DE962985C - Schaltungsanordnung fuer Vermittlungsanlagen, insbesondere Gross-Nebenstellenanlagen mit Markierbetrieb - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Vermittlungsanlagen, insbesondere Gross-Nebenstellenanlagen mit MarkierbetriebInfo
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Description
AUSGEGEBEN AM 2. MAI 1957
St 8955 VIII
a
12i a*
ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Vermittlungsanlagen, insbesondere
Gr0ßnebenstellenanlagen mit Markierbetrieb, bei welchen als Verbindungsorgane Schalter nach dem
Koordinatenprinzip verwendet werden.
Die Verwendung von Schaltern an Stelle der bekannten Laufwähler gibt die Möglichkeit einer
günstigeren Gruppierung für den Aufbau der Wahlstufen. Der Aufwand an Wählern wird im
wesentlichen durch den Anteil der individuellen Antr.iebswerke bestimmt, wogegen die Kosten der
Schalter an der Hauptsache in dem Aufwand an Vielfachkontakten beruhen. Der Grund hierfür
liegt darin, daß die Schalter als Mehrfachschalter
mit gemeinsamen Einstellorganen ausgebildet sind. Hinzu kommt noch, daß man Schalter in ein Vermittlungssystem
viel freizügiger einsetzen kann, da ihre Einstellung nicht an die bekannten Einstellarten
von Laufwählern gebunden ist. Dies gestattet, den Schalter vorteilhaft als Doppelbetriebswähler
(beispielsweise als Anrufsucher und Leitungswähler) einzusetzen und diesen Doppelbetrieb
auch in den nachfolgenden Wahlstufen einzuführen.
Geht man von der Tatsache aus, daß eine Gruppe von einhundert Teilnehmern in abgehender Richtung
durch zehn Anrufsucher und in ankommender Richtung von zehn Leitungswählern bedient wird,
so bringt die Verwendung von zwanzig Doppelbetriebswählern infolge Zusammenfassung des abgehenden
und ankommenden Verkehrs eine Leistungssteigerung. Diese Leistungssteigerung kann
z. B. dadurch wiederaufgehoben werden, daß man ίο die Hunderterbündel in zwei Fünfzigerbündel auftrennt,
die infolge der Verwendung von Doppelbetriebswählern nicht nach Verkehrsrichtungeii
unterschieden werden.
Es ist somit klar, daß die Zahl der benötigten Doppelbetriebswähler für zwei Fünfzigergruppen
insgesamt nicht größer ist als die Zahl der Wähler, die bei getrennten Verkehrseinrichtungen für eine
gemeinsame Hundertergruppe aufgewendet werden müßte. Die Ersparnis an Schaltelementen wird
jedoch dadurch erreicht, daß die Doppelbetriebswähler für die Fünfzigergruppen nur die halbe
Wählerkapazität besitzen wie die entsprechen den Wähler für Hundertergruppen. Es läßt sich also
durch dien Übergang zu Doppelbetriebswählern die Hälfte der sonst benötigten Kontaktkapazität einsparen,
was besonders für den Einsatz von Schaltern von Bedeutung ist.
Die Verwendung von Doppelbetriebswählern in Form von Lauf Wählern ist in einigen Ausführungs-Varianten
bereits bekannt. So bestehen z. B. Vermittlungssysteme, bei welchen ein bestimmter Prozentsatz
von Teilnehmerverbindungsorganen als Doppelbetriebswähler ausgebildet ist, über welche
der abgehende und ankommende Verkehr abgewickelt wird. Diese Doppelbetriebswähler werden
vorzugsweise zur Bewältigung des Spitzenverkehrs eingesetzt. Weiterhin ist es bekannt, in Nebenstellenanlagen
bestimmte Wäihler sowohl für den abgehenden Hausverkehr als auch für Amtsverbindüngen
zu benutzen,
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, durch den Einsatz von Schaltern als Verbindungsorgane für doppelt gerichteten Verkehr diese möglichst
vielen Verkehrsarten zugänglich zu machen und damit gut auszunützen. Es wird daher erfindungsgemäß
die Gruppierung der einzelnen Schaltstufen in Großnebenstellenankgen derart vorgenommen,
daß den Teilnehmergruppen sowohl erste Anrufsucher zur Abwicklung der Grundlast des
abgehenden Hausverkehrs als audh Endwähler zur Abwicklung der Spitzenlast des abgehenden Hausverkehrs,
der Gesamtlast des ankommenden Hausverkehrs sowie des Amtsverkehrs in beiden Richtungen
zugeordnet sind.
Die Einzelheiten der Erfindung werden unter Zuhilfenahme der Figuren näher erläutert. Hierbei
zeigt
Fig. ι einen Gruppierungsplan für eine Nebenstellenanlage
mit einem Ausbau von zweihundert Teilnehmern,
Fig. 2 einen Gruppierungsplan gemäß Fig. 1,
jedoch mit den Änderungen für die Erweiterung auf eine Anlage mit zweitausend Teilnehmern,
Fig. 3 ein Prinzipschema für eine Nebenstellenanlage mit zweihundert Teilnehmern sowie den
Änderungen für Erweiterung auf ein System mit eintausend Teilnehmern,
Fig. 4 ein Prinzipschema für eine Nebenstellenanlage mit vierhundert Teilnehmern nach dem
Tausendersystem, η0
Fig. 5 einen Gruppierungsplan für eine Nebenstellenanlage nach dem Tausendersystem mit doppelt
gerichtetem Verkehr über eine Amtsübertragung,
Fig. 6 ein Schaltschema für die Stromläufe zwisehen Innenübertragungen, Hausmarkierern sowie
Gruppenmarkierern (Interne Verbindungen und Querverbindungen) in einem Tausendersystem,
Fig. 7 ein Schaltschema für die Stromläufe zwischen Innenübertragungen, Hausmarkierern und
Gruppenmarkierern in einem Zehntausendersystem, Fig. 8 ein Belegungsplan für die in den einzelnen
Wahlstufen verwendeten Wählschalter,
Fig. 9 ein Schaltschema für die Stromläufe zwischen Innenübertragung und in nachfolgenden
Wahlstufen zum gerufenen Teilnehmer sowie die dazugehörenden Markierer.
In Fig. ι ist ein Gruppierungsplan für eine Nebenstellenanlage mit zweihundert Teilnehmern
gezeigt, die sich in vier Untergruppen A, B, C1 D
zu je fünfzig Teilnehmern aufteilt. Der interne Verkehr wickelt sich über die Innenübertragungen
IUe, die den Teilnehmern abgehend über erste Anrufsucher
/. AS erreichbar sind, ab. In dem betrachteten Beispiel sind jeder der vier Teilnehmergruppen
drei erste Anrufsucher für den internen. Verkehr zugeordnet. Die Anzahl der ersten Anrufsucher
ist so ausgelegt, daß darüber die Grundlast des abgehenden Verkehrs der Fünzigergruppen
abgewickelt werden kann. Für den Fall, daß alle ersten Anrufsucher in einer Fünfzigergruppe belegt
sind, wird ein freier Endwähler EW dieser Fünfzigergruppe und über diesen ein ,zweiter
Anrufsucher II. AS belegt, der ebenfalls Zugang zu einer Innenübertragung hat. Sämtliche Endwähler
sind als Doppelbetriebswähler ausgebildet und dienen zur Aufnahme des abgehenden Spitzenverkehrs
der einzelnen Fünfzigergruppen und außerdem zur Aufnahme des ankommenden internen
Verkehrs und, wie später gezeigt wird, eben- »o falls zur Abwicklung des ankommenden und abgehenden
Amtsverketirs. Jede Innenübertragung
IUe enthält neben den Einrichtungen zur Speisung des rufenden Teilnehmers und Impulsübertragung
■einen Speicher Sp, welcher zur Aufnahme der jeweiligen Wahlinformationen dient.
Da die Endwähler EW als Doppelbetriebswähler eine verhältnismäßig hohe Verkehrslast zu tragen
haben, sind für jede Gruppe von fünfzig Teilnehmern vierzehn solche Endwähler vorgesehen. Für
die zweiten Anrufsucherstufen sind innerhalb einer Gruppe von zweihundert Teilnehmern zehn solcher
Anrufsucher vorhanden. Da aus jeder Gruppe von fünfzig Teilnehmern drei Leitungen von den ersten
Anrufsuchern ausgehen, so müssen für die Zweihundertergruppe viermal drei gleich zwölf Innen-
Übertragungen IUe angenommen werden. Dazu kommen noch die von den zweiten Anrufsuchern
abgehenden Leitungen, welche ebenfalls zu Innenübertragungen führen, so daß innerhalb einer
Gruppe von zweihundert Teilnehmern zweiundzwanzig Innenübertragungen vorhanden sein
müssen.
Jeder der Innenübertragungen ist in abgehender Richtung ein Fünfzigergruppenwähler FGW zugeordnet,
welcher die Aufgabe hat, unter den vier vorhandenen Fünfzigergruppen die jeweils gewünschte
auszuwählen, um einen freien Endwähler EW dieser Fünfzigergruppe zu erreichen. Entsprechend
dem Vorhandensein von zweiundzwanzig Innenübertragungen müssen audh zweiundzwanzig
Fünfzigergruppenwähler vorhanden sein. Über die Endwähler wird in ankommender Richtung
die Durchschaltung zum gerufenen Teilnehmer vorgenommen.
