Nebenstellenanlagen, bei welchen als Verbindungsorgane aus Einzelschaltern
zusammengesetzte Mehrfachschalter benutzt werden.
Ein wesentliches Merkmal derartiger Mehrfachschalter besteht in der allen Einzelschaltern gemeinsam
zugeordneten Einstelleinrichtung. Da nun jeder Einzelschalter als ein selbständiges Verbindungsorgan
zu betrachten ist, kann in einem Mehrfachschalter eine entsprechende Anzahl gleichzeitiger Verbindungen
bestehen. Jedoch ist bei der Herstellung der Verbindungen mit Rücksicht auf die gemeinsame Einstelleinrichtung
eine einzeln nacheinander erfolgende Abfertigung notwendig. '
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Anwendung solcher Mehrfachschalter derart vorzunehmen,
daß sich die aus der Direktwahltechnik bekannten Prinzipien in möglichst einfacher Weise an
die Erfordernisse einer gemeinsamen Einstelleinrichtung anpassen.
Ein besonderes Problem in Vermittlungseinrichtungen mit gemeinsamen Einstelleinrichtungen und
Mehrfachschaltern ist die Aufnahme eines Einstellanreizes aus der Teilnehmerschaltung und die Aus-Wertung
von Sammelanschlußkennzeichen.
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Üblicherweise werden Anlaßkriterien der Teilnehmerschaltung
derart aufgenommen, daß man darüber (iruppenrelais erregt und innerhalb einer
(!nippe die Position des betreffenden Anreizes durch weil ere Relais feststellt. Dies entspricht im Verfahren
der Bildung eines Anrufsuchers, der aus Relais aufgebaut ist und nach Auflauf auf den Anreiz aus seiner
Kinstcllung heraus die Position des rufenden Teilnehmers
an den Mehrfachschalter weitergibt.
to Dadurch wird sichergestellt, daß nur jeweils ein eindeutiger Anreiz auf die Einstellorgane des Mehrfachschalters
gegeben werden kann. Dies ist unumgänglich notwendig, da sonst die Möglichkeit von
Doppelvcrbindungen gegeben wäre.
Die Kiiifügung eines so beschriebenen Relaissuchers
als Kinstellliilfsorgan bedeutet naturgemäß einen erheblichen Aufwand. Ciemäß der Erfindung wird deshalb
eine Anordnung verwendet, die mit Hilfe von sich gegenseitig abschaltenden Kettenanordnungen
aus den Leitungen zugehörigen Kontakten nur jeweils einen Anreiz auf die gemeinsame Einstelleinrichtung
gibt. Dadurch wird aus der Schaltungsanordnung der Kette heraus ein Doppelanreiz grundsätzlich vermieden.
Eine ähnliche Kcltenanordnung aus den Leitungen zugehörigen Kontakten wird im Falle von Sammelanschlüssen
verwendet, um das den Saminelanschluß kennzeichnende Potential nur einem Einstellmagneten
zuzuführen, der die Anschaltung einer freien Leitung ermöglich!.
Der Aufwand für die Kennzeichnung eines Anreizes ans der Teilnehmerschaltung und die Umsetzung der
Kennzeichnung auf den gewünschten Einstellmagneten , kann mit sehr geringem Aufwand erfolgen, so daß j
sogar ein zweifacher Anreiz pro Teilnehmerleitung für Amts- und Hausverbindungswünsche möglich ist.
Falls sich aus derartigen Anordnungen längere
Kontaktketteii ergeben, kann mau durch eineGruppenschaltung
Teilketten herstellen.
4" Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbcispieles,
bei welchem es sich um eine Nebenstellenanlage mittlerer (iiöße handelt, bei der auf dem Mehrfachschalter
sowohl Wähler für Hausverbindungswege (Anrufsucher und Leitungswähler) wie Amtsverbin-
Ί5 dungswege (Amtswähler) konstruktiv vereinigt sind,
unter Zuhilfenahme der Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigt
Fig. ι das Konstruktionsprinzip eines Mehrfachschalters,
wie er für die beschriebene Schaltungsanordnung verwendet wird,
Fig. 2 ein Prinzipschema für die Teilnehmergnippierimg
innerhalb eines Schalters,
Fig. ;j ein Obersichtsschema, welches den Zusammenhang
zwischen den Schaltungsanordnungen für Teilnehmeranschluß, Anlassung, Haus- und Amtsverbindungssatz
darstellt,
Fig. 4 eine Teilnehnieranschlußschaltung,
Fig. 5 eine Anlaßschaltung,
Fig. 5 a eine Ergänzung zu der Anlaßschaltung,
Fig. () eine Schaltung für den Hausverbindungssatz,
Flg. (>a eine andere Schaltungsausführung für den
Hausverbindungssatz,
Fig. 6 b eine Teilvariante der in Fig. 6 a gezeigten Schaltung, Fig. 6 c eine Anlaßkette für Hausverbindungswege,
Fig. 7 eine Schaltung für den Amtsverbindungssatz, Fig. S eine gemeinsame Sperrschaltung.
Fig. ι zeigt das Konstruktionsprinzip des im vorliegenden
Ausführungsbeispiel beschriebenen Mehrfachschalters. Das Federsatzvielfachkontaktfeld KF,
welches hier mit gestrichelten Linien umfaßt ist, enthält die Federsätze für fünfzig Teilnehmer. Der im
Beispiel gezeigte Schalter enthält sechs vertikal angeordnete Einzelschalter (zwei Anrufsucher Sb 1 und Sb2,
zwei Leitungswähler Lb 1 und Lb 2 und zwei Amtswähler Abi und Ab2). Jeder Teilnehmer hat im
Wirkungsbereich jedes dieser Einzelschalter je einen Kontaktsatz, der mit den entsprechenden Kontaktsätzen
der anderen Einzelschalter horizontal gcvielfacht ist. Die horizontalen Auswahlschienen SVi bis
5/13, welche mit federnden Kontaktfingern F versehen
sind, dienen zur Auswahl des jeweils gewünschten Teilnehmers. Jede dieser Schienen SVi bis St 13
besitzt zwei Betätigungsmagneten S. So sind z. B. der Schiene St ι die beiden Magneten S-1 und S 2 zugeordnet.
