DE99221C - - Google Patents
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- G04—HOROLOGY
- G04C—ELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
- G04C13/00—Driving mechanisms for clocks by primary clocks
- G04C13/02—Circuit arrangements; Electric clock installations
- G04C13/021—Circuit arrangements; Electric clock installations primary-secondary systems using transmission of singular pulses for driving directly secondary clocks step by step
- G04C13/025—Circuit arrangements; Electric clock installations primary-secondary systems using transmission of singular pulses for driving directly secondary clocks step by step via special lines
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gegenstand dieser Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Uhr, deren Eigenthümlichkeit
darin liegt, dafs bei Schlufs des Stromkreises durch die Hauptuhr die Nebenuhr
den Stromkreis wieder unterbricht, sobald die Nebenuhr in ordnungsmäfsiger Weise bethätigt
ist. Hierdurch wird der Vortheil erzielt, dafs die Stromzuführung nur so lange dauert, wie zur Leistung der erforderlichen
Arbeit nothwendig ist, wohingegen während der anderen Zeit, trotzdem von dem Hauptwerk
aus die Leitung unter Schlufs steht, an der Nebenuhr die Leitung geöffnet ist.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen dargestellt:
In den Fig. 1 bis 3, welche die erste Ausführungsform
zeigen, ist der mit dem Hebel b' versehene Anker b des Magneten a
zwischen den Spitzen c.gelagert. Der Hebel b'
trägt an seinem freien Ende einen zweiarmigen Hebel g, dessen nach b' zu gerichtetes Ende
mittelst eines Stiftes g' in eine an entsprechender Stelle vorgesehene Aussparung des Ankerhebels
eingreift, so dafs dadurch, da der andere Arm des Hebels g länger und schwerer ist, dieser
Hebel in seiner Horizontallage gehalten wird. Ueber den mit dem Stift versehenen Arm
des Hebels g greift ein horizontales Winkelstück f3 eines an dem Hebel f befindlichen
Ansatzes f2.
Das Verhältnifs der Länge der beiden Arme des Hebels f, sowie die Stärke der Feder b 2
in Bezug auf dieses Verhältnifs und auf die Länge des Ankerhebels b' ist so bemessen,
dafs, wenn der Anker b angezogen, also der Hebel b' nach oben geschwungen wird, der
in der Nähe des Winkelarmes f2/3 gelegene
Theil des Ankerhebels nebst dem Hebel g einen gröfseren Weg zurücklegt als der Winkelansatz/2/3
des Hebels/, derart, dafs kurz vor dem Aufschlag des Ankers auf den Magnetkern
der innere Arm des Hebels g an den Winkel f3 anschlägt und hierdurch bei der
weiteren Bewegung des Ankerhebels b' zurückgehalten wird, so dafs also der äufsere Arm
des Hebels g und b' im Winkel zu einander stehen. Bei diesem Emporschwingen des
äufseren Armes von g wird aber der Stromkreis wieder unterbrochen, wie dies sogleich
dargelegt werden wird.
Der Ausschalter besteht aus einem winkelförmigen, vertical stehenden Hebel h', der in
Spitzen zwischen den Säulen h gelagert ist und oben ein beilartiges Contactstück fi2 trägt. In
der Ruhelage, d. h. dann, wenn an der Hauptuhr der Stromkreis nicht geschlossen ist, liegt
das Contactstück h 2 in der Contactgabel h 5,
wobei dann eine zur Hochhaltung von h2 vorgesehene Gewichtsklinke k3, die auf den
unteren Arm des Hebels h' sperrend einwirken kann, eine solche Einwirkung nicht
ausübt.
In Fig. ι und 2 befindet sich die Klinke h3
in ihrer Sperrlage, und man sieht, dafs diese Klinke mit dem Hebel h' durch eine Feder hi
verbunden ist.
Diese Feder ist einerseits bestrebt, die Klinke h3 in der Sperrlage zu erhalten, anderer^
seits will sie die Theile h2 h5 in Berührung
mit einander bringen, was also dann geschieht,
wenn der Sperrarm der Klinke h 3 nach unten
gedrückt wird. Dies geschieht stets dann, wenn der Ankerhebel b' in seine Ruhelage
zurückkehrt, wobei dann ein an ihm vorgesehener Arm b* (Fig. ι und 3) die Klinke hs
so dreht, dafs der Hebel h' mit dem Contactstück /ζ2 seinen Halt verliert und unter dem
Einflufs der Feder /i4 in die Schlufslage gebracht
wird. Diese bleibt also bestehen, bis der Anker b von Neuem angezogen wird,
wobei dann wieder das vorbeschriebene Aufschwingen des äufseren Armes des Hebels g
eintritt und dieser Arm den horizontalen Träger des Contactstückes /i2 so weit anhebt, dafs
unten die Klinke hs wieder-in Wirkung treten
kann.
Der die Theile h2 hh enthaltende Stromkreis
braucht nicht nothwendigerweise gerade der einer Uhr zu sein, sondern es können auch
andere Apparate bethätigt werden, beispielsweise Zeitstempel, die angeben, zu welcher
Minute das Uhrwerk von irgend welcher Contactstelle her beeinflufst worden ist. In solchem
Falle wird es vielfach nothwendig, an Stelle nur eines Stromkreises deren mehrere
zu schliefsen, so dafs also statt eines Stromschlufspaares /z2 h5 deren entsprechend mehr
vorhanden sein müssen.
In Fig. 4 ist die Zusammenfassung von fünf Stromschlufspaaren gezeigt, wobei diese sich
auf einer gemeinsamen Grundplatte i befinden. Im übrigen ist die Einrichtung genau so, wie
sie im Vorstehenden beschrieben wurde.