Für den ankommenden und abgehenden Amtsverkehr ist eine entsprechende Anzahl von Amtsübertragungen AUe vorhanden, welche über Amtsfünfzigergruppenwähler
AFGW den Verkehr zu den Teilnehmerstufen abwickeln. Zwischen den
zweiten Anrufsuchern bzw. Fünfzigergruppenwählern FGW sowie in Amtsfünfzigergruppenwählern
AFGW einerseits und den Endwählern EW der einzelnen Gruppen von fünfzig Teilnehmern andererseits
besteht ein vollkommenes Bündel. Gemaß dem Vorhandensein von viermal vierzehn
Endwählern müssen die zweiten Anrufsucher Fünfzigergruppenwähler und Amtsfünfzigergruppenwähler
jeweils sechsundfünfzig Ausgänge haben; dadurch besteht die Möglichkeit, daß jede der
zuletzt genannten Wahlstufen jeden Endwähler erreichen kann. Dies ist für die Einfachheit des beschriebenen
Systems und die Schnelligkeit der Markiervorgänge wesentlich.
Ein weiterer wesentlicher Gesichtspunkt für die Auslegung der Gruppierung liegt darin, daß die
Innenübertragungen mit ihren Speichern als aufwendige Bauteile angesehen werden müssen, die
man möglichst nicht im Zuge von Amtsverbindungen verwenden sollte, da für diesen Zweck ohnehin
besondere Übertragungen, nämlich die Amtsübertragung AUe, benutzt werden.
Bei bekannten Schrittsdhaltsystemen wird im allgemeinen eine Amtsübertragung, abgehend über
einen ersten Gruppenwähler, erreicht, während im ankommenden Amtsverkehr ein erster Gruppenwähler
und ein Leitungswähler in der Verbindung liegen. Hierbei werden hochwertige Relaissätze im
Zuge von Amtsverbindungen mitverwendet, was in dem hier betrachteten Beispiel, bei welchen; an
Stelle von Wählern relaisartig wirkende Schalter verwendet werden, praktisch vollständig vermieden
ist.
In dem Beispiel gemäß der Erfindung wird der abgehende und ankommende Amtsverkehr über die
Amtsübertragungen AUe ausschließlich über die Amtsfünfzigergruppenwähler AFGW abgewickelt,
die dementsprechend als Doppelbetriebswähler ausgebildet sind. Will ein Teilnehmer eine automatisch
abgehende Amtsverbindung herstellen, so kann er gemäß der gezeigten Gruppierung nach Fig. 1
durch Abheben seines Handapparates und Wahl einer Kennzahl in die zugeordnete Innenübertragung
oder durch Betätigung seiner Erdtaste die Innenübertragung zum Abwurf veranlassen. Durch
diese Maßnahme wird die Teilnehmerschaltung des rufenden Teilnehmers auf eine Amtsanlassung umgesteuert.
Im vorliegenden System wird, also in der Teilnehmerschaltung des rufenden Teilnehmers
nach Erzeugung des Amtsanlaßkriteriums durch den rufenden Teilnehmer eine neue Anlassung bewirkt,
welche die zusätzliche Kennzeichnung enthält, ' daß eine Amtsverbindung gewünscht wird.
Das bedeutet, daß die ersten Anrufsucher für diese Verkehrsart ausscheiden und der abgehende Amtsverkehr
über einen freien Endwähler und über einen freien Amtsfünfzigergruppenwähler auf eine
Amtsübertragung geleitet wird. Dieser Einstellvorgang entspricht daher völlig dem einer Hausanlassung,
sofern die ersten Anrufsucher belegt sind, nur mit dem Unterschied, daß an Stelle eines 8g
zweiten Anrufsuchers ein Amtsfünfzigergruppenwähler eingestellt wird. Mit Erreichen einer Amtsübertragung
ist also die Teilnehmerleitung unmittelbar auf eine Amtsübertragung geschaltet und
bezieht von dort ihre Speisung.
Der ankommende Amtsverkehr wird bekanntlich durch eine Vermittlung abgefragt, wobei letztere
die Verbindung zum gerufenen Teilnehmer herstellt. Gruppierungsmäßig gesehen ist die Einstellaufgabe
für ein ankommendes Amtsgespräch genau die gleiche wie die Einstellung eines ankommenden
Hausgespräches. Zur Abwicklung des ankommenden und abgehenden Amtsverkehrs muß auch der
Amtsfünfzigergruppenwähler als Doppelbetriebswähler ausgebildet sein.
Die Amtsleitung selbst besitzt außerdem zwei Rückfrageanschlüsse RS 1, RS 2, über die nach bekannter
Art Rückfrage gehalten werden kann und Gespräche umgelegt werden können. Da die Rückfrageanschlüsse
im allgemeinen verkehrsmäßig nicht stark belastet sind, können im vorliegenden
Fall die noch weniger verkehrstragenden Rückfrageanschlüsse über einen Rückfragesucher RS
zusammengefaßt werden. Die zweiten Rückfrageanschlüsse können erst dann benutzt werden, wenn no
nach erfolgter erstmaliger Umlegung eine weitere Rückfrage bzw. Umlegung gewünscht wird. Auf
diese Weise läßt sich erreichen, daß einer Amtsübertragung nicht zwei vollständige Teilnehmerschaltungen
und Teilnehmerleitungen zugeordnet werden müssen. Es werden daher nur die ersten
Rückfrageleitungen als Teilnehmerleitungen geschaltet.
Es ist notwendig, für große Nebenstellenanlagen eine stetige Möglichkeit zur nachträglichen Erweiterung
vorzusehen. Da die bisher in Fig. 1 beschriebene Zweihundertergruppe in der dargestellten
Form eine natürliche Grenze für das Fassungsvermögen von Leitungen besitzt, wird in Fig. 2
auf die Konsequenzen einer Vergrößerung des Systems eingegangen.
In Fig. 2 ist in etwas vereinfachter Darstellung die Zweihundertergruppe gemäß Fig. ι dargestellt
und zusätzlich angegeben, welche Leitungen beim Übergang auf ein Tausendersystem aufzutrennen
sind und an welchen Stellen zusätzliche Einfügungen gemacht werden müssen.
Das Prinzip der Vergrößerung besteht darin, daß man die Verbindung zwischen der Innenübertragung
IUe und Fünfzigergruppenwähler FGW ίο löst und über einen Zweihundertergruppenwähler
ZGW führt. Damit besteht die Möglichkeit, über die Ausgänge des Gruppenwählers ZGPF die gewünschte
Zweihundertergruppe anzusteuern und in dieser einen freien Gruppenwähler FGW zu suchen,
über den die Verbindung zum Endwähler EW und über diesen zum gerufenen Teilnehmer führt. Der
Gruppenwähler ZGW muß somit beim Übergang auf ein Tausendersystem fünf Richtungen (Dekaden)
besitzen, über welche die fünf Zweihundertergruppen eines Tausendersystems angesteuert werden
können. Zum Unterschied' zur vorher beschriebenen Stoß stelle der zweiten Anrufsucher bzw.
Gruppenwähler FGW auf die Endwähler EW kann
zwischen den Gruppenwählern ZGW und FGW kein vollkommenes Bündel auf wirtschaftliche
Weise gebildet werden. Es empfiehlt sich daher, im System eine Misch- bzw. Staffelschaltung nach bekannten
Verfahren mit Rangiermöglichkeit über einen Zwischenverteiler Vz vorzusehen.
Um den Amtsverkehr abzuwickeln, ist ein weiterer Eingriff notwendig. Die bisherigen Gruppenwähler
AFGW erlauben sowohl in abgehender wie ankommender Richtung keinen ausreichenden Zugang
von und zur Amtsübertragung, so daß die Leitungen zwischen den Amtsübertragungen und
Gruppenwählern AFGW aufgetrennt werden und im Tausendersystem die bisherigen Gruppenwähler
AFGW zu den bereits vorhandenen Wählern FGW hinzugefügt werden müssen und mit diesen gemeinsam
rangiert werden. In den Zug der Amtsverbindungen wird daher ein dem Zweihundertergruppenwähler
entsprechender Amtszweihundertergruppenwähler AZGW eingefügt, welcher den abgehenden
wie ankommenden Amtsverkehr übernimmt.
Wird also eine automatische abgehende Amtsverbindung verlangt, so erfolgt, wie vorher beschrieben,
eine Kennzeichnung in der Teilnehmerschaltung des rufenden Teilnehmers, welche von
dort aus die Einstellung eines Wählers EW, eines Gruppenwählers FGW und eines Gruppenwählers
AZGW veranlaßt. Dadurch ist der rufende Teilnehmer wiederum direkt an eine Amtsübertragung
angeschaltet, von welcher er seine Speisung erhält. Bei ankommenden Amtsgesprächen baut eine Vermittlungsbeamtin
den bleichen Verbindungsweg in umgekehrter Richtung auf.
Aus dem Vorstehenden ist bereits ersichtlich, daß die Art der Zusammenschaltung von Wählern
bzw. Schaltern, die Reihenfolge ihrer Betätigung und die Anreizkennzeichnung von wesentlicher Bedeutung
für die Gruppierung und die Möglichkeiten zur Schaltung von Verbindungen ist. Es ist
deswegen in Fig. 3 näher auf diesen Zusammenhang eingegangen und eine Zweihundertergruppe
in abgeänderter Darstellung mit ihren Markierbeziehungen gezeigt.