Der Magnet Si schwenkt bei seinem Anziehen die Schiene nach oben, während der Magnet S 2
bei seiner Betätigung die Schiene nach unten dreht. Dementsprechend werden jeweils alle an den Kreuzungsstellen
zwischen den vertikalen und horizontalen Schienen angeordneten federnden Finger 7'' nach oben
bzw. nach unten geschwenkt. Die Schiene SV13 besitzt
in diesem Fall nur den einen Magneten S25. Bei jedem Schwenken einer horizontalen Auswahlschienc
werden sowohl nach oben als auch nach unten jeweils die Kontakte von zwei Teilnehmern markiert. Wie
aus der Figur hervorgeht, werden beispielsweise beim Schwenken der Schiene S/1 nach oben die Teilnehmer
11 und 16 markiert und beim Schwenken nach unten
die Teilnehmer 12 und 17. Um nun die Auswahl eines der jeweils zwei markierten Teilnehmer zu ermöglichen,
ist eine Umschalteschiene Stu vorgesehen, welche durch die Magneten SUx und SU2 bedient
wird. Werden nun gleichzeitig mit der horizontalen Auswahlschiene St 1, deren Finger in diesem
Fall nach oben betätigt sein soll, die Finger der Umschalteschiene Stu ebenfalls nach oben geschaltet,
so wird durch letztere die obere Kontaktgruppe, ob. Gr., markiert. Beim Anschalten des Magneten Sbi wird
die Schiene Stb 1 nach rechts gedreht und schaltet die vorher durch die horizontalen Schienen markierten
Kontakte durch. Dadurch, daß die obere Kontaktgruppe durch die Umschalteschiene ausgewählt wurde,
wird von den ebenfalls vorher markierten Teilnehmerkontakten 11 und 16 nur der obere Teilnehmer 11
durchgeschaltet. Nach Andrücken durch die Betätigungsschiene Stb ι werden die horizontalen Auswahlschienen
sofort wieder freigegeben und stehen zur Kennzeichnung anderer Teilnehmereinstellungen
zur Verfügung. Die federnden Kontaktfinger F bleiben zwischen den betätigten Kontakten und der Andrückschiene
Stb ι für die Dauer der Verbindung eingeklemmt.
Bei diesem Mehrfachschalter ist ein Ausbau für zwei Haus- und zwei Amtsverbindungssätze gezeigt.
Die Magneten Sb 1 und Sb 2 schalten die An-
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drückschiene für die Anrufsucher im ersten und zweiten Haussatz. Die Magneten Lb ι und Lb 2 betätigen
die Schienen für die Leitungswähler im ersten und zweiten Haussatz. Die Magneten Abx und Ab2
schalten die Verbindungsorgane für den ersten und zweiten Amtssatz.
Die Fig. 2 zeigt ein Prinzipschema für die Teilnehmergruppierung für eine senkrechte Einheit innerhalb
des Mehrfachschalters. Hieraus ist zu ersehen, daß die fünfundzwanzig Auswahlmagneten S1 bis
5 25 jeweils gleichzeitig zwei Teilnehmer kontakte schalten, und zwar beispielsweise der Magnet S1 die
Teilnehmer 11 und 16. Die Auswahl eines dieser vorbereiteten
Teilnehmer erfolgt durch Betätigung des gewünschten Umschaltemagneten 5 U1 oder S !72.
Wird der Umschaltemagnet SUi gleichzeitig mit
dem Auswahlmagneten 51 betätigt, so wird nur der Teilnehmer 11 an den Verbindungssatz gelegt. Dieser
ist dreiadrig, a, b, c, ausgeführt. Für die Auswahlmagneten
und ebenso für die Umschaltemagneten sind ebenfalls einadrige Kontake sui, su2, si bis S25
vorgesehen, welche dazu dienen, bei Umlegung die notwendige Auswahlmagnetkombination wieder einzuschalten.
Fig. 3 zeigt einen Übersichtsplan, aus welchem der Zusammenhang der in den Figuren gezeigten Einzelschaltungen
hervorgeht. Links oben ist die Teilnehmeranschlußschaltung angedeutet, welche in den
Fig. 4 und 4a in den Einzelheiten ausgeführt ist.
Die von der Teilnehmerschaltung aus beherrschte Anlassung wird in der Fig. 5 und eine Ergänzung hierzu
in der Fig. 5 a gezeigt.
Der Hausverbindungssatz, welcher durch die beiden Schaltorgane, Sucherbrücke Si? und Leitungsbrücke
LB, die Sprechverbindung herstellt, ist in den Fig. 6,
6 a und 6 b wiedergegeben.
Der Amtssatz stellt die Verbindung über die Amtsbrücke Ab her. Die ausführliche Schaltung hierzu
zeigt Fig. 7.
Die in Fig. 4 gezeigte Teilnehmeranschlußschaltung enthält die übliche 2-Relais-Anordnung R und T,
welche zwei Anlaßkriterien aufzunehmen gestattet. Es liegt eine Hausanlassung vor, wenn Relais R
gezogen und Relais T abgefallen ist. In der Teilnehmerschaltung
kann ein Amtsanlaßkriterium (T-Relais gezogen, Ä-Relais abgefallen) auf zwei Wegen
erzeugt werden.
a) Nach Aushängen des Handapparates wird der hierdurch belegte Haussatz bei Drücken der Erdtaste
ET durch Ansprechen des Differenzrelais X (Fig. 6) abgeworfen. Bei Freigeben des Haussatzes
fallen die über die c-Ader gehaltenen Relais R (II) und T (II) wieder ab, worauf infolge des noch bestehenden
Erdtastendruckes Relais T (I) sogleich wieder anspricht und sich über Kontakt 14 hält. Damit
wird ein Anziehen von Relais R unterbunden.
b) Wenn alle Haussätze belegt sind, erhält Relais T (I) über den Vorschaltwiderstand von R (I)
Fehlstrom, so daß erst bei Erdtastendruck Relais T (I) in der vorher beschriebenen Weise anspricht. Hierdurch
ist wiederum die Amtsanlassung (T angezogen, ' R abgefallen), jedoch dieses Mal unmittelbar aus der
Teilnehmerschaltung, gegeben.
Die Arbeitsstellung des Kontaktes aa 1 (Anlaßschaltung)
gibt die Gewähr, daß noch mindestens ein freier Amtssatz zur Verfügung steht. Die Wicklungen
/PFi bis JW 3 ermöglichen-die direkte Übertragung
des Besetztzeichens in die Teilnehmerschaltung (Kontakt ah2 abgefallen = hausbesetzt,
Kontakt aa,2 abgefallen = amtsbesetzt).
Die r- und ii-Kontakte der Teilnehmeranschlußschaltung
greifen ferner in Anlaßlinien für Haus- und Amtsanreiz, um die der jeweiligen Teilnehmerschaltung
zugeordneten Auswahl- und Umschaltemagneten (5 und SU in der Anlaßschaltung) zu betätigen.
