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Wähler.
Im Stammpatente Nr. 66044 sind Schaltvorrichtungen zur Verbindung von Leitungen in selbsttätig oder halbselbsttätig betriebenen Fernsprechanlagen beschrieben, bei welchen die festen Kontakte in einer Reihe übereinander angeordnet sind und Bürsten, welche auf einer Bürstenträgerstange befestigt sind, über die Kontaktstreifen zwecks Einstellung auf eine bestimmte Leitungsverbindung hinweggleiten. Zu diesem Zwecke sind die Bürstenträgerstangen längsverschiebbar angeordnet und von Antriebsvorrichtungen besonderer Art bewegt, mit welchen sie elektromagnetisch gekuppelt werden.
Bei derartigen Schaltvorrichtungen machen besonders die Stromzuführungen zu den Bürstenpaaren und die Einrichtungen zur Auswahl eines bestimmten Bürstensatzes Schwierigkeiten.
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die Bürstenträgerstangen hohl ausgeführt werden und in ihrem Innern die Verbindungsleitungen tragen, durch welche die Bürsten miteinander in Vielfachschaltung verbunden sind.
Die Bürstenauswahlvorrichtungen lassen sich wesentlich einfacher und betriebssicherer gestalten, indem erfindungsgemäss besondere Vorrichtungen vorgesehen sind, durch welche die
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Diese Vorrichtungen bestehen im wesentlichen aus einer elektromagnetisch gedrehten Schaltwelle, die mit besonderen Schaltfingern auf zugeordnete Schalthebel einwirkt, von deren Stellung die wirksame oder unwirksame Lage der Bürsten abhängig ist. Bei dieser Anordnung ist eine
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Wählers beeinflusst werden.
An Stelle dieser Schaltwelle kann man auch zweckmässig die Einrichtung so treffen, dass jeder Schalthebel durch eine elektromagnetisch beeinflusste Klinke betätigt wird. In diesem Falle fällt die Schaltwelle weg. An ihrer Stelle ist für jeden Bürstensatz eine elektromagnetisch beeinflusste Klinkvorrichtung angeordnet.
Die Zeichnungen stellen Ausführungsbeispiele der Erfindung dar. In den Fig. 1 bis 9 ist
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gestellten Wählern ist 8 die längsverschiebbare Bürstenträgerstange ; 9 sind die Führungshülsen, welche in den Rahmenträgern 10 befestigt sind. Auf der Welle sind eine Mehrzahl von Bürsten- trägern 11 angeordnet, Je ein Bürstensatz gehört zu einer Gruppe fester Kontakte. Diese Bürstenträger bestehen aus ringförmigen Platten 12, 13. Die Platten 13 haben einen lotrechten Schlitz, in welchen der hakenartige Fortsatz 14 der Platte 12 eingreift, wenn beide Ringplatten 12, 13 um die Bürstenträgerstange gelegt werden. Die Schrauben 1 : ; halten beide Teile an der Bürstenträgerstange zusammen.
Jeder Bürstensatz enthält die Bürsten 1, 2,; 3 und 4, die an den in der wagrechten Ebene federnden Armen 16, 17, 18, 19 befestigt sind. Mit den Schrauben 20 werden die Arme an der Ringplatte 13 befestigt und durch die Platten 21 voneinander und gegen die
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zu bewegen. Jeder der Arme 16, 19 trägt einen Isolierblock 22, durch den die Bürsten jedes zugehörigen Armpaares 16, 17 bzw. 18, 19 voneinander in bestimmter Entfernung gehalten werd (Fig. 3). Aus der Fig. 3 ist ersichtlich, dass, sobald ein Bürstensatz ausgelöst ist. die Bürster und 4 sich gegen die Kontakte 5 und 7 legen werden und die Bürsten 2 und 3 von verschiedenen Seiten gemeinsam den Kontakt 6 berühren.
Jeder der Bürstenarme hat eine aufwärts gerichtete Öse 23 mit der Lötstelle 66 (Fig. 4).
