DE97286C - - Google Patents

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DE97286C
DE97286C DENDAT97286D DE97286DA DE97286C DE 97286 C DE97286 C DE 97286C DE NDAT97286 D DENDAT97286 D DE NDAT97286D DE 97286D A DE97286D A DE 97286DA DE 97286 C DE97286 C DE 97286C
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diamidobenzhydrols
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/12Amino derivatives of triarylmethanes without any OH group bound to an aryl nucleus

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Patentschrift Nr. 97106 ist ein Verfahren zur Darstellung alkalischer Säurefarbstoffe der Triphenylmethanreihe beschrieben, welches darin besteht, dafs man in den durch Condensatipn der alkylirten Diamidobenzhydrole mit m-Sulfanilsäure und deren Analogen erhaltenen Leukoverbindungen die Amidogruppe nach dem Verfahren des Patentes Nr. 95830 durch die Sulfingruppe ersetzt und die so gewonnenen Sulfinsulfosäuren ' alsdann durch Oxydation in die Disulfosäuren der Farbstoffe überführt.
Es wurde nun gefunden, dafs sich dieses Verfahren auch auf diejenigen Leukoverbindungen übertragen läfst, die man durch Condensation der alkylirten Diamidobenzhydrole mit Sulfosäuren der Naphtylairiine erhält.
Ganz besonders werthvolle Farbstoffe liefern diejenigen Leukoverbindungen, in denen die Amidogruppe des Naphtalinkerns in Orthostellung zum Methankohlenstoff sich befindet. Derartige Leukoverbindungen erhält man, wenn man die Hydrole mit denjenigen Sulfosäuren des ci-Naphtylamins condensirt, die auch bei der Kuppelung mit den Diazoverbindungen die Azogruppe in Orlhostellung aufnehmen. Es sind dies z. B. 0I1 a3-NaphtyIaminsulfosäure; ferner ax a3 ß4-Naphtylamindisulfosäure, (Ct1 α2-) Naphtionsäure, Ci1 a2)34-Naphtylamindisulfosäure.
Beispiel I.
27 kg Tetramethyldiamidobenzhydrol werden mit 22,3 kg Ct1 a3-Naphtylaminsulfosäure in einer Lösung von 20 kg Schwefelsäure von 660B. in 500 1 Wasser so lange auf ca. 8o° erhitzt, bis kein Hydrol mehr nachzuweisen ist und sich eine Probe glatt in Soda löst. Die grüngelb gefärbte Lösung läfst man erkalten, wobei sich das Condensationsproduct in schwach gelb gefärbten Krystallen abscheidet. Diesem kommt nach den bisherigen Untersuchungen folgende Constitution zu:
N(CH3J,
H-C
S0,H
N(CHJ,.
Die einem Natriumnitritgehalt von 7 kg entsprechende Menge des Condensationsproductes wird in 700 1 Wasser und 100 kg Schwefelsäure von 66° B. gelöst und eiskalt mit einer Lösung von 7 kg Natriumnitrit unter gutem Rühren diazotirt. In diese Diazolösung leitet man nun 20 kg schweflige Säure ein und versetzt die Lösung dann unter lebhaftem Rühren mit etwa
ίο kg frisch bereitetem Kupferpulver, wobei man Sorge trägt, dafs die Temperatur o° nicht wesentlich übersteigt. Nachdem die Entwickelung des Stickstoffes ihr Ende erreicht hat. wird die ganze Masse, die die neue Sulfinsäure schon in krystallisirtem Zustande enthält, bis auf 25 bis 30° angewärmt und auf diese Weise die .Sulfinsäure wieder in Lösung gebracht. Wird .nun vom Kupferpulver abgesaugt, so scheidet sich beim Erkalten und beim Zusatz von Glaubersalz die Sulfinsäure in farblosen Krystallen ab. Die Säure wird nun zweckmäfsig nach bekannter Methode in das neutrale Natriumsalz übergeführt. 56,8 kg dieses Natriumsalzes werden in 400 1 Wasser gelöst und hierzu unter gutem Kühlen und Rühren eine Lösung von 11 kg Kaliumpermanganat zufiiefsen gelassen. Nach beendeter Oxydation wird vom Braunstein abgesaugt und das überschüssige Alkali im Filtrat neutralisirt. Die so erhaltene Lösung der Disulfosäure wird nun unter Zusatz der berechneten Menge Säure nach der bekannten Methode mit Bleisuperoxyd oxydirt. Der Farbstoff läfst sich nach Entfernung des Bleies leicht in braungefärbten Krystallen aussalzen. Derselbe färbt Wolle in saurem Bade in klaren, grünblauen alkaliechten und gleichmäfsigen Tönen an.