In Fig. 3 sind die als Verbindungsorgane verwendeten Koordinatenschalter so gezeigt, daß die
horizontalen Leitungen den vielfachgeschalteten Ausgängen von Wählern entsprechen, wogegen die
vertikalen Leitungen den Schaltarmen von Wählern entsprechen.
Die Beziehungen zwischen den Markierern, welche zur Einstellung der Verbindungsorgane
dienen, sind im wesentlichen auf Anreizvorgänge aus der rufenden Teilnehmerschaltung angewiesen.
Es ist datier jeder Gruppe von fünfzig Teilnehmern ein Markierer M 50 zugeordnet, welcher
zur Aufnahme von Anlaßkennzeichen aus der Teilnehmersohaltung sowie zur Einstellung der betreffenden
-Koordinatenschalter bei abgehendem und ankommendem Verkehr dient. Die einzelnen
Markierer M 50 haben zu einem koordinierenden Markierer M 200 Zugang, wobei j eweils ein Markierer
Jkf 200 einer Gruppe von zweihundert Teilnehmern
zugehörig ist. Damit ist innerhalb einer Gruppe von zweihundert Teilnehmern dafür gesorgt,
daß sich in einer Zeiteinheit jeweils nur ein Einstellvorgang abwickeln kann. Es ergeben sich
Schwierigkeiten, wenn man wesentlich größere Gruppen z. B. bis zu eintausend Teilnehmern
durch einen einzigen Markierer koordiniert. Hierbei kann der Verkehr so hoch werden, daß es
nicht mehr möglich ist, die Einstellvorgänge hintereinanderzureihen.
Gemäß Fig. 3 wird beim Abheben des Handapparates durch einen rufenden Teilnehmer ein
Anlaßkriterium erzeugt, welches diesen Teilnehmer selbst sowie den Wunsch zur Erlangung einer
Hausverbindung kennzeichnet. Außerdem wird das Wirksamwerden dieses Kriteriums auf die
Einstelleinrichtung des diesem Teilnehmer zugehörigen Koordinatenschalters davon abhängig gemacht,
daß sich zur Zeit kein anderer Einstell-Vorgang innerhalb der Zweihundertergruppe abspielt.
Im Falle einer Hausanlassung wird ein entsprechender Impuls über den Markierer M 200
auf den ersten Anrufsucher einer freien Innen- no übertragung IUe gegeben, wodurch die Anschaltung
des rufenden Teilnehmers an eine Innenübertragung bewirkt wird. Desgleichen wird bei Vorliegen
eines Amtsanlaßkriteriums ein entsprechender Anlaßimpuls auf die nächste freie Amtsübertragung und den hierzu gehörigen
Gruppenwähler AFGW wirksam. Anschließend wird gezeigt, wie im Fall einer Amtsanlassung
und ebenfalls für den weitgehend analogen Fall der Hausanlassung über den zweiten Anrufsucher
//. AS das Anlaßkriterium den notwendig werdenden Freiwahlvorgang zwischen dem Wähler EW
und dem Gruppenwähler AFGW bzw. zweiten Anrufsucher I.AS durchgeführt. Die Einzelheiten
für di-ese Schaltvorgänge werden später beschrieben und im Augenblick als gelöst unterstellt.
Es sei angenommen, daß ein rufender Teilnehmer eine Innenübertragung IUe belegt und in diese
eine aus mehreren Ziffern bestehende Wahl eingesteuert hat. Nach Beendigung dieser Wahl wird von
der InnenübertragungIUe zum Markierer M200 ein
Signal übertragen, durch das festgestellt wurde, ob die Innenübertragung die ihr mitgegebene Einstellinformation
absetzen und zur Einstellung des Gruppenwählers FGW und Wählers EW auf den
gerufenen Teilnehmer auswerten kann, Dieses Abfrageverfahren wird ebenfalls später näher erläutert.
In derselben Weise, wie die Innenübertragung eine Einstellung vornimmt, wird die Einstellung
durch den Zahlengeber ZG der Vermittlung an den Markierer M 200 weitergeleitet,
welcher die Kriterien an den Wähler EW und an den Gruppenwähler AFGW weitergibt.
Wesentlicher Inhalt der Darstellung von Fig. 3 ist es, die Auftrennung von Wähler- bzw. Schalterbezjehungen
und Markierleitungen anzudeuten, die beim Übergang von einem Zweihunderter- auf ein
Tausendersystem notwendig werden. Dabei sind, wie vorher bereits beschrieben, die direkten Verbindungen
zwischen Innenübertragung IUe und Gruppenwähler FGW sowie die direkten Verbindungen
zwischen Amtsübertragung AUe und Gruppenwähler AFGW aufzutrennen. Wie bereits
angedeutet, ist die Koordinierung der gesamten Tausendergruppe durch einen einzigen Markierer
nicht mehr möglich, so daß auch die direkten Verbindungen zwischen Innenübertragung TUe und
Markierer 3/200 aufgelöst werden müssen. Da ferner die Anlassung der Amtsübertragungen über
eine weitere Schaltstufe AZGW erfolgen soll, ist auch die Anlaßleitung zwischen Markierer
J/200 und AUe aufzutrennen. Wie aus der Fig. 3 hervorgeht, bleibt im Tausendersystem die Innenübertragung
IUe nur noch mit ihrem Eingang und den zugehörigen Anlaßleitungen Bestandteil
einer Zweihundertergruppe, während die Ausgänge einschließlich der Leitungen für die Einstellinfor-mation
zum gerufenen Teilnehmer anders geführt werden. Die Amtsübertragungen und Zahlengeber
gehören in einem Tausendersystem ebenfalls nicht
4S mehr einer bestimmten Zweihundertergruppe 'an.
In Fig. 4 ist der prinzipielle Systemaufbau für ein Tausendersystem mit einem Ausbau für vierhundert
Teilnehmer und Querverbindungen dargestellt. Die innerhalb jeweils einer Gruppe von
zweihundert Teilnehmern vorhandenen Systemeinheiten sind die gleichen, wie in . Fig. 3 beschrieben.
Der wesentliche Unterschied besteht darin, daß bei einem Tausendersystem zur Auswahl
der einzelnen Zweihundertergruppen bzw. Querverbindungen eine neue Wahlstufe hinzukommt,
und zwar der sogenannte Zweihundertergruppenwähler ZGW für Hausverbindungen und
ein Amtszweihundertergruppenwähler AZGW. Jedem Gruppenwähler ZGPF ist ein sogenannter
Hausmarkierer HM 1, 2 zugeteilt, welcher dessen Einstellung veranlaßt. In analoger Weise besitzt
der Gruppenwähler AZGW einen Amtsmarkierer, z. B. AM3. Für die Querverbindungen ist analog
den gemeinsamen Markierern M 200 ein besonderer Markierer M-Qiuer zugeteilt.
Die wesentlichen Schaltfunktionen wickeln sich bei dieser Anordnung folgendermaßen ab:
Wenn auf einer Innenübertragung IUe eine Wahlinformation aufgenommen ist, so wird diese auf
dem Wege einer Vorinformation an den zügehörigen Hausmarkierer HM weitergeleitet, welcher
sich zunächst mit den gemeinsamen Markierern I/200 in Verbindung setzt, der der Zweihundertergruppe
zugehörig ist. Ist dieser Markierer frei, z.B. der 2.1/200, so wird ein zwischen den
Markierern 2.1/200 und beispielsweise dem Hausmarkierer
HMi angeordnetes Koppelrelais 21 betätigt,
welches die Verbindung zwischen den beiden Markierern herstellt. Dieser Schaltzustand
wird der Innenübertragung/ U e kenntlich gemacht, welche die Einstellung veranlaßt hatte, worauf
die Innenübertragung IUe ihre Wahlinformation über den Hausmarkierer HM1 an den gemeinsamen
Markierer 2. M 200 abgibt. Die Einzelheiten dieser Schaltfunktionen werden später beschrieben,
wobei jedoch zu bemerken ist, daß die Innenübertragung IUe keine Kenntnis davon zu besitzen
braucht, ob sie in einem Zweihunderter- oder in einem Tausendersystem eingesetzt ist.
Bei dieser Schaltungsanordnung ist es notwendig, nur diejenigen Markierer zu belegen, die
für den Aufbau einer speziellen Verbindung notwen'dig sind. So sind z. B. in vorliegendem Fall
für die Verbindung, von der betrachteten Innenübertragung ausgehend, nur der Hausmarkierer
HM ι und der zweite Markierer 2. M 200 zur Einstellung
herangezogen worden, und so könnte z. B. zur selben Zeit der zweite Hausmarkierer HM 2
sich mit dem ersten Markierer i.il/200 in Verbindung
setzen.
Genauso wie eine Gruppe von zweihundert Teilnehmern wird, von Hausmarkierern abgehend,
die Querverbindungsrichtung mit ihrem Markierer M-Quer behandelt. Es besteht lediglich der
Unterschied, daß derartige Querverbindungsrichtungen
im allgemeinen einstellig angewendet werden, und der rufende Teilnehmer erwartet,
innerhalb der üblichen Zwischenwahlzeit über Querverbindungen oder Verbindungsleitungen hinweg
ein wahlempfangsbereites Glied ansteuern zu können. Es sei an dieser Stelle noch bemerkt, daß
bei dem gezeigten Vermittlungssystem keine Speicherung derjenigen Wahlziffern erfolgt, welche
für ein außenliegendes Amt bestimmt sind. Um in diesem Fall in der Wahlpause die Wahlemp- _
fangseinrichtung des außenliegenden Amtes rechtzeitig belegen zu können, dürfen für derartige
Verbindungen keine zu großen Wartezeiten für die Einstellung des Ausgangsamtes auftreten. Aus
diesem Grunde wird bei Mitteilung eines. Querverbind.ungswunscb.es
von Seiten einer Innenübertragung der entsprechende Hausmarkierer veranlaßt, ohne Rücksicht auf aufgelaufene Anfragen
zu anderen Zweihundertergruppen (d. ,h. interne Verbindungen) die Beziehung zu Markierer
M-Quer bevorzugt aufzunehmen und . dem-
entsprechend den Querverbindungswunsch bevorzugt abzufertigen.
