DEM0018562MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 12. Mai 1953 Bekanntgemacht am 10. November 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Für zerlegbare Brücken auf festen Stützen sind eine Vielzahl verschiedener Systeme vorhanden, die einseitig
entweder von der Hauptverwendung als Straßenbrücke oder von der Hauptverwendung als Eisenbahnbrücke
ausgehen. Die Straßenbrückensysteme genügen außerdem hinsichtlich Tragkraft, Stützweiten
und Fahrbahnbreiten meist nicht den heutigen gesteigerten Verkehrsanforderungen, so daß vorhandene
Systeme zu unwirtschaftlichen Sonder- oder Behelfslösungen umgebaut werden. Die Vielzahl dieser
Geräte belastet die Fabrikation und erschwert die Lagerhaltung und Organisation der zerlegbaren
Brücken.
Beispielsweise sind zerlegbare Brücken bekannt, deren Hauptträger als einstöckiges Fachwerk mit
Diagonalen und Pfosten oder als zweistöckiges Fachwerk mit Diagonalen und Zwischengurt ausgebildet
ist. Der Zwischengurt ist durch die Konstruktion bedingt, er ist jedoch unwirtschaftlich. Weiter sind
Gurtknotenbleche erforderlich. Bei dem zweistöckigen Fachwerk ist ein einwandiger Bau nicht möglich. Da
das Fachwerk kein Rautenfachwerk ist, ist ein großer Aufwand an Einzelteilen, Verschraubarbeit und
Montagezeit notwendig. Bei Trogbrücken sind als oberer Windriegel unwirtschaftliche Querträger vorgesehen.
Außerdem ist bei schmalen Eisenbahnbrücken
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mil oberer Fahrbahn auf drei doppclwandigen Haupt-Irägcni
keine Abstufung der Hauptträgerhöhe möglich.
Weiler is( eine Trägerkonstruktion für Brücken u. dgl. bekannt, die als Haupt element eine Halbraute
mit eingebautem Ciiirtslab und als Nebenelemcnt eine
Kaute mit Zugschraubenanschluß besitzt. Halbraute und Kaule können sich wegen des fest eingebauten
(iiirtslabes nicht gegenseitig ersetzen. Dalier ist eine
ίο Abstufung der Haupt träger nur um ganze Kautenhölie
und ganze Rautenbreite -—· Feldweite möglich. Durch Versetzung der Kautenstabachsen infolge Einfügung
von Zwischenpfosten entstehen im System Biegungsinomente.
I!ei einer zerlegbaren Brücke ist auch schon vorgeschlagen
worden, den Ilauptträger aus kompletten,
rechteckigen YVandleilen (Panels) zu bilden, die, durch End- und Zwischenpfosten in zwei Kautenfelder
unterteilt, mit fest eingebauten Ober- und Untergurtstäben versehen sind und miteinander durch Absteckbolzen
verbunden werden. Ein besonderer Nachteil dieser Konstruktion ist neben der durch das konstruktionsbedingle
Bolzenspiel in den Absteckverschlüssen hervorgerufenen ungewöhnlich großen Durchbiegung
solcher Brücken die zwangläufig gegebene Anordnung von zwisehenliegenden Gurtstäben und
einfachen bzw. doppelten Zwischenpfosten bei mehrstöckigen !!rücken. Ferner kann die I.ängsabstufung
der Ilauptträger nur in der Länge des Wandteils, also größer als zwei Kautenfelder, und die Abstufung der
Haupt(rägerhöhe nur in der Höhe des Wandteils, also größer als die Rautenhöhe, erfolgen.