Bei Hausrufen wird der Stromkreis von Punkt H (= Hausanlassung) über die Kontakte t2 und r4 zu
den Auswahlmagneten S, SU geschlossen, wogegen bei Amtsrufen der Stromkreis vom Punkt A (= Amtsanlassung)
über die Kontakte t% und ^4 zu den gleichen
Auswahlmagneten zustande kommt.
Die Einzelheiten des Anlaßvorganges sind aus Fig. 5 zu entnehmen. Die Steuermagneten S1 bis S 25
zur Betätigung der senkrecht angeordneten Auswahlschienen sowie die Magneten S U1 und SU 2 für die
Umschalteschienen sind in Fig. 5 unten gezeigt.
Die Anlaßleitungen laufen über hochohmige Relais, und zwar über Hi und H 2 für die Hausverbindungen
und über A1 und A 2 für die Amtsverbindüngen
zu den Stangenmagneten, welche in dem Mehrfachschalter die entsprechende Teilnehmerkennzeichnung
aufnehmen.
Die Verteilung der fünfzig Teilnehmerorgane auf die Haus- bzw. Amtsanlaßleitungen ist derart getroffen,
daß jeweils die ersten fünf Teilnehmer jeder Dekade (Teilnehmer 11-15, 21-25 usw.) den
ersten Anlaßleitungen Hi, Ατ und jeweils die
zweiten fünf Teilnehmer (Teilnehmer 16-10, 26-20 usw.) den zweiten Anlaßleitungen H2, A2 zügeordnet
sind.
Bei jeder Hausanlassung wird der Ruf verteiler Rvh
(und der entsprechende Rufverteiler Rva für abgehenden Amtsverkehr) um einen Schritt weitergeschaltet.
Als Ruf verteiler ist hierbei an einen magnetischen Impulszähler gedacht. Dieser besteht
im Prinzip aus einer Spule mit einer Einstell- und einer entgegengesetzt wirkenden Abwerfwicklung.
Weiterhin ist ein Kern mit einem stärkeren Hauptpol und einem schwächeren Hilfspol vorgesehen.
' Das gemeinsame Joch trägt beispielsweise zehn Teilnehmer, die jeweils einen Einzelfedersatz
schalten können. In der Ruhestellung liegen die Teilanker, mit Ausnahme des ersten, der eine Mittelstellung
zwischen Haupt- und Hilfspol einnimmt, an dem Hilfspol. Empfängt nun der Impulszähler
einzelne Stromstöße, so wird bei dem ersten Impuls der dem Hauptpol am nächsten liegende Teilanker
angezogen und schaltet den ihm zugeordneten Federsatz und spannt eine Mitnehmerfeder für den zweiten
Teilanker vor, um diesen in die vorbereitete Mittellage zwischen den beiden Polen zu bringen. Jedoch
bleibt der zweite Teilanker für die Dauer des ersten Impulses am Hilfspol gehalten und geht erst nach
Beendigung des Impulses, d, h. erst nach Verschwiriden des magnetischen Kraftfeldes in die vorbereitete
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Zwischenstellung. Der erste Anker bleibt während
der Impulspause infolge Remanenz gehalten. Bei den nun nachfolgend eintreffenden Impulsen werden in
gleicher Weise die nächsten Anker der Reihe nach betätigt. Die den einzelnen Teilankern zugeordneten
Kontaktsätze sind so ausgebildet, daß bei jedem weiteren Im]HiIs jeweils die nächste Schaltstellung
wirksam wird, weil bei einer fortlaufenden Impulsreihe die jeweils vorhergehenden Teilanker gezogen
ίο bleiben. Zur Rückstellung des Impulszählers werden die am Hauptpol gehaltenen Teilanker durch Erregung
einer Gegenwicklung abgeworfen. Die Erfindung ist jedoch an eine derartige Ausführung eines
Rufverteilers nicht gebunden, sondern kann ebenfalls jede andere geeignete Anordnung verwenden.
Es werden nunmehr die Schaltfunktionen betrachtet, die bei dem Aufbau einer Hausverbindung durch
den Teilnehmer 11 auftreten.
Das Kontrollrelais Ah besitzt eine hochohmige ao Wicklung A Ii I sowie eine niederohmige Wicklung
AhIl, über welche später nach Kurzschluß der Wicklung I der Anschaltemagnet Sb im Hausverbindungssatz
zum Ansprechen gebracht wird.
An den Schaltpunkten des Rufverteilers sind alle verfügbaren Hausverbindungssätze angeschlossen, so
dal.i bei jedem Schaltschritt der nächste freie Haussatz zur bevorzugten Anlassung bereitgestellt ist.
Angenommen, der Kufverteiler steht auf dem Schaltschritt des ersten Hausverbindungssatzes, so wird
über den in Fehlstrom liegenden Anschaltemagneten SB (lüg. 6) das Kontrollrelais Ah über seine Wicklungen I
und Il erregt. Dieses schaltet mit seinem Kontakt ahl
das der ersten Hausanlaßleitung zugeordnete hochohmige Relais //1 ein, welches infolge der vom Teilnehmer
11 wirksam gemachten r- und /-Kontakte in Reihe mit dem in Fehlstrom liegenden Auswahlmagneten
Si anspricht.
Dem Relais//1 (und entsprechend den Relais//2,
Ai und Λ 2) ist ein Relais Hill zugeordnet, welches
sich mit den entsprechenden Relais der übrigen Verbindungssätze in einer gegenseitigen Sperrschaltung
befindet und über den Kontakt Ai111 nur dann ansprechen
kann, wenn kein analoges Relais (z. B. Hz) gezogen ist. Dadurch wird verhindert, daß auf die allen
Verbindungssätzen gemeinsam zugeordneten Auswahlmagneten nicht mehrere Einstellungen zu gleicher
Zeit geleitet werden können. Nachdem das RelaisHlh
über seine Wicklungen I und II ( + , Ai111, Hihi und
II, h'ih v", —) angesprochen hat, schließt dieses mit
Kontakt Ai h> das Relais Hi durch Anlegen direkter
Erde kurz, wodurch dieses verzögert abfällt und der im selben Stromkreis liegende Auswahlmagnet Si
anspricht. Durch den weiteren Kontakt AiAv wird
gleichzeitig der Umschaltemagnet .S'Ui erregt. Damit
ist der rufende Teilnehmer 11 im Mehrfachschalter gekennzeichnet, so daß zu seiner Anschaltung nur
noch der Anschaltmagnet SB des ersten Hausverbindungssatzes
betätigt zu werden braucht. Dies erfolgt in der Weise, daß nach Abfall von Hi und Anzug von
Hill die hochohmige Wicklung I des Hausanlaßrelais
Ali durch Anlegen direkten Erdpotentials (hilt"1, Ai") kurzgeschlossen wird und der im selben
Stromkreis liegende Anschaltemagnet SB (Fig. 6) infolge Stromverstärkung anspricht. Dieses Erdpotential
bleibt allerdings nur so lange gehalten, wie das Relais//iA,
durch den Kontakt Al111 des inzwischen
abgefallenen Relais H1 kurzgeschlossen, abfallverzögert
gehalten bleibt. Damit ist nach Abfall HiA die Sperrung aufgehoben, der Anlaßimpuls beendet. Anlassungen,
die auf anderen Linien, z. B. Hz, Ai oder A 2 bereits vorbereitet waren, werden nunmehr gegenüber
einer erneuten Anlassung auf der Linie des //i-Relais bevorzugt, da sie zeitlichen Vorsprung besitzen.