Für die Beziehungen zwischen Zweihundertergruppen zu Amtsverbindungen gilt ähnliches wie
für Hausverhinduiigen. Insbesondere verhält sich
der Amtsmarkierer bei Zuteilung eines Amtsgespräches gegenüber einem Markierer M 200
genau gleich wie ein Hausmarkierer bei der Durchschaltung einer Hausverbindung. Es ist dabei
jedoch zu beachten, daß die Vermittlung über den Zahlengeber ZG zunächst 'den Amtsmarkierer
aufzusuchen hat, um sich mit ihm zu verbinden, und zwar denjenigen, der zur abgefragten Amtsübertragung
gehört. Dies geschieht z. B. mit Hilfe des Koppelrelais 3 Z für die Verbindung zwischen
dem Amtsmarkierer AM 3 und dem Zahlengeber ZG. Es besteht noch eine Variante, wenn ein abgehendes
Amtsgespräch von einem rufenden Teilnehmer gewünscht wird. Das Amtsanlaßkennzeichen
erscheint, wie bereits vorher beschrieben, in der Teilnehmerschaltung des rufenden Teilnehmers,
und es wird dabei über eine in Fig. 4 nicht gezeigte Abschaltelinie festgestellt, ob die
Zweihundertergruppe des rufenden Teilnehmers über die Wahlstufen FGW und AZGW Verbindungsmöglichkeiten
zu der Amtsverbindungsstufe besitzt. Es sei z. B. angenommen, daß im vorliegenden
Fall noch eine Verbindungsmöglichkeit zwischen einem der Wähler AZGW von Amtsrahmen
und einem der Wähler FGW der ersten Zweihundertergruppe besteht. In diesem Fall wird
auf der genannten Abschaltelinie dem Amtsmarkierer AM 3 eine Anfrage zugeleitet, die ihn
vorausschauend für weitere Belegungen sperrt.
Aus dieser Anfrage erkennt dieser Amtsmarkierer, daß von ihm aus der ersten Zweihundertergruppe
heraus eine Amtsverbindung verlangt wird. Daraufhin führt der Amtsmarkierer eine Belegung
des ersten Markierers 1.M200 und in dessen
Folge die Durchschaltung des Koppelrelais 13 durch. Nachdem auf diese Weise die Beziehung
zwischen den beiden Markierern hergestellt ist (AN 3 und 1. M 200), wird der Verbindungsaufbau
über die Schaltstufen EW, FGW und AZGW_ zu
der nächsten freien Amtsübertragung automatisch durchgeführt, wobei der Amtsmarkierer einen Anlaßimpuls
auf die Amtsübertragung gibt, der dem Anlaßimpuls einer Amtsübertragung im Zweihundertersystem
entspricht. Da hiermit Anfang und Ende der aufzubauenden Verbindung bekannt sind,
können die Schaltstufen AZGW, FGW und EW eingestellt und durchgeschaltet werden.
Für den Verkehr über Querverbindungsleitungen ist in Fig. 4 eine Variante gezeigt, welche
den ankommenden Querverfoindungsverkehr über eine Teilnehmerleitung zuführt und damit ähnliche
Funktionen aiuslöst, wie sie beim Abheben des Handapparates durch einen rufenden Teilnehmer
gegeben werden. Bei besonderer Wichtigkeit der Querverhindungsleitungen oder bei hohem zufließendem
Verkehr empfiehlt es sich, den ankommenden Verkehr direkt auf dazu vorgesehene Innenübertragungen zu geben, die sich ausgangsseitig
und hinsichtlich ihrer Einstellung von den normalen Innenübertragungen nicht unterscheiden.
Desgleichen kann der abgehende Querverbindungsverkehr auch über Teilnehmerleitungen auf
die Querverbindungsübertragung gegeben werden, was insbesondere dann von Vorteil ist, wenn auf
der Schaltstufe ZGW keine Richtung bzw. Dekade für den Querverbindungsverkehr frei ist und
die Zahl der Querverbindungsleitungen selbst nur gering ist. Es sei bemerkt, daß die Frage, ob man
Querverbindungen über die SchaltstufeZGW aus
dem Amt herausführt oder über Teilnehmerleitungen leitet, nicht von der Frage abhängig ist,
ob Querverbindungen einstellig oder mehrstellig angewählt werden. Auf dieses Problem wird
später eingegangen.
Der weitere Ausbau eines Tausendersystems bietet zwei Möglichkeiten in seiner Durchführung.
Es sei bemerkt, daß der Wähler ZGW gemäß dem hier verwendeten Schalter nur sechsundfünfzig
Ausgänge besitzt und dementsprechend wirtschaftlich nur in fünf Hauptrichtungen mit jeweils
etwa zehn Leitungen Verfaindungsmöglichkeiten bietet. Will man also das Tausendersystem vergrößern,
so ist es naheliegend, den Wähler ZGW durch Parallelschaltung mit einer weiteren zusätzlichen
Brücke (Durchschalteorgan) auf eine Ausgangskapazität von einhundertzwölf Leitungen zu
bringen, woduroh die Möglichkeit bestände, bis zu zehn Zweihundertergruppen auszuwählen, also ein
Zweitausendersystem zu bilden. Das gleiche gilt für die Wähler AZGW. Gleichzeitig muß, um die
Rufnummern des Zweitausendersystems ausschöpfen zu können, Vorsorge getroffen werden,
daß die Innenübertragungen vier Wahlziffern an Stelle von bisher drei Ziffern aufnehmen können.
Für den Systemaufbau und an den Beziehungen zu den Markierern würde sich hierbei nichts Wesentliches
ändern. Insbesondere ist es bei den Innenübertragungen und ebenso den Amtsülbertragungen
gleichgültig, ob sie durch eine einfache oder eine Doppelbrücke Zugang zu den folgenden Wahlstufen
bekommen. Damit findet ein solches System in der Baugröße 2000 eine natürliche Grenze, da
es nicht wirtschaftlich ist, einzelne Schaltstufen, wie z.B. ZGW bzw. AZGW zu vergrößern, wenn
mit dem gleichen Aufwand an Schakmitteln die
zusätzlich einzufügenden Erweiterungsbrücken in Reihe in den Verbindungsaufbau eingegliedert
werden könnten. Dies führt zu, einer weiteren Variante, die dadurch gebildet wird, daß man in
einem Tausendersystem die Verbindungen zwischen Innenübertragungen und den davorliegenden Anrufsuchern
auftrennt und an dieser Stelle einen ersten Gruppenwähler /. GW einsetzt (Fig. 5).
Dieser Gruppenwähler /. GW würde nunmehr an Stelle des Innenübertragungseingangs Bestandteil
einer Zweihundertergruppe sein und dieser beim abgehenden Belegungsvorgang zugeordnet bleiben.
Der Wähler müßte so ausgebildet sein, daß er nur eine einzige Wahlziffer aufnimmt und nach Wahlende
über einen ihm zugeordneten Markierer die Auswahl und Belegung einer ihm erreichbaren
Innenübertragung der gewünschten Tausendergruppe ansteuert. Die Innenübertragung ist also
mit ihrem Eingang nicht mehr Bestandteil einer Zweihundertergruppe, sondern bietet Zugang zu
einer Tausendergruppe. Zwischen den Wählern /. GW und Innenübertragungen können dieselben
Rangierungen verwendet werden, die man üblicherweise in Schrittschaltsystemen verwendet.
Da der Wähler /. GW unmittelbar nach Wahl der
ίο ersten Ziffer die Durchschaltung zur folgenden
Wahlstufe, d. h. Innenübertragung, vornimmt, braucht keine Beziehung zwischen den Markierern
für den Wähler LGW und dem der Innenübertragung
zugeordneten Hausmarkierer bestehen.