Der KiTindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß
ein wesentlicher Fortschritt auf dem Gebiet der zerlegbaren
!!rücken nur durch eine Einheitsbrücke erzielt werden kann, die sowohl als Straßen- als auch
als Eisenbahnbrücke gleich gut verwendbar ist, also hinsichtlich ihrer technischen Eigenschaften beide
Gebiete voll befriedigt. Die Erfindung besteht darin, daß der Nahmen aus gleichartigen Gurtstäben und
T-förmig ausgebildeten Gurtendstücken besteht und daß zur Füllung des Kahmens vorgefertigte Bauelemente
aus je vier und/oder je zwei zusammengefügten gleichartigen Einzelstäben sowie- Einzel-
Ί5 endstäbe dienen, die mit dein Kabinen direkt und
unter sich mittels Knotenbleche und Scherbolzen verschraubt und zu Netzwerken beliebiger Länge und
Höhe zusammensetzbar sind, deren Abstufung der halben Breite oder Höhe eines Bauelementes aus vier
Finzelstäbeii entspricht. Die Verwendbarkeit der
Einheitsbrücke erstreckt sich auch auf den Bau von Straßenbrücken aufschwimmenden Stützen, vorzugsweise
über große Wasserflächen. Ferner können die Bauteile auch zur Herstellung von Stützen, Brückenpfeilern,
Portalkonstruktionen, Hubgerüsten u. dgl. verwendet werden.
Hauptsächliche Bestandteile der Eiiiheitsbrücke
sind die Ilauptträger, Querträger, Längsträger und Verbände. Der Querträgerabstand entspricht der
fio Feldwcile der llaiipüräger und ist so bemessen, daß
die Quer- und Längsträger ebenso wie die Verbände sowohl für ein- und zweispurige Straßenbrücken als
auch für Eisenbahnbriicken gleichermaßen verwendbar sind. Das Grundsystem des Hauptträgers ist ein
Fachwerk, das aus gleichartigen Ober- und Untergurten mit vorgefertigten Bauelementen aus vier bzw.
zwei Einzelstäben zusammengesetzt ist. Die T-förmig ausgebildeten Gurtendstücke sind an allen drei Enden
mit Gurtstabanschlüssen verschen und die Gurtstäbe allseitig symmetrisch ausgebildet, so daß die Hauptträger
mit den gleichen Gcrätteilen für Montagezwecke beliebig über ihre Enden hinaus verlängerbar,
der Höhe nach aufstockbar und bei kontinuierlichen Brücken mit Pfeilerpfosten herstellbar sind und die
Gurtstäbe und die Gurtendstücke beim Einbau in Pfeilern ohne konstruktive Änderung als Zwischcnpfosten
verwendbar sind. Auf diese Weise wird zur Beschleunigung des Zusammenbaues der Brücken
wesentlich beigetragen. Da die Abmessungen der Bauelemente zugleich der Höhe und Fcldweitc des
Grundsystems entsprechen, können Länge und Höhe der Hauptträger mit Hilfe von halben Bauelementen
aus nur zwei Einzelstäben sowie bei ungerader Austeilung des Systems durch Einzelendstäbe beliebig
um die Länge der halben Diagonale eines Bauelementes aus vier Einzelstäben — also der halben Fcldweitc
bzw. halben Grundsystemhöhe entsprechend — abgestuft werden, indem die Längen der einzelnen Gurtstäbe
ebenfalls hierauf abgestimmt sind, d.h., zu jeder möglichen Hauptträgerlänge kann die statisch erforderliche
und daher wirtschaftlichste Hauptträgerhöhe in engsten Grenzen erreicht werden.
Darüber hinaus ist eine Abstufung der Brückenstützweiten um je 0,2 m möglich durch entsprechende
Versetzung der Auflager im Bereich der Gurtendstücke, die erforderlichenfalls durch Knotenbleche verstärkt
werden.
Die Größe der Bauelemente steht ferner auch in konstruktiver Beziehung zur Höhe des aus Querträgern,
Längsträgern und Belag bzw. Gleisoberbau zusammengesetzten Fahrbahnbandes der Trogbrücken,
derart, daß bereits bei zweieinhalbstöckiger Bauart für Straßenverkehr und bei dreistöckiger Bauart für
Eisenbahnverkehr obere Windverbände eingebaut werden können, ohne daß die Höhen der vorgeschriebenen
Lichtraumprofile beeinträchtigt werden.
Außer Brücken mit vorzugsweise einwandigen
Hauptfragen! sind auch Bauarten mit zwei- oder mehrwandigen Hauptträgern für entsprechend größere
Stützweiten möglich, indem weitere Hauptträger mittels konsolartiger Verbindungsstücke angebaut
werden. Schmale Brücken mit unmittelbar auf den Hauptträgern aufliegender Fahrbahn können auf
diese Weise in zwei- oder mehrwandiger Bauweise ausgeführt werden. Die Abmessungen der Verbindungsstücke
sind dabei so gehalten, daß je nach Bauart die Windverbandstäbe der Trogbrücken auch
bei den schmalen Brücken eingebaut werden können.