Mit dem Ansprechen von Hlh wurde mit Kontakt AiA VI der Rufverteiler Rvh über seine Ansprechwicklung
I auf den nächsten Schaltschritt gestellt (z. B. zweiten Hausverbindungssatz), bevor
der Anschaltemagnet SB erregt wurde. Erreicht der Rufverteiler den letzten Schaltschritt, so wird über
einen eigenen Kontakt rvh5 die Gegenwicklung Rvhll eingeschaltet und der Verteiler in die Ruhelage
gebracht.
Fig. 5 a zeigt eine Ergänzung zu der in Fig. 5 gezeigten Anlaßschaltung. Der Zweck dieser Ergänzung
besteht darin, die aus der 50-Teilnehmer-Gruppe entstammenden Rufanlassungen nur in kurzen Kontaktketten
(z. B. fünfergruppenweise) abzufertigen. Dies wird dadurch erreicht, daß die über jeweils fünfundzwanzig
Kontaktanordnungen der Teilnehmerschaltungen verlaufenden Amts- und Hausanlaßleitungen
(A 1, Az und Hi, Hz) in insgesamt fünf
Gruppen von je fünf Kontaktanordnungen unterteilt werden. Bei Vorliegen eines Anreizes wird zunächst
über einen Gleichrichter Gl das entsprechende hochohmige Fünfergruppenrelais (I-IV) über seine Wicklung
I erregt (für die ersten fünf Teilnehmer ist kein Gruppenrelais erforderlich) und schaltet damit (z. B.
mit Kontakt i111 für Teilnehmer 21) den rufenden
Teilnehmer dieser Gruppe an das entsprechende Anlaßrelais, z. B. Hi. Da während der Stromverstärkung
zur Betätigung der Auswahlmagneten 5 auch die Gruppenrelais kurzgeschlossen werden, werden sie
während dieser Zeit über eigene Kontakte (z. B. 1 v)
und Kontakte der Kettenrelais (z.B. AiAvin) über
eine zweite Wicklung, z. B. I (II), gehalten.
Die für die Hausanlassung beschriebenen Schaltvorgänge wickeln sich bei Amtsanlassvmg in gleicher
Weise unter Verwendung der hierfür vorgesehenen analogen Schaltelemente ab. Das Amtskontrollrelais
Aa, welches über den Ruf verteiler Rva anspricht, schaltet die den beiden Amtsanlaßleitungen
zugeordneten Relais A 1 und A ζ in Verbindung mit
den dazugehörigen Kettenrelais A 1 h und Azh.
Fig. 6 zeigt einen Hausverbindungssatz mit Anschaltemagneten SB für abgehenden Verkehr (Anrufsucher)
und Anschaltemagneten LB für ankommenden Verkehr (Leitungswähler) sowie zwei zur Aufnahme
der beiden Impulsserien (Zehner- und Einerimpulsserie) dienende magnetische Impulszähler Z und E,
die nach dem gleichen Prinzip aufgebaut sind wie iao die in der Anlaßschaltung verwendeten Rufverteiler.
Die Belegung des Haussatzes erfolgt durch Anlegen von Erdpotential über die Leitung anH,
worüber der Anschaltemagnet SB anzieht (Erde aus Fig. 5, Anlaßkette Fig. 6 c, anH Fig. 6, Kontakte
vi1, 04, Anschaltemagnet SB, —). Nach Ende
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des Belegungsimpulses wird über Kontakt sb1, die
Relaiskontakte c2 und vi2, das Schleifenrelais A über
seine Wicklung III erregt. Dadurch wird mit Kontakt α ι das Belegungsrelais C über seine Wicklung I
eingeschaltet. Das Belegungsrelais C legt mit seinen Kontakten c 3 und c 5 das Speise- und Impulsrelais in
Reihe mit dem Differenzrelais X an den rufenden Teilnehmer an. Mit Kontakte2 wurde die Hilfswicklung
III des Relais A vom Ansprechstromkreis ίο abgetrennt und erhält mit Kontakt ei einen neuen
Stromkreis zur Übertragung des Wählzeichens WZ. Die Weitergabe des Wählzeichens zum rufenden
Teilnehmer erfolgt in bekannter Weise.
Es ist noch zu bemerken, daß beim Ansprechen des Anschaltemagneten SB der rufende Teilnahmer
in der Anrufsucherstufe dreiadrig (a, b, c) durchgeschaltet
wurde.
Mit Beginn der mit der Zehnerwahl eintreffenden Stromstöße wird das Relais V (I) infolge Abfallens
des A-Relais (Kontakt αϊ) erregt. Letzteres betätigt
mit Kontakt i>3 ein Relais Vi, welches hier die
Funktion der bei mechanischen Wählern verwendeten Kopfkontakte übernimmt. Es hält sich mit seiner
Wicklung Vi (I) in der ankommenden c-Ader. Die Wahlimpulse für die Zehnerwahl werden durch
den impulsweise schaltenden Kontakt «3 auf die Ansprechwicklung I des Impulszählers Z gegeben. Der
Impulszähler arbeitet, wie bereits für seine Funktion als Ruf verteiler beschrieben, in der Weise, daß mit
jedem aufgenommenen Impuls ein weiterer Federsatz geschaltet wird. Demgemäß wird die gewählte Zehnerziffer
auf der Kontaktreihe ζ festgehalten, wodurch die gewünschte Dekade gekennzeichnet ist. Nach
Beendigung der Zehnerwahl wird ein Umsteuer- und Rufrelais K erregt (—, K, vi6, f1, m1, v1, x1, Ib1,
sb2, +), so daß die nun folgende Einerimpulsserie nach Umschaltung durch Kontakt k 1 auf den Einerimpulsspeicher
E (I) gegeben wird. Hierdurch wird auf der Schaltbahn β die Kennzeichnung der gewählten
Einerziffer festgehalten. Mit der zweiten, d. h. Einerimpulsserie, wird das Relais M eingeschaltet
(—, M, k2, υ1, x1, Ib1, sb2, -J-), welches das Ansprechen
des in die Sperrschaltung (Si in Fig. 8) eingreifenden Relais S vorbereitet (Kontakt mi). Das Relais S
kann nach Beendigung der zweiten Impulsserie ansprechen (Fig. 6, +, sb2, Ib1, x1, v1, m1, Sl und SII ...