An dieser Stelle findet also bezüglich der Markiertechnik ein Systemsprung statt. Während das
Tausendersystem eine geschlossene Markierung besaß, indem bei einer Einstellung die gesamte
Einstellinformation zu gleicher Zeit auf dem gesamten einzustellenden Verbindungsweg gegeben
wurde und zu diesem Zweck sich alle beteiligten Markierer vorher verständigten, wird in
einem Zehntausendersystem die Markierung stufenweise durchgeführt. Dies geschieht, wie bereits
angedeutet, dadurch, daß zunächst in der Schaltstufe /. GW eine Ziffer ausgewertet wird und zur
Durchschaltung führt, womit eine Innenübertragung belegt wird. Diese Innenübertragung nimmt
die restlichen drei Ziffern wie im Tausendersystem auf und führt, wie bereits beschrieben, die geschlossene
Markierung durch.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß die bei großen Nebenstellenanlagen selir zahlreichen
Querverbindungen und dazugehörigen Einrichtungen nicht über Innenübertragungen angesteuert
werden müssen, sondern direkt von der Schaltstufe /. GW aus erreicht werden können. Es
wird damit vermieden, daß relativ teuere Verbindungsorgane, die Innenübertragungen, in großer
Zahl für den Querverbindungsverkehr mitbenutzt werden. Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß eine
geschlossene Markierung, die über ein Tausendersystem hinausgeht, möglicherweise unerwünschte
Wartezeiten erzeugen würde, die bei der Aufnähme der Beziehungen zwischen Hausmarkierern
und Zweihundertermarkierern (M 200) bzw. zwischen Amtsmarkierern und Zweihundertermarkierern
entstehen könnten. Ferner würde in einem sehr großen System die Zahl der Koppelrelais,
die zur Verbindung aller Hausmarkierer bzw. Amtsmarkierer mit allen Zweihundertergruppen
erforderlich würden, erheblich anwachsen, während bei der Schwenkung auf Tausendergruppen
ihre Zahl in vertretbaren Grenzen gehalten werden kann.
Für den Amtsverkehr im Zehntausendersystem ist es zweckmäßig, im wesentlichen eine Bündeltrennung
für abgehende und ankommende Amtsübertragungen durchzuführen, wobei die ab- gehenden Amtsübertragungen wie im Tausendersystem
über Wähler AZGW (ab) verwendet werden, während die nur ankommenden Amtsübertragungen mit einer zusätzlichen Schaltstufe
(Amtsgruppenwähler AG W) bestückt und hierüber mit einem Bündel von Wählern AZGW (an)
verbunden werden. WiH man eine weitere Gruppe von Amtsübertragungen doppelt gerichtet einsetzen,
so können die Wähler AZGW (ab) für den nur abgehenden Verkehr und die Wähler AGW für den
ankommenden Verkehr gleichzeitig einer Amtsübertragung zugeordnet werden. Die Prinzipien
für den abgehenden Verkehr entsprechen denen des Tausendersystems. Die Verbindungsprinzipien für
den ankommenden Verkehr entsprechen denen, die bei dem Hausverkehr eines abgehend wählenden
Verkehrs gültig sind. Hierzu ist zu bemerken, daß die Beamtin die Einstellung der Verbindung nicht
mit Hilfe von Impulsen wie bei Schrittschaltwählern, sondern aus ihrem Zahlengeber heraus
eine Markierung der entsprechenden Leitung vornimm..
-Wie bereits angedeutet, ist es für einen beliebigen nachträglichen Ausbau des beschriebenen
Systems wichtig, daß die vorhandenen Verbindungselemente, wie Innenübertragungen und Amts-Übertragungen,
im wesentlichen davon unabhängig sind, ob sie in einem Zweihunderter-, im Tausender-,
im Zweitausender- oder Zehntausendersystem eingesetzt sind.
Die hierbei auftretenden Probleme sind unter Zuhilfenahme der Fig. 6 anschließend näher erläutert
:
An Hand des in Fig. 6 gezeigten Schaltschemas werden die wichtigsten Schaltfunktionen zwischen
den Innenübertragungen, dem Hausmarkierer und den Markierern innerhalb einer Gruppe von zweihundert
Teilnehmern beschrieben. In dieser Figur sind beispielsweise die beiden Innenübertragungen
IUe τ und JUe.2 in ihren Hauptstromläufen gezeigt.
Diese arbeiten gemeinsam auf einen Hausmarkierer HM1 und über diesen hinweg auf den
Markierer einer Ouerverbindungsrichtung M-Quer
und denjenigen der zweiten Zweihundertergruppe. Die Innenübertragungen zeigen drei Speicherwähler
mit den Bahnen if, Z und E zur Aufnahme
der Einhunderter-, Zehner- und Einerziffern. Hierbei ist die Einhunderterbahn unterteilt, und zwar
in eine Bahn//(.E) für diejenigen Hunderterziffern,
auf die unmittelbar nach Abgabe dieser Ziffer ein Schaltvorgang ausgelöst werden soll
(einstellige Wahl bei Querverbindungen) und eine Bahn H(M), über welche die Einhunderterziffer
gegeben wird, jedoch nur in Verbindung mit der Zehner- und Einerziffer (mehrstellige Wahl, z. B.
dreistellige Wahl).
Jede Innenübertragung enthält ein Sperrelais ^S"
(SI für IUei), welches mit den entsprechenden
Sperrelais (5"II für IUe2) derart in eine Kettenschaltung
gelegt ist, daß in einer Zeiteinheit nur eines der . Sperrelais.5" ansprechen kann. Ferner
enthält jede Innenübertragung einen Kontakt ν eines nicht gezeigten Steuerrelais· (V), welches
nach Beendigung einer Wahl seinen Kontakt schließt (KontaktνI für IUei und Kontakten
für IUe 2). In entsprechender Weise sind Kontakte w vorgesehen, welche das Wahlendekenn-
zeichen, d. h. wenn der rufende Teilnehmer im gezeigten Beispiel die dritte Wahlziffer eingesteuert
hat. Weiterhin sind für die Innenübertragungen die Kontakte gwI und gwll vorgesehen, welche
den Stromkreis für das jeweilige Sperrelais S
auftrennen, sobald die nachfolgenden Gruppenwähler FGW bzw. ZGW eingestellt sind.
Für die Kontaktbahnen der Impulsspeicher H, Z und E (I und II) sind nur einige Markierleitungen
ίο gezeigt, welche vielfachgeschaltet sind, sofern sie auf denselben Hausmarkierer HM ι wirken. Im gezeigten
Beispiel wird über die Bahnen H (E) I und if (.E)II eine Querverbindung erreicht, während
über die entsprechenden Kontaktbahnen H (M) durch die Wahl der Ziffer 3 bzw. 4 die zweite
Zweihundertergruppe erreicht wird.
Im nunmehr betrachteten Beispiel wird angenommen, daß auf die Innenübertragung IU ei
durch einen rufenden Teilnehmer als erste Ziffer eine 1 gewählt wurde. Damit kommt ein Stromkreis
über Erde, die Sperrkontaktkettes12, ill2,
das Sperrelais SI, Kontakt gwI, den Kontakt »I
des Steuerrelais, die Bahn H (E) I, den. ersten Ausgang eines Richtungsrelais Ri, Wicklung I und II,
sowie eine Kontaktanordnung eines Koppelrelais 21 nach Batterie zustande. In diesem Stromkreis
spricht zunächst das hochohmige Richtungsrelais Ri an, während das Sperrelais vS" der
Innenübertragung IUe ι in Fehlstrom gehalten bleibt. Dadurch wird erreicht, daß ein von anderer
Seite möglicherweise gewünschtes Ansprechen von Richtungsrelais R 2 bzw. R 3 durch Schalten des
Richtungskontaktes π I verhindert wird. Das Richtungsrelais R1 stellt durch Schalten des Kontaktes
r 1IV mit Relais MQ des Querverbindungsmarkierers
M-Q uer fest, ob dieser Markierer belegungsbereit ist. Diese Bereitschaft wird durch
Ansprechen von einem Relais MQ in Querverbindungsmarkierer bestätigt und durch einen Kontakt
q 11 des, Koppelrelais Q1 im Hausmarkierer
quittiert. Hierdurch wird die Verbindung zwischen dem Hausmarkierer HM ι und dem Querverbindungsmarkierer
M-Quer hergestellt und letzterer gegen weitere Belegungen gesperrt. Durch den
Quittungskontakt q 11 wird eine Wicklung I des
Richtungsrelais R ι kurzgeschlossen und ermöglicht dadurch das Ansprechen des in Reihe liegenden
Sperrelais SI der Innenübertragung IUei.
Durch Ansprechen des Sperrelais 6* wird die Herstellung der Verbindung eingeleitet. In ebenfalls
nicht gezeigter Weise wird durch das Koppelrelais Q ι der Prüfvorgang für den Wähler ZGW bzw.
die Schalter ZGW, welche dem Hausmarkierer HMi zugeordnet sind, eingeleitet und die Ein-Stellmagneten
eines freien Ausganges in der gewählten Richtung 1, in diesem Fall einer Querverbindungsrichtung,
betätigt, so daß die in zeitlicher Folge zum Sperrelais SI ansprechende Gruppenschalterbrücke den inzwischen festgestellten
Ausgang anschalten kann. Mit Ansprechen des Gruppenschaltmagneten, der ebenfalls nicht
gezeigt ist; wird durch einen Kontakt gwl' der
Anreizstromkreis für das Sperrelais SI unterbrochen und der Markiervorgang ausgelöst. Da in
diesem Beispiel nur eine einstellige Wahl durchgeführt
wurde, sind die Bahnen ZI und EI des
Impulsspeicher nicht eingestellt, so daß hierüber keine Informationen abgesetzt wurden.
Nunmehr wird ein zweites Beispiel gezeigt, bei welchem als erste Ziffer (Hunderterziffer) eine 3
gewählt wurde. Da es sich bei dieser Wahl nicht um eine Querverbindung, sondern iim die dritte
Hundertergruppe handelt, muß erst die Wahl der gewünschten Zehner- und Einerziffer des gerufenen
Teilnehmers abgewartet werden, bevor Informationen auf die Markierer abgegeben werden. Demgemäß liegt der Anschluß für die
Hunderterziffer, die Zahl 3 (auch die Zahl 4), auf der Bahn H (M) I, so daß erst hierüber ein Abfragestromkreis zu dem Markierer zustande
kommen kann, nachdem das Wahlenderelais W angesprochen hat.