Ein ganz ähnliches Resultat wird erhalten, wenn man an Stelle des Condensationsproductes aus Tetramethyldiamidobenzhydrol und Ct1 Ci3-Naphtyläminmonosulfosäure, z. B. dasjenige aus Hydrol und A1 as ß4-Naphtylamindisulfosäure verwendet.
Die Verwendung der Condensationsproducte aus Hydrol und Naphtylamindisulfosäure ergiebt sich aus folgendem
Beispiel II.
Die einem Natriumnitritgehalt von 7 kg entsprechende Menge des aus Tetramethyldiamidobenzhydrol und Ct1 a2 ß4-Naphtylamindisulfosäure erhaltenen Condensationsproductes wird in 400 1 Wasser und 100 kg cone. H2 S O4 (660B.) äufserst fein vertheilt und unter Eiskühlung mit 7 kg Nitrit diazotirt. Die so erhaltene Diazölösung wird dann in eine Lösung von 20 kg schwefliger Säure in 300 1 Wasser, welche mit etwa 10 kg Kupferpulver versetzt ist, unter Rühren bei etwa o° einlaufen gelassen. Es tritt eine lebhafte Stickstoffentwickelung ein und die Sulfinsäure scheidet sich gegen Ende dieser Reaction zum grofsen Theil in farblosen Krystallen aus. Der gesammte Niederschlag wird abgesaugt und aus dem Filtrat die noch gelöste. Sulfinsäure durch Zusatz von Glaubersalz gewonnen. Der aus einem Gemisch von Kupferpulver und Sulfinsäure bestehende Rückstand wird mit Sodalösung ausgezogen und aus der so erhaltenen Lösung die Sulfinsäure durch Ansäuern unter Zusatz von Glaubersalz abgeschieden.
Die auf diese Weise dargestellte Sulfmdisulfosäure wird in üblicher Weise in ihr neutrales Natriumsalz übergeführt. 67,1 kg dieses Natriumsalzes werden in 500 1 Wasser gelöst und in diese Lösung bei Eiskälte die 7,1 kg wirksamen Chlors entsprechende Menge einer 5 procentigen Lösung von unterchlorigsaurem Natron langsam eingerührt. Nach Beendigung der Oxydation der Sulfindisulfosäure zur entsprechenden Trisulfosäure wird das überschüssige Alkali neutralisirt und die Trisulfosäure darauf in üblicher Weise unter Zusatz der berechneten Menge Säure mit Bleisuperoxyd oder analogen Mitteln in den Farbstoff übergeführt. Er färbt Wolle in saurem Bade in bedeutend grüneren Nuancen an, als der nach Beispiel I dargestellte Farbstoff, wie denn überhaupt die mit Hülfe von Ct1 a2-Naphtylaminsulfosäure bezw. deren Sulfoderivaten hergestellten Farbstoffe wesentlich grüner sind, als die sich von der Ct1 a3-Naphtylaminsulfosäure herleitenden Farbkörper.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Abänderung des Verfahrens des Patentes Nr. 97106, darin bestehend, dafs man anstatt der Leukoverbindungen, welche durch Condensation der alkylirten Diamidobenzhydrole mit m-Sulfanilsäure und deren Analogen entstehen, hier diejenigen Leukoverbindungen anwendet, welche durch Condensation der alkylirten Diamidobenzhydrole mit α - Naphtylaminsulfosäuren entstehen und eine Amidogruppe in Orthosteilung zum Methankohlenstoff enthalten.
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