—; Fig. 8, S1...S22 (Hausweg 2), aih ... ul2,
SP, —), sofern die Sperrschaltung nicht anderweitig belegt ist. Mit Kontakt s5 wird dem nachfolgenden
Sperrelais das Ansprechpotential entzogen, die Wicklung S (I) kurzgeschlossen und somit Sperrpotential
angelegt. Mit Kontakt s1 wird Erdpotential an die von den Impulsspeichern Z und E eingestellten Schaltbahnen
ζ und e gelegt und damit die Dekadenpunkte -Di-ίο (bzw. Di-5) sowie an die Einerpunkte £1-10
gelegt. Die Dekaden- und Einerpunkte führen zu der in Fig. 5 gezeigten Anlaßschaltung. Über die
Nummernrelais Ni bis N5 (Fig. 5) wird die Position
der .Einerziffer auf dem der Dekade zugehörenden Stangenmagneten S gekennzeichnet, während die
Linienrelais L1 bzw. L 2 die Kennzeichnung für die
Stangenumschaltemagneten SUi bzw. SU2 (Kontakte
li1 und I21) liefern. Bei Wahl der Ziffer 18
wird bei dieser Anordnung der Stangenmagnet S 3 und der Stangenumschaltemagnet SU2 erregt.
Im Hausverbindungssatz (Fig. 6) fällt mit Kontakt S3 das nur noch verzögert gehaltene Relais M ab,
wodurch mit Kontakt W2 der Anschaltemagnet LB
wirksam wird, welcher den Federsatz αϊ, δι, ei in
der Leitungswählerstufe LW durchschaltet, nachdem der gerufene Teilnehmer durch die vorher betätigten
Stangen- und Umschaltemagneten wie beschrieben gekennzeichnet war.
Durch Abfall des Relais M bzw. Ansprechen des Anschaltemagneten LB wird ein Kurzschluß für
Sperrelais S (Kontakte lb$, 7M3) herbeigeführt, so daß
die durch den Hausverbindungsweg hervorgerufene Sperrung durch Abwurf des Relais S zwangläufig aufgehoben
wird. Es ist hierbei zu bemerken, daß die Aufhebung der Sperrung unabhängig davon erfolgt,
ob in der Anlaßschaltung (Fig. 5) die Einstellung der Stangen- und Umschaltemagneten S, SU in gewünschter
Weise zustande kam, oder infolge Fehlschaltung unterblieb.
Die weiteren Schaltvorgänge für den Verbindungsaufbau, wie Freiprüfen (eventuell Aufschaltung im
Besetztfall), Ruf- und Signalgabe erfolgen in konventioneller Weise und können daher in dieser Systembeschreibung
fortgelassen werden.
In Fig. 6 c ist die Anlaßkette für Hausverbindungssätze gezeigt. Der Schaltarm ruh des Rufverteilers
dient lediglich dazu, die anfallenden Hausbelegungen auf die vorhandenen Hausverbindungssätze zu verteilen,
indem er den Anfang der Anlaßkette nach jeder Belegung um einen Schritt weiterschaltet. Bei der
Auslösung eines Hausverbindungssatzes, d. h. bei der Rückschaltung der Anlaßkette durch das jeweils in
dem entsprechenden Haussatz zuletzt abfallende Relais Vi, muß der Abfall dieses Relais Vi dann verhindert
werden, wenn im selben Zeitpunkt eine neue Hausanlassung über die Anlaßkette gegeben wird.
Um in einem solchen Fall das Ansprechen von zwei Magneten (z. B. Sb und Sb', wenn Kontakt »i1
während des Anschalteimpulses über den ersten Schaltschritt des Armes rvh zurückfällt) zu verhindern,
muß das Relais Vi des auslösenden Haussatzes so lange gehalten werden, bis die zur Zeit laufende Neuanlassung
beendet ist. Es wird daher das entsprechende Relais Vi über seine Wicklung II (Fig. 6),
seinen Kontakt vi4 und Kontakte der Sperrelais Hlh
bzw. H 2 h gehalten, bis die während der Anlassung bestehende Sperrung aufgehoben ist (Abfall von Hlh
bzw. H 2 h).
Dieses Verfahren erlaubt, auf ein ;>Anprüfen*i des
rufenden Teilnehmers vom Verbindungsweg aus zu verzichten, da einerseits der Sucher die volle Information
über den rufenden Teilnehmer besitzt und andererseits durch die beschriebene Anordnung diese
Doppelanschaltung ausgeschlossen ist.
Die Amtsanlassung erfolgt bei diesem System durch Druck der Erdtaste Et und ist in bekannter Weise
dadurch gelöst, daß der Erdtastendruck in die Teilnehmerschaltung geleitet wird und gleichzeitig die
c-Ader vom Anrufsucher her (Kontakt χ 2) freigegeben wird. Dadurch kann die Teilnehmerschaltung in die
Amtsanlaßstellung übergehen und eine erneute An-
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lassung einleiten. Der Hausverbindungssatz wird in diesem Falle freigegeben.
Eine Besonderheit zur Aintsanlassung liegt in dem Fall vor, wenn das Amt durch Kennziffer erreicht
werden soll. ICs sei angenommen, daß die Amtskennzifi'er eine 12 sei und zunächst, wie bei einer Verbindungsherstellung
ülx'i" den Haussatz (Fig. 6) in diesen
eingesteuert worden sei. Sobald das Sperrelais S im Ilausverbindungssatz angesprochen hat, wird die in
den Zehner- und Einerinipulsspeichern (Z und E) aufgenommene
Kennzifferninformation über den Dekadenpunkl Pi und den Finerpunkt Ez in die Anlaßschalt
ung (Fig. 5) geleitet. Anschließend wird eine Aufspaltung dieser gekennzeichneten Leitung durch
die Relais /. 1 und Lz vorgenommen. Hierdurch wird
bei entsprechender Betätigung des Stangenumschalteinagnelen Sl-'1 (Kontakt /i1) der Unterschied der
gekennzeichneten Leitung, welche die Ziffern 12 und 17
enthält, herbeigeführt. Die Leitung der Ziffer 12 führt hier über einen Belegungsruhekontakt /; der gewünschten
Aintsübertragung sowie Ruhekontakte « 1 v
und (iz v, welche andeuten, daß zur Zeit kein anderer
Aiiitswunsch zu dem Kennziffernrelais Kz vorliegt.