An jedem Bürstenträger geht von der Ringplatte 13 ein rückwärts gerichteter Arm 2 aus, der unmittelbar unter die Bürstenträgerarme zu liegen kommt. An seinem äusseren Ende ist dieser Arm winklig umgebogen und bildet die Teile 25, 26, von denen der Schalthebel 27 in den Schrauben 28 getragen wird. Dieser Schalthebel ist als Winkelhebel ausgebildet mit den aufwärts gerichteten Armen 29, welche die Rollen 3C tragen, und den wagrecht gerichteten Armen 31, 32. In der Fig. 4 ist die wirksame Stellung dieses Schalthebels ausgezogen dargestellt.
In dieser Lage werden die Bürstenarme durch die Rollen 30 auseinandergedrückt und so die Bürsten in ihrer Ruhelage gehalten. Der Schalthebel wird in dieser Stellung dadurch festgehalten, dass die inneren Federarme 17, 18 in der Weise nach innen gekröpft sind, dass die Rollen 30 der Schalthebelarme 29 durch die nach innen springenden Teile 3-3, 35 festgehalten werden. Die in Fig. 4 punktiert angedeutete Lage des Schalthebels 27 entspricht der Auslösestellung, in welcher sich die Bürsten in ihrer Arbeitslage, d. h. in Berührung mit den festen Kontakten : ;, 6, 7 befinden.
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Schaltwelle 37 drehbar in den Rahmenträgern-M gelagert. Zu jedem Bürstensatz bzw. Schalthebel 27 ist auf der genannten Schaltwelle eine Hülse 38 angeordnet.
Diese Hülse hat einen Schlitz 39, durch welchen der an der Schaltwelle 37 befestigte Stift 40 hindurchragt. Dieser Stift
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derart befestigt, dass ihr unteres Ende um den Stift greift. Diese Feder hat das Bestreben, die Hülse im Sinne des Uhrzeigers, von oben gesehen, zu drehen. Die Hülse 38 trägt einen Fortsatz 42 mit dem winklig umgebogenen Teil 4. 3. Dieser Fortsatz ist im folgenden kurz als Schaltfinger 42 bezeichnet. Seine Normalstellung ist in der Fig. 3 dargestellt. Diese Schaltfinger arbeiten mit den Winkelarmen 31 des Schalthebels 27 zusammen und bewirken die Auslösung, sobald sie durch Drehung der Schaltwelle 37 in den Weg des Schalthebelarmes 31 gebracht werden.
Die Xormalstellung, in welcher die Schalthebelarme 31 der Bürstensätze bei ihrer
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Fig. 3 gezeichnet. Erfindungsgemäss sind nun die Schalthebelarme 31 und die Schaltfinger 42 so zueinander angeordnet, dass ihr Abstand voneinander, ausgehend von dem untersten Bürsten-
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dass der Schalthebelarm 81 des auszuwählenden Bürstensatzes in Höhe des zugehörigen Schaltfingers gelangt, so wird die Schaltwelle 37 gedreht und der Schalthebelarm 81 und der zugehörige Schaltfinger 42 kommen miteinander in Berührung, wie dies in Fig. 6 und 7 dargestellt ist.
Während nun die Schaltwelle weiter gedreht wird, bleibt der Schaltfinger in Berührung mit dem Schalthebelarm und die betreffende Hülse 38 dreht sich auf der Schaltwelle 37, wobei sie die Feder 41 spannt. Die übrigen Schaltfinger werden von keinem ihrer zugehörigen Schalthebelarme festgehalten und gelangen in die in Fig. 9 gezeichnete Stellung, da sie infolge der verschiedenen Abstände zwischen den Schaltfingern und Schalthebelarmen entweder unter dem Schalthebelarm oder über dem Schalthebelarm an letzterem vorbei können.
Bei der weiteren Aufwärts- bewegung der Bürstenträgerstange 8 wird nun der betreffende Bürstensatz, bei dem Schaltfinger und Schalthebelarm miteinander in Berührung gekommen sind, dadurch ausgelöst, dass der Schalthebel 27 in die in Fig.-4 punktiert angedeutete Lage gedrückt wird, in welcher die Bürstenarme von den Rollen 30 freigegeben werden, so dass sich die Bürsten gegen die zugehörigen
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arm 31 den Schaltfinger 42 frei, so dass letzterer durch die gespannte Feder 41 wieder in seine Normallage zurückgeführt werden kann. Bei der weiteren Aufwärtsbewegung der Bürstenträgerstange 8 findet alsdann die Einstellung der ausgelösten Bürsten auf die bestimmten Kontakte der zu wählenden Verbindungsleitung statt.