In diesem Schaltzustand wird, ähnlich wie für das Anwählen einer Querverbindung beschrieben,
das Richtungsrelais i?3 hochohmig erregt, wobei das in Reihe liegende Sperrelais SI vorerst Fehlstrom
hat. Das Richtungsrelais R 3 prüft bei dem zweiten Markierer 2 M 200, ob dieser belegungsfähig
ist, und wenn dies der Fall ist, spricht in dem zweiten Markierer 2 M 200 das Relais MX an,
welches die Belegungsfähigkeit durch Einschalten eines Koppelrelais 21 mit einem Kontakt rnx
quittiert. Durch das betätigLe Koppelrelais2i ist
die Verbindung zwischen dem Hausmarkierer HM ι und dem zweiten Markierer 2 M 200 hergestellt.
Wie bereits für den Ouerverbindungsbetrieb bewirkt das Ansprechen des Koppelrelais 21 mit
seinem Kontakt 211 den Kurzschluß der hochohmigen
Wicklung I des Richtungsrelais R 3, wodurch das bisher im Fehlstrom liegende Sperrelais ioo
SI ansprechen kann, um den Verbindungsaufbau einzuleiten.
In diesem Zusammenhang sei auch der Fall betrachtet,
daß zur gleichen Zeit von der anderen Innenübertragung IUe2 eine Anfrage in dieselbe
Teilnehmergruppe geleitet wurde und dementsprechend nach Kurzschluß von Richtungsrelais
i?3 sowohl das Sperrelais SI der Innenübertragung IUe ι .und ebenso das andere Sperrelais 6"II
der anderen Innenübertragung erregt wurde. Da im alle Sperrelais S in Kettenschaltung angeordnet
sind, ist sichergestellt, daß nur ein Sperrelais in einer Zeiteinheit ansprechen kann. Das ansprechende
Sperrelais SI setzt nunmehr die Informationen über die Zehner- und Einerziffer dadurch
ab, daß es mit seinem Kontakt«?/3 an die Bahnen ZI und £1 der Wahlimpulsspeicher Erdpotential
anlegt und über die inzwischen betätigten Kontakte 21IV und 21V die Information an den
zweiten Markierer M 200 absetzt.
Die Auswertung dieser Information im zweiten Markierer 2 M200 ist hier nicht näher dargestellt.
Es sei hierzu nur .bemerkt, daß die abgesetzte Information zur Einstellung eines Gruppenschalters
FGW und zur Einstellung eines Endschalters EW führt. Desgleichen ist nicht gezeigt.
wie der Hausmarkierer HM ι den Prüfvorgang
für den einzustellenden Schalter ZGW vornimmt. Es sei lediglich festgestellt, daß, wie bereits angedeutet,
der Gruppenschalter ZGW in zeitlicher Folge zum Ansprachen des Sperrelais SI geschaltet
wird und mit seinem Kontakt gwl den Anoreizvorgang
wieder auslöst.
Es sei nunmehr der EaIl angenommen, daß die Anfrage für die dritte Hundertergruppe, d. h. die
ίο Anfrage auf Belegungsfähigkeit an den zweiten
Markierer 2 M 200, noch nicht positiv beantwortet werden kann, da dieser Markierer noch anderweitig
belegt ist. In diesem Schaltzustand werden z. B. durch die Innenübertragung IUe2 die bereits
*5 beschriebene Querverbindungsrichtung durch Wahl der Kennziffer 1 verlangt. Da hierbei die Durchschaltung
zu der Querverbindungsrichtung ohne Wartezeit durch bereits vorher liegende Anfragen
in der Zwischenwahlzeit erfolgen muß, wird der Querverbindungsrichtung dadurch der Vorzug
gegeben, daß das Richtungsrelais R1 ansprechen
kann und mit seinem Kontakt π I den Stromkreis für das vorher betätigte Richtungsrelais i?3 unterbricht.
Diese ist jedoch nur so lange möglich, wie die Verkopplung zwischen dem Hausmarkierer HM1
und dem zweiten Markierer 2 M 200 durch Ansprechen des Koppelrelais 21 noch nicht erfolgt war.
Nach Beendigung des Ouerverbindungswunsches wird daher erneut die Anfrage an die dritte Hundertergruppe
gerichtet, um die gewünschte Verbindung herzustellen.
Es ist ein besonderes Kennzeichen für das hier beschriebene Verfahren, daß die Absetzung -der
Wahlinformation an den Hausmarkierer in zwei Stufen erfolgt:
Es wird eine Vorinformation bezüglich der ersten Wahlziffer gegeben, die entweder nach
bereits einstelliger Wahl über die Bahn H (E) oder nach vollendeter mehrstelliger Wahl über die Bahn
H(M) an den Markierer weitergeleitet wird, ohne daß diese Information in der informierenden
Innenübertragung bereits irgendwelche Schaltvorgänge auslöst. Es wird dadurch erreicht, daß der
Hausmarkierer zunächst .die Beziehung zu den gewünschten Markierern (z. B. zum M-Quer) aufnehmen
kann und die Aufnahme dieser Beziehung damit quittiert, daß er einen niederohmigen Stromkreis
für das Sperrelais S der informierenden Innenübertragung bereitstellt. Da die Anschaltung
der Gruppenwahlstufe, die der Innenübertragung folgt, in zeitlicher Folge zum Ansprechen des
Sperrelais .S" und dementsprechend in zeitlicher Folge zum Ablauf des Einstellvorganges für den
Wähler ZGW und die nachfolgenden Schalter durchgeführt wird, ist damit Sorge getragen, daß
die Aussendung der Wahlinformation und die Durchschaltung der Verbindungswege stets in der
gleichen zeitlichen Folge vorgenommen werden. Dies beruht im wesentlichen darauf, daß das
Sperrelais i* über die Bahn JJ(E) bzw. H(M) in
Reihe an den Hausmarkierer angelegt wird.
Die in Fig. 6 dargestellte bevorzugte Abfertigung von Querverbindungswünschen läßt sich
ebenfalls in ähnlicher Weise bei größeren Systemen durchführen, bei welchen die aufzunehmende
Wahlserie beispielsweise vierstellig 'bzw. einstellig oder vierstellig ist (Fig.- 7). Außerdem ist noch zu
bemerken, daß die von der Innenübertragung ausgehenden Steuervorgänge zwangsweise zeitlich begrenzt
werden (Impulssteuerung), und zwar derart, daß unabhängig vom Erfolg oder Mißerfolg
bei Erfüllung des Verbindungswunscjies die Aussendung
der Mankierinformation und deren Beendigung allein durch die Innenübertragung selbst
gesteuert wird. Auf diese Weise läßt sich eine 75· erhöhte Betriebssicherheit erzielen, und· Störungen
innerhalb nachfolgender Verbindungsorgane bleiben von geringem Einfluß auf die Gesamtbetriebssicherheit
der Anlage.
Es sei fernerhin bemerkt, daß das Prinzip, welches für das Zusammenspiel von Innenübertragungen
und Markierern gezeigt wurde, ebenso sinnvoll für das Zusammenwirken von Registern
mit entsprechenden Markiereinrichtungen angewendet werden kann. Systemtechnisch gesehen
bilden die hier beschriebenen Innenübertragungen ebenfalls Register, die sich lediglich dadurch von
diesen unterscheiden, daß sie in relativ großer Zahl vorhanden sind.
Es sei weiterhin auf die Art des gleichzeitigen Verbindungsaufbaues
hingewiesen, die am Beispiel der der Innenübertragung nachfolgenden Wahlstufen in
den Fig. 8 und 9 gezeigt ist. In Fig. 8 ist im Prinzip die Belegung der in diesen Wahlstufen vorkommenden
Schalter mit gleichzeitiger Kennzeichnung für die am Einstellvorgang beteiligten Umschalteeinrichtungen
(Umschaltestangen-) bzw. Durchschalteeinrichtung (Feldstangenmagneten) gezeigt. Die verwendeten Koordinatenschalter sind
nach dem bekannten Prinzip aufgebaut, nach welchem mittels, einer Umschaltestange der Eingang
des Schalters auf die linke oder rechte Hälfte einer vertikalen Kontaktbahn geschaltet wird. Bei einer
derartigen Anordnung werden mit Hilfe eines der Feldstangenmagnete zwei Kontaktsätze geschaltet,
von denen je nach Stellung der Umschaltestange der linke oder rechte Kontaktsatz zur Wirkung kommt.
Die in Fig. 8 gezeigten eindrähtigen Linien sind jedoch vier- bzw. dreidrähtig zu denken.
Bei der Belegung des Wählers ZGW ist angenommen, daß die Ausgänge zu Wählern FGWx,
FGWz usw., d. h. die ersten Ausgänge der linken
Hälfte des Vielfaches zu einer gemeinsamen Richtung, z. B. einer Zweihundertergruppe gehören,
während die Ausgänge FGW2, FGW4 usw. einer
anderen Zweihundertergruppe zugeordnet sind. Dadurch ist es· möglich, daß das Ansprechen eines
Koppelrelais, welches bereits die Zweihundertergruppe kennzeichnet, eine Ausscheidung für den zu
betätigten Umschaltestangenmagneten SL bzw. SR zu liefern in der Lage ist.
