DE589976C - Vorrichtung zum Messen und Aufzeichnen der Verwindung von Schienenstraengen - Google Patents
Vorrichtung zum Messen und Aufzeichnen der Verwindung von SchienenstraengenInfo
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- DE589976C DE589976C DEM118662D DEM0118662D DE589976C DE 589976 C DE589976 C DE 589976C DE M118662 D DEM118662 D DE M118662D DE M0118662 D DEM0118662 D DE M0118662D DE 589976 C DE589976 C DE 589976C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61K—AUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B61K9/00—Railway vehicle profile gauges; Detecting or indicating overheating of components; Apparatus on locomotives or cars to indicate bad track sections; General design of track recording vehicles
- B61K9/08—Measuring installations for surveying permanent way
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Length Measuring Devices With Unspecified Measuring Means (AREA)
- Machines For Laying And Maintaining Railways (AREA)
- Manufacturing Of Magnetic Record Carriers (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Messen und Aufzeichnen der Verwindung
von Schienensträngen. Es sind zum Prüfen von Schienensträngen Vorrichtungen bekannt,
die mittels eines auf einem Meßwagen angeordneten Kreiselinstrumentes eine fortlaufende
Aufzeichnung der Höhenunterschiede der beiden Schienen des Schienenstranges bewirken.
Die auf diese Weise erhaltenen Kurven lasisen zwar erkennen, wie groß die
Höhenunterschiede der Schienen an beliebigen Stellen des Schienenstranges sind und an
welchen Stellen eine Änderung der Höhenunterschiede eintritt, dagegen geben sie keinen
unmittelbaren Aufschluß über die Größe der Verwindung des Schienenstranges, d. h.
über die Änderung des Höhenunterschiedes je Längeneinheit der Schienen.
Durch eingehende Versuche ist nun aber festgestellt worden, daß die Verwindung des
Schienenstranges für den Betrieb der Schienenfahrzeuge und die Beschaffenheit der
Schienenstrecke von erheblicher Bedeutung ist, und es hat sich gezeigt, daß an Stellen,
an denen die Verwindung einen bestimmten Grenzwert überschreitet, auf die Schienenfahrzeuge
starke seitliche Kräfte ausgeübt werden, die zu Schlingerbewegungen der
Fahrzeuge und zu einem seitlichen Ausbiegen der Schienen Anlaß geben.
Die Erfindung bezweckt nun eine unmittelbare
fortlaufende Messung und Aufzeichnung der Verwindungen des Schienenstranges, aus
der ohne weiteres erkennbar ist, an welchen Stellen des Schienenstranges die Verwindungen
einen durch Erfahrung oder Versuche · festgelegten Grenzwert überschreiten.
Das Neue der Erfindung besteht darin, daß die Räder eines Fahrgestells kreuzweise
durch Seile ο. dgl. miteinander verbunden sind und die Änderungen des senkrechten Abstandes
der beiden Seile an dem Kreuzungspunkt für die Messung und Aufzeichnung maßgebend sind. Vorzugsweise sind die beiden
Seile über Rollen geführt, die an je einem in senkrechten Führungen beweglichen und
unter der Einwirkung von Federn stehenden Schlitten gelagert sind. Da die Vorrichtung
die Größe der Verwindung des Schienenstranges unmittelbar anzeigt, ist es ohne weiteres
möglich, durch eine an sich bekannte, bei Überschreiten einer bestimmten Grenze der Verwindung selbsttätig eingeschaltete
Farbspritzvorrichtung diejenigen Stellen des Schienenstranges zu kennzeichnen, an denen
die Verwindung eine unzulässige Größe aufweist.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes,
und zwar
Fig. ι eine schematische Darstellung zur Erläuterung des Begriffs der Meßgröße,
Fig. 2 eine Gesamtansicht der Vorrichtung,
Fig. 3 und 4 Teilansichten der Vorrichtung in vergrößertem Maßstabe und
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer
selbsttätig wirkenden Vorrichtung, durch die ein Farbstrahl auf den Schienenstrang gespritzt
wird, sobald die Verwindung des Schienenstranges eine bestimmte Grenze überschreitet.
