DE99645C - - Google Patents

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DE99645C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F15/00Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
    • G07F15/001Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity for gas

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
(County of London).
Selbstverkäufer für Gas u. dgl.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 28. August 1897 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Selbstverkäufer für Flüssigkeiten und Gase, bei welchem eine eingeführte Münze durch einen Kolben niedergedrückt wird und das Gasventil eine bestimmte Zeit lang offen hält. Derartige Verkäufer sind gewöhnlich so gebaut, dafs eine Anzahl Münzen auf einmal eingeführt werden, so dafs der Verkäufer so lange in Thätigkeit bleibt, bis alle Münzen verbraucht sind.
Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, dafs mehrere MUnzenbehälter für Münzen von verschiedenem Werthe angeordnet sind und dafs die Mechanismen zum Ausstofsen der Münzen derart mit einander in Verbindung stehen, dafs der Auswerfer für die Münze von höherem Werthe in entsprechendem Verhältnifs seltener in Wirksamkeit tritt, als der Auswerfer für die Münze von geringerem Werthe, und dafs Münzen von höherem Werthe nicht ausgestofsen werden, so lange noch Münzen von geringerem Werthe vorhanden sind.
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Fig. ι ist eine Vorderansicht.
Fig. 2 ist eine Ansicht von oben von der Linie 2-2 der Fig. 1 aus.
Fig. 3 und 4 sind Schnitte nach den Linien 3-3 bezw. 4-4 von Fig. 2.
In dem Gehäuse A sind zwei Einwurfschlitze α1 α2 angeordnet, von denen a1 für die Einführung der gröfseren Münze von geringerem Werthe und a2 für die kleinere Münze von beispielsweise dem zehnfachen Werthe bestimmt ist. Die Münzen rutschen über zwei nach unten gehende Leisten λ3, welche so weit von einander entfernt sind, dafs Münzen von geringerem Durchmesser als die richtigen hindurchfallen und auf der schrägen Fläche as durch die Oeffnung a9 aus dem Verkäufer herausfallen. Die richtigen Münzen gelangen in cylindrische Behälter B1 bezw. B2, jedoch erst dann, wenn die in diesen Cylindern befindlichen Kolben b1 bezw. b2 hochgehoben worden sind. Um ein Einwerfen von Münzen zu verhindern, wenn die Kolben niedergedrückt sind, was eine Stauung der Münzen in dem Einwurfkanal zur Folge haben könnte, ist in dem letzteren eine Sperrnase ai angebracht, welche an dem um α6 drehbaren Hebel a& befestigt ist. Beim Heben des Kolbens wird durch einen an demselben angebrachten Stift a1 der Hebel ah gehoben und dadurch die Sperrnase α4 aus dem Einwurfkanal entfernt. Es ist also nöthig, vor jedesmaligem Einwerfen einer Münze den betreffenden Kolben zu heben, so dafs sich die Münzen in den Cylindern jB1 B2 unter den Kolben ansammeln. Die Zahl der eingeworfenen Geldstücke wird durch eine Theilung an der Vorderseite des Kolbens angezeigt.
Die Kammer C enthält ein beliebig gebautes Durchlafsventil für das Gas oder die Flüssigkeit. Auf der Ventilstange sitzen vor Oeffnungen der Cylinder B1 und B2 und vor passenden

Claims (1)