In Fig. 5 bis 7 ist die zweite Ausführung dargestellt, deren Stromunterbrechungsvorrichtung
insofern eine andere ist, als der Hebel g der erstbeschriebenen Construction dabei in
Fortfall kommt und das Anheben des beilartigen Contacthebels k2 unmittelbar von dem Ankerhebel
b' aus geschieht, wobei jedoch dieser Hebel an seinem freien Ende eine Antifrictionsrolle
ba besitzt, die gegen eine Curvenfläche
he (Fig. 5) des Hebels h' wirkt. Die Curvenfläche he. dient zur Erleichterung des
Hebens des Hebels h' h2, ist aber nicht absolut
nothwendig. Im Uebrigen ist jedoch die "Wirkungsweise der Aus- und Einschaltvorrichtung
genau so, wie es oben erläutert wurde.
Die Stromwege sind in Fig. 8 und 9 schematisch dargestellt.
η ist die Hauptuhr, ο sind die Nebenuhren oder Apparate, q q' die Stromkreise und ρ ist die
Batterie. Jede Uhr oder jeder Apparat ist mit einer Stromunterbrechungsvorrichtung versehen,
welche den Stromkreis jede Minute oder zu anderen bestimmten Zeitpunkten schliefst. Die
Nebenuhren oder Apparate 0 sind alle vorgestellt, so dafs ihre Stromunterbrechungsvorrichtungen
vor derjenigen der Hauptuhr η geschlossen werden. Die Stromleitung wird in der
in Fig 8 gezeigten Anordnung bewirkt, indem man die Magnete der Nebenuhren ο für niedrigen
Widerstand windet und parallel verbindet, während der Magnet der Hauptuhr für hohen
Widerstand gewunden ist, so dafs die Hauptuhr den vollen Strom zuletzt empfängt. Auch
kann ein Widerstand r in den äufseren Theil des Stromkreises q eingeschaltet werden. Der
Strom geht von der Batterie ρ nach der Hauptuhr n, von dieser durch die Nebenuhren
oder Apparate 0, welche beim Empfang des Stromes aufgezogen und nachher von den betreffenden Stromunterbrechungsvorrichtungen
aus dem Stromkreis q ausgeschaltet werden, und zur Batterie zurück. Darauf läuft der
Strom durch die Hauptuhr, wo er die Stromunterbrechungsvorrichtung bethätigt, und
dann durch den Widerstand r zur Batterie ρ zurück.
In der in Fig. 9 gezeigten Anordnung der Stromwege fällt der in Fig. 8 verwendete
Widerstand r weg, und die Hauptuhr ist mit zwei Stromunterbrechungsvorrichtungen und
zwei Strom wegen q q' versehen, wovon q durch die erste Stromunterbrechungsvorrichtung
der Hauptuhr η und durch die Nebenuhren oder Apparate 0 führt, und q' durch
die zweiten Unterbrecher zur Batterie ρ zurück. Die Gewichtsklinken der Unterbrechungsvorrichtungen
in der Hauptuhr η liegen in verschiedenen Ebenen, so dafs die eine von der
anderen bewegt wird, wobei die hochliegende mit den Nebenuhren oder Apparaten 0 und
die niedrigliegende mit dem Magneten der Hauptuhr η und der Batterie ρ direct in Verbindung
steht. Durch den Fall des Contacthebels der ersten Stromunterbrechungsvorrichtung
werden die Ankerhebel aller Nebenuhren oder Apparate ο angezogen und dabei letztere
aufgezogen, während beim Fall des Contacthebels der zweiten Stromunterbrechungsvorrichtung
der Ankerhebel der Hauptuhr η angezogen und dabei letzterev aufgezogen und
dann der ganze Stromkreis unterbrochen wird.
Claims (2)
1. Elektrische Uhr, dadurch gekennzeichnet, dafs eine Ausschaltvorrichtung während
oder kurz nach dem Antriebe der Uhr den den Antrieb besorgenden Stromkreis wieder
unterbricht, indem der Ankerhebel oder ein an diesem befestigter besonderer Hebel
einen Ausschalter bildet, der kurz vor Aufschlag des Ankers den beweglichen Contacttheil
von dem festen trennt, wobei der bewegliche Contacttheil unter der Wirkung einer Klinke steht, die durch den
Ankerhebel oder den besonderen Hebel ausgelöst wird.
2. Eine elektrische Uhr nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch die Anordnung eines
mit Vorsprüngen g' versehenen Hebels g an dem Ankerhebel b' und die Anordnung
eines über den inneren Arm des Hebels g greifenden Winkelansatzes f2fB an dem
die Zugklinke tragenden Arme des am Ankerhebel b' gelagerten Hebels f, wobei
die Verhältnisse so gewählt sind, dafs kurz vor vollendetem Niedergange des Ankers b
der Hebel g durch den Winkel f3 in solcher Richtung zum Ausschlag gebracht
wird, dafs dabei der Stromkreis unterbrochen wird.
Eine Abänderung der in den Ansprüchen ι und 2 gekennzeichneten Einrichtung, darin
bestehend, dafs der Hebel g in Fortfall kommt und das Anheben des beilartigen
Contacthebels h2 direct vom Ankerhebel aus geschieht, wobei letzterer eine Antifrictionsrolle
b3 besitzt, die gegen den Hebel h' hebend wirkt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99221C true DE99221C (de) |
Family
ID=370114
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99221D Active DE99221C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99221C (de) |
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0
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