DEC0008638MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 17. Dezember 1953 Bekanntgeniacht am 23. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kassiervorrichtung für Selbstverkäufer für Gas, Wasser,
Elektrizität od. dgl. mit einem drehbaren Schloß, welches erst durch den Einwurf eines Geldstückes
entsperrt und bis in eine Stellung, in welcher das Geldstück ausfällt, gedreht werden kann und dabei
ein Gasventil oder einen Flüssigkeitshahn öffnet oder einen Stromschalter schließt.
Die Erfindung bezweckt, gegenüber den bekannten Kassiervorrichtungen dieser Art mit sehr einfacher,
wirtschaftlicher und robuster Bauart dafür zu sorgen, daß die Vorrichtung nicht so weit gedreht
werden kann, bis sich das Ventil oder der Hahn öffnet bzw. der Schalter schließt, bevor die
Münze eingeworfen wurde. Die Erfindung kennzeichnet sich durch ein drehbare Schloßplatte, einen
zweiarmigen Hebel, der um eine auf dieser Platte befestigte Achse schwenken kann und durch eine
Feder in verriegelter Stellung gehalten wird und dessen einer Arm den Schloßriegel trägt, während
der andere Arm mit einem zweiten zweiarmigen Hebel zusammenarbeitet, dessen zwischen seinen
Armen befindliche Schwenkachse gegenüber der Platte verschiebbar ist und dessen einer Arm mit
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einer Anlagefläche sich auf dem in dem Schloß befindlichen
Geldstück abstützen kann, während der andere Arm durch eine Feder gegen einen Mitnehmerdaumen
gezogen wird, welcher mit dem Stellknopf des Schlosses in Verbindung steht, so daß bei einer Drehung des Knopfes ohne vorherigen
Geldeinwurf der zweite Hebel sich nur auf seiner Drehachse dreht, während er bei eingeworfenem
Geldstück um den Berührungspunkt zwischen
ίο der Anlagefläche dieses Hebels und der Münze
unter Verschiebung gegenüber der Drehachse schwenkt, wodurch zuerst der Riegel des ersten
Hebels entsperrt wird und dann das Schloß mittels des Stellknopfes ungehindert weitergedreht werden
kann. Wurde kein; Geldstück eingeworfen, so bleibt die Vorrichtung gesperrt, so daß von außen auf das
Ventil, den. Hahn bzw. den Schalter keine Kraft übertragen werden kann.
Es ist vorteilhaft, den zweiten Hebel mittels eines Langloches zwischen seinen Enden auf einem
auf der Platte befestigten Bolzen schwenkbar zu lagern. Dieser Hebel kann derart ausgebildet sein,
daß sein mit dem Mitnehmerdaumen des Betätigungsknopfes zusammenarbeitender Arm den
Klinkenhebel in der Sperrstellung festhält, wenn der Betätigungsknopf gedreht wird, ohne das vorher
ein Geldstück eingeworfen wurde. Auf diese Weise ist es unmöglich, die Vorrichtung bei fehlendem
Geldstück etwa mittels eines in den Einwurfschlitz eingeführten Werkzeuges zu entriegeln.
Es ist zweckmäßig, zwei oder mehrere Hebelpaare vorzusehen, indem die Platte mit zwei oder
mehreren zusammenarbeitenden Hebelpaaren ausgerüstet wird, die sich in gleichem Winkelabstand
befinden, und den Betätigungsknopf mit zwei oder mehreren in gleichem Winkelabstand vorgesehenen
Antriebsdaumen zu versehen. Dann kann man ein Geldstück am oberen Teil der Vorrichtung einwerfen
und es unten ausfallen lassen. Die die Hebel in bestimmten Stellungen haltenden Federn können
dabei zwischen den verschiedenen Hebelsätzen gespannt sein.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes zeigt die Zeichnung, und
zwar ist
Fig. ι eine in vergrößertem Maßstab gezeichnete Ansicht der inneren Teile der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
Fig. 2 ein Axialschnitt durch die Vorrichtung,
. 50 Fig. 3, 4 und 5 eine Ansicht der Einzelteile der Vorrichtung in verschiedenen Stellungen und
. 50 Fig. 3, 4 und 5 eine Ansicht der Einzelteile der Vorrichtung in verschiedenen Stellungen und
Fig. 6 eine schemätische Ansicht, aus welcher die Einwirkung der Vorrichtung auf das Betätigungsorgan
des Ventils, Hahnes bzw. Schalters ersichtlieh ist.