Spricht nun unter den genannten Bedingungen das Relais A"; (I) an, so gibt es über seinen Kontakt /1,3
(Fig. 6) sowie einen Sperrkontakt .s-4 Erdpotential auf die «-Ader des Hausverbindungssatzes. Dadurch
spricht Relais.V an und verhindert mit Kontakt xidas
Allfallen von Relais .1/. Damit wird die Abschaltung des Relais.S'so lange zurückgestellt, bis über dieAnrufsuclierdiirchsclialtung
(c-Adcr im /LS") in der Teilnehniei'anschlußschaltung
die Umsteuerung auf Amtsanlassung erfolgt ist (Relais 7" an, A'ab). Anschließend
wird der Magnet .S7> abgeschaltet (Relais Fi(I) in
der ankommenden r-Ader wird stromlos und öffnet mit Verzögerung Kontakt ν ι r', wodurch die Anrufsuchenlui'chschaltung
wieder aufgetrennt und die Sperrung aufgehoben wird.
In der Anlaßschaltung (I1Ig. 5) wird auf der Amtslinie
des rufenden Teilnehmers der Aintswunsch erkennbar (Ansprechen von Relais Ai, Aiii bzw. Az,
A z/l usw., wie bereits beschrieben) und über den Kontakt «I11 bzw. uz" das Kennziffernrelais Α'ϊ(ΙΙ)
gefangen. Nach Beendigung der durch den Ilausverbinduiigssatz
hervorgerufenen Sperrung (Abfall von Relais S) kann der Aintswunsch nunmehr wirksam
werden und die Amtsanlaßerde über den noch betätigten Kontakt kzz auf der besonderen Amtsübertragung
über an A (bes. Aue) die Anschaltung veranlassen
(Ansprechen des Anschaltemagneten Ab über l'tinkl
<inA in Fig. 7). Nach Beendigung dieser uniniltelbaranschließenderfolgtenAmtsanlassungfälltdas
Relais A"; (durch Kontakt a 1''' bzw. a Z ") ab und kann
erst bei erneuter Kennziffernwahl wieder ansprechen.
Eine Variante eines in diesem System verwendeten Uausverbindungssatzes zeigt Flg. 6a. Diese besteht
im wesentlichen darin, daß liier eine Teilnehmeransehhißschaltung
verwendet werden kann, welche die Aintsanlassung nicht in der Teilnehmerschaltung
öu aufnimmt. Wird bei dieser Schaltung zwecks Amtsanlassung
ein Erdtastendruck in den Hausverbindungssatz gegeben, so wird mit Hilfe des Relais X
das gleiche Kennzeichen erzeugt, als wenn der betreffende Teilnehmer bereits zwei Wahlserien abgegeben
hätte (Relais M, Vi und K sprechen an). Der Unterschied besteht jedoch darin, daß in diesem
Fall weder der Zehner- noch der Einerimpulsspeicher eine Einstellung aufgenommen hat. · Das Sperrrelais
S wird also veranlaßt, in Sperrschaltung zu gehen, d. h. anzusprechen und mit Kontakt si einen
Erdimpuls über die Nullstellung der «-Bahn des Zehnerimpulsspeichers Z auf das Relais AL zu geben.
Mit Kontakt all wird in jedem der Verbindungssätze
an den ankommenden rf-Adern eine Verbindung zwischen dem Stangenmagneten S des rufenden Teilnehmers
und entsprechend der Umschaltcposition des rufenden Teilnehmers ein Umschaltcrclais UA 1 bzw.
UA ζ wirksam. Damit wird die Kennzeichnung des rufenden Teilnehmers in die Anlaßschaltung (Fig. 5)
eingedrückt (Kontakte uax und ltaz, welche auf die
Stangenumschaltemagneten SlJτ bzw. SUz wirken).
In nicht näher dargestellter Weise veranlaßt das Relais AL die Anschaltung einer freien Amtsübertragung,
wobei z. B. mittels vollkommener Sperrung auf die r-Ader des rufenden Teilnehmers der noch
parallel liegende Sucher des Hausverbindungssatzes ausgelöst wird.
Sowohl in Fig. 6 wie auch 6 a ist eine weitere Wicklung III des SperrelaisS in der ankommenden c-Ader,
die normalerweise im Fehlstrom liegt und nur bei Belegung durch den Rückfrageanschluß einer Amtsübertragung
eine Stromverstärkung aufnehmen kann. Damit soll erreicht werden, daß zur Umlegung eines
Amtsgespräches auf einen in Rückfrage angerufenen Teilnehmer die Kennzeichnung der Stangenpositionen
(Magneten S und SU in Fig. 5) des gerufenen Teilnehmers in der Anlaßschaltung vorgenommen wird.
Die zur Umlegung erforderliche Anschaltung des Federsatzes, welcher durch die Stangenmagneten gekennzeichnet
wurde, erfolgt durch den im Amts-Verbindungssatz angeordneten Anschaltemagnctcn/1 B.
Dieser schaltet bei seinem Wirksamwerden in der Amtswahlstufe die Adern az, 1)2 und cz durch, womit
der vorher in Rückfrage gerufene Teilnehmer auf dem Amtswähler angeschaltet ist.
Während des Umschaltevorganges ist sicherzustellen, daß der in Rückfrage belegte Hausverbindungsweg
so lange von der Amtsübertragung gehalten wird, bis der Vorgang der Kennzeichnung abgewickelt ist.
Dazu dient die Anordnung «-Ader, c3, F(II), F(III), y1, + (l7ig. 6), die ein Minuspotential aus der Amtsübertragung aufnimmt und in Abhängigkeit davon
den Verbindungsweg hält (Kontakt J)2).
Die Hauptaufgabe, welche darin besteht, die Stangenposition des gerufenen Teilnehmers fcstzustellen,
wird nach Fig. 6 (Hausverbindungssatz) dadurch gelöst, daß die Impulsspeicher Z und E bei
Meldung des gerufenen Teilnehmers dinch Gegenstrom über ihre Wicklung II (Kontakt y2) ausgelöst werden.
Damit wird bei nochmaligem Ansprechen des Sperrrelais S mit Kontakt s 1 über die Ruhestellung beider
Impulsspeicher Z und 7? und über die aufgeteilte «"-Ader der jeweilige Stangenmagnet S und Stangenumschaltemagnet
SU wirksam gemacht.