Die Wähler FGW haben Zugang zu sämtlichen Endwählern bzw. Endschaltern einer Zweihundertergruppe
und scheiden auf ihre Umschaltestange mit Hilfe des Umschaltemagneteri Sac die
Fünfzigergruppen α bzw. c aus und mit Hilfe des
Umschaltemagneten Sbd die Fünfzigergruppen b
bzw. d. Damit folgen auf der linken Seite des Kon^-
taktfeldes zunächst die Endschalter der Gruppe a, welche mit EWa i, EWa2 usw. für die Richtung der
ersten Fünfzigergruppe. Die weiteren Belegungen der Wähler FGW sind aus der in Fig. 8 gezeigten
Übersicht ohne weitere Erläuterung verständlich.
Die Endwähler EW (wie übrigens auch die in
der gleichen. Schaltereinheit gelegenen ersten An-
ruf sucher) scheiden mit Hilfe der Umschaltestangenmagneten SU bzw. SG nach Ungeradzahligkeit
bzw. Geradzahligkeit des anzuschaltenden Teilnehmers aus. Damit folgen auf der linken Seite des
Kontaktfeldes die Teilnehmer ii, 13 usw. und auf
der rechten Seite des Kantaktfeldes alle geradzahligen Teilnehmer. Um im Beispiel den Teilnehmer
23 anschalten zu können, muß also der Umschaltestangenmagnet SU und der Teilnehmerstangenmagnet
5123/24 betätigt werden.
Die in Fig. 8 gezeigte Belegung ist in dem Übersichtsbild von Fig. 9 angenommen, welches eine
Innenübertragung mit nachgeordnetem Wähler ZGW und den von dort aus entspringenden Verbindungsäufbau
über die Wähler FGW und EW
zum Teilnehmer TIn 22 zeigt. Dabei sind im oberen
Teil von Fig. 9 die Wäblerlinien und im unteren Teil die zugehörigen Markiervorgänge dargestellt.
Die Innenübertragung besitzt einen vierdrähtigen Ausgang für .zwei Sprechadern, eine Prüfader
(durchgehend geschaltet bis zu den Teilnehmerrelais)
und eine Belegungsader, auf der die Brükkenmagneten der im Verbindungsaufbau folgenden.
Wähler gehalten werden. Der untere Teil von Fig. 9 zeigt die Markier-, Prüf- und Einstellwege,
die für die Schaltung eines Verbindungsweges von der Innenübertragung zum gewünschten Teilnehmer
erforderlich sind. Darin sind nicht behandelt die Linien, die bereits in Fig. 6 und Fig. 7 erläutert
wurden und im wesentlichen dazu dienten, die Sperrung der Markierer vorzubereiten, um letztlich
ein Koppelrelais, im Beispiel Koppelrelais 21, anschalten zu können. Es sei also angenommen,
daß aus der Innenübertragung heraus eine Einstellanordnung gegeben werde, die zunächst, wie in
Fig. 9 ganz links unten angedeutet wurde, zur Betätigung eines Richtungsrelais RX dient, welches
— wie in Fig. 9 nicht erneut gezeigt ist — durch eine Anfrage bei dem gewünschten Markierer
M 200 die Verbindung von dem entsprechenden Hausmarkierer mit dem gewünschten Markierer
M 200 durch Betätigung des Koppelrelais 21 veranlaßt hat. Nach Betätigung des Koppelrelais wird
eine Stromverstärkung auf das Sperrelais 5 der Innenübertragung gegeben und von dort aus ein
Potential an Zehner- und Einerbahnen der Speichermittel angelegt. Dies wird wirksam über entsprechende
Kontakte des Koppelrelais 2 1 an einem dem Markierer M 200 zugehörigen Übersetzer, der
gleichzeitig über einen Kontakt des angesproche-
nen Richtungsrelais RX die Hunderterkennzeichnung aufnimmt. Damit ist dafür gesorgt, daß in
dem Übersetzer Hunderter-, Zehner- und Einerkennzeichnung des gewünschten Teilnehmers aufgenommen
worden sind und von dort aus diese Information in nicht dargestellter Weise so umgewertet
wird, daß entsprechend den vier Möglichkeiten Fünfzigergruppen von Teilnehmern A bis D
ein Fünfzigerrelais Fa3 Fb, Fc oder Fd anspricht.
Außerdem wird durch den Übersetzer entsprechend der Ungeradzahligkeit oder der Geradzabligkeit
des anzuschaltenden Teilnehmers das Relais U oder das Relais G angeschaltet und ferner ein
Potential atisgesendet, welches dem Teilnehmerstangenmagneten des anzuschaltenden Teilnehmers
(im Beispiel Stangenmagnet ^23/24) entspricht.
Die Relais U bzw. G stellen ■—■ wie in Fig. 9 ersichtlich
— den Stangenumschaltemagneten SU ein, so daß in Kombination mit dem Teilnehmerstangenmagneten
JT 23/24 die Anschaltung des Teilnehmers 23 auf dem der Teilnehmergruppe zügehöfigen
Koordinatenschalter vorbereitet ist.
Gleichzeitig dazu findet ein Prüfvorgang zwischen den Feldstangenmagneten des Wählers ZGW
und Kennzeiohnungskontakten der Wähler FGW statt, wobei in der gezeigten Anordnung durch eine
Kettenanordhung der Wähler FGW der Kontakt des Wählers FGWi wiiücsam wird und seinerseits
den Feldstangenmagneten 51/2 des Zweihundertergruppenwählerrahmens
erregt. Das Ansprechen des Koppelrelais 21 hatte bereits gekennzeichnet, daß
sich die Richtung in der linken Hälfte des Kontaktfeldes befindet und dementsprechend den Stangenumschaltemagneten
SL erregt. Das Ansprechen der Stangenmagneten bzw. Stangenumschaltemagneten
SL und S1/2 bewirkt durch eine geeignete
Kombination, daß ein Kriterium an den Markierer M 200 gegeben wird, welches kennzeichnet, in
welchem der FGPF-Rahmen die Verbindungseinstellung
vorgenommen werden soll. Es sei in diesem Zusammenhang noch einmal zurückgegriffen
auf die Abbildungen Fig. 2 bzw. Fig. 3, in denen gezeigt ist, daß ein anzuschaltender Wähler FGW
sich im Verbindungsrahmen VRi, VR2 oder VRz
befinden kann. Um dementsprechend nicht unnötige Scbaltvorgänge vornehmen zu müssen, wird durch
die Kennzeichnung des gewünschten Verbindungsrahmens dafür Sorge getragen, daß- nur in diesem
die Einstellung auf einen freien Endwähler EW der gewünschten Gruppe vorgenommen wird.
Dies bedeutet, daß in Fig. 9 entsprechend der no
Kombination der Stangenmagneten eine Rangierung auf dem Punkt VRi vorgenommen worden ist,
und zwar zur Kennzeichnung, daß der durch die Stangenmagneten des Wählers ZGW ausgewählte
Wähler FGWi im Verbindungsrahmen VRi gelegen
ist.
Bis dahin wären also bereits unabhängig voneinander die Einstellung des gewünschten Endwählerrahmens
und des Zweihundertergruppenwählerrahmens vorgenommen worden, so daß die Potentialkennzeichnung im Punkt VR1 nunmehr
den Einstellvorgang in dem gewünschten Verbindungsrahmen einleitet. Von Punkt VR1 aus wird
über einen Kontakt des Fünfzigerrelais Fa der StangenumschaltemagnetiTcnz erregt, der kennzeichnet,
daß die gewünschte Verbindung der Teil-
nehmergruppe α bzw. c zugeführt werden soll. Über
einen anderen Kontakt von Relais Fa wird. Potential angelegt an eine Belegungskontaktrelaiskette
der Endwähler, die der Fünfzigergruppe α zugehörig ist, im Beispiel also aus Kontakten ewa-i,
ewa,2 usw. bestehend. Hierbei wird im Beispiel
das Potential über die Ruheseite des Kontaktes ewa ι auf den Feldstangenmagneten Sab ι weitergeleitet.
Damit ist, wie ein Vergleich mit Fig. 8
ίο zeigt, der Ausgang zum Endwähler EWai einstellmäßig
vorbereitet. Feldstangenmagnet Sab ι schaltet über einen Kontakt ein Brückenanschalterelais
Ba an, welches 'die bisherigen Prüflinien abtrennt und sich selbst sowie den angeschalteten
Feldstangenmagneten' Sab 1 an einen Haltestromkreis legt. Das Brückenanschalterelais Ba sorgt
nunmehr dafür, daß sowohl die Endwählerbrücke EWa ι über eine Kontaktkombination von sac und
sab ι II erregt wird und außerdem, ein Kennzeichen
zurückgegeben wird an den Hausmarkierer, von wo aus über eine Kontaktkombination von si 2 und
s 1/2II der inzwischen ausgewählte Fünfzigergruppenwähler
FGWi erregt wird,. Unabhängig von diesen Einstell- und Prüfvorgängen wird zu
einer bestimmten Zeit durch das Ansprechen, von 6*-Relais der Innenübertragung und Abfall eines
dazugehörigen Folgerelais SH ein Anschaltepotential an den der Innenübertragung zugehörigen
Wähler ZGW gegeben, wobei vorausgesetzt ist,
3<f daß· inzwischen der Prüfvorgang bei den Wählern
ZGW auf FGW abgelaufen ist.