Die zwischen den Gurtanschlüssen der Bauelemente angeordneten Querträger sind mit den nächstliegenden
Kreuzungspunkten der Einzelstäbe und den Gurtungen der Hauptträger durch halbstöckige Zwischenpfosten
verbunden, die sowohl zur biegungssteifen Einbindung der Querträger in die Hauptträgerwände
als auch zur Eintragung der Kräfte in das lastverteilende System des Fachwerks dienen. Der Quer-
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trägeranschluß am Zwischenpfosten ist so ausgebildet,
daß er auch an die aus normalen und T-förmigen Gurtendstücken gebildeten End- und
Sonderpfosten paßt. Der Zwischenpfosten für sich allein wird auch zur Aussteifung der Hauptträgerober- bzw.
-untergurte verwendet, insbesondere bei schmalen Brücken zur Überleitung der an den Obergurten angreifenden
Kräfte und bei allen Bauarten, deren Einbau durch Vorschieben des an Land fertiggestellten
Bauwerks erfolgt, auch zur Abstützung der Untergurte in den kritischen Bereichen. Für den
letzteren Fall ist der Zwischenpfosten so konstruiert, daß er nach Beendigung des Verschub Vorgang es ohne
Schwierigkeit wieder entfernt werden kann.
In den Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt
Fig. ι die Seitenansicht eines Brückenendes,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. ι in der Ausführung als Straßenbrücke,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. ι in der Ausführung als Straßenbrücke,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. ι
in der Ausführung als Eisenbahnbrücke, und
Fig. 4 und 5 zeigen andere Querschnitte von
Brücken.
Die Überbauten der Einheitsbrücke bestehen aus parallelgurtigen Fachwerkhauptträgern i, Querträgern
2, Fahrbahnlängsträgern 3 und den erforderlichen Verbänden. Die Brücke wird in der Regel als
Trogbrücke mit untenliegender Fahrbahn (Fig. 1 bis 3) gebaut. Bei Straßenbrücken wird als Fahrbahn 4
ein Bohlenbelag oder Gitterrost, bei Eisenbahnbrücken werden Schwellen 5 und Schienen 6 aufgebracht.
Straßenbrücken werden ein- und zweispurig ausgeführt. Bei Straßen- und Eisenbahnbrücken
sind auch schmale Brücken mit obenliegender Fahrbahn (Fig. 4 und 5) herstellbar.
Die ein- oder mehrwandigen Hauptträger 1 der Brücke werden von den Obergurten 7 und Untergurten
8 sowie von den Endpfosten 9 und von als Füllungsglieder dienenden rautenförmigen Bauelementen
10, von Bauelementen 11 oder von beiden
gebildet. Die Bauelemente 10 haben quadratische Form und bestehen aus vier gleichen Rautenstäben 18.
