DEM0025863MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. November 1954 Bekanntgemacht am 8. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Der Hauptpatentanmeldung M 18562 Vj/io.d
liegt die Erkenntnis1 zugrunde, daß ein wesentlicher
Fortschritt auf dem Gebiet der zerlegbaren Brücken durch eine Einheitsbrücke erzielt werden kann, die
sowohl als ein- und zweispurige Straßen- als auch als Eisenbahnbrücke gleich gut verwendbar ist,
also hinsichtlich ihrer technischen Eigenschaften beide Verwendungsgebiete voll befriedigt. Nach
der Hauptpatentanmeldung ist das wesentliche Merkmal einer zerlegbaren Einheitsbrücke darin
zu sehen, daß der das Fachwerk des Hauptträgers umschließende Rahmen aus gleichartigen Gurtstäben
und T-förmig ausgebildeten Gurtendstücken besteht und daß zur Füllung des Rahmens vorgefertigte
Bauelemente aus je vier und/odeir je
zwei zusammengefügten gleichartigen Einzelstäben sowie Einzelendstäben dienen, die mit dem Rahmen
direkt und unter sich mittels Knotenblechen und Scherbolzen verschraubt und zu Netzwerken beliebiger
Länge und Höhe zusammensetzbar sind, deren Abstufung der halben Breite oder Höhe eines
Bauelementes aus vier Einzelstäben entspricht. Die Einzelteile der Einheitsbrücke sind demnach so
aufeinander abgestimmt, daß mit denselben Teilen, die unter sich in beschränkter Anzahl verschiedenartig
sind, ein- und zweispurige Straßenbrücken, eingleisige Eisenbahnbrücken in Trogbauart oder
als Deckbrücken, insbesondere aber auch schmale
509 696/22
M 25863 V/19d
Brücken mit oben liegender Fahrbahn, in den jeweils erforderlichen Abmessungen gebaut werden
können.
Zum Übergang von einer einspurigen zu einer
,5 zweispurigen Straßenbrücke sind in der Hauptpatentanmeldung keine besonderen Mittel angegeben.
Es müssen daher bei einer breiteren Brücke auch längere Querträger verwendet werden. Gemäß
der Erfindung wird eine Verwendung der Querträger einer einspurigen Brücke auch für eine
zweispurige Brücke dadurch ermöglicht, daß Verlängerungsstücke für die Querträger zur Verbreiterung
der Fahrbahn vorgesehen sind. Ist bei der Brücke die Anordnung eines oberen Windverbandes
notwendig, dann sind zweckmäßig bei einer Verbreiterung der Fahrbahn die Windverbandsriegel
an beiden Enden durch gleich ,Lange, der Hälfte der Querträgerverlängerungsstücke entsprechende
Stücke verlängerbar.
ao In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt
Fig. ι die Seitenansicht eines Straßenbrückenendes gemäß dem Hauptpatent,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II in Fig. ι,
Fig· 3 den Querschnitt einer zweispurigen Straßenbrücke
gemäß der Erfindung,
Fig. 4 die Draufsicht auf den unteren Windverband der Brücke nach Fig. 3 und
Fig. 5 die Draufsicht auf: den oberen Windverband
der Brücke nach Fig. 3.
Die Überbauten der Einheitsbrücke bestehen aus parallelgurtigen Fachwerkhauptträgern 1, Querträgern
2, Fahrbahnlängsträgern 3 und den erforderlichen Verbänden. Die Brücke wird in der
Regel als Ttragbrücke mit untenliegender Fahrbahn
(Fig. ι und 2) gebaut. Bei Straßenbrücken wird als
Fahrbahn 4 ein Bohlenbelag oder Gitterrost, bei Eisenbahnbrücken werden Schwellen und Schienen
aufgebracht. Straßenbrücken werden ein- und zweispurig ausgeführt. Insbesondere bei Eisenbahnbrücken
sind auch schmale Brücken mit obenliegender Fahrbahn herstellbar.
Die ein- und mehrwandigen Hauptträger 1 der ' Brücke werden von den Obergurten 7 und den
Untergurten 8 sowie den Endpfosten 9 und von als Füllungsglieder dienenden rautenförmigen Bauelementen
10 von quadratischer Form gebildet. Die Obergurte 7 und die Untergurte 8 bestehen aus
Gurtstücken 14 von der Länge α und Gurtstücken
15 bzw. ιό von der Länge -^- bzw. —,,die je nach der
Hauptträgerhöhe unter Verwendung von T-förmig ausgebildeten Gurtendstücken" .·$%■■_.auch als End-ίΛ
oder Zwischenpfosten 9,verwendbar sind. Die Knotenbleche 12 der beispielsweise an die Untergurte 8
anschließenden halben Bauelemente 11 sind zweckmäßig
mit den Untergurten düich Zwischenpfosten 13 verbunden. |.
Die Höhe 21 der rautenförmigen Ausfachung durch Bauelemente 10 und 11 i;p Abhängigkeit von
der Konstruktionsdicke des Fahrbahnbandes bei Trogbrücken ist so bemessen, daß bereits bei
2V2Stöckiger Bauart für Straßenverkehr bzw. bei 3stöckiger Bauart für Eisenbahnverkehr ohne Beeinträchtigung
der vorgeschriebenen Lichtraumhöhen obere Windverbände zwischen den Hauptträgern
angeordnet werden können.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Brücke ist
eine einspurige Straßenbrücke. Um mit den gleichen Querträgern 2 auch zweispurige Straßenbrücken
herstellen zu können, sind gemäß der Erfindung, wie Fig. 3 zeigt, Verlängerungsstücke 23 der Querträger
2 vorgesehen, deren Länge ein Drittel der Querträgerlänge beträgt, so daß bei einem mit
sechs Längsträgern und drei bzw. sechs Windstreben 24 bzw. 25 besetzten Querträger 2 mit weiteren
zwei Längsträgern und ein bzw. zwei Windstreben 24 bzw. 25 die "Konstruktion für eine zweispurige
Straßenfahrbahn gebildet wird.
Sind bei einer einspurigen Straßenbrücke, die in eine zweispurige umgewahdel-pwürde, obere Windverbände
vorhanden, dann müssen bei einer Verlängerung der Querträger 2 auch die Windriegel 26
verlängert werden. Die Verlängerung der Wind- ~~"
riegel 26 erfolgt an beiden Enden durch gleichartig 85 =.
ausgebildete yerlängerungsstüpke 27, deren Länge die Hälfte der Länge der Querträgerverlängerungsstücke
23 beträgt. Mit einer bzw. zwei weiteren Windstreben 24 bzw. 25 wird dadurch der obere
Windverband für die zweispurige Brücke gebildet.
Claims (2)
1. Zerlegbare Brücke/deren Hauptträger als Fachwerk mit allseitig geschlossenem Rahmen
ausgebildet ist, nach Patentanmeldung M 18562 V/19 d, gekennzeichnet durch Verlängerungsstücke
(23) für die Querträger (2) zur Verbreiterung der Fahrbahn.
2. Brücke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Verbreiterung der Fahrbahn
die Windverbandsriegel (26) an beiden Enden duirch gleich lange, der Hälfte der Querträgerverlängerungsstücke
(23) entsprechende Stücke (27) verlängerbär sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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