In der Zeichnung sind 1 und 2 feste Platten, die durch abstandhaltende Elemente 3 miteinander verbunden
sind. Die Platte 2 ist mit einem Mantelteil 4 versehen, der einen Schlitz 5 für den Einwurf
des Geldstückes aufweist.
In dem von den Platten 1 und 2 begrenzten Raum befindet sich eine Schloßplatte 6 mit umgebördeltem
Rand 7, deren Achse in der Platte 1 drehbar gelagert und auf der anderen Seite dieser
Platte als Zahnrad 8 ausgebildet ist. Die Platte trägt zwei gleiche Doppelhebelpaare, die gegeneinander
radial versetzt sind. Ein Hebel jedes Paares kann um einen auf der Platte 6 befestigten Zapfen 9
schwenken, während der andere auf einem Zapfen 10, der ebenfalls von der Platte getragen wird,
schwenkbar gelagert ist. Der erste Sperrhebel hat zwei Arme 11 und 12, von denen der Arm 11 eine
Klinke oder einen Riegel 13 trägt, die bzw. der sich an den festen Anschlag 14 anlegen kann. An
dem Arm 12 greift eine Feder 17 an. Der zweite
Sperrhebel ist ebenfalls als zweiarmiger Hebel ; ausgebildet, an dessen Arm 16 eine Feder 15 angreift,
während der Arm 18 eine Anlegefläche 19
trägt, die sich auf einem eingeworfenen Geldstück abstützen kann. Der Hebel 16, 18 ist mittels eines
Langloches 20 auf dem Zapfen 10 gelagert.
Eine Welle 21 mit einem Betätigungsknopf 22 ist in der Platte 2 drehbar. Die Welle 21 trägt
am anderen Ende zwei Mitnehmerdaumen 23. Jeder dieser Daumen betätigt den Arm 16 des
Hebels 16, 18.
Wurde der Betätigungsknopf 22 nicht gedreht und kein Geldstück eingeworfen, so haben die
Hebel jedes Satzes die in Fig. 3 gezeigte Stellung. Die Klinke oder der Riegel 13 des Hebels 11, 12
liegt dann an dem Anschlag 14 an. Somit kann die Schloßplatte 6 nicht gedreht werden. Würde man in
diesem Falle den Betätigungsknopf 22 dennoch drehen, so schwenkte der Hebel 16, 18 um seinen
Zapfen 10 bis in die in Fig. 5 gezeigte Stellung, wobei der in besonderer Weise geformte Arm 16
gegen den Arm 11 des Hebels 11, 12 gedrückt
würde, so daß die Klinke 13 in ihrer Verriegelungsstellung verbliebe. Wird jedoch zunächst ein Geldstück
24 eingeworfen · (Fig. 4) und erst dann der Knopf 22 gedreht, so bildet die Berührungsstelle
zwischen dem Geldstück und der Anlagefläche 19 einen zweiten Schwenkmittelpunkt des Hebels 16,
18. Dadurch wird dieser Hebel durch den Mitnehmerdaumen 23 um diesen neuen Schwenkmittelpunkt
geschwenkt, was durch das Langloch 20 möglich ist. Der Hebel drückt dadurch mit seinem
Mittelteil 25 gegen den Arm 12. Auf diese Weise schwenkt der Hebel ii, 12 um den Zapfen 9, so daß
die Klinke 13 von dem Anschlag 14 freikommt. Bei weiterer Drehung des Knopfes 22 wird die Platte
um i8o° gedreht, woraufhin die Klinke 13 des zweiten Hebelsatzes auf den Anschlag 14 trifft.
Das Geldstück fällt aus der Vorrichtung heraus, und diese ist von neuem verriegelt. .
Die Federn 15 und 17 greifen jeweils an einem
Arm 12 eines der Hebelpaare und einem Arm 16 des gegenüberliegenden Hebelpaares an.