In Fig. 6 a ist für diesen Fall ein analoges Verfahren angewendet worden, wie dies zur Kennzeichnung des
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rufenden Teilnehmers bei Amtsanlassung benutzt wurde. Eine weitere Möglichkeit ergibt sich gemäß
Fig. 6 b, indem die Kennzeichnung auf den Impulsspeichern Z und E während des Gesprächs erhalten
bleibt und ein nochmaliges Ansprechen des Sperrrelais S zwecks Umlegung die Kennzeichnung des gerufenen
Teilnehmers nochmals in derselben Weise abgibt, wie dies ursprünglich zur Einstellung der
Leitungswählerstufe im Hausverbindungssatz geschehen war.
Letzteres Verfahren hat den Nachteil, daß es sich nicht anwenden läßt, wenn Nebenstellen in Sammelanschlüssen
liegen, denn in diesem Falle besteht kein eindeutiger Zusammenhang zwischen der Rufnummer
des in Rückfrage gerufenen Teilnehmers und dem tatsächlich in Rückfrage erreichten Teilnehmeranschluß.
Das Problem der Sammelanschlüsse wird gemäß Fig. 5 dadurch gelöst, daß eine Aufspaltung der ankommenden
Markierlinien in gleicher Weise vorgenommen wird, wie z. B. bei Ausscheidung einer bestimmten
Kennziffer bei Kennziffernanlassung für Amtsverbindungen. Es wird beispielsweise angenommen,
daß die Rufnummer 16 ein Sammelanschluß ist. Mit Ansteuern dieser Nummer auf der ankommenden
Markierlinie wird Erdpotential über einen Kontakt ti6 dieses Teilnehmeranschlusses geleitet und, sofern
dieser frei ist, zum Stangenmagneten Si gegeben. Wenn der Teilnehmer 16 belegt ist, so ist auch sein
Trennrelais gezogen und gibt mit Kontakt ii6 Markierpotential
in betrachtetem Beispiel auf den Stangenmagneten S 3, d. h. also auf den Teilnehmeranschluß 18.
Hierbei ist natürlich vorausgesetzt, daß dieser Teilnehmer 18 frei ist. Die Weitergabe dieses Markierpotentials
mit Hilfe von Kontakten der Teilnehmertrennrelais kann praktisch unbegrenzt erfolgen. Im
gezeigten Beispiel ist die Anwendung wegen des betätigten Relais L 2 nur auf die Teilnehmer mit gleichen
Stangenumschaltemagneten SU beschränkt, jedoch eine Umgehung dieser Einschränkung durch ein durch
die Belegungskette gesteuertes Umschalterelais leicht möglich.
Die prinzipiellen Schaltvorgänge für die Verbindungsherstellung über einen Amtssatz zeigt Fig. 7.
Durch Anlegen von Erdpotential am Punkt anA wird analog der Belegung eines Hausverbindungssatzes der
Amtsdurchschaltemagnet AB erregt. Hierbei wird in der Amtsverbindungsstufe AW die Durchschaltung
der Adern «2, δ 2 und c2 vorgenommen. Während
des Belegungsimpulses ist das Folgerelais Vi noch nicht angezogen. In diesem Zeitabschnitt werden über
die Relais BFZ und BNZ (Fig. 5) Schaltkriterien über
die eventuelle Fernzonen- oder Nahzonenberechtigurig des entsprechenden Teilnehmers aufgenommen. Die
Berechtigungskennzeichen sind der Anlassung (Fig. 5) mit Hilfe von Kontakten der Stangenmagneten 5 und
Stangenumschaltemagneten SU entnommen und können daher nur während einer Schaltereinstellung geliefert
werden. Diese aus Kontakten der Stangenmagneten benutzte Auswahleinrichtung wird benutzt,
sobald irgendeine Art von Anlassung (auch Umlegung oder Amtszuteilung) erfolgen soll. In diesem Fall
werden individuell auf den jeweiligen Teilnehmer rangierbare Berechtigungsrelais (BHA = Halbamtsberechtigung,
BVH = Vollamtsberechtigung, BNZ = Nahzonenberechtigung, BFZ = Fernzonenberechtigung
usw.) geschaltet. Ist also beispielsweise ein Teilnehmer vollamtsberechtigt oder sogar fernzonenberechtigt,
so kann er einen Erdimpuls zur Betätigung des Anschaltemagneten AB geben. Gleichzeitig wird
im Falle der Nahzonenberechtigung, z. B. über einen Widerstand Wi 1, ein hochohmiges Nahzonenrelais NZ
gebracht (Zeichen geschaltet, Fig. 7, +, bnz2, Wii,
vi1, ab1, Relais NZ, Relais FZ, —) oder bei Fernzonenberechtigung
durch Anlegen direkten Erdpotentials ein zusätzliches, sonst im Fehlstrom liegendes Relais FZ (Fig. 7, +, bfz2, vi1, ab1, Relais
NZ, FZ, —). Es ist möglich, die Ausscheidungseinrichtung (Relais BNZ, BFZ usw.) zu zentralisieren,
da sie nur auf im BelegungsVorgang befindliche Übertragungen
(Anschaltemagnet AB betätigt, Folgerelais Vx noch nicht angesprochen) wirken kann oder
Kriterien auf besondere Anforderung hin (während der Umlegung um1 betätigt oder bei Zuleitung Kontakt
ei betätigt) an die Übertragung abgibt (bhax,
bvai, buzi oder bfzi als Amtsberechtigung).
Durch dieses Verfahren ist es möglich, eine praktisch beliebige Zahl von Kennzeichnungen über die
Art einer anzuschaltenden Leitung zu gewinnen und diese entsprechend auszuwerten.
Will ein Teilnehmer, der einen Amtsverbindungssatz belegt hat, in Rückfrage gehen und hängt in
diesem Schaltzustand ein, so ist das Weichenrelais U in Abhängigkeit von X gezogen, und nach Einhängen
des Teilnehmers fällt das Schleifenkontrollrelais A und damit A1 ab. Hierdurch wird eine Auslösung
des Hausverbindungssatzes (z. B. durch Minuspotential über Kontakt ατ1 auf der α-Ader) verhindert und
Erdpotential mit Kontakt «i2 an das Sperrelais UM
gelegt. Diesas spricht an, sofern die Sperrschaltung frei ist. Das Relais UM veranlaßt mit Kontakt um6
eine Stromverstärkung auf der c-Ader (Ansprechen des Relais S) des Hausverbindungssatzes (Fig. 6) und damit,
wie bereits beschrieben, eine Kennzeichnung des in Rückfrage gerufenen Teilnehmers. Der Anschaltemagnet
AB im Amtsverbindungssatz wird durch einen Kontakt um1 abgeworfen und nur dann wieder erregt,
wenn während der Umlegung (Kontakt ul1 geschlossen)
die Berechtigung des gekennzeichneten Teilnehmers nachgewiesen wird (einer der Kontakte bha1, bva1,
bnz1, bfz1 geschlossen). Das Relais UL kennzeichnet
den aus der Sperrschaltung stammenden Anreiz für die Umlegung. Auf diese Weise ist es möglich, daß
der in der Leitungswahlstufe des Hausverbindungssatzes gekennzeichnete Teilnehmer durch die Amtswahlstufe
übernommen werden kann. Ist der in Rückfrage gerufene Teilnehmer nicht mindestens halbamtsberechtigt
gewesen oder aus irgendeinem anderen Grunde das erneute Anwerfen des Durchschaltemagneten
im Amtsverbindungssatz verhindert worden, so wird durch ein Folgerelais zum Relais UM (im
Beispiel UMi) die Sperrschaltung zwangsweise ausgelöst
(Kontakt umi1) und Wiederanruf gegeben.