Die Bauelemente 11 haben zusammen mit Gurten dreieckige Form und bestehen aus zwei gleichen
Rautenstäben 18. Die Rautenstäbe 18 sind unter sich durch Knotenbleche 12 verbunden. Die Obergurte 7
und die Untergurte 8 bestehen aus Gurtstücken 14 von der Länge α und Gurtstücken 15 bzw. 16 von der
Länge — bzw. —, die je nach der Hauptträgerhöhe
· 2 · 4
unter Verwendung von T-förmigen Gurtendstücken 17 auch als End- oder Zwischenpfosten 9 verwendbar
sind. Die Knotenbleche 12 der an die Untergurte 8 anschließenden halben Bauelemente 11 sind zweckmäßig
mit den Untergurten durch Streben 13 verbunden. Die Abmessungen der rautenförmigen Bauelemente
10 und die Längen der Gurtstäbe mit Feldweite 19 und Höhe 20 des Tragsystems sind so abgestimmt,
daß mit Hilfe von halben Bauelementen 11 aus nur zwei Rautenstäben 18 sowie bei ungerader
Austeilung des Systems durch einzelne Rautenendstäbe 18 a die Länge und Höhe der Hauptträger beliebig
um halbe Rautenbreite bzw. halbe Rautenhöhe — bei quadratischer Raute also der halben
Rautendiagonale entsprechend — abstufbar sind. Die Höhe 21 der rautenförmigen Bauelemente 10 in
Abhängigkeit von der Konstruktionsdicke des Fahrbahnbandes bei Trogbrücken ist so bemessen, daß
bereits bei zweieinhalbstöckiger Bauart für Straßenverkehr bzw. bei dreistöckiger Bauart für Eisenbahnverkehr
ohne Beeinträchtigung der vorgeschriebenen Lichtraumhöhen obere Windverbände zwischen den
Hauptträgern angeordnet werden können. An Stelle von zwei Hauptträgern 1 können auch mehrere verwendet
werden (Fig. 5). Es werden dann die Hauptträger 1 mittels konsolartiger Verbindungsstücke 22
miteinander verbunden. Die Abmessungen dieser Verbindungsstücke 22 sind so gewählt, daß je nach
Bauart die Windverbandstäbe der Trogbrücken auch bei schmalen Brücken eingebaut werden können.
Die Hauptträgerkonstruktion nach der Erfindung vereinigt die wirtschaftlichen Vorteile des Rautenfachwerks
mit einer in bezug auf Abstufung und Zusammenbau des Tragwerkes und Handhabung der
Geräteteile sinnvoll abgestimmten Zerlegbarkeit.
Die Montage der Einheitsbrücke erfolgt hinsichtlich Zeitaufwand am vorteilhaftesten durch Vorzusammenbau
und anschließendes Vorschieben des Überbaues. Bei größeren Stützweiten wird Freivorbau mittels
leichter, elektrisch betriebener Krane angewendet. Für den Transport der Teile genügen normale Lastkraftwagen.
Claims (4)
1. Zerlegbare Brücke, deren Hauptträger als Fachwerk mit allseitig geschlossenem Rahmen
ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen aus gleichartigen Gurtstäben (14, 15, 16)
und T-förmig ausgebildeten Gurtendstücken (17) besteht und daß zur Füllung des Rahmens vorgefertigte
Bauelemente (10) aus je vier und/oder je zwei zusammengefügten gleichartigen Einzelstäben
(18) sowie Einzelendstäben (i80) dienen, die mit
dem Rahmen direkt und unter sich mittels Knotenblechen und Scherbolzen verschraubt und zu Netzwerken
beliebiger Länge und Höhe zusammensetzbar sind, deren Abstufung der halben Breite
oder Höhe eines Bauelementes aus vier Einzelstäben (18) entspricht.
2. Brücke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die T-förmig ausgebildeten Gurtendstücke
(17) an allen drei Enden mit Gurtstabanschlüssen versehen und die Gurtstäbe (14, 15,16)
allseitig symmetrisch ausgebildet sind, so daß die Hauptträger mit den gleichen Geräteteilen für
Montagezwecke beliebig über ihre Enden hinaus verlängerbar, der Höhe nach aufstockbar und bei
kontinuierlichen Brücken mit Pfeilerpfosten herstellbar sind und die Gurtstäbe (14, 15, 16) und die
Gurtendstücke (17) beim Einbau in Pfeilern ohne konstruktive Änderung als Zwischenpfosten verwendbar
sind.
3. Brücke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Gurtung (7 bzw. 8)
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und einem darüber- oder darunterliegenden Knotenpunkt ein Zwischenpfosten (13) angeordnet
ist.
4. Brücken nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß für den Bau eines mehrwandigen Hauptträgers (1) von Brücken mit
unten angeordneter Fahrbahn und für den Bau von Ilauptträgergruppen für schmale Brücken
mit obenliegender Fahrbahn zwischen den Hauptträgern (1) Gurtverbindungskonsolen (22) angeordnet
sind, die normale Windstrebenanschlüsse besitzen und in ihrer Breite so bemessen sind, daß
Hauptträgergruppen von schmalen Brücken in gleicher Weise wie bei Trogbrücken durch Quer-
und Längsverbände ans normalen Windstreben ausgesteift werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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