Wenn man gemäß Fig. ι auf einem Schienenstrang vier Punkte festlegt und durch drei
von diesen Punkten eine Ebene hindurchlegt, so gibt der Abstand des vierten Punktes von
ίο dieser Ebene ein Maß für die Verwindung des
Schienenstranges. Die Verwindung der Schienen kann demnach dadurch bestimmt
werden, daß je zwei Punkte der beiden Schienen kreuzweise miteinander verbunden und die Änderungen des senkrechten Abstandes
der Verbindungen an dem Kreuzungspunkt gemessen werden.
Die vier Punkte, von denen bei der Messung der Verwindung ausgegangen wird, werden
nun bei der Vorrichtung durch die Berührungspunkte der vier Räder eines auf dem Schienenstrang laufenden Fahrgestells festgelegt
(Fig. 2). Die Radkränze dieser Räder sind zylindrisch.
Die Radachsen sind an beiden Enden durch starr befestigte Zapfen 5, 6, 7, 8 verlängert
(Fig. 2 und 4). Auf den Zapfen 5, 6, 7, 8 sind Kugellager 9, 10, 11, 12 angeordnet, von
denen zwei Seile 45,46 ausgehen, die die äußeren Enden der Radachsen kreuzweise
■ miteinander verbinden (Fig. 2, 3 und 4). Die Seile 45, 46 sind über je einen Schlitten 13
bzw. 14 geführt, die in Führungen an dem Wagendach senkrecht verschiebbar sind und
durch Federn 44 nach oben gezogen werden (Fig. 2 und 3).
Die beiden Schlitten· 13, 14 sind gleichartig
ausgeführt und durch je vier in der gleichen senkrechten Ebene liegende Führungsrollen
15, 16, 17, 18 an je zwei senkrechten
Führungsstangen 19, 20 geführt (Fig. 3). In jedem Schlitten 13, 14 ist eine Rolle 21 gelagert,
über die das Seil 45 bzw. 46 oder eine dieses in einer gewissen Länge ersetzende
Kette geführt ist.
Die Verwindung des Schienenstranges ist durch die Änderung des Abstandes zwischen
den beiden Schlitten 13, 14 bestimmt. Zur Messung der Änderungen dient ein Bowdenzug,
dessen Seele 22 an dem Schlitten 14 und dessen Hülse 23 an dem anderen Schlitten 13
befestigt ist (Fig. 2 und 3). An dem anderen Ende greift der Bowdenzug 22, 23 an einem
Schreibstift 26 an, der die Meßwerte fortlaufend auf einem Papierstreifen verzeichnet,
welcher verhältnisgleich mit der zurückgelegten Strecke bewegt wird.
Es ist noch eine Einrichtung vorgesehen, die bewirkt, daß die vier Befestigungspunkte ·
47, 48, 49, 50 der Seile 45, 46 stets auf den Ecken eines Rechtecks liegen. Auf den
Kugellagern 9, 10, 11, 12, die auf den mit den
Achsen fest verbundenen Zapfen 5, 6, 7, 8 sitzen, ist je eine Hülse 29 längsverschiebbar
angeordnet, die durch Führungen 32, 33, 34 an dem Rahmen des Fahrgestells festgelegt
ist (Fig. 2 und 4).
Wenn die Verwindung des Schienenstranges eine bestimmte zulässige Grenze überschreitet,
findet an der betreffenden Stelle ein 70 ' selbsttätiges Aufspritzen von Farbe auf den
Schienenstrang statt. Zu diesem Zweck ist an dem Schreibstift 26 der Aufzeichenvorrichtung
ein kleiner Kontaktstift 35 angeordnet, der bei Überschreiten der zulässigen
Grenze der Verwindung mit einer der'Platten 36 in Berührung kommt (Fig. 5).