Die Zuteilung eines Gespräches durch eine Beamtin erfolgt durch Markierung an den Punkten £1-10 und
D1-5 in der Anlaßschaltung der Fig. 5. Die Markierung
geschieht in der Weise, daß die Beamtin (Fig. 7) z. B.
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Claims (9)
- M 19487 VIIIal21 α3selbst sperrende Zahlengehertasten betätigt und z. B. nach ICiidc der Einspeicherung ein Zahlengeberrelais anwirft, welches ein Zuteilungsrelais ZU an die Sperrsehaltung anlegt. Mit Ansprechen von Relais ZU wird die durch die Beamtin eingetastete Information an die Anlaßschaltnng abgesetzt, und die Markierung des gewünschten Teilnehmers erfolgt hier in bereits beschriebener Weise. Ist der gewünschte Teilnehmer mindestens halbaintsberechtigt, so erhält der in Abfrageschalt ling liegende Durchschaltemagnet A B einen Jm])IiIs zwecks Anschaltung (-)-, bliai oder bvai oder bfzi, ill1, zu1, c1, uw\ Anschaltemagnet A B, —). Läuft der Zahlengeber ab, ohne daß ein Berechtigungszeiclien eintrat (Kontakte bJia2, liva-, bnz'-, bfz'1 nicht geschaltet), so wird ein Fehlbedienungsrelais Fb erregt, welches der Beamtin die Irrung kennzeichnet. Die übrigen Vorgänge auf den Amtsübertragungen (Wartestellung, Nahprüfen, Kuf, Signalisierung usw.) können in dem beschriebenen System in konventio-ao neller Wei
schrieben.i'rfolgen und werden deshalb nicht be-i: NTANSPHi.1. Schaltungsanordnung für I7CnUnCkIe-, insbesondere Fc'rnsprech nebenstellenanlage]! unter Verwendung von Mehrfachschaltern mit gemeinsamen Killstelleinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dal.! die Betätigung der gemeinsamen !einstelleinrichtung (Finstellmagneten .Si. . .525; Fig. 5) über sich gegenseitig abschaltende Kettenanordnungen von den Leitungen zugehörigen Kontakten (r- bzw. /-Kontakten; lüg. 5) einer Teilnehinergruppe in der Weise erfolgt, daß, bedingt durch die genannten Kettenschaltungen, nur jeweils ein Anreiz auf die gemeinsame Einstelleinrichtung (einen der Einstellmagneten .Si. . ..S 25 ; l'"ig. 5) gegeben wird. - 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungen in Untergruppen (■/.. B. Leitungen jll-15, 21-25 bis 51-55-erste Untergruppe; Leitungen 16-10, 26-20 bis 56-50 zweite Untergruppe; Fig. 2, Fig. 5) unterteilt und deren Leitungskontakte in gesonderten Ketlenschaltungen angeordnet sind.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kettenschaltungen parallel zu den gleichen Einstellmagneten (,S1....S25 in Fig. 5) angeordnet sind und beide Ketten gesonderte Schaltmittel (Relais Hi, II2 in I1Ig. 5) besitzen, die unter gegenseitiger Abschaltung die jeweilige Kennzeichnung der Untergruppe aufnehmen und damit das entsprechende Zusatzkriterium schalten (Umschaltcmagnet SUi durch Kontakt hih oder SU2 durch hzh in Fig. 5).
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellmagneten (Si...S25; Fig. 5) bis zum Wirksamwerden der Anlassung über hochohmigc Relais (Hi-, H 2-Relais bzw. A 1-, Λ 2-Relais; Fig. 5) gehalten werden.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 mit Amtsanlassung aus der Teilnehmerschaltung, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettenschaltung jeder Untergruppe jeweils zwei Schaltmittcl (Hi, Hz bzw. Ai, A 2 in Fig. 5) zur Aufnahme zweier unterschiedlicher Anlaßkennzeichen (Haus- bzw. Amtsanlassung) besitzt.
- 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bzw. 3, dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Leitungskontaktketten in Untergruppen unterteilt sind (Fig. 5a), aus denen ein Zwischenkriterium(z. B. Gruppenrelais I gezogen) aufgenommen wird, be\'or die Anschaltung an die Anlaßrelais (Hi-, //2-Relais bzw. Ai-, A 2-Relais) vorgenommen wird.
- 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppcnrelais nur die Anschaltung jeweils einer Untergruppe an die Anlaßschaltung erlauben (z. B. Kontaktkette 1!-41V in Fig. 5 a).
- 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 zur Bildung von Sammelanschlüssen, dadurch gekennzeichnet, daß das der Sammclanschlußgruppc entsprechende Einstellkcnnzeichen auf eine Kontaktkette von Teilnehmerrelais dieser Sammclanschlußgruppe gegeben wird und darüber ein einen freien Teilnehmer dieser Giuppc kennzeichnender Einstellmagnet erregt wird.
- 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Einstellpotential zur Kennzeichnung eines Sammelanschlusses entsprechend der Gruppenlage der Einerziffer (L i-Relais bzw. /.2-Relais in Fig. 5 betätigt) durch Kontakte der Gruppenrelais (Kontakte lia bzw. Ü23 in Fig. 5) aufgespalten wird, um beim Anwählen einer Sammelanschlußgruppe (z. B. Ziffer 16 in Fig. 5) die vom Teilnehmerrelais des ersten Sammelanschlußteilnehmers (Teilnehmer 16 in Fig. 5) ausgehenden Kontaktketten (/16, tiy..., Fig. 5) zu erreichen und den Einstellmagneten der ersten in der Kette liegenden freien Sammelanschlußlcitung einzustellen.Hierzu 5 Blatt ZeichnungenO 509 556/58 9.55
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