  1. Schlitzen der Kolben b1 und b2 Kopfstücke c1 und c2, welche unter einander starr verbunden sind. Der im Gehäuse gelagerte Gegengewichtshebel c sucht, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, die Kopfstücke c1 und c2 in die Schlitze der Kolben hineinzubewegen, in welcher Stellung das Ventil in der Kammer C geschlossen ist. Sind Münzen in einen oder beide Cylinder eingeführt und durch den Kolben nach unten gedrückt, so bewegen die Münzen die mit einer Keilfläche versehenen Kopfstücke c1 c2 aus den Cylindern heraus, der Wirkung des Gewichtshebels entgegen, wodurch das Ventil in C geöffnet und dem Gas oder der Flüssigkeit der Durchtritt gestattet wird. Infolge dessen setzt sich der Zähler der Gas- oder Flüssigkeitsleitung in Bewegung. Eine Welle D des Zählers treibt mittelst einer Zahnradübertragung eine Kurbel d1 mit einer solchen Geschwindigkeit, dafs dieselbe eine Umdrehung macht, während eine dem Werth einer Münze unter dem Kolben b x entsprechende Flüssigkeitsoder Gasmenge abgegeben wird. Der Kurbelzapfen von d1 greift in den Schlitz eines Hebels e1 ein, an dessen oberem Ende eine Platte E1 befestigt ist, welche infolge der Drehung der Kurbel d1 mittelst des Hebels e1 vor- und zurückbewegt wird und bei der Vorwärtsbewegung eine Münze unter dem Kolben b1 wegstöfst, worauf dieselbe in einen geeigneten Behälter fällt. Befindet sich nach der Rückwärtsbewegung der Platte E1 keine weitere Münze unter dem Kolben b1 und auch keine unter b2, so können sich die Kopfstücke c1 c2 unter dem Einfiufs des Gewichtshebels c in die Schlitze der nunmehr in der tiefsten Stellung befindlichen Kolben hineinbewegen, wodurch das Ventil in C geschlossen wird. Infolge dessen bleibt auch der Zähler der Leitung stehen, und die Bewegung des Ausstofsmechanismus hört auf.
    Dieser an sich bekannte Mechanismus wirkt nun gemäfs vorliegender Erfindung mit einer ähnlichen Einrichtung für die Münzen unter dem Kolben b2 derart zusammen, dafs für die letzteren ein Ausstofsen nur so selten erfolgt, wie dem Verhältnifs der beiden Münzsorten entspricht. Bei dem auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel macht die die Ausstofsplatte E'2 unter dem Kolben b2 bewegende Kurbel d2 nur eine einzige Umdrehung in derselben Zeit, in welcher die Kurbel dl zehn Umdrehungen macht. Dabei tritt aber die Kurbel d2 und die Ausstofsplatte E2 überhaupt nur dann in Thätigkeit, wenn sich unter dem Kolben b1 keine Münze von geringerem Werth mehr befindet, so dafs also alle Münzen von geringerem Werthe aufgebraucht werden, bevor das Ausstofsen der Münzen von höherem Werthe beginnt.
    Dies wird auf folgende Weise erreicht:
    An der Unterseite der Ausstofsplatte E1 ist eine Sperrklinke f drehbar gelagert, welche mit einem auf der Achse der Kurbel d2 sitzenden Sperrrad F von zehn Zähnen in Eingriff treten kann. Die Achse der Kurbel d2 ist in einer festen Platte H gelagert. Wenn sich die Sperrklinke f mit dem Sperrrad F in Eingriff befindet, so wird, wie leicht ersichtlich, in der Zeit, wo sich die Platte E1 zehnmal hin- und herbewegt, die Kurbel d2 eine Umdrehung vollführen. So lange sich unter dem Kolben b1 eine Münze von geringerem Werthe befindet, kann die Sperrklinke f jedoch nicht in' das Sperrrad F eingreifen, weil die durch die Platte E2 ausgestofsene Münze das Ende J?2 eines Hebels G, der auf der Platte H drehbar befestigt ist, während des Ausstofsens niederdrückt. Hierdurch wird der andere bogenförmig ausgebildete Arm g des Hebels G in eine solche Stellung gehoben, dafs er über das Sperrrad F ragt und die Sperrklinke f über den Bogen g hin- und herschleift, ohne mit dem Sperrrad F in Eingriff kommen zu können. Sobald sich jedoch unter dem Kolben b1 keine Münze mehr befindet und also auch keine mehr ausgestofsen wird, geht, das Ende R2 des Hebels G infolge des Uebergewichts des Armes g in die Höhe und der letztere Arm sinkt nach Unten, so dafs nunmehr die Sperrklinke f in das Sperrrad F eingreift und dasselbe bei zehnmaligem Hin- und Hergang der Platte E1 einmal ganz herumdreht. Infolge dessen bewegt die Kurbel d2 mittelst des geschlitzten Hebels e2 die Platte E2 einmal hin und her, während die Platte E1 zehn Vor- und Rückwärtsbewegungen macht. Der Verkäufer liefert also für die Münze von höherem Werthe eine zehnmal so grofse Flüssigkeitsoder Gasmenge wie für die Münze von geringerem Werthe.
    Bei einem anderen Verhältnisse der Mürizwerthe als 1:10 erhält das Sperrrad F selbstverständlich eine entsprechend andere Zahl von Zähnen. Es ist selbstverständlich, dafs auch noch ein dritter, vierter u. s. w. Cylinder angeordnet sein könnte, deren Ausstofsplatten in derselben Weise von den Ausstofsplatten der vorhergehenden Cylinder bethätigt werden, wie es im Vorstehenden für zwei Cylinder beschrieben worden ist. 1
    Patenτ-Anspruch:
    Selbstverkäufer für Gas und dergl., bei dem verschiedenwerthige Münzen verwendet werden können und hierbei jede Münzsorte unter je einen besonderen Kolben (b1 b2) gelangt, dadurch gekennzeichnet, dafs die Münzen höheren Werthes erst zur Wirkung gelangen, nachdem das Ausstofswerk für die Münzen niedrigeren
    Werthes (dl e1 E1J die letzteren sämmtlich entfernt und dadurch einen bogenförmig gestalteten Arm (G) in eine solche Lage gebracht hat, dafs derselbe mit seinem schwereren Ende (g) eine an der Ausstofsplatte (E1) drehhar gelagerte Klinke (f) nichi mehr am Eingreifen in ein, eine dem Werthverhältnifs der Münzsorten entsprechende Anzahl Zähne tragendes Sperrrad (F) hindert, welches seinerseits bei jedesmaliger Umdrehung unter Vermittelung des Ausstofswerkes (d2 e2 E'2) eine Münze höheren Werthes beseitigt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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