Das Zahnrad 8 betätigt über die Zahnräder 26 und 27 das Sonnenrad 28 eines Differentials, dessen
anderes Sonnenrad 29 mit dem Antriebsorgan 30 eines Gasventils, eines Flüssigkeitshahnes oder
eines elektrischen Schalters verbunden ist. Die Planetenräder 31, welche mit den Sonnenrädern
zusammenarbeiten, können sich um eine auf dem losen Zahnrad 32 befestigte Achse drehen. Das
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Zahnrad 32 ist über Zahnräder 33, 34, 35, 36 und mit einer Welle 38 verbunden, die durch den
Gas- oder Flüssigkeitsmesser bzw. den Elektrizitätszähler angetrieben wird. Wird die Kassiervorrichtung
um eine halbe Umdrehung weitergedreht, so wird dadurch das Antriebsorgan 30 in eine Stellung gebracht, in welcher das Gasventil
bzw. der Flüssigkeitshahn geöffnet bzw. der Schalter geschlossen ist. Wird nun Gas bzw. Flüssigkeit
bzw. Elektrizität verbraucht, so dreht der Zähler bzw. Messer die Welle 38 in einer Richtung derart,
daß das Antriebsorgan 30 in die Stellung zurückbewegt wird, in welcher das Ventil bzw. der Hahn
geschlossen bzw. der Schalter geöffnet ist.
Der Rahmen der Erfindung wird nicht verlassen, wenn man äquivalente Mittel bei der Kassiervorrichtung
anwendet.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:
20i. Kassiervorrichtung für Selbstverkäufer für Gas, Wasser, Elektrizität od. dgl. mit einem drehbaren Schloß, das erst nach Einwurf eines Geldstückes entsperrt und bis zu der Stellung, in welcher das Geldstück ausfällt, gedreht werden kann und dabei ein Gasventil oder einen Flüssigkeitshahn öffnet oder einen Stromschalter schließt, gekennzeichnet durch eine drehbare Schloßplatte (6) mit einem um eine darauf befestigte Achse (9) drehbaren zweiarmigen, durch eine Feder (15 bzw. 17) in der Verriegelungsstellung gehaltenen Hebel (11, 12), dessen einer Arm (11) die Verriegelungsklinke (13) des Schlosses trägt und dessen an- derer Arm (12) mit einem zweiten zweiarmigen Hebel zusammenarbeitet, dessen Drehpunkt (10) zwischen seinen Armen (16, 18) gegenüber der Schloßplatte (6) verschiebbar ist und dessen einer Arm (18) sich mit einer Anschlagfläche(19) an dem eingeworfenen Geldstück (24) abstützen kann, während sein anderer Arm (16) durch eine Feder (15 bzw. 17) an einem mit dem drehbaren Betätigungsknopf (22) verbundenen Mitnehmerdaumen (23) gehalten wird, so daß eine Drehung des Betätigungsknopfes(22) bei fehlendem Geldstück nur eine Drehung des zweiten Hebels (16, 18) um seinen Drehpunkt (10) bewirkt, bei eingeworfenem Geldstück jedoch seine Schwenkung um die Berührungsstelle seiner Anschlagfläche (19) mit dem Geldstück (24) unter Verschiebung gegenüber dem Drehpunkt (10) veranlaßt wird, wodurch zuerst der erste Hebel (11, 12) mit seiner Verriegelungsklinke (13) in die Entriegelungsstellung gebracht wird und das Schloß dann weitergedreht werden kann. - 2. Kassiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Hebel (16, 18) mit einem zwischen seinen Enden befindlichen Langloch (20) auf einem auf der Schloßplatte (6) befestigten Zapfen (10) gelagert ist.
- 3. Kassiervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Hebel (16, 18) derart ausgebildet ist, daß sein mit dem Mitnehmerdaumen (23) des Betätigungsknopfes (22) zusammenarbeitender Arm (16) den die Verriegelungsklinke (13) tragenden Hebel (11, 12) in der Sperrstellung festhält, wenn bei fehlendem Geldstück der Betätigungsknopf gedreht wird.
- 4. Kassiervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere Paare von Hebeln (11, 12 bzw. 16, 18) vorgesehen sind, indem die Schloßplatte (6) in gleichem Winkelabstand voneinander mit zwei oder mehreren zusammenarbeitenden Hebelpaaren (11, 12 bzw. 16, 18) versehen ist, während der Betätigungsknopf (22) in gleichem W.inkelabstand voneinander zwei oder mehrere Mitnehmerdaumen (23) trägt.
- 5. Kassiervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Hebel (11, 12) eines zusammenarbeitenden Hebelpaares (11, 12 bzw. 16, 18) durch eine Feder (15 bzw. 17) mit dem zweiten Hebel (16, 18) eines anderen Paares und umgekehrt verbunden ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 167 586.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 580/51 8. 56
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