In der angehobenen Stellung wird die Bürstenträgerstange durch den Sperrhaken 82, der in die Verzahnung 88 der Bürstenträgerstange eingreift, gehalten.
Die Aufwärtsbewegung der Bürstenträgerstange wird gemäss dem Stammpatente durch
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vorrichtung 54", 56"mit dem Kupplungsmagneten 6-Y'dient zur Rückwärtsbewegun der Bürstenträgerstange.
Die Drehbewegung der Schaltwelle 87 wird durch eine elektromagnetische Antriebsvorrichtung bewirkt. Am unteren Ende der Schaltwelle befindet sich eine Scheibe. J6 mit dem
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Sobald der Magnet J erregt wird, wird der Anker angezogen und dadurch die Drehbewegung der Schaltwelle 37 erzeugt. Die Rückdrehung der Schaltwelle erfolgt durch die infolge der Vorwärtsdrehung gespannte Feder 62.
Die Kupplungsmagnete für grosse Geschwindigkeit werden, wie im Stammpatente, sämtlich durch die an sich bekannte Unterbrechereinrichtung 77 gesteuert, auf welcher die an dem Arm 75 befestigte Bürste 76 schleift, und über eine nicht dargestellte Sendevorrichtung erregt.
Die Aufwärtsbewegung der Bürstenträgerstange mit geringerer Geschwindigkeit wird in gleicher Weise durch den Unterbrecher 80 in Zusammenarbeit mit dem Arm 78, der Bürste 79 und der Bürste 72 an dem Arm 73, welche auf dem Kontaktstück 71 gleitet, gesteuert.
Der Unterbrecher 81 dient zur Aufwärtsbewegung der Bürstenträgerstange vor dem Bürstenwahlvorgang.
Wenn die Rückstellung des Wählers in seine Ruhelage erfolgen soll, wird zunächst der Elektromagnet 86 errebt und die als Anker ausgebildete Sperrklinke 82, die in ihrer Sperrstellung durch die Feder 85 festgehalten wurde, angezogen. Der Rückgang der Bürstenträgerstange erfolgt nun entweder durch ihre Schwere oder, wie in aem vorliegenden Falle, zwangläufig durch die Kupplung der Antriebsvorrichtung 54", 56" für den Rückwärtsgang. Nähert sich die Bürstenträgerstange ihrer Ruhelage, so gleitet nie Bürste 79 auf die Kontaktplatte 92 des Unterbrechers, wodurch ein Stromkreis eingeschaltet wird, der in bekannter Weise einen Apparat, z. B. einen Folgeschalter, antreibt, der den Stromkreis für die Erregung des Magneten 65"unterbricht und so die Antriebsvorrichtung für den Rückwärtsgang entkuppelt.
Die letztgenannten Schalteinrichtungen sind nicht dargestellt, da sie für das Wesen der Erfindung ohne Bedeutung sind.
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von grosser Bedeutung, sie ist deshalb der ungesteuerten Rückwärtsbewegung der Bürstenträgerstange vorzuziehen.
Kurz bevor die Bürstenträgerstange in ihre Ruhelage zurückkehrt, trifft der Arm 32 des Schalthebels 27 auf den Rahmenträger 10, wodurch der Schalthebel wieder in die Lage zurückbewegt wird,, in der er die Bürsten von den Kontakten abgespreizt ; d. h. in ihrer Ruhelage hält.
Die Bürstenträgerstange 8 ist erfindungsgemäss hohl ausgeführt und trägt in ihrem Innern die Leitungsdrähte 86, 87, 88, welche an ihrem einen Ende mit den Armen 89 verbunden sind, die mit den Schleifkontakten 90 über Kontaktstreifen 91 während der ganzen Bewegung der Bürstenträgerstange gleiten. Von diesen Drähten gehen Abzweige aus, welche die Bürsten miteinander in bekannter Weise in Vielfachschaltung verbinden, so dass der Sprechstromkreis über die genannte Kontakteinrichtung, durch die in den als Röhre ausgebildeten Bürstenträgerstangen liegenden Leitungsdrähte, über die Bürsten auf die festen Kontakte und die diesen zugeordneten Verbindungsleitungen durchgeschaltet werden kann.
In den Fig. 10, 11 und 12 ist ein Wähler dargestellt, der von dem oben beschriebenen nur
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Rückstellung der Bürsten in die Ruhelage erfolgt. An Stelle der früheren Schaltwelle 37 mit den Schaltfinger -1Z sind hier entsprechend der Anzahl der vorhandenen Bürstensätze für jeden den einzelnen Bürstensätzen zugeordneten Schalthebel Klinken 360 vorgesehen, die durch einzelne Elektromagnete 350 betätigt werden. In der Fig. 11 ist diese Auslöseeinrichtung in ihrer Ruhelage dargestellt. Der Schalthebelarm 31 befindet sich in wagrechter Lage und ausser Eingriff mit dem Schlitz 380 der Klinke 360, die durch die Feder 370 in ihrer dargestellten Lage gehalten wird.
Die Auslösung dieses Bürstensatzes wird durch den Anzug der Klinke 360 durch den zugehörigen Elektromagneten 350 bewirkt, wobei sich der Schalthebelarm 31 in den Schlitz 380 schiebt und nun bei der weiteren Aufwärtsbewegung der Bürstenträgerstange festgehalten und nach unten gedrückt wird, wodurch die Bürsten in der oben geschilderten Weise freigegeben und in ihre Arbeitslage gebracht werden.
Um jeweils nur einen Bürstensatz auszulösen, sind die Schlitze 380 derart angeordnet, dass der Abstand zwischen den Schlitzen 380 und dem Schalt- hebelarm-M, wie aus den früheren Beispielen zwischen den Schaltfinger und Schalthebel, ausgehend vom untersten Bürstensatz, von Satz zu Satz grösser wird. so dass in einer bestimmten Stellung der Bürstenträgerstange auch nur eine bestimmte Klinke mit ihrem zugehörigen Schalthebelarm 31 in Wirksamkeit treten kann.
Bemerkt sei, dass sämtliche Magnete 350 gleichzeitig, jedoch nur für einen Augenblick, erregt werden. Da die Schlitze 380 in den-Ankern 360 in gleichmässig zunehmenden Entfernungen oberhalb der Normalstellung der Bürstensätze angeordnet sind, bestimmt der besondere Augenblick, in welchem die Magnete erregt sind, welcher Hebel 31 mit einem Schlitz 380 in einem Anker 816 zum Eingriff kommt und welcher Bürstensatz daher ausgewählt wird. Die Anker der anderen Magnete werden bloss angezogen, ohne ein Auslösen des Bürstensatzes zu verursachen, da der Schlitz. 380 In diesen Ankern In jenem Augenblick einem Hebel 37 nicht gegenüberliegt.
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Nach erfolgter Bürstenwahl wird durch Aberregung des Elektromagneten 350 und durch die Zugwirkung der Feder 370 die Klinke 360 sofort wieder in ihre Normalstellung zurückgeführt, so dass der Abwärtsgang der Bürstenträgerstange bei Auslösung des Wählers bis zu ihrer Ruhelage erfolgen kann, wobei der schräg nach unten gerichtete Schalthebelarm 31 des ausgelösten Bürstensatzes auf den Rahmenträger 10 stösst und von diesem wieder in die wagrechte Lage zurückgedrückt wird, in der er die Bürsten von den Kontakten abhebt.
Alle übrigen Einzelheiten dieses Wählers entsprechen dem oben beschriebenen Ausführung- beispiel.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Wähler nach Patent Nr. 66044, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenträgerstange (8) hohl ist und in ihrem Innern die Verbindungsleitungen (86, 87, 88) der Bürsten trägt.