Durch die Berührung zwischen dem Kontaktstift 35 und der Platte 36 wird der Stromkreis
eines Elektromagneten 37 geschlossen, 8c der eine Klinke 38 außer Eingriff mit einer
durch ein Uhrwerk angetriebenen Scheibe 39 bringt (Fig. 2 und 5). Die Scheibe 39 kommt
bei ihrer Drehung mit einer Bürste 40 in Berührung, wodurch der Stromkreis eines an
der Unterseite des Fahrzeugs angeordneten Elektromagneten 41 geschlossen wird. Der
Elektromagnet 41 bewirkt die Öffnung eines Ventils 42, so daß die in einem Behälter 43
unter dem Wagendach befindliche Farbe so lange auf den Schienenstrang gespritzt wird,
wie sich die Scheibe 39 in Drehung befindet. Bei jeder Betätigung des Ventils 42 wird
durch einen Schreibstift auf dem obenerwähnten Papierstreifen eine Marke hervorgebracht
und gleichzeitig mittels einer weiteren Aufzeichenvorrichtung eine Marke auf einem
zweiten Papierstreifen erzeugt, der sich um eine erheblich geringere Strecke wie der erste
Papierstreifen bei gleicher zurückgelegter ,Strecke vorbewegt. Hierdurch sind aus
einem Papierstreifen sehr geringer Länge alle Stellen zu ermitteln, an denen die Verwindung
der Schienen die zulässige Grenze überschreitet.
Auf den beiden Papierstreifen werden die nachstehenden Größen aufgezeichnet:
1. Auf dem im Maßstab ' 1 : 1000 bis
ι : 10 000 zur zurückgelegten Strecke vorbewegten
Papierstreifen sind verzeichnet
a) die Verwindung des Schienenstranges,
b) das Intätigkeittreten der Farbspritzvorrichtung,
c) die Kurven des Schienenstranges,
d) die Kilometerpunkte.
2. Auf dem im Maßstab 1: 100 000 zur zurückgelegten
Strecke vorbewegten Papierstreifen sind verzeichnet
a) die Stellen, an denen die Verwindung die zulässige Grenze überschreitet (d. i. das
Intätigkeittreten der Farbspritzvorrichtung),
b) die Kilometerpunkte.
Claims (3)
- Patentansprüche:ι. Vorrichtung zum Messen und Aufzeichnen der Verwindung von Schienensträngen, dadurch gekennzeichnet, daß die · Räder eines Fahrgestells kreuzweise durch Seile (45, 46) o. dgl. miteinander verbunden sind und die Änderungen des senkrechten Abstandes der beiden Seile (45, 46) an dem Kreuzungspunkt für die Messung bzw. Aufzeichnung maßgebend sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Seile (45, 46) o. dgl. über Rollen (21) geführt sind, die an je einem in senkrechten Führungen (19,20) beweglichen und unter der Einwirkung von Federn (44) stehenden Schlitten (13, 14) gelagert sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine bei Überschreiten einer bestimmten Grenze der Verwindung des Schienenstranges selbsttätig eingeschaltete, an sich bekannte Farbspritzvorrichtung (41,42).Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR385780X | 1932-01-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE589976C true DE589976C (de) | 1933-12-23 |
Family
ID=8895691
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM118662D Expired DE589976C (de) | 1932-01-18 | 1932-02-09 | Vorrichtung zum Messen und Aufzeichnen der Verwindung von Schienenstraengen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE589976C (de) |
| GB (1) | GB385780A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1073528B (de) * | 1955-09-21 | 1960-01-21 | Licencia Talälmänyokat Ertekesitö Vallalat, Budapest | Oberbaumeßwagen |
| DE2130327A1 (de) * | 1970-07-09 | 1972-01-20 | Plasser Bahnbaumasch Franz | Fahrbare Einrichtung zur Ermittlung der Verwindung eines Gleises |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN109353371B (zh) * | 2018-12-12 | 2023-11-10 | 湖南高创海捷工程技术有限公司 | 一种全自动钢轨非接触式轮廓检测装置 |
-
1932
- 1932-02-09 DE DEM118662D patent/DE589976C/de not_active Expired
- 1932-02-19 GB GB5024/32A patent/GB385780A/en not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1073528B (de) * | 1955-09-21 | 1960-01-21 | Licencia Talälmänyokat Ertekesitö Vallalat, Budapest | Oberbaumeßwagen |
| DE2130327A1 (de) * | 1970-07-09 | 1972-01-20 | Plasser Bahnbaumasch Franz | Fahrbare Einrichtung zur Ermittlung der Verwindung eines Gleises |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB385780A (en) | 1933-01-05 |
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