Wie aus obigem ersichtlich ist, 'besteht der große Vorteil des beschriebenen Verfahrens darin-, daß die
Einstellung des Verbindungsweges nicht durch nacheinander erfolgende Anschaltung der Wähler
und damit ein Aufbau der Verbindung von der Innenübertragung über Wähler ZGW, FGW auf
die Endwähler EW erfolgt, sondern dadurch, daß die Einstellung und die Anschaltung der betei-
!igten Wähler praktisch gleichzeitig vorgenommen wird. Dies ist die Voraussetzung dafür, daß man
mittels der beschriebenen Markiervorgänge die Markierer gegen andere Belegungsvorgänge vorübergehend
sperren darf, ohne dabei durch übermäßig lange Belegungszeit der Markierer Verkehrseinschränkung
erkaufen zu müssen.
Claims (20)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung für Vermittlungsanlagen, insbesondere Großnebenstellenanlagen mit Markierbetrieb, bei welchen als Verbin1-dungsorgane Schalter nach dem Koordinatenprinzip verwendet wenden, dadurch gekennzeichnet, daß (den Teilnehmergruppen (A bis D in Fig. 1) sowohl erste Anrufsucher (LAS in Fig., 1) zur Abwicklung der Grundlast des abgehenden Hausverkehrs als auch Endwähler (EW in Fig. 1) zur Abwicklung der Spitzenlast (wenn alle ersten Anrufsucher besetzt sind) des abgehenden Hausverkehrs, der Gesamtlast des ankommenden Hausverkehrs sowie des Amtsverkehrs in beiden Richtungen zugeordnet sind.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Anruf- 6g sucher in abgehender Richtung unmittelbar mit den Hausverbindungssätzen (I Ue in Fig. 1) verbunden sind, die Endwähler hingegen abgehend die Hausverbindungssätze nur über zweite Anrufsucher erreichen und daß diese Endwähler bei ankommendem Hausverkehr über Hausgruppenwähler (FGW in Fig. 1) und bei Amtsverkehr in beiden Richtungen über Amtsgruppenwähler (AFGW in Fig. 1) erreicht werden.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennzeichnung der gewünschten Haus- bzw. Amtsrichtung oder Sonderrichtung aus der Teilnehmerschaltung gegeben wird.
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß den Endwählern (EW in Fig. 1) nachfolgende Wähler (II. AS, FGW, AFGW in Fig. 1) · zugeordnet sind, die in mindestens zwei Gruppen unterteilt 8g sind, von denen die eine (zweiter Anrufsucher) Zugang zu den Hausverbindungswegen ermöglicht, während die andere (FGW in Fig. 1) dem ankommenden Hausverkehr bzw. dem ankommenden und abgehenden Amtsverkehr (Fig. 4) dient.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wähler bzw. Schalter der nachfolgenden Wahlstufe in drei Gruppen aufgeteilt sind, von denen die eine Gruppe (II. AS in Fig. 1) bevorzugt Zugang zu den internen Verbindungswegen erlaubt, eine weitere Gruppe (FGW in Fig. 1) den ankommenden Hausverkehr bevorzugt übernimmt und eine dritte Gruppe (AFGW in Fig. 1) den abgehenden und ankommenden Amtsverkehr oder Sonderrichtungsverkehr trennt.
- 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4 und 5> dadurch gekennzeichnet, daß die zwei bzw. drei Gruppen der zweiten Schaltstufe 10g untereinander in ihren Ausgängen vollkommen vielfachgeschaltet sind und Zugang zu allen Endwählern der Teilnehmergruppen besitzen.
- 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Schaltstufe (FGW in Fig. 1) in ihren Eingängen Zugang zu einer Gruppenwahlstufe (ZGW'in Fig. 4) bevorzugt für den ankommenden Hausverkehr und einer Amtsgruppenwahlstufe (AZGW in Fig. 4) für den abgehenden und ankommenden Amtsverkehr hat.
- 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Gruppe von Teilnehmern (z. B. zweihundert Teilnehmer) eine erste und zweite Schaltstufe (EW und FGW usw. in Fig. 3) durch einen gemeinsamen Markierer (M 200 in Fig. 3) koordiniert werden und dieses System dadurch erweitert wird, daß Einstelleitungen von Innenüibertragungen und Anlaßleitungen zu Amtsübertragungen iag aufgetrennt und über gesonderte Zwischen-glieder (HMi und HM2, ZGW in Fig. 4) geführt werden.
- 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein derart erweitertes System Koppelrelais (z.B. ii, 21 und q in Fig. 4) besitzt, die die Verbindung zwischen den für die Erstellung eines Verbindungsweges benötigten Markierer (z. B. HM1 in Fig., 4) herstellen.
- 10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sperrung gegen fremden Belegungseinfiuß nur jeweils die Markierer betrifft, die an der Erstellung eines Verbindungsaufbaues unmittelbar beteiligt sind.
- 11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellinformation von der Innenübertragung aus zunächst nur die Angabe über die gewünschte Hundertergruppe (bzw. Querverbindungsrichtung) enthält und daß weitere Angaben der Innenübertragung erst dann angefordert werden, wenn der zwischen Innenübertragung (I Ue 1 in Fig. 4) und Gruppenmarkierer (1.M200 in Fig· 4) liegende Hausmarkierer (HM 1 in Fig. 4) das entsprechende Koppelrelais (11 in Fig. 4) betätigt ist.
- 12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuteilung von Amtsverbindungen auf die gleiche Art und Weise erfolgt wie die Durchschaltung des ankommenden Zweiges einer Innenverbindung.
- 13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Amtsverbindung außer der Amtsübertragung (AUe in Fig. 4) in den dazwischenliegenden Wahlstufen an keine Relaissätze gebunden bleibt.
- 14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der abgehende und ankommende Amtsverkehr sich über dieselben Verbindungsorgane erstreckt.
- 15. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß von einer bestimmten Systemgröße ab (z. B. Zehntausendersystem) die geschlossene (gleichzeitige) Markierung durch Einfügung eines nach bekannten Direktwahlmethoden arbeitenden ersten Gruppenwählers (J. GW in Fig. 5) verlassen wird.
- 16. Schaltungsanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß nach Wahl der Tausenderausscheidungsziffer auf den ersten Gruppenwähler (I. GW in Fig. 5) eine Innen^ übertragung (I Ue in Fig. 5) belegt wird, welche die weiteren Wahlziffern aufnimmt und die Einstellung der Verbindungswege innerhalb ihrer Tausendergruppe einleitet.
- 17. Schaltungsanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß doppelt gerichtete Amtsübertragungen einen dem ersten Gruppenwähler entsprechenden' Amtsgruppenwähler (AGW in Fig. 5) belegen, worüber sie für den ankommenden Amtsverkehr einen dem Zweihundertergruppenwähler entsprechenden Amtszweihundertergruppenwähler (AZGW in Fig. 5) erreichen können, während ihnen für den abgehenden Amtsverkehr gerichtete Amtszweihundertergruppenwähler [AZGW (ab) in Fig. 5] zugänglich sind.
- 18. Schaltungsanordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß nur abgehend gerichtete Amtsübertragungen direkt über einen Amtszweihundertergruppenwähler [AZGW (ab) in Fig. 5] erreicht werden.
- 19. Schaltungsanordnung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die den ersten Gruppenwählern entsprechenden Amtsgruppenwähler (AGW in Fig. 5) zum Unterschied zur ersteren nicht mit Hilfe von Wahlimpulsen, sondern durch Markierinformation von seiten der Vermittlung (Zahlengeber ZG in Fig. 4) eingestellt werden.
- 20. Schaltungsanordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß bei Amtsübertragungen mit den bekannten zwei Ausgängen für Rückfrage und Umlegung eine Konzentration der zweiten Rückfragekitungen dadurch vorgenommen wird, daß zwischen die Amtsübertragungen und die zweiten Rückfrageteilnehmerschaltungen ein ·Rückfragesucher (RS in Fig. 1) eingeschoben ist, der die zweiten Rückfrageleitungen mehrere Amtsübertragungen über einen bzw. mehrere Rückfragesucher konzentriert.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen© 609 706/158 10.56 (609 873 4.57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST8955A DE962985C (de) | 1954-10-29 | 1954-10-29 | Schaltungsanordnung fuer Vermittlungsanlagen, insbesondere Gross-Nebenstellenanlagen mit Markierbetrieb |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEST8955A DE962985C (de) | 1954-10-29 | 1954-10-29 | Schaltungsanordnung fuer Vermittlungsanlagen, insbesondere Gross-Nebenstellenanlagen mit Markierbetrieb |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE962985C true DE962985C (de) | 1957-05-02 |
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ID=7454639
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|---|---|---|---|
| DEST8955A Expired DE962985C (de) | 1954-10-29 | 1954-10-29 | Schaltungsanordnung fuer Vermittlungsanlagen, insbesondere Gross-Nebenstellenanlagen mit Markierbetrieb |
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|---|---|
| DE (1) | DE962985C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1059049B (de) * | 1958-04-01 | 1959-06-11 | Telefonbau | Schaltungsanordnung fuer erweiterungsfaehige grosse Fernsprechnebenstellenanlagen mit Koordinatenschaltern |
-
1954
- 1954-10-29 DE DEST8955A patent/DE962985C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1059049B (de) * | 1958-04-01 | 1959-06-11 | Telefonbau | Schaltungsanordnung fuer erweiterungsfaehige grosse Fernsprechnebenstellenanlagen mit Koordinatenschaltern |
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