DE98533C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61K—AUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B61K13/00—Other auxiliaries or accessories for railways
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Investigating Strength Of Materials By Application Of Mechanical Stress (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Eine hervorragend wichtige Rolle fällt im Eisenbahnbetrieb den Zugvorrichtungen der
Wagen und Lokomotiven zu. Von ihrer Güte und Haltbarkeit hängt das Schicksal ganzer
Züge ab. Bisher war eine sorgfältige Besichtigung das einzige Mittel, um sich von
der Zuverlässigkeit der Zugvorrichtung Ueberzeugung zu verschaffen. Dieselbe erstreckt sich
aber nur auf die zugänglichen Theile, während die versteckte Lage der im Untergestell
befindlichen Theile eine gründliche Prüfung erschwert bezw. verhindert. Will man alle
Stücke, die mit Materialfehlern, inneren Spannungen1, alten Anbrächen behaftet oder
aus schlechtem Material bezw. mit ungenügendem Querschnitt gefertigt sind, ausscheiden,
ehe sie weitere Beschädigungen oder Unfälle im Betriebe verursacht haben, so kann dies
nur durch Probebelastung jedes einzelnen Theiles der Zugvorrichtung geschehen. Bei
der grofsen Anzahl der in Betracht kommenden Fahrzeuge ist die hierdurch erwachsende
Arbeit sehr grofs, andererseits aber bietet dann jeder einzelne Theil volle Gewähr für seine
Brauchbarkeit.
Durch den Gegenstand der Erfindung wird es ermöglicht, einzelne Wagen und ganze Züge
in wenigen Minuten zu prüfen und dabei jeden einzelnen Theil der sämmtlichen im Zuge befindlichen
Zugvorrichtungen einer bestimmten Probebelastung zu unterwerfen.
Zu diesem Zweck werden die zu prüfenden Wagen auf das ä'ufserste Mafs langgekuppelt
und so in das Prüfungsgleis gesetzt, dafs die Buffer auf das zulässig gröfste Mafs von einander
abstehen. Am Schlufs dieses Gleises befindet' sich ein unverrückbar fester Mauerblock
ι, welcher eine Wiegevorrichtung 4 trägt, deren kurzer Arm vermittelst einer Spannvorrichtung
5 mit dem Zughaken des ersten Wagens verbunden ist. An dem anderen Ende des Zuges wird die Schraubenkuppelung des
letzten Fahrzeuges in den Zughaken des Spannwagens 3 eingehängt, und letzterer mit einem
festen Punkt 2 unverrückbar verbunden.
Nun wird die Spannvorrichtung 5 so lange angezogen, bis sich das Belastungsgewicht der
Wiegevorrichtung 4 zu heben beginnt. Sobald dies eintritt, sind die sämmtlichen Theile der
Zugvorrichtungen aller im Zuge befindlichen Wagen der vorgeschriebenen Belastung unterworfen.
Mit den zweiten, an jedem Wagen vorhandenen Schraubenkuppelungen wird die Prüfung wiederholt. Soll aufser dieser ruhenden
Belastung noch eine plötzlich auftretende Stofswirkung zur Wirkung kommen, so läfst
man das fallende Gewicht 6 gegen den mit dem Gestänge unmittelbar verbundenen Ansatz
7 schlagen (Fig. 2).
Dieses Prüfungsverfahren läfst sich auch in jedem geraden, gut unterhaltenen Gleis ohne
Weiteres vornehmen. Es kommen dann zwei Spannwagen 3 zur Verwendung, von denen der eine die Wiege- und Spannvorrichtung
■— erforderlichen Falles auch das Fallwerk —■ trägt. Die Feststellung der beiden Spann-
wagen erfolgt unter Benutzung der Fahrschienen.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:i. Eine Einrichtung zum Prüfen der Zugapparate an Eisenbahnfahrzeugen oder einem ganzen Zuge, dadurch gekennzeichnet, dafs der erste Zughaken mit einer feststehenden Wiegevorrichtung (4) unter Einschaltung einer Spannvorrichtung (5) in Verbindung gebracht und der letzte Zughaken mit einer verschiebbaren Festsfeilvorrichtung (3) verbunden werden kann.
- 2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Einrichtung, bei welcher die Feststellvorrichtung aus einem auf dem Geleise verschiebbaren und mit dem Erdboden oder dem Gleisoberbau zu verankernden Wagen (3) besteht.
- 3. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Einrichtung, bei welcher, ein pendelartiges Fallgewicht (6) gegen einen im Gestänge angebrachten Ansatz (7) seine Wirkung äufsern kann, zu dem Zweck, zu der ruhenden Belastung noch Stofswirkungen auszuüben.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE98533C true DE98533C (de) |
Family
ID=369493
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT98533D Active DE98533C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE98533C (de) |
-
0
- DE DENDAT98533D patent/DE98533